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Neuer Artikel: Launch-Analyse nVidia GeForce RTX 2080 & 2080 Ti

Mit dem Launch der GeForce RTX 2080 auf Basis des TU104-Chips sowie der GeForce RTX 2080 Ti auf Basis des TU102-Chip hat nVidia am 19. September 2018 endlich seine lange erwartete nächste Grafikkarten-Generation gestartet. Die Turing-Generation bringt erstmals für PC-Grafikkarten RayTracing-Fähigkeiten in Hardware ins Spiel, läutet so gesehen eine neue Ära ein – durch nVidia auch kenntlich gemacht mit dem neuen Namenssuffix "RTX" (anstatt vorher "GTX"). Da RayTracing allerdings eher ein (sehr) langfristiges Projekt ist, kann jenes für die Bewertung der aktuellen Grafikkarten kaum eine Rolle spielen. Demzufolge kann man sich in der Bewertung von GeForce RTX 2080 und 2080 Ti derzeit noch ganz auf die üblichen Punkte aktuelle Spiele-Performance, Lautstärke, Stromverbrauch und Übertaktungseignung konzentrieren. In diese Richtung hin wurden für diese Launch-Analyse die inzwischen fünf Dutzend an Launchreviews zu den beiden neuen Turing-Grafikkarten durchgearbeitet und nachfolgend deren relevante Aussagen verdichtet ... zum Artikel.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 24./25. September 2018

Da die Frage aufkam, ob die Launchreviews zu GeForce RTX 2080 & 2080 Ti auch Benchmarkwerte zur Titan V und anderen selten getesteten Enthusiasten-Karten enthalten, seien die hierzu aufgestellten UltraHD-Benchmarkwerte von Radeon RX Vega 64 LC, (Pascal-basierter) Titan X sowie der Titan V nachfolgend notiert. Wie zu sehen, waren jene Karten leider nur sehr selten dabei, eine Index-Erstellung für jene lohnt daher nicht wirklich. Den zu sehenden Einzelwerten fehlt somit die Normalisierung auf den Performance-Durchschnitt, womit jene eben rein Einzelwerte blieben – was sicherlich mit einer Fehlermarge von 2-5 Prozentpunkten (nicht Prozent, sondern Prozentpunkte) verbunden ist. Trotzdem lassen sich natürlich gewisse Tendenzen erkennen: Die (wassergekühlte) Radeon RX Vega 64 "Liquid Cooled" kommt zwischen +5% bis +9% besser als die normale luftgekühlte Radeon RX Vega 64 heraus, was grob dem entspricht, was man zum seinerzeitigen Launch dieser Grafikkarten gemessen hatte.

UltraHD (4K) Vega64 V64-LC 1080 1080Ti TitanX TitanXp TitanV 2080 2080Ti
Guru3D  (15 Tests) 77,2% - 76,5% 100% 100,1% 107,7% - 104,5% 132,8%
Hardwareluxx  (10 Tests) 76,0% - 75,9% 100% - - 124,6% 108,0% 134,9%
PCGH  (21 Tests) 71,8% 78,1% 73,0% 100% - 108,0% - 104,9% 136,3%
TechSpot  (35 Tests) 70,7% 74,3% 76,2% 100% - - - 101,1% 130,8%
Tom's Hardware  (13 Tests) 74,0% - 78,6% 100% 99,9% - 123,1% 107,0% 128,4%
TweakTown  (7 Tests) 79,6% ~86% 81,0% 100% - 111,8% - 118,4% 150,2%
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Die Systemanforderungen zu Let It Die

Die Steam-Seite zu Let It Die notiert die offiziellen Systemanforderungen des am 26. September in den Handel gehenden Hack&Slay-Spiels von Spieleentwickler Grasshopper Manufacture und Spielepublisher GungHo Online Entertainment. Das Spiel erschien bereits im Dezember 2016 für die Playstation 4, wurde nun aber auch für Windows-PCs umgesetzt. Wie die Playstation-Version ist das Spiel auch unter Windows Free-to-Play und finanziert sich über Mikrotransaktionen, wobei es bei der Playstation-Version wohl auch ohne Pay-to-Win geht. Als Spiele-Engine wird die Unreal Engine 4 benutzt, welche für "Let It Die" allerdings erschaunlicherweise nur im DirectX-9-Modus läuft – eine im Jahr 2018 lange Zeit nicht mehr gesehene "Anforderung".

