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Gerüchteküche: AMDs Zen 3 mit 20% mehr Integer-Performance gegenüber Zen 2

Von AdoredTV kommt in zwei Meldungen – No.1 & No.2 – neues zum Performance-Level der Zen-3-Architektur bzw. über deren Performance-Verbesserungen im Vergleich zur Zen-2-Architektur. AdoredTV hatten sich wie bekannt im Dezember 2018 fürchterlich die Finger verbrannt an einem falschen Leak zu Zen 2 und Navi 1X (hatten davor allerdings auch den ersten soliden Leak zur GeForce 20 Serie), scheinen in letzterer Zeit jedoch nichts mehr ganz so bombastisches wie hochfliegendes zu vermelden und sollten daher durchaus erneut eine Chance erhalten – falsch sein kann eine Gerüchts-Meldung so oder so, egal von welcher Stelle jene kommt. Zudem wird mit den neuen AdoredTV-Meldungen nicht einmal viel anderes zur Performance von Zen 3 behauptet, als im Grundsatz schon bekannt ist – nur halt anders aufgebaut. Denn laut AdoredTV kann Zen 3 ca. 20% mehr Integer-Performance auf Zen 2 oben drauf legen – jene Angabe wird die insgesamte Performance-Steigerung abbilden, basierend aus Architektur-Verbesserung (höhere IPC) sowie Taktraten-Verbesserung.

B0 is final silicon Zen 3 and production start in September.
Milan is >20% faster than Rome in single threaded integer performance.
It is 20% faster in integer up to 32C/64T.
However this drops to between 10% and 15% when all 64C are loaded.

Quelle:  AdoredTV am 15. Juli 2020

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Hardware- und Nachrichten-Links des 17. Juli 2020

Twitterer Apisak hat ein Testsample zu Intels "Alder Lake" in der Benchmark-Datenbank von SiSoft Sandra erspäht. Derzeit gibt es nur Benchmark-Einträge zur verbauten iGPU, welche mit 32 EU (256 Shader-Einheiten) kleiner ausfällt als bei der Xe-Grafik von Tiger Lake (bis zu 96 EU). Andererseits steht die Alder-Lake-Generation bei Intel für die Zusammenführung von Mobile- und Desktop-Entwicklung, ergo dürfte Intel die sicher mögliche stärkere iGPU für Mobile-Zwecke aufsparen und im Desktop-Segment entweder mit Abspeckungen oder extra Dies mit kleinerer iGPU operieren. Das Testsystem selber lief im übrigen mit DDR4-Speicher – was einen klaren Hinweis darauf gibt, dass Alder Lake mit einem Kombi-Speicherinterface antritt, welches sowohl DDR5- als auch DDR4-Speicher unterstützt. Intel hält sich ergo alle Wege offen – wobei derzeit natürlich noch nicht sicher sein kann, in welcher Konfiguration man letztlich in den Markt tritt. Generell überraschend wie auch positiv ist der frühe Zeitpunkt dieses Testsamples von Alder Lake – welcher somit seinen Tape-Out logischerweise bereits hinter sich gebracht haben muß.

CPU-Serie Fert. Kerne CPU-Arch. iGPU-Arch. Speicher PCI Express Sockel Release
Skylake Core i-6000 14nm 4C Skylake Gen 9.0 DDR4/2133 PCIe 3.0 LGA1151 5. Aug. 2015
Kaby Lake Core i-7000 14nm 4C Skylake Gen 9.5 DDR4/2400 PCIe 3.0 LGA1151 3. Jan 2017
Coffee Lake Core i-8000 14nm 6C Skylake Gen 9.5 DDR4/2666 PCIe 3.0 LGA1151v2 5. Okt. 2017
Coffee Lake Refresh Core i-9000 14nm 8C Skylake Gen 9.5 DDR4/2666 PCIe 3.0 LGA1151v2 19. Okt. 2018
Comet Lake Core i-10000 14nm 10C Skylake Gen 9.5 DDR4/2933 PCIe 3.0 LGA1200 20. Mai 2020
Rocket Lake Core i-11000 14nm 8C Willow Cove Gen 12 (Xe) DDR4/2933 PCIe 4.0 LGA1200 2021
Alder Lake Core i-12000 10nm 8C+8C Golden Cove ? DDR5/? ? LGA1700 2022
Meteor Lake Core i-13000 7nm ? Ocean Cove ? DDR5/? ? LGA1700 2023
bezogen ausschließlich auf Desktop-Prozessoren des Consumer-Segments (non HEDT)
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Hardware- und Nachrichten-Links des 16. Juli 2020

