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Neue Intel-Roadmap sieht Coffee Lake im August/September 2017

Eine aus dem AnandTech-Forum stammende und erst vor wenigen Tagen am 23. Mai auf einem Partner-Seminar präsentierte Intel-Roadmap zeigt erstmals einen (mehr oder weniger) offiziellen Launch-Zeitrahmen für Intels nächste Prozessoren-Generation namens "Coffee Lake" an – im August/September 2017 soll jene erscheinen. Mittels Coffee Lake wird Intels erstmals (bei Intel) Sechskern-Prozessoren ins normale Consumer-Segment bringen, was die neue Roadmap auch klar bestätigt. Bisher war als Launchtermin schon der August in Form der Gamescom kolportiert wurden – die neue Roadmap stellt dies indirekt etwas in Zweifel, denn aufgrund des vergleichsweise breit angegebenen Launch-Zeitrahmens dürfte noch kein derart fester Termin spruchreif sein.

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Intel bestätigt Core-X-Prozessoren mit bis zu 18 CPU-Kernen und bis zu 1999$ Listenpreis

Mit seiner Computex-Pressekonferenz hat Intel die kürzlich geleakten Informationen zur "Core X" Prozessoren-Serie auf Basis von Kaby-Lake-X und Skylake-X im Grundsatz bestätigt, teilweise ein paar kleine Details korrigiert und letztlich sogar die offiziellen Listenpreise der einzelnen Prozessoren-Modelle genannt. Allerdings wurden bislang keinerlei Taktraten für die Modelle oberhalb von 10 CPU-Kernen genannt – diese augenscheinlich erst sehr kurzfristig eingeschobenen Prozessoren müssen wohl erst noch entsprechend validiert werden, um deren finale Verkaufs-Taktraten bestimmen zu können. Gleichfalls gilt, das alle Modelle oberhalb von 10 CPU-Kernen von Intel zwar angekündigt wurden, beim im Juni erwarteten Launch der Core-X-Serie allerdings noch nicht spruchreif werden, sondern vielmehr erst im August zu erwarten sind.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 29. Mai 2017

Mit seiner Computex-Keynote hat nVidia leider nur Volta-basierte Tesla-Grafikkarten (erneut) vorgestellt, die gesamte Präsentation war nahezu ausschließlich auf Profi-Bedürfnisse ausgerichtet. Die Hoffnung auf Volta-basierte Gamer-Lösungen war auch ein wenig zu vermessen, gerade da mit der Ankündigung von GDDR6-Speicher (welcher augenscheinlich beim GV102-Chip verwendet wird) zum Jahresanfang 2018 bereits eine ungefähre Terminvorgabe vorliegt. Selbst wenn man davon ausgehend kühn damit rechnet, das der GV102-Chip etwas später in den Markt kommt und der GV104-Chip (GeForce GTX 2070 & 2080) bereits etwas früher antreten kann – vor dem Herbst 2017 wird es wohl kaum etwas mit den ersten Volta-basierten Gamer-Lösungen. Dies ist aber nur die Optimal-Variante, bei welcher der GV104-Chip noch keinen GDDR6-Speicher benötigt und mit höher getaktetem GDDR5X auskommt. Wird auch beim GV104-Chip dagegen auf GDDR6-Speicher gesetzt, passiert vor dem Jahresanfang 2018 nichts, ist sogar eher ein Volta-Launch Richtung Frühjahr 2018 anzunehmen. Letztlich zählt auch hier der einfache Gedanke, das selbst die zwischengeschobene 12nm-Fertigung erst einmal für die Massenfertigung großer Grafikchips fit gemacht werden muß – und daß der GV100-Chip trotz seiner 815mm² Chipfläche hierfür keinen Maßstab darstellt, da jener in faktischer Kleinserie hergestellt wird und mit sehr hohen Abgabepreisen punkten kann.