Minimum Empfohlen
OS Windows 7 64-Bit, DirectX 9.0, 40 GB Platzbedarf
CPU Core i7-4700 Core i7-7700
Speicher 8 GB RAM 16 GB RAM
Gfx GeForce GTX 680 GeForce GTX 1080
(rein offizielle Systemanforderungen)
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Hardware- und Nachrichten-Links des 22./23. September 2018

Mehrere Testberichte seitens TechPowerUp sind hilfreich in der Beantwortung der Frage, wo die Performance der (ersten) Herstellerkarten zu GeForce RTX 2080 & 2080 Ti (grob) landen werden. Im Gegensatz zu früheren Grafikkarten-Generationen sind bekannterweise nun auch nVidias eigene Founders-Edition-Karten werksübertaktet – womit zu klären sein wird, inwiefern die Werksübertaktungen der Grafikkarten-Hersteller hier entgegenhalten können oder eventuell sogar besseres bieten. Gemäß der vorliegenden Testergebnisse gelingt dies scheinbar mühelos: Alle 6 getesteten Herstellerkarten waren bislang schneller als nVidias Founders Edition, wenn auch üblicherweise nur geringfügig und dies nur unter Zuhilfenahme höherer Taktraten sowie teilweise auch höherer TDPs. Betrachtet man gezielt die möglichst niedrigen Übertaktungen (nahe am Taktratenniveau der Founders Edition), so kann man die Annahme treffen, das eine Herstellerkarte auf den exakten Taktraten und der TDP einer Founders Edition in etwa deren Performanceniveau halten sollte, der Spielraum liegt bei sicherlich bei nur 1-2% möglicher Differenz.

Taktraten Power-Limit 4K-Perf.
Asus GeForce RTX 2080 Strix OC 1515/1860/3500 MHz (+60 MHz auf FE) 245W (+20W auf FE) +3% auf FE
MSI GeForce RTX 2080 Gaming X Trio 1515/1860/3500 MHz (+60 MHz auf FE) 250W (+25W auf FE) +4% auf FE
Palit GeForce RTX 2080 Gaming Pro OC 1515/1815/3500 MHz (+15 MHz auf FE) 225W (gleich zur FE) +1% auf FE
Asus GeForce RTX 2080 Ti Strix OC 1350/1650/3500 MHz (+15 MHz auf FE) 260W (gleich zur FE) +3% auf FE
MSI GeForce RTX 2080 Ti Duke 1350/1665/3500 MHz (+30 MHz auf FE) 260W (gleich zur FE) +2% auf FE
MSI GeForce RTX 2080 Ti Gaming X Trio 1350/1755/3500 MHz (+120 MHz auf FE) 300W (+40W auf FE) +6% auf FE
Taktraten FE: GeForce RTX 2080 @ 1515/1800/3500 MHz, GeForce RTX 2080 Ti auf 1350/1635/3500 MHz
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Umfrage-Auswertung: Sind die Turing-Preise noch gangbar?

Noch vor dem Turing-Launch und bewaffnet rein mit den offiziellen Preisinformationen wurde an dieser Stelle die Frage zur Abstimmung gestellt, ob die Turing-Preislagen denn noch gangbar sind. Inzwischen gab es in dieser Frage auch eher keine positive Entwicklung, sondern kommen die ersten Turing-Karten nun zu den hohen Preisen der Founders Edition in den Markt, deren Performance-Bild ist zudem auch eher am unteren Ende der vorherigen Erwartungen angesiedelt. Noch vor diesen neuen Informationen der letzten Woche stimmten die Umfrageteilnehmer zum Ende August bis Anfang September allerdings über diese Frage der Turing-Preise ab – und hatten auch schon seinerzeit eine überaus klare Antwort.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 20./21. September 2018