In der Foren-Diskussion über die jüngsten "Big Navi" Hardware- & Performance-Gerüchte klang auch der Punkt an, dass die Gerüchteküche derzeit wieder einmal in eine Richtung abdriftet, wo von neuen AMD-Grafikkarten der absolute Durchbruch angenommen wird, gleichzeitig aber keine großen Erwartungen bezüglich neuer nVidia-Grafikkarten gehegt werden. Und dies ist natürlich eine überaus riskante Annahme, denn wie die Vergangenheit gezeigt hat, kam AMD meistens klar unterhalb der hochfliegenden Gerüchte heraus, während dies bei nVidia tendentiell eher umgekehrt der Fall war. Geschichte muß sich zwar nicht wiederholen, aber man kann aus selbiger wenigstens die Lehre ziehen, die allertollsten AMD-Gerüchte etwas skeptischer zu betrachten – und vor allem nVidia nicht gleich abzuschreiben. Zwar deutet sich derzeit überhaupt kein großer nVidia-Sprung bezüglich der reinen Hardware-Einheiten an – aber dies muß nicht viel bedeuten, (deutlich) mehr Performance kann auch durch mehr IPC sowie höhere Taktraten generiert werden.

Chipfläche Hardware Grafikkarten Launch
GA100 826mm² 128 SM @ 6144 Bit HBM2 reine HPC-Beschleuniger 14. Mai 2020
GA102 angebl. 627mm² angebl. 84 SM @ 384 Bit GDDR6 vermtl. GeForce RTX 3080, 3080 Ti, 3090, Ampere-Titan vermtl. August/September 2020
GA104 ? angebl. 48 SM @ 256 Bit GDDR6 möglw. GeForce RTX 3060 Ti, 3070, 3070 Ti vermtl. Q4/2020
GA106 ? angebl. 30 SM @ 192 Bit GDDR6 möglw. GeForce RTX 3050 Ti, 3060 vermtl. Q1/2021
GA107 ? angebl. 20 SM @ 128 Bit GDDR6 möglw. GeForce RTX 3050 vermtl. Q1/2021
Alle Angaben zu Ampere-Grafikkarten basieren auf Gerüchten & Annahmen!
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Die Spezifikationen zu DDR5-Speicher sind final

Das Speicherstandardisierungs-Gremium JEDEC hat die finale Spezifikation für DDR5-Speicher vorgelegt, womit auch ein Bekenntnis der Speicherchip-Hersteller Micron, Samsung und SK Hynix zur (nachfolgenden) Umsetzung in zukünftige Produkte einhergeht. Mittels DDR5-Speicher wird es erneut eine nominelle Bandbreiten-Verdopplung geben, die offizielle Spezifikation reicht von DDR5/3200 bis DDR5/6400 – wobei die Speicherchip-Hersteller schon wissen, dass man über den offiziellen Standard hinaus bis auf DDR5/8400 gehen wird. Realisiert wird die Bandbreiten-Verdopplung primär über einen verdoppelten Prefetch (von 8 auf 16), welcher im Rahmen von DDR5-Speicher nunmehr gern als "Burst Length" bezeichnet wird – was man eventuell mit dem entsprechend gleichzeitigen Auslesen von Daten übersetzen kann. Bei DDR3 wie DDR4 setzte sich der Preftech von 8 zum einen aus dem DDR-Übertragungsprotokoll sowie intern 4fach so breiten Interfaces zusammen, womit also gleichzeitig auf 4 Speicherbänken gelesen werden konnte (4faches Interface + DDR-Protokoll = Prefetch 8).

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Hardware- und Nachrichten-Links des 15. Juli 2020

Von Locuza @ Twitter kommt noch eine feine Grafik, was sich zu AMDs "Navi 22" Chip aka "Navy Flounder" aus dem Linux-Treibercode herauslesen lassen konnte. Dies ist nicht wirklich viel, fest steht allerdings die Zuordnung von "Navy Flounders" zu "Navi 22" samt einer Hardware-Klasse klar unterhalb von "Navi 21" (aka "Sienna Cichlid". Letzteres ergibt sich aus den 2 zu 4 SDMA-Engines sowie dem allein bei Navi 21 verdoppeltem "Graphics Command Processor". Insofern wird es also nicht wie in der Navi-1X-Generation passieren, das Navi 22 als vermutlich Apple-exklusives Projekt grob die Hardware von Navi 21 trägt (wie es im Vergleich von Navi 12 zu Navi 10 der Fall ist). Eher steht zu vermuten, dass innerhalb der Navi-2X-Generation vielmehr zwischen den Grafikchip Navi 22 und Navi 23 eine gewisse Nähe bezüglich der jeweils verbauten Hardware besteht. Für Apple wäre eine exklusive Lösung in der Kategorie "Navi 21", sprich mit Anspruch auf das Enthusiasten-Segment, sowieso nicht besonders sinnig – für dieses Segment benötigt Apple nur sehr wenige Grafikkarten, da lohnt keine exklusive Hardware.