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Intels Skylake-X soll nun (angeblich) gleich mit bis zu 18-Kern-CPUs antreten

Von Videocardz kommt das wild klingende Gerücht, Intel könnte Skylake-X bis hinauf zu einer 18-Kern-CPU namens "Core i9-7980XE" führen – belegt allerdings durch eine entsprechende Intel-Folie, welche prinzipiell gesehen ganz echt aussieht. Bisher soll Skylake-X "nur" bis zu 12 CPU-Kernen gehen, mit der neuen Unterlage würde nun auch noch ein 14-Kerner, ein 16-Kerner und wie gesagt der 18-Kerner hinzukommen, das gesamte Portfolio von Skylake-X und Kaby-Lake-X damit dann auf insgesamt 9 CPU-Modelle doch sehr gehörig anwachsen. Die neu hinzukommenden Prozessoren sollen dann als "Core i9-7940X" (14C), "Core i9-7960X" (16C) und wie gesagt "Core i9-7980XE" (18C) in den Markt gehen, genauere Spezifikationen wie auch ein Launchdatum zu diesen sind bislang allerdings noch unbekannt. Gut möglich, das Intel jene also zur Skylake-X-Vorstellung sozusagen nur anteasern kann, und diese dann erst später nachliefert – genauso auch wie dies bereits beim Zwölfkerner "Core i9-7920X" so vorgesehen ist (Vorstellung im Juni, Auslieferung erst im August).

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Was stört derzeit an Linux als Gaming-Maschine?

Auch wenn eine Konkurrenz von Linux gegenüber Windows nicht allein nur im Server- und Profi-Bereich natürlich zu begrüssen wäre, kann man die Probleme von Linux im Desktop deswegen auch nicht kleinreden. Gerade unter Spielern hat Linux den schwerestmöglichen Stand, hier kommen die starken Gegenargumente einer schlechteren Grafikkarten-Performance und des klar eingeschränkten Spieleangebots zur allgemeinen Skepsis gegenüber Linux hinzu. Mittels dieser Umfrage soll herausgefunden werden, welche dieser Bremspunkte derzeit als besonders schlimm eingeschätzt werden. Hierzu werden die drei Einzeloptionen auch jeweils kombiniert zur Abstimmung angeboten, so daß für jede mögliche Kombination entsprechend votiert werden kann.

schlechtere Grafikkarten-Performance
4% (65 Stimmen)
eingeschränktes Spieleangebot
31% (509 Stimmen)
Linux generell
7% (121 Stimmen)
schlechtere Gfx-Performance & eingeschr. Spieleangebot
36% (583 Stimmen)
schlechtere Gfx-Performance & Linux generell
1% (15 Stimmen)
eingeschr. Spieleangebot & Linux generell
5% (88 Stimmen)
alle drei Punkte zusammen
16% (259 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 1640
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Hardware- und Nachrichten-Links des 27./28. Mai 2017

Die PC Games Hardware bietet den ersten Test einer Titan Xp auf, der derzeit schnellsten (aber auch klar teuersten) SingleChip-Grafikkarte. Im Vergleich zur GeForce GTX 1080 Ti gab es unter der UltraHD-Auflösung in etwa +8% Mehrperformance, wobei dieser Wert auch ein wenig durch das benutzte Grafikkarten-Modell mit Wasserkühlung nach oben gepuscht wurde: Mit dem gewöhnlichen Luftkühler agiert die Titan Xp sehr ähnlich zur GeForce GTX 1080 Ti und schafft es ihr Power-Limit von 250 Watt nicht gänzlich auszunutzen, da vorher das (erreichte) Temperatur-Limit die Karte herunterregelt. Erst mit der Wasserkühlung verschwindet dieses Problem und die Karte fährt ihr Power-Limit bis ziemlich exakt vor die 250-Watt-Marke aus – oder anders formuliert, eine referenzmäßige Titan Xp mit Luftkühlung wird eben keine +8% auf die GeForce GTX 1080 Ti zulegen können, sondern noch etwas weniger. Für die (nominelle) absolute Performancekrone reicht es auch so, sehr theoretisch ist das ganze aber trotzdem – da natürlich die GeForce GTX 1080 Ti viel günstiger kommt für eine minimale Performancedifferenz. Hinzu dürften gutklassige Herstellerdesigns ihre Taktraten wohl besser halten können – womit die GeForce GTX 1080 Ti der Titan Xp selbst ohne Übertaktung nochmals näher kommen sollte.

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Umfrage-Auswertung: Welche Spiel-Auflösungen fahren Besitzer von HighEnd-Grafikkarten?

