Das Hardware-Jahr 2025 ist vorüber – und lieferte mit Abstrichen durchaus das, was vorab prognostiziert wurde [2]. Fehlend war eigentlich nur der richtige Start des N1X/GB10-Projekts von nVidia & MediaTek, wo nVidia inzwischen zwar GB10-basierte Mini-PCs ausliefert, aber die eigentlich relevante Serie an N1-SoCs ins Jahr 2026 verschoben wurde. Ähnliches gilt für Intels Panther Lake und Qualcomms Snapdragon X2, welche zwar tatsächlich noch 2025 vorgestellt wurden, nun aber erst 2026 den Markt erreichen werden. Regelrecht neue Hardware-Projekte für 2026 sind hingegen vor allem AMDs Zen 6 und Intels Nova Lake, was einen schönen CPU-Showdown zum Jahresende ergeben dürfte. Auf Grafik-Seite scheint 2026 hingegen sehr mager zu werden, auf AMD-Seite steht wohl gar nichts an, bei nVidia hängt der GeForce RTX 50 "SUPER"-Refresh in der Schwebe und somit bleibt nur Intels Arc B700 Serie als (halbwegs) sichere Neuvorstellung für 2026 übrig.
| Jahresstart 2026 | Frühling 2026 | Sommer 2026 | Herbst 2026 | Jahresende 2026 | erst 2027 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| AMD Prozessoren | Gorgon Point, neue X3D-Modelle | Ryzen 9000G | Zen 6 (Desktop) [3] | Zen 6 Mobile [3] | ||
| AMD Grafikchips | RDNA5 [4] | |||||
| nVidia Grafikchips | RTX50-Refresh (?) | Rubin (Consumer) [5] | ||||
| Intel Grafikchips | Arc B700-Serie | Celestial [6] | ||||
| Intel Prozessoren | Panther Lake [7], Arrow Lake Refresh | Nova Lake (Desktop) [8] | Nova Lake Mobile | |||
| MediaTek Prozessoren | N1-Serie | |||||
| Qualcomm Prozessoren | Snapdragon X2 | |||||
| Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen | ||||||
Bezüglich der Terminlage ballt sich wieder einmal einiges zum Jahresstart zusammen, ähnlich schon des vorangegangenen Jahres. Der Jahresrest 2026 dürfte dann äquivalent zu 2025 eher weniger Neuvorstellungen bringen – zumindest sofern sich diesbezüglich keine Überraschungen ergeben sollten. Davon ist allerdings mitten in der allgegenwärtigen Speicherkrise nicht unbedingt auszugehen, eher könnte jene den Grund für weitere Launch-Verschiebungen oder gar Streichungen abgeben (siehe die unsichere Situation beim RTX50-Refresh). Ob sich auf der kommenden CES hierzu bereits Klarheiten ergeben, bleibt abzuwarten, aber vermutlich werden dort die Hardware-Projekte des zweiten Halbjahres eher weniger ein Thema sein. Die CES dürfte viel eher zugunsten der Jahresstart-Projekte benutzt werden und dort oftmals Klarheit zu den konkreten Modellen und deren Spezikationen bringen. Teaser zugunsten der weiteren Hardware-Projekte des Jahres 2026 sind natürlich trotzdem jederzeit willkommen.
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Bei AMD wird es zum Jahresanfang 2026 erst einmal zum üblichen Wechsel des Mobile-Portfolios kommen, hierfür wird AMD vermutlich auf der CES die "Ryzen AI 400" Serie ankündigen. Jene besteht allerdings durchgehend aus Refresh-Modellen mit Basis von bekanntem Silizium. Primär wird AMD hierfür den Strix-Point-Refresh "Gorgon Point" ansetzen, zu weiteren Refresh-Modellen ist noch wenig bekannt, jene sind allerdings anzunehmen. Davon abweichend soll AMD hingegen neue Prozessoren-Modelle von "Strix Halo" [12] weiterhin innerhalb der "Ryzen AI 300" Serie einordnen. Viel zu gewinnen ist mit diesem 2026er Mobile-Portfolio natürlich nicht, es wird hier und da schlicht kleinere Taktraten-Verbesserungen geben. Der Primärzweck besteht in den "neu" klingenden Prozessoren-Namen mit ihrem Releasejahr 2026, was somit die Grundanforderung der Notebook-Hersteller an "neue" Prozessoren erfüllt.
Im Desktop-Bereich wird AMD hingegen zum Jahresanfang zwei neue X3D-Modelle von Zen 5 [13] vorstellen und vermutlich in den nachfolgenden Wochen auch real in den Markt entlassen. Der Ryzen 7 9850X3D stellt dabei eine schlicht höher getaktete Version des bekannten Ryzen 7 9800X3D dar, der Ryzen 9 9950X3D2 wird hingegen mit gleich zwei Cache-Chiplets antreten (eines pro CCD) und stellt somit so etwas wie ein "Halo"-Version im X3D-Bereich dar. Ein besonders großer Nutzwert wird den zwei Cache-Chiplets zwar nicht zugeordnet, aber trotzdem wird dieser Prozessor sicherlich Aufsehen erregen und fängt gleichzeitig auch ein wenig den Performancegewinn ab, welche Intel mit seinem Arrow-Lake-Refresh vielleicht hinlegt. Zugleich dürften diese neuen X3D-Prozessoren natürlich auch wieder die durchschnittlichen Verkaufspreise positiv für AMDs Bücher gestalten und somit dem üblichen Trend der andauernd (leicht) zurückgehenden Straßenpreise von AMDs Prozessoren entgegenwirken.