In der Frage der Ermittlung der Performance der Referenztaktung zur GeForce RTX 2080 & 2080 Ti haben sich die Hardwaretester zum Launch dieser Karten nicht wirklich mit Ruhm bekleckert: Die allermeistens Testberichte sind über diesen Punkt glatt hinweggegangen, obwohl es nun durchaus eine wichtige Information darstellt, das die von nVidia gestellten Founders-Edition-Karten werksübertaktet antreten und somit automatisch eine höhere Performance liefern, als später dann jene RTX-Grafikkarten, welche von den Einzelhändlern zum günstigsten Preis angeboten werden. Einige wenige Hardwaretester haben diesen Punkt lobenswerterweise erwähnt, zwei Testberichte glänzen dann mit entsprechenden Performance-Werten: Le Comptoir du Hardware und die Nachzügler von AnandTech. Hierbei wurde in beiden Fällen die Founders-Edition-Karten zum einen (mittels Offset) umgetaktet und zum anderen das Power-Limit entsprechend reduziert, um eine Referenztaktung zu simulieren. Perfekt kann diese Simulation nicht sein, aber eine gute Näherung an die Realität solcher Karten ist damit (auch angesichts der geringe Wertedifferenzen) durchaus erreichbar.

UltraHD/4K Vega64 1080 1080Ti 2080 (Std.) 2080 (FE) 2080Ti (Std.) 2080Ti (FE)
AnandTech (9 Tests) 76,1% 77,1% 100% 103,6% 107,7% 132,1% 137,3%
Differenz:   -3,8% bzw. +3,9% -3,8% bzw. +3,9%
Comptoir du Hardware (20 Tests) 75,6% 76,7% 100% 106,1% 109,9% 133,8% 139,8%
Differenz:   -3,5% bzw. +3,6% -4,3% bzw. +4,5%
Die Performance-Werte zur Referenztaktung ("Std.") basieren in beiden Fällen auf einer Umtaktung sowie Absenkung des Power-Limits, stellen also eine Simulation dar.
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Reloaded: Die Grafikchip- und Grafikkarten-Marktanteile im zweiten Quartal 2018

Die originale Meldung zu den Grafikchip- und Grafikkarten-Marktanteile im zweiten Quartal 2018 zeigte ein Bild, in welchem AMD verlor sowie Intel und nVidia weiter zulegten – und war bei den konkreten Zahlen leider falsch, denn seitens der Marktforscher von Jon Peddie Research liegen inzwischen korrigierte Fassungen der jeweiligen Marktreports vor: No.1 & No.2, entdeckt seitens der aufmerksamen PC Games Hardware. In den ursprünglichen Reports war wohl die Menge an abgesetzten AMD-Grafikchips für Desktop-Grafikkarten in nicht unerheblicher Form zu niedrig – was aber dann natürlich auch das Insgesamt-Ergebnis für alle abgesetzten Grafikchips (inklusive der integrierten) beeinflußt. Somit kommt AMD in der Insgesamt-Abrechnung etwas besser und Intel etwas schlechter weg als in der vorherigen Fassung – nVidia bleibt erstaunlicherweise gleich, aber dies könnte auch an der (vorherigen) Rundung liegen. Die Tendenz, das Intel derzeit weiter zulegt, weil bei AMD & nVidia das Mining-Geschäft weggebrochen ist und damit insgesamt weniger Desktop-Grafikkarten abgesetzt werden, ändert sich durch diese Korrektur in jedem Fall nicht.

Q2/2017 Q3/2017 Q4/2017 Q1/2018 Q2/2018
AMD 13,2%
13,2%
13,0%
13,0%
14,2%
 
14,9%
 
14,7%
 
Intel 70,6%
70,3%
67,8%
70,1%
67,4%
 
66,6%
 
68,2%
 
nVidia 16,3%
16,4%
19,3%
16,9%
18,4%
 
18,4%
 
17,0%
 
Quellen: Jon Peddie Research (schwarz) bzw. Mercury Research (blau)
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Hardware- und Nachrichten-Links des 19. September 2018

Die PC Games Hardware berichtet über einen OC-Scanner im nVidia-Treiber, welcher als API ausgeführt externen Tweaktools zur Verfügung steht. Selbige (wie EVGA Precision und MSI Afterburner) können dann mittels einer API-Abfrage ein Prozedere anstoßen, welche auf einem sicheren Weg (auch nach Treiberabstürzen) zu einem stabilen, maximalen und fein austarierten Übertaktungsergebnis führt. Hierbei wird laut der ComputerBase letztlich für jeden Power-State des Grafikchips der maximal mögliche Takt ermittelt – was, wenn man es manuell macht, durchaus eine ziemliche Kleinarbeit darstellt. Der ganze Ansatz hat sogar Unwinder, den Programmierer hinter dem MSI Afterburner, überzeugt – und sollte, sofern auch in der Anwenderpraxis problemlos funktionierend, eine gute Lösung für den Hausgebrauch darstellen, was manuelles Übertakten faktisch überflüssig machen würde. Laut der ComputerBase war zwar die manuelle Übertaktung auf einer GeForce RTX 2080 Ti um 2-4% schneller (auf einer GeForce RTX 2080 waren die Ergebnisse dagegen identisch) – aber genau eine solche Differenz zieht man ja normalerweise nach dem Erreichen einer stabilen Maximalübertaktung wieder ab, um für den Praxisbetrieb eine gewisse Reserve zu haben. Der OC-Scanner scheint allerdings nur für GeForce 20 Grafikkarten zur Verfügung zu stehen – ob aus technischen oder produktpolitischen Gründen, ist noch unklar.

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GeForce RTX 2080 /Ti Launchreviews: Die Testresultate zur UltraHD/4K-Performance im Überblick

Als Vorgriff auf die entstehenden Launch-Analyse zu GeForce RTX 2080 und GeForce RTX 2080 Ti soll hiermit ein erster Überblick über die mit den Launchreviews kredenzten Performancemessungen zu diesen beiden neuen Turing-Beschleunigern gegeben werden. Jener Vorgriff beschränkt sich derzeit rein auf die UltraHD-Auflösung als die für die beiden neuen Grafikkarten sicherlich interessanteste Aufgabenstellung. Einzurechen wäre dabei, das nahezu alle Hardwaretester für ihre Launchreviews seitens nVidia mit Founders-Edition-Karten ausgerüstet wurden und jene auch als Benchmark-Standard angesetzt haben – ungeachtet deren nicht unerheblicher Werksübertaktung. Das aufgezeigte Performancebild entspricht somit eben nur dieser nVidia-eigenen Werksübertaktung – welche gutklassigen Herstellerübertaktung entspricht, die verschiedenen bei TechPowerUp im Test befindlichen Herstellermodelle können sich meistens nur um +1-2% von der Performance dieses neuen nVidia-Standards absetzen. Karten zum Referenztakt (welche es augenscheinlich genauso geben wird) dürften dann entsprechend langsamer sein – mangels hierzu vorliegenden Tests kann man jene Differenz derzeit nur grob auf 3-5% beziffern, welche die Referenztaktung jeweils langsamer sein sollte.

vs. Vega 64 vs. 1080 vs. 1080 Ti vs. Titan Xp
GeForce RTX 2080 Ti "Founders Edition" +79,2% +77,0% +35,0% +24,4%
GeForce RTX 2080 Ti Referenztaktung ca. +72% ca. +70% ca. +30% ca. +20%
GeForce RTX 2080 "Founders Edition" +41,4% +39,7% +6,6% -1,8%
GeForce RTX 2080 Referenztaktung ca. +36% ca. +34% ca. +2% ca. -6%
basierend auf den Ergebnissen der Launchreviews; Werte der RTX-Referenztaktungen interpoliert/geschätzt
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Launch von GeForce RTX 2080 & 2080 Ti: Erste Testberichte gehen online

Nach einer ungewöhnlich langen Zeitspanne von über zwei Jahren gibt nVidia heute mit GeForce RTX 2080 sowie GeForce RTX 2080 Ti den (realen) Startschuß zu seiner neuen Grafikkarten-Generation "Turing". Und nachdem es zuerst so aussah, als würde Turing auf Basis der nur wenig verbesserten 12nm-Fertigung nur ein gewisses Performance-Upgrade auf Pascal oben drauf geben, hatte nVidia sich vielmehr dazu entschlossen, bei Turing wieder einmal außergewöhnlich viele neue Technik hineinzupacken: Neue, stark verbesserte Shader-Cluster, erstmals RayTracing-