Mittels einer Umfrage von Mitte Mai wurde der Frage nachgegangen, welche Spiel-Auflösungen die Besitzer von HighEnd- und Enthusiasten-Grafikkarten (ab Niveau GeForce GTX 980 Ti oder Radeon R9 Fury X) wirklich nutzen. Hierbei gab es teilweise überraschende Ergebnisse, denn obwohl jene Grafikkarten inzwischen schon primär nach ihrer Performance unter der UltraHD-Auflösung beurteilt werden, nutzen immerhin noch 26,9% der Anwender selbige unter reinem FullHD – und ohne Downsampling. Zusammen mit der WQHD-Auflösung auf (nahezu gleichen) 25,8% sind dies grob die Hälfte der Umfrage-Teilnehmer, welche ihre HighEnd- und Enthusiasten-Grafikkarten weiterhin noch ziemlich konventionell nutzen – teilweise sicherlich, weil einfach noch kein passender Monitor für höhere Auflösungen vorhanden ist, teilweise sicherlich auch aus Performance-Erwägungen heraus.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 25./26. Mai 2017

Schon zum Jahresanfang hatte die ComputerBase zwei feine Artikel mit einem Generations-übergreifendem Grafikkarten-Performancevergleich erstellt – einmal für AMD von der Radeon HD 5870 bis zur Radeon R9 Fury X sowie einmal für nVidia von der GeForce GTX 480 bis zur GeForce GTX 1080. Beide Artikel gehen ein wenig in dieselbe Kerbe wie frühere Arbeiten seitens des TechSpots, welche im letzten Herbst ähnliches getestet haben – einmal für AMD und einmal für nVidia. Allerdings kommen die neueren Artikel seitens der ComputerBase auf einigermaßen abweichende Resultate: Während sich laut der Resultate des TechSpots unser FullHD Performance-Index noch gut halten ließ, rütteln die Ergebnisse der ComputerBase bei den älteren Grafikkarten geradezu durchgehend an diesem. Einzelne Abweichungen wären dabei noch zu verkraften, aber mittels dieser Ergebnisse kann man schon von einer klaren Tendenz sprechen, das ältere Grafikkarten in unserem Index zu gut bewertet werden – je weiter zurückliegend, um so größer wird die Differenz.

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AMD & nVidia Grafikchip-Roadmap 2017/18

Wir legen hiermit nach längerer Zeit mal wieder eine neue eigenerstellte Grafikchip-Roadmap auf, welche das bisherige Portfolio von AMD und nVidia sowie deren jeweiligen Zukunftsaussichten für die nächste Zeit beleuchten soll. Die Abbildung des Ist-Zustands sowie der jüngeren und mittleren Vergangenheit hilft dabei regelmäßig, das kommende besser einzuordnen bzw. die grundsätzlichen Strategien der Grafikchip-Entwickler zu verstehen. Alle Angaben zu den kommenden Grafikchips von AMD (Vega) und nVidia (Volta) sind aber natürlich rein spekulativ und werden nur in seltenen Fällen bereits über bekanntes oder gar bestätigtes Wissen gestützt.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 24. Mai 2017

Zur Frage, wo die 7nm Tape-Outs von AMD noch in diesem Jahr nun hingehören, gibt es natürlich auch andere Auslegungen als den hierzu genannten Vega-20-Chip – am Ende könnte AMD ganz schlicht in seiner Roadmap eben auch mal zeitig dran sein und die Tape-Outs von Zen 2 sowie Navi 10 eben schon dieses Jahr über die Bühne bringen, wegen der langen Vorlaufzeiten muß dies dann ja nicht zwingend einen 2018er Releasetermin für diese Hardware ergeben. Zu Vega 20 wäre noch hinzuzufügen, das jener HPC-Grafikchip zwar auf früherer AMD-Roadmaps klar als "7nm" gekennzeichnet war, dies sich allerdings mit der aktuellen AMD-Roadmap beißt – welche für alle Vega-Produkte ausschließlich die 14nm-Fertigung notiert. Gut möglich also, das Vega 20 inzwischen von der 7nm-Fertigung auf die 14nm-Fertigung umgebogen wurde – dies könnte erklären, wieso AMD in der aktuellen Roadmap im Grafikchip-Bereich ein "14nm+" notiert. Jene Änderung des Fertigungsverfahrens bei Vega 20 könnte AMD aus schlichten Zeitgründen angesetzt haben – die 14nm-Fertigung ist halt verfügbar, die 7nm-Fertigung noch viele Monate von der Massenfertigung entfernt.

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