| AMD Zen 5 | Kerne | L2+L3 | 3DVC | Takt | iGPU | OC | TDP/PPT | Listenpreis | Release |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ryzen 9 9950X3D2 | 16C/32T | 16+64 MB | 128 MB | 4.3/5.6 GHz | ✓ | ✓ | 200/?W | ? | Anfang 2026 |
| Ryzen 9 9950X3D | 16C/32T | 16+64 MB | 64 MB | 4.3/5.7 GHz | ✓ | ✓ | 170/200W | $699 / 769€ | 12. März 2025 [14] |
| Ryzen 9 9900X3D | 12C/24T | 12+64 MB | 64 MB | 4.4/5.5 GHz | ✓ | ✓ | 120/162W | $599 / 659€ | 12. März 2025 [14] |
| Ryzen 7 9850X3D | 8C/16T | 8+32 MB | 64 MB | 4.7/5.6 GHz | ✓ | ✓ | 120/?W | ? | Anfang 2026 |
| Ryzen 7 9800X3D | 8C/16T | 8+32 MB | 64 MB | 4.7/5.2 GHz | ✓ | ✓ | 120/162W | $479 / 529€ | 7. Nov. 2024 [15] |
| Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen | |||||||||
Ebenfalls im Desktop-Bereich bei AMD anstehend, aber mit derzeit noch offenem Termin ist eine Serie an Ryzen 9000G Prozessoren auf Basis von AMDs Mobile-APUs. In jene Prozessoren-Serie dürften sich "Krackan Point" und "Strix Point" einordnen, die entsprechenden Mobile-APUs werden somit zukünftig schlicht auch für den Sockel AM5 angeboten werden. Da Strix Point immerhin bis zu 12 CPU-Kerne aufbietet, dürften da durchaus interessante Desktop-Prozessoren herauskommen, welche teilweise auch in den Gefilden der echten Desktop-Modelle wildern könnten. "Strix Halo" für den Desktop scheint hingegen auch weiterhin nicht auf dem Speiseplan zu stehen, wahrscheinlich auch daraus resultierend, dass hierfür ein extra Sockel und somit extra Mainboards in (teurer) Klein-Serie vonnöten wären. Zwar könnte Strix Halo mit seinem dicken Speicherinterface (256-bit) und der dicken Grafiklösung (bis zu 40 CU RDNA3.5) als lokaler KI-Beschleuniger gerade jetzt sehr interessant sein, für diesen Zweck ist aber auch viel Speicher vonnöten – was die laufende Speicherkrise effektiv verhindern wird.
AMDs großes Projekt für das Jahr 2026 wird dann natürlich Zen 6 [3] sein, welches derzeit für den Sommer 2026 erwartet wird. Hiermit gibt es eine neue CPU-Architektur und im Desktop-Bereich auch mehr CPU-Kerne mittels eines neuen CCDs, welches dann 12 Kerne pro CCD fasst. Damit kann AMD im Desktop-Bereich bis auf 24 CPU-Kerne hinaufgehen – was wenig klingt angesichts der Intel-Pläne mit bis zu 52 CPU-Kernen bei "Nova Lake [8]", aber AMD hat hier immer noch sein SMT mit an Bord und zugleich gilt natürlich das Gesetz des abnehmenden Grenzertrags. Trotzdem gilt Nova Lake als ernsthafte Herausforderung für AMDs Zen 6, womit es für AMD sicherlich wichtig sein dürfte, dessen Terminplanung auch tatsächlich zu realisieren und klar vor Nova Lake in den Markt zu kommen. In jedem Fall handelt es sich hierbei somit um das große Hardware-Duell des Jahres 2026 (leider auch mangels anderer großer konkurrierender Hardware-Ereignisse).
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Wie üblich wird Zen 6 auch in Form von X3D-Modellen erscheinen, allerdings ist deren Terminlage noch unklar. Die letzten X3D-Modelle kamen allesamt nicht zeitgleich mit den ersten Modellen der jeweils neuen Zen-Architektur – ob AMD dies bei Zen 6 so beibehält oder angesichts Intels eigener Planungen zu Modellen mit extra großem Cache (Nova Lake bLLC) dann doch abändert, bleibt abzuwarten. Zumindest ist klar, dass AMD im Mobile-Bereich im Jahr 2026 noch nichts von Zen 6 bieten wird, die entsprechenden Mobile-APUs "Medusa Point" und "Medusa Halo" sind allesamt wohl erst ein Thema des Jahresanfangs 2027. Selbst wenn AMD hiervon schon etwas im Jahr 2026 vorstellen sollte, ergibt die Praxis entsprechend lieferbare Notebooks dann erst im Jahr 2027 – ergo ist Zen 6 Mobile klar dem Jahr 2027 zuzuordnen. Dazu gehört auch die kolportierte Verwendung von RDNA5-basierten Grafiklösungen bei Teilen von Zen 6 Mobile, was sich aber auch erst einmal noch bestätigen muß.
Im Grafikbereich scheint das Jahr 2026 bei AMD geradezu extrem schwach auszufallen – mit derzeit keinem einzigen absehbaren Launch in diesem Jahr. Gemäß der früheren Gerüchteküche sollte die RDNA5/UDNA-Architektur [4] eigentlich noch im Jahr 2026 anstehen, die letzten Gerüchte gehen allerdings eher erst von Mitte 2027 aus. Hier könnte sicherlich die Speicherkrise mit ihre Finger im Spiel haben, eventuell war aber auch die vorherige Terminsetzung zu optimistisch. Die bisher bekannten Hardware-Daten sprechen von vier Grafikchips [16], sind aber insgesamt noch zu unzusammenhängend für eine echte Bewertung. Dummerweise scheint AMD aber auch keinen 2026er Refresh der 2025er RDNA4-Generation [17] on Vorbereitung zu haben bzw. dürfte jener von der laufenden Speicherkrise sowieso torpediert werden. Selbst der weltweite Marktstart der derzeit China-exklusiven "Radeon RX 9070 GRE [18]" steht somit in den Sternen und abseits etwaiger Überraschungen scheint das Grafikkarten-Jahr 2026 bei AMD somit vermutlich ganz ausgelassen zu werden.
Bei Intel dürfte es zum Jahresstart ebenfalls mit einem größeren Schwung an Hardware losgehen, denn Intel wird zuerst die eigentlich schon im letzten Oktober vorgestellte [19] Mobile-Architektur "Panther Lake [7]" in den Markt entlassen. Die CES sollte hierzu die offizielle Vorstellung der einzelnen Modelle bringen (inoffizielle Daten der Gerüchteküche [20]), denkbarerweise preschen die Notebook-Hersteller auch schon mit ersten Ankündigungen vor. Wie allerdings üblich bei Mobile-Prozessoren, wird der praktische Marktstart dann noch etwas dauern sowie eher scheibchenweise erfolgen. Auch hier könnte es wieder Frühstarter geben, aber ehe das komplette Produktportolio aller Notebook-Hersteller zu Panther Lake im Markt steht, ist sicherlich der Frühling erreicht. Wie bekannt, ist Panther Lake keine ganz komplette Mobile-Generation, wird den HX-Bereich also nicht bedienen, denn dafür sind die maximal gebotenen 16 CPU-Kerne (inkl. 4 LPE-Kerne) etwas zu schwach angelegt.
Insofern behalten die Mobile-Modelle von Arrow Lake weiterhin eine gewisse Bedeutung, zumindest im HX-Bereich. Im Desktop-Bereich wird dagegen der Arrow-Lake-Refresh erwartet, welcher allerdings gemäß des bisherigen Wissens sich auf drei neue K-Modelle beschränkt, bei welchen Intel zudem noch einen "Plus"-Suffix anhängt. Jener soll wohl den verbesserten (offiziellen) Speichersupport ausdrücken, welcher für diese drei Plus-Modelle auf DDR5/7200 hinaufgeht – im Gegensatz zu den (offiziellen) DDR5/6400 der restlichen Arrow-Lake-Prozessoren. Jene Plus-Modelle kommen zudem in 2 von 3 Fällen mit leicht erhöhter Kern-Anzahl daher, wobei der Effekt dieser Verbesserung vermutlich maßvoll ist, da es sich rein auf (mehr) E-Kerne bezieht und die drei neuen Plus-Modelle augenscheinlich mit denselben Powerlimit antreten wie ihre non-Plus-Vorgänger. Deren Plus-Nachfolger sollen den Markt angeblich preisneutral erreichen (was noch zu bestätigen wäre), inwiefern dies gleich direkt mit der CES passiert, sollte sich im Rahmen dieser Messe ergeben.
| ARL Desktop | Kerne | P-Takt | E-Takt | L2+L3 | iGPU | PBP/MTP | Liste | Release |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Core Ultra 9 290K Plus | 8P+16E/24T | 3.7/5.8 GHz | 3.2/4.8 GHz | 40+36 MB | 4 Xe-LPG | ? | ? | Q1/2026 |
| Core Ultra 9 285K | 8P+16E/24T | 3.7/5.7 GHz | 3.2/4.6 GHz | 40+36 MB | 4 Xe-LPG @ ≤2.0 GHz | 125/250W | $589 | 25. Okt. 2024 [21] |
| Core Ultra 9 285 | 8P+16E/24T | 2.5/5.6 GHz | 1.9/4.6 GHz | 40+36 MB | 4 Xe-LPG @ ≤2.0 GHz | 65/182W | $549 | 13. Jan. 2025 [22] |
| Core Ultra 7 270K Plus | 8P+16E/24T | 3.7/5.5 GHz | 3.2/4.7 GHz | 40+36 MB | 4 Xe-LPG | ? | ? | Q1/2026 |
| Core Ultra 7 265K | 8P+12E/20T | 3.9/5.5 GHz | 3.3/4.6 GHz | 36+30 MB | 4 Xe-LPG @ ≤2.0 GHz | 125/250W | $394 | 25. Okt. 2024 [21] |
| Core Ultra 7 265KF | 8P+12E/20T | 3.9/5.5 GHz | 3.3/4.6 GHz | 36+30 MB | deaktiviert | 125/250W | $379 | 25. Okt. 2024 [21] |
| Core Ultra 7 265 | 8P+12E/20T | 2.4/5.3 GHz | 1.8/4.6 GHz | 36+30 MB | 4 Xe-LPG @ ≤2.0 GHz | 65/182W | $384 | 13. Jan. 2025 [22] |
| Core Ultra 7 265F | 8P+12E/20T | 2.4/5.3 GHz | 1.8/4.6 GHz | 36+30 MB | deaktiviert | 65/182W | $369 | 13. Jan. 2025 [22] |
| Core Ultra 5 250K Plus | 6P+12E/18T | 4.2/5.3 GHz | 3.5/4.7 GHz | ? | 4 Xe-LPG | ? | ? | Q1/2026 |
| Core Ultra 5 245K | 6P+8E/14T | 4.2/5.2 GHz | 3.6/4.6 GHz | 26+24 MB | 4 Xe-LPG @ ≤1.9 GHz | 125/159W | $309 | 25. Okt. 2024 [21] |
| Core Ultra 5 245KF | 6P+8E/14T | 4.2/5.2 GHz | 3.6/4.6 GHz | 26+24 MB | deaktiviert | 125/159W | $294 | 25. Okt. 2024 [21] |
| Core Ultra 5 245 | 6P+8E/14T | 3.5/5.1 GHz | 3.0/4.5 GHz | 26+24 MB | 4 Xe-LPG @ ≤1.9 GHz | 65/121W | $270 | 13. Jan. 2025 [22] |
| Core Ultra 5 235 | 6P+8E/14T | 3.4/5.0 GHz | 2.9/4.4 GHz | 26+24 MB | 3 Xe-LPG @ ≤2.0 GHz | 65/121W | $247 | 13. Jan. 2025 [22] |
| Core Ultra 5 225 | 6P+4E/10T | 3.3/4.9 GHz | 2.7/4.4 GHz | 22+20 MB | 2 Xe-LPG @ ≤1.8 GHz | 65/121W | $236 | 13. Jan. 2025 [22] |
| Core Ultra 5 225F | 6P+4E/10T | 3.3/4.9 GHz | 2.7/4.4 GHz | 22+20 MB | deaktiviert | 65/121W | $221 | 13. Jan. 2025 [22] |
| Core Ultra 3 205 | 4P+4E/8T | 3.8/4.9 GHz | 3.2/4.4 GHz | 16+15 MB | 2 Xe-LPG @ ≤1.8 GHz | 57/76W | OEM only | 13. Jan. 2025 [22] |
| Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen | ||||||||
Für das Jahresende 2026 steht dann bei Intel eine neue Prozessoren-Architektur in Form von "Nova Lake [8]" an, mittels welcher Intel mal wieder alle Marktsegmente vollständig bedienen will. Zugleich soll Nova Lake mittels neuer Kern-Architekturen, neuer Fertigung (2nm TSMC), bis zu 52 CPU-Kernen und letztlich extra Varianten mit vergrößertem Level3-Cache ("bLLC") auf allen Ebenen größere Schritte nach vorn bieten. Hierfür wird dann aber auch eine neue Mainboard-Plattform auf Basis des neuen Sockels LGA1954 vonnöten. Der größere Teil des Nova-Lake-Portfolios wird allerdings erst im Jahr 2027 erwartet, üblicherweise sollten im Jahr 2026 nur die K-Modelle für den Desktop erscheinen. Ob dies auch die Modelle mit extra großem Level3-Cache einschließt, bleibt derzeit offen. Jene sind augenscheinlich allesamt schon in Vorbereitung, aber die exakten Terminpläne Intels hierzu bleiben einfach noch abzuwarten. Ebenfalls ein 2027er Produkt dürfte dann "Nova Lake-AX" sein, wo Intel mit extra starker iGPU den Ansatz von AMD bei "Strix Halo" zu kontern versuchen wird.
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Im Grafik-Bereich sollte Intel dann endlich einmal die Arc B700 Serie herausbringen, zu welcher es in den letzten Wochen wieder verstärkt Indizien gab, aber immer noch nichts wirklich griffiges. Intel ist mit dieser größeren "Battlemage [23]"-Ausführung dann wirklich spät dran, die erste Battlemage-basierte Grafikkarte startete (mittels der Arc B580 [24]) schon im Dezember 2024. Denkbarerweise bringt Intel den größeren Battlemage-Chip BMG-G21 wieder in Form zweier Grafikkarten, jedoch sind Namen und Spezifikationen abseits des Maximalausbaus noch ungewiß. Das Performance-Potential jenes Vollausbaus liegt im Zwischenraum von GeForce RTX 5060 Ti zu 5070, mit Tendenz wahrscheinlich zur kleineren nVidia-Lösung. Ein Vorteil von Intel wären dann die gleich 16 GB VRAM als somit anzunehmenderweise stärkste Mainstream-Grafikkarte mit diesem Speicherausbau. Ob Intel dies alles so hinbekommt, bleibt allerdings angesichts der (sehr) lange Wartephase zwischen den beiden Battlemage-Chips (sowie auch dem Effekt der Speicherkrise) dann doch abzuwarten.
| Arc B570 | Arc B580 | "Arc B7x0" | |
|---|---|---|---|
| Chipbasis | BMG-G21 | BMG-G21 | BMG-G31 |
| Hardware | 18 Xe2 @ 160-bit, 13,5 MB L2 | 20 Xe2 @ 192-bit, 18 MB L2 | 32 Xe2 @ 256-bit, 24 MB L2 |
| Speicher | 10 GB GDDR6 | 12 GB GDDR6 | 16 GB GDDR6 |
| TDP | 150W | 190W | 300W (?) |
| FHD Perf.Index [25] | 1250% | 1460% | ? |
| 4K Perf.Index [26] | ~189% | ~225% | ? |
| Listenpreis | $219 | $249 | ? |
| Release | 16. Januar 2025 [27] | 13. Dezember 2024 [24] | Anfang 2026 (?) |
| Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen | |||
Völlig ungewiß ist hingegen, ob und wann Intel seine Xe3-Architektur in den Desktop-Bereich überführen wird, dort dann "Celestial [6]" genannt. Reguläre wäre jene im Jahr 2026 durchaus anstehend, nachdem es 2022 die ersten Alchemist-basierten Grafikkarten gab und 2024 die ersten Battlemage-basierten. Aber von der dGPU-Seite von Xe3/Celestial war nun wirklich kaum etwas zu hören über das Jahr 2025, Intel hat sich diesbezüglich eher auf seine iGPU-Aktivitäten konzentriert (Xe3 in Panther Lake und zukünftig auch in Nova Lake). Und da nun auch noch die Speicherkrise hinzukommt und somit alle weiteren Grafikkarten-Launches in Frage stellt, dürfte Intel aller Vermutung nach Celestial bzw. eine hypothetische Arc C-Serie auf die lange Bank geschoben haben. Es würde somit wirklich verwundern, wenn man davon noch etwas im Jahr 2026 sieht. Im schlimmsten Fall könnte Intel die Speicherkrise auch als Vorwand benutzen, die weitere dGPU-Entwicklung gänzlich auf Eis zu legen (oder zumindest erst nach der Speicherkrise wieder einen Blick drauf zu werfen).
Bei nVidia steht wohl ein insgesamt ziemlich mageres Jahr an, aus Consumer-Sicht betrachtet. Denn aufgrund der galoppierenden Speicherkrise ist der eigentlich für den Jahreswechsel 2025/26 angesetzte Start des RTX50 "SUPER"-Refreshs augenscheinlich ausgesetzt und steht derzeit vorerst auf einer neuen Terminlage grob im dritten Quartal. Doch eben wegen der Begründung für diese Verschiebung ist auch der neue Termin nicht wirklich sicher, vielmehr hat nVidia hier im eigentlich seine Entscheidung auch nur verschoben, ob man diese neuen "SUPER"-Grafikkarten überhaupt noch in den Markt bringt. Immerhin kommen jene terminlich mit jeder Verschiebung der nächsten wirklich neuen Hardware-Generation (RTX60-Serie) nahe, zum anderen könnte auch im Herbst 2026 die Speicherkrise noch grassieren und somit einen Anlaß bieten, den RTX50 "SUPER"-Refresh vielleicht sogar komplett zu streichen.
| Chip | Hardware | VRAM | TDP | Liste | Release | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| GeForce RTX 5090 | GB202 | 170 SM @ 512-bit | 32 GB | 575W | $1999 | 30. Januar 2025 [30] |
| GeForce RTX 5080 Super | GB203 | 84 SM @ 256-bit | 24 GB | 415W | ? | nicht vor Q3/2026 |
| GeForce RTX 5080 | GB203 | 84 SM @ 256-bit | 16 GB | 360W | $999 | 30. Januar 2025 [31] |
| GeForce RTX 5070 Ti Super | GB205 | 70 SM @ 256-bit | 24 GB | 350W | ? | nicht vor Q3/2026 |
| GeForce RTX 5070 Ti | GB203 | 70 SM @ 256-bit | 16 GB | 300W | $749 | 20. Februar 2025 [32] |
| GeForce RTX 5070 Super | GB205 | 50 SM @ 192-bit | 18 GB | 275W | ? | nicht vor Q3/2026 |
| GeForce RTX 5070 | GB205 | 48 SM @ 192-bit | 12 GB | 250W | $549 | 5. März 2025 [33] |
| GeForce RTX 5060 Ti 16GB | GB206 | 36 SM @ 128-bit | 16 GB | 180W | $429 | 16. April 2025 [34] |
| GeForce RTX 5060 Ti 8GB | GB206 | 36 SM @ 128-bit | 8 GB | 180W | $379 | 16. April 2025 [34] |
| GeForce RTX 5060 | GB206 | 30 SM @ 128-bit | 8 GB | 145W | $299 | 19. Mai 2025 [35] |
| GeForce RTX 5050 | GB207 | 20 SM @ 128-bit | 8 GB (GDDR6) | 130W | $249 | Juli 2025 [36] |
| Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen | ||||||
Wie dies ausgeht, läßt sich derzeit leider noch nicht ermessen, alle Möglichkeiten sind noch vorhanden. Zumindest ist damit (natürlich) klar, dass es der eigentliche Hardware-Nachfolger in Form der GeForce RTX 60 Serie keineswegs noch ins Jahr 2026 schaffen wird – dies war allerdings auch vorher schon auf Basis der letzten Releaseabfolgen von nVidia anzunehmen. Irritierenderweise ist bis dato noch gar nichts konkretes zur RTX60-Serie bekannt, weder Generations- noch Codenamen. Denkbarerweise dürfte nVidia auch für Consumer-Bedürfnisse wieder den Codenamen "Rubin [5]" benutzen, um vom Glanz der damit verbundenen HPC/AI-Beschleuniger profitieren zu können. Jene wurden zur GTC 2025 vorgestellt [37] und sollen ab dem zweiten Quartal 2026 ausgeliefert werden, gefolgt von einer speziellen Inference-Lösung "Rubin CPX [38]" zum Jahresende 2026. Jene sieht einem Consumer-Grafikchip bereits ziemlich ähnlich [39], was aber dennoch keine echte Chance darauf ergibt, Rubin-basierte Consumer-Hardware noch im Jahr 2026 zu sehen.
Nicht direkt nVidia zugeordnet ist hingegen das N1X/GB10-Projekt, denn jenes wird im breiteren Consumer-Bereich letztlich von nVidia-Partner MediaTek in den Markt gebracht werden. Dies betrifft nicht "GB10", dies vermarktet nVidia bereits selber – dafür allerdings die "N1" SoC-Familie, mittels welcher MediaTek versuchen wird, zum vierten Anbieter von PC-Prozessoren zu werden (Apple in seinem komplett eigenen Ökosystem mal nicht mit zählend). Doch während zu GB10 technisch bereits das allermeiste bekannt ist [40], ist die Informationslage zur N1-Familie noch von Annahmen und Spekulationen durchsetzt. Grundsätzlich wird N1X komplett GB10 entsprechen, ist N1 (non-X) in jedem Fall eine eigene Hardware und könnte daneben noch eine extra Variante "N1E" existieren. Letztere ist derzeit noch rein hypothetisch, doch ansonsten würde der Silizium-Verschnitt zwischen N1 und N1E einigermaßen heftig ausfallen (unpassend für Mainstream-Hardware zu entsprechend knappen Preisen). Daneben sollte N1 (non-X) für MediaTek auch die primäre Hardware-Variante sein, denn N1X ist zu groß für den Massenmarkt angesetzt, zu ermessen auch an den von nVidia für GB10-basierte Mini-PC angesetzten Preislagen.
| nVidia "N1E" | nVidia N1 | nVidia N1X/GB10 | |
|---|---|---|---|
| Datengrundlage | eigene Hypothese, dass die Daten von Jetson T4000 einem extra Chip "N1E" entsprechen (und damit nicht einen reinen Salvage von N1 darstellen) | eigene Hypothese, dass die Daten von Jetson T5000 "N1" entsprechen | nVidia-Aussagen [40] |
| CPU-Teil | 14C ARM Neoverse V3AE, 16 MB L3 | 20C ARM (10x Cortex X925 + 10x Cortex A725), 32 MB L3, 16 MB L4 | |
| GPU-Teil | 12-16 SM (Blackwell, 1536-2048 FP32, 64 Tensor-Cores) | 20-24 SM (Blackwell, 2560-3072 FP32, 96 Tensor-Cores) | 48 SM (Blackwell, 6144 FP32, 24 MB L2) |
| Speicherinterface | 256-bit LPDDR5X | 256-bit LPDDR5X | 256-bit LPDDR5X |
| TDP | ≤70W | ≤130W | ≤140W |
| Produkte | Jetson T4000 (12C, 12 SM), zukünftige Mediatek-SoCs für WoA-Notebooks | Jetson T5000 (14C, 20 SM), Jetson AGX Thor (14C, 20 SM), zukünftige Mediatek-SoCs für WoA-Notebooks | DGX Spark (20C, 48 SM), zukünftige Mediatek-SoCs für WoA-Notebooks |
| Hinweis: basierend auf offiziellen Angaben (sofern verfügbar), ansonsten jedoch mit eigenen Annahmen aufgefüllt | |||
Vermarkten dürfte MediaTek mutmaßlicherweise alles von N1E (reine Spekulation derzeit) über N1 zu N1X. Welche Produkte dabei herauskommen und mit welchem Preis- und Performance-Level MediaTek seinen Angriff auf den PC-Markt wagt, bleibt derzeit noch komplett offen. Terminlich war dies alles mal für das Jahresende 2025 angesetzt, inzwischen steht das ganze eher auf Sommer 2026 – weitere Verzögerungen nicht auszuschließen. Somit sind von der CES 2026 vielleicht diverse Teaser zu erwarten, aber vermutlich noch nicht viel konkretes, dies dürfte dann eher zur Computex 2026 passieren. MediaTek hat natürlich nun auch noch das Pech, mitten in der laufenden Speicherkrise launchen zu wollen, was für einen Seiteneinsteiger nicht die besten Voraussetzungen sind. Zugleich gilt, dass man auch von einer ersten Hardware-Generation eines neuen Anbieters keine Wunderdinge erwarten darf, allein das Erringen einer gewissen Marktposition wäre schon ein Erfolg für MediaTek.
Hiervon kann Qualcomm sein Lied singen, denn deren erste Snapdragon-X-Generation für den PC-Markt ist doch so ziemlich gescheitert – deutlich abweichend zu Qualcomms hochfliegenden Planungen. Im Jahr 2026 wird es Qualcomm dann erneut probieren mit der bereits im September 2025 vorgestellten [41], aber real erst im ersten Halbjahr 2026 den Markt erreichenden "Snapdragon X2" Generation. In der Praxis dürfte dies auf das Frühjahr 2026 hinauslaufen, womit man sich letztlich dann bereits mit Intels "Panther Lake" messen muß – welche ebenfalls als reine Mobile-Generation konzipiert wurde und Qualcomm somit in seiner Kern-Kompentenz angreift. Ob Qualcomm mit seiner zweiten Snapdragon-X-Generation punkten kann, dürfte sicherlich auch davon abhängen, ob man bei Qualcomm nunmehr einsichtig ob der Abgabepreise geworden ist, denn der Hochpreis-Ansatz der ersten Snapdragon-X-Generation hat sich überhaupt nicht bewährt. Auch für Qualcomm gilt natürlich grundsätzlich, dass Angriffe auf die Marktführer mitten in einer Speicherkrise keine idealen Voraussetzungen für einen Markterfolg sind.
Kein wirklich eigenes Hardware-Projekt, aber dennoch durchaus interessant sollte die Valves "Steam Machine" werden, welche letzten November [42] für eine Auslieferung ab Anfang 2026 vorgestellt wurde. Die Steam Maschine basiert natürlich "nur" auf bekannter und dabei oftmals sogar älterer Hardware, könnte aber einen beachtbaren Effekt zugunsten von Linux-Gaming erwirken und hat daher durchaus ihre Bedeutung. Die Problematik liegt natürlich im Release einer solchen Mainstream-Lösung mitten in der Speicherkrise, dies passt wenig zusammen und wird zumindest die Preiskalkulation von Valve über den Haufen werfen. Ob es hierbei sinnvoller ist, jenes Projekt vielleicht zu verschieben oder ob man es dennoch mit erhöhtem Preispunkt versucht, bleibt abzuwarten. Kein Thema für 2026 werden hingegen die nächsten echten Spielekonsolen seitens Sony und Microsoft sein, deren Release ist derzeit für den Zeitrahmen 2027/28 angesetzt.
Bestimmendes Thema des Jahres 2026 dürfte dann natürlich die Speicherkrise werden, welche die Speicherpreise jetzt schon [43] deutlich nach oben gezogen hat und perspektivisch noch für höhere Preislagen gut ist sowie kaum eine Chance hat, sich schon im Jahresverlauf 2026 wieder aufzulösen. Dafür ist das Mißverhältnis zwischen Bedarf und Fertigung im Speicher-Segment einfach zu groß, nachdem sich OpenAI wie bekannt 40% der weltweiten Speicherfertigung gesichert hat. Bei einem so großen Batzen, der hiermit vorrangig bedient wird, muß eigentlich irgendjemand am Ende hinten runter fallen – und dies dürfte zumeist das Consumer-Segment sein, denn seitens der professionellen Abnehmern wird in aller Regel (fast) jeder Preis gezahlt. Das Hardware-Jahr 2026 wird demzufolge auch ein erheblich zurückgehendes PC-Geschäft sehen, weil nicht genügend Speicher für alle Abnehmer vorhanden ist und die dadurch ausgelösten Extrempreise auch die Preise für ganze PCs, Notebooks, Grafikkarten und Spielekonsolen (erheblich) nach oben drücken werden (und damit selbst die lieferbare Hardware unattraktiv machen).
| IT-Messen & -Konferenzen 2026 | Themen | |
|---|---|---|
| 6.-9. Januar | Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas | siehe vorstehend |
| 2.-5. März | Mobile World Congress (MWC) in Barcelona | ? |
| 9.-13. März | Game Developers Conference (GDC) in San Francisco | ? |
| 16.-19. März | GPU Technology Conference (GTC) in San Jose | denkbarerweise Vorstellung von "Rubin Ultra" |
| 2.-5. Juni | Computex in Taipei | whrschl. AMDs Zen 6 & MediaTeks N1-Familie |
| 5. Juni | Summer Game Fest (SGF) in Los Angeles | ? |
| 19.-23. Juli | SIGGRAPH in Los Angeles | ? |
| August | Hot Chips (HC38) in Stanford | ? |
| 26.-30. August | Gamescom in Köln | ? |
| 4.-8. September | Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin | ? |
2026 dürfte somit ein Jahr werden, wo die PC-Enthusiasten auf Komponenten schauen, welche auch mit bereits vorhandenem Speicher aufrüstbar sind – Prozessoren, Mainboards, Gehäuse, Peripherie und Monitore. Hierzu explizite Unterstützung gerade von AMD und Intel zu bekommen, wäre natürlich schön, wenngleich derzeit stark hypothetisch. Beide Prozessoren-Hersteller werden es 2025 schwer haben, neue Prozessoren mit DDR5-Support zu verkaufen, wenn die Speicherpreise derart überzogen sind und die Nutzer aus früheren Systemen eben nur DDR4-Speicher in den Händen halten. Besser würde es da kommen, neue Prozessoren mit DDR4-Support anzubieten – wo die Chance viel größer ist, dass die Nutzer den benötigten Speicher bereits aus ihrem jeweiligen Altsystem besitzen. AMD und Intel könnten dies erst einmal sehr einfach über die Steigerung der Fertigung von Zen 3 [44], Alder Lake [45] und Raptor Lake [46] erreichen, bei Zen 3 natürlich in erster Linie bezogen auf dessen X3D-Modelle.
AMD könnte aber genauso auch über Zen 4/5 Prozessoren mit DDR4-Support nachdenken, zu realisieren über das IOD von Zen 3. Ob dies technisch wirklich machbar ist, kann wohl nur AMD selber beantworten, aber es wäre sehr wohl eine Überlegung wert – denn ansonsten ist der neueste AMD-Prozessor mit DDR4-Support eben aus dem Jahr 2020 (Alder & Raptor Lake sind hingegen von 2021-2023). Intel hat diesbezüglich einen einfacheren Weg, in dem man schlicht "Bartlett Lake [47]" in den Consumer-Markt bringen könnte. Hierfür wird weder DDR5 noch eine neuere Plattform benötigt, zudem werden diese Prozessoren sowieso für Intels NEX-Linie im professionellen Bereich erscheinen. Wenn es als zweckmäßig erscheinen sollte, doch noch einmal mit DDR4-Prozessoren anstatt DDR5-Prozessoren den Markt zu betreten, wäre Bartlett Lake für Intel eine faktische Königslösung, ein unerwarteter Trumpf in der Hinterhand. Allerdings sind beide diese Möglichkeiten letztlich doch eher unwahrscheinlich, da Großunternehmen weniger in derart unkonventionelle Richtungen denken und diese Prozessoren eben auch nur für Umrüster mit vorhandenem Speicher interessant sind, nicht jedoch für den viel größeren Markt an Komplett-PCs.
Zugleich spricht die Unvorhersehbarkeit der weiteren Entwicklung der Speicherkrise gegen die meisten Sonderwege, welche natürlich immer ihre eigene Vorbereitungszeit benötigen und daher keineswegs bereits morgen bereitsstehen können. Denkbarerweise werden die Hardware-Hersteller die Speicherkrise vorerst in ihren offiziellen Verlautbarungen zur CES 2026 komplett ausblenden und einfach schauen, wie sich die Dinge weiterhin entwickeln. Spezielle Ideen, wie man mit den Auswirkungen der Speicherkrise zurechtkommt, dürften dennoch gesucht werden und wird man im Jahr 2026 vermutlich einigen begegnen. Nur sollten jene idealerweise kurzfristig realisierbar sein, um auch ebenso kurzfristig wieder eingestellt werden zu können. Ob dies ausreichend sein wird für die Hardware-Hersteller, das Jahr 2026 zu überstehen, wird man sehen müssen. Letztlich kann derzeit niemand sicher vorhersagen, ob man sich in der Speicherkrise "nur" ein paar Schrammen holt oder ob es für manchen Hersteller der PC-Branche eventuell auch existenzbedrohend wird.
| relevante News-Übersichtslisten für das Jahr 2026 | ||
|---|---|---|
|
AMD RDNA4 [17] AMD RDNA5 [4] AMD Zen 5 [13] AMD Zen 6 [3] |
nVidia Blackwell [48] nVidia Rubin [5] nVidia N1X & GB10 [49] |
Intel Arrow Lake [50] Intel Panther Lake [7] Intel Nova Lake [8] Intel Battlemage [23] |
Verweise:
[1] http://www.3dcenter.org/users/leonidas
[2] http://www.3dcenter.org/artikel/das-hardware-jahr-2025-der-vorschau
[3] http://www.3dcenter.org/news/amd-zen-6
[4] http://www.3dcenter.org/news/amd-rdna5
[5] http://www.3dcenter.org/news/nvidia-rubin
[6] http://www.3dcenter.org/news/intel-celestial
[7] http://www.3dcenter.org/news/intel-panther-lake
[8] http://www.3dcenter.org/news/intel-nova-lake
[9] https://www.nvidia.com/en-us/events/ces/
[10] https://www.intel.com/content/www/us/en/events/ces.html
[11] https://www.amd.com/en/corporate/events/ces.html
[12] http://www.3dcenter.org/news/news-des-6-november-2025
[13] http://www.3dcenter.org/news/amd-zen-5
[14] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-ryzen-9-9900x3d-9950x3d
[15] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-ryzen-7-9800x3d
[16] http://www.3dcenter.org/news/news-des-1-september-2025
[17] http://www.3dcenter.org/news/amd-rdna4
[18] http://www.3dcenter.org/news/zur-performance-der-radeon-rx-9070-gre
[19] http://www.3dcenter.org/news/intel-stellt-die-prozessoren-architektur-panther-lake-fuer-einen-marktstart-2026-vor
[20] http://www.3dcenter.org/news/news-des-5-november-2025
[21] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-intel-arrow-lake
[22] http://www.3dcenter.org/news/intel-auf-der-ces-2025-core-ultra-non-k-mobile-sowie-ein-bekenntnis-zu-weiteren-grafikkarten-an
[23] http://www.3dcenter.org/news/intel-battlemage
[24] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-intel-arc-b580
[25] http://www.3dcenter.org/artikel/fullhd-ultrahd-performance-ueberblick-2012-bis-2025
[26] http://www.3dcenter.org/artikel/fullhd-ultrahd-performance-ueberblick-2012-bis-2025#4k
[27] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-intel-arc-b570
[28] https://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?t=623213
[29] http://www.3dcenter.org/artikel/das-hardware-jahr-2026-der-vorschau
[30] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-nvidia-geforce-rtx-5090
[31] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-nvidia-geforce-rtx-5080
[32] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-nvidia-geforce-rtx-5070-ti
[33] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-geforce-rtx-5070-vs-radeon-rx-9070-xt
[34] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-nvidia-geforce-rtx-5060-ti
[35] http://www.3dcenter.org/news/news-des-19-mai-2025
[36] http://www.3dcenter.org/news/news-des-1-juli-2025
[37] http://www.3dcenter.org/news/news-des-18-maerz-2025
[38] http://www.3dcenter.org/news/news-des-9-september-2025
[39] http://www.3dcenter.org/news/news-des-12-september-2025
[40] http://www.3dcenter.org/news/news-des-28-august-2025
[41] http://www.3dcenter.org/news/news-des-24-september-2025
[42] http://www.3dcenter.org/news/news-des-12-november-2025-0
[43] http://www.3dcenter.org/artikel/speicherkrise-preisindex-dezember-2025
[44] http://www.3dcenter.org/news/amd-zen-3
[45] http://www.3dcenter.org/news/intel-alder-lake
[46] http://www.3dcenter.org/news/intel-raptor-lake
[47] http://www.3dcenter.org/news/geruechtekueche-intels-bartlett-lake-soll-12-performance-kerne-ohne-jede-effizienz-kerne-bringe
[48] http://www.3dcenter.org/news/nvidia-blackwell
[49] http://www.3dcenter.org/news/nvidia-n1x-gb10
[50] http://www.3dcenter.org/news/intel-arrow-lake
[51] http://www.3dcenter.org/artikel/das-hardware-jahr-2026-der-vorschau/das-hardware-jahr-2026-der-vorschau-seite-2