Während der Computex hat AMD am 4. Juni 2014 seine Mobile-Ausführungen der Mainstream-APU "Kaveri" wie erwartet offiziell vorgestellt und in den Markt entlassen. Dabei wurden die Desktop-Modelle von Kaveri schon im Januar 2014 vorgestellt, kommen diese Mobile-Modelle ergo ungewöhnlich spät. Mit den Mobile-Modellen von Kaveri soll nun der interessantere Teil des Marktes bedient werden: Mainstream- und LowCost-Notebooks, welche in großen Mengen verkauft werden und eine hohe Allround-Performance für eine breite Fläche von Anwendungen bieten müssen.
Mit der Kaveri-Architektur schickt AMD ab diesem Januar die nunmehr dritte APU-Architektur für Mainstream-Prozessoren nach Llano und Trinity & Richland (technisch dasselbe) in den Markt. Wiederum gilt AMDs Zielsetzung hierbei dem Mainstream-Markt, welcher sich größtenteils aus OEM-Aufträgen für Komplett-PCs und Notebooks des normalen Preisbereichs speist.
Am dem gestrigen 3. September hat Intel seine neuen Enthusiasten-Prozessoren in Form der "Ivy Bridge E" Serie vorgestellt, welche dann am 10. September in den Markt gehen werden. Wie vorher schon bekannt, benutzt Ivy Bridge E die vorhandene Infrastruktur in Form des Sockels 2011 samt der dafür gebauten X79-Mainboards – es werden nicht einmal neue Mainboards fällig, die "alten" Platinen tragen die neuen Prozessoren nach einem BIOS-Update problemlos. Damit ergibt sich für Besitzer von Sandy Bridge E Systemen eine neue Aufrüstoption – was natürlich nur dann Sinn macht, wenn die Ivy Bridge E Prozessoren irgendetwas spektakulär neues oder eben deutlich mehr Performance mitbringen würden.
Aus unserem Forum stammen einige interessante Präsentations-Folien zum kommenden offiziellen Launch von Intels Valleyview-Prozessoren der BayTrail-Plattform auf Basis der Silvermont-Architektur. Oder kurz gesagt – der neuen Atom-Generation von Intel, mittels welcher Intel den Tablet-Markt diesesmal ernsthaft attackieren will.
Schon vor der Computex am 23. Mai hatte AMD seine Jaguar-basierten APUs Temash (Tablets) und Kabini (PCs & Notebooks) offiziell vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt gab es leider nur arg wenige echte Performance-Tests dieser neuen Prozessoren, mit der Zeit hat sich dies nunmehr gebessert und lohnt sich daher eine extra Betrachtung dieser neuen APUs in Nachfolge der erfolgreichen Bobcat-Architektur.
Mit dem Start der Computex letzte Woche hat AMD auch seinen Trinity-Refresh "Richland" ins Marktsegment der Mainstream-Prozessoren mit integrierter Grafiklösung entlassen. Richland wurde eigentlich schon im März offiziell vorgestellt, allerdings wurden seinerzeit nur die jeweiligen Mobile-Varianten in den Markt entlassen – jetzt sind endlich die Desktop-Varianten dran und wird damit vor allem auch ein guter Vergleich zu Trinity und natürlich der ebenfalls zur Computex vorgestellten neuen Intel-Prozessorenarchitektur "Haswell" möglich.
Wenn man sich die aktuellen (Sandy Bridge E) und für dieses Jahr vorgesehenen (Ivy Bridge E) Enthusiasten-Prozessoren von Intel ansieht, dann lockt das nicht unbedingt hinter dem warmen Ofen (oder der kühlen Klimaanlage, je nachdem) hervor – der Sprung gegenüber den regulären Mainstream- und Performance-Prozessoren in Form von Ivy Bridge und Haswell ist zu gering für den zumeist deutlich höheren monetären Aufwand. Dabei wäre durchaus mehr möglich – wenigstens mittels mehr Rechenkernen, zukünftig auch durch eine neue Speichertechnologie in Form von DDR4. Aber natürlich bietet Intel derzeit auch nur das, was zwingend notwendig ist, nachdem AMD den Wettbewerb im Enthusiasten-Segment weitgehend eingestellt hat.
Mit der "Haswell" bringt Intel nach der Refresh-Architektur "Ivy Bridge" zwei Jahre nach "Sandy Bridge" wieder eine neue offizielle Prozessoren-Architektur an den Start. Neben den offensichtlichen Änderungen in Form der neuen CPU-Befehlssatzerweiterung AVX2 und TSX sowie der teilweise deutlich aufgebohrten integrierten Grafiklösung beschränken sich viele Änderungen gerade am CPU-Part eher auf Detailverbesserungen – womit in der Summe auch weit weniger Mehrperformance in heutigen Anwendungen zu erwarten ist als man üblicherweise einer "neuen Architektur" zuspricht.
Prozessorenbauer Intel hat eine umfangreichen Präsentation zur Silvermont-Prozessorenarchitektur veröffentlicht, welche als Nachfolger der bisherigen Atom-Prozessorenarchitektur ab Jahresende die Produktsegmente von Smartphone- über Tablet- und Netbook- bis hin zu Miniserver-Prozessoren abdecken soll. Dazu wird Intel aus der Silvermont-Prozessorenarchitektur prinzipiell drei Plattformen stricken: Merrifield für Smartphones, Bay Trail für Tablets, Netbooks und Desktops sowie Avoton für Miniserver.
Diese Frage wird wohl recht häufig gestellt: Wie gut kann ein Core 2 Duo/Quad derzeit noch mithalten – gern auch bezogen auf die Unterstützung einer schnellen Grafikkarte. Benchmarks zu diesem Thema sind allerdings eher Mangelware – so daß zwei Tests von OCaholic (Core 2 Duo E8400 & Core 2 Quad Q6600 @ 3.0 GHz) Hoffnung machen, diesbezüglich einmal aktuelles Zahlenwerk zu bekommen.