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Gerüchteküche: AMDs "Big Navi" mit angeblich 72 Shader-Clustern samt +40-50% Performancegewinn zur 2080Ti

Von Moore's Law Is Dead kommt ein vieldiskutiertes YouTube-Video mit einem (angeblichen) Leak zu AMDs "Big Navi". Die dabei kredenzten Daten sollen angeblich aus dem Umfeld von nVidia stammen – welche durchaus im groben wissen dürften, was AMD vor hat. Allerdings wäre es etwas ungewöhnlich, wenn von dort aus ein Leak kommt, gerade wenn selbiger von einem Performance-Sprung von +40-50% auf die GeForce RTX 2080 Ti oben drauf spricht. Dies würde schließlich auch für die kommenden GA102-basierten Grafikkarten relevant werden, jene sind derzeit (außerhalb von RayTracing) auch nicht besser bzw. potentiell sogar mit etwas kleinerem Performance-Sprung einzuschätzen. Erreicht werden soll jene Performance dann über 72 Shader-Cluster an einem 384bittigem Speicherinterface mit Chip-Taktraten leicht oberhalb von 2 GHz, zuzüglich einem IPC-Gewinn in unbekannter Höhe.

AMD "Big Navi"
427mm² Chipfläche
72 Shader-Cluster (= 4608 Shader-Einheiten – unbekannt, ob dies schon der volle Chip ist)
Chip-Taktraten: "Game Clock" 2050 MHz, "Boost Clock" (= maximaler Boost) 2150 MHz
IPC-Zugewinn in unbekannter Höhe
384 Bit Speicherinterface für GDDR6-Speicher
Stromverbrauch zwischen 285 bis 310 Watt
Performance anscheinend +40-50% oberhalb der GeForce RTX 2080 Ti

Quelle:  Moore's Law Is Dead @ YouTube am 13. Juli 2020

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Hardware- und Nachrichten-Links des 14. Juli 2020

Twitterer Rogame notiert (angebliche) Taktraten einer GA102-Grafikkarte – ohne Kennung, um welche Chip-Variante mit welcher Hardware-Abspeckung es sich dabei handeln soll. Jene GA102-Karte soll mit einem Chiptakt von 1485/1740 MHz (Base/Boost) antreten, was nun nicht besonders aufregend klingt. Gegenüber der GeForce RTX 2080 Ti in der FE-Ausführung wäre dies gerade einmal ein Taktratengewinn von +10% beim Basetakt sowie +6,4% beim (durchschnittlichen) Boost-Takt. Eingerechnet werden müsste hier eigentlich noch der Punkt, dass sich gerade die GeForce RTX 2080 Ti bei ihren realen Taktraten klar oberhalb der nVidia-Vorgaben bewegt – aber natürlich ist nicht klar, wie dies beim GA102-Chip aussieht. In jedem Fall wäre nVidia auf diesen Taktraten gezwungen, eher in Richtung von mehr Hardware-Einheiten sowie eines beachtbaren IPC-Sprungs zu arbeiten, um wenigstens +35% Mehrperformance (oder mehr) aus der Ampere-Generation im Gaming-Bereich herauszuholen. Andererseits ist mangels Quellenangabe unklar, ob hier nur ein Rauschen im Wald, eventuell die (zu niedrigen) Taktraten einer Vorserien-Karte oder ein anderer Hinderungsgrund vorliegt, sprich wie ernst dieses Gerücht letztlich zu nehmen ist.

nVidia Ampere GA102 clocks
One of variant has:
1485 MHz base clock
1740 MHz boost clock
that's +135 MHz/+195 MHz over 2080 Ti
and +135 MHz/+105 MHz over 2080 Ti FE
I don't know how much headroom is there for GPU Boost.

Quelle:  Rogame @ Twitter am 13. Juli vom 2020

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Hardware- und Nachrichten-Links des 13. Juli 2020

Die gestrige Meldung mit einer Skizzierung des möglichen Radeon RX 6000 Portfolios hat in der Foren-Diskussion dazu einigen Widerwillen hervorgerufen – wegen der möglichen Verwendung von Rebrandings innerhalb von AMDs nächster Grafikkarten-Serie. Hierzu wäre nochmals zu erwähnen, dass selbiges Grafikkarten-Portfolio nur eine Projektion darstellt – sich ergebend aus dem Punkt, dass derzeit nur zwei Navi-2X-Chips für den PC-Einsatz bekannt sind und der Rest des Portfolios irgendwie gefüllt werden muß (ob nun mittels Rebrandings oder der direkten Weiterverwendung der Radeon RX 5000 Serie). Allerdings gibt es von AMD derzeit noch keinerlei offiziellen (oder auch inoffizielle) Aussagen hierzu, ergo sollte man AMD dieses ungelegte Ei derzeit nicht schon zur Last legen – dies kann erst passieren, wenn sich diese Zukunfts-Projektion tatsächlich erfüllt. Schließlich gibt es auch noch andere denkbare Thesen, wie AMD das kommende Radeon RX 6000 Portfolio auffüllen könnte:

Gfx-Serie These #1 These #2 These #3
2 neue Chips, Rest Rebrands 2 neue Chips für alles nicht nur 2, sondern 4 neue Chips
Enthusiast Radeon RX 6900 Navi 21 Navi 21 Navi 21
HighEnd Radeon RX 6800 Navi 23 Navi 21 Navi 23
Midrange Radeon RX 6600/6700 Navi 10 Navi 23 Navi 2X
Mainstream Radeon RX 6500 Navi 14 Navi 23 Navi 2X
Alle Angaben zum zukünftigen AMD-Portfolio basieren auf Gerüchten & Annahmen!
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Neuer Artikel: Launch-Analyse AMD Ryzen 3000XT

Mit dem "Matisse-Refresh" in Form der XT-Modelle der Ryzen 3000 Prozessoren hat AMD am 7. Juli 2020 exakt ein Jahr nach dem Zen-2-Launch ein gewisses Update des Zen-2-Portfolios eingeläutet – selbigem Update werden sich noch im weiteren Verlauf des Monats Juli dann auch die Renoir-basierten Ryzen 4000G Prozessoren anschließen. Den "Ryzen 3000XT" Prozessoren des Matisse-Refreshs kommt dabei die Rolle der neuen Spitzenmodelle ins AMDs Angebot an Desktop-Prozessoren mit 6, 8 und 12 CPU-Kernen zu, hierfür werden kleinere Silizium-Verbesserungen ins Feld geführt, welche dann zu leicht besseren Praxis-Taktraten führen. Weil es sich damit letztlich nur um ein minimales Update der bestehenden Prozessoren handelt, sind sicherlich keine großen Ausarbeitungen zur Anwendungs-Performance notwendig. Somit wurde für diese Launch-Analyse die Chance genutzt, die Spiele-Performance über ein größeres Feld an Prozessoren (von 3100 bis 3900XT, von 7700K bis 10900K) zu betrachten, um zu dieser oftmals nur stückchenweise getesteten Disziplin einmal einen passabel vollständigen Performance-Überblick zu erbringen ... zum Artikel.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 11./12. Juli 2020

Laut dem chinesischen ITHome (maschinelle Übersetzung ins Deutsche, via Videocardz) werden angeblich derzeit die ersten Turing-Grafikkarten eingestellt. Konkret betrifft dies GeForce RTX 2070, 2070 Super, 2080 Super und 2080 Ti (die GeForce RTX 2080 non-Super wurde schon seit Jahresanfang nicht mehr verkauft), sprich die allermeisten nVidia-Grafikkarten auf Basis der Grafikchips TU104 & TU102 (die GeForce RTX 2070 ist TU106-basiert). Die einzigen beiden übrigbleibenden RTX-Grafikkarten in Form von GeForce RTX 2060 und 2060 Super basieren hingegen auf dem TU106-Chip, welcher demzufolge noch nicht so schnell ersetzt wird. Dies fügt sich gut in das Bild, welches sich kürzlich erst mittels der Tape-Out-Meldung zu den GA106- & GA107-Chips aufgetan hat: Danach dürfte nVidia im August/September die Ampere-Generation mit dem GA102-Chip starten, im vierten Jahresquartal dann den GA104-Chip nachfolgen lassen. Mittels der damit erstellten Grafikkarten ist alles ab der GeForce RTX 2070 zu ersetzen, womit deren Turing-Chips vorher aus dem Verkehr gezogen werden.

Chipfläche Hardware Grafikkarten Launch
GA100 826mm² 128 SM @ 6144 Bit HBM2 reine HPC-Beschleuniger 14. Mai 2020
GA102 angebl. 627mm² angebl. 84 SM @ 384 Bit GDDR6 vermtl. GeForce RTX 3080, 3080 Ti, 3090, Ampere-Titan vermtl. August/September 2020
GA104 ? angebl. 48 SM @ 256 Bit GDDR6 möglw. GeForce RTX 3060 Ti, 3070, 3070 Ti vermtl. Q4/2020
GA106 ? angebl. 30 SM @ 192 Bit GDDR6 möglw. GeForce RTX 3050 Ti, 3060 vermtl. Q1/2021
GA107 ? angebl. 20 SM @ 128 Bit GDDR6 möglw. GeForce RTX 3050 vermtl. Q1/2021
Alle Angaben zu Ampere-Grafikkarten basieren auf Gerüchten & Annahmen!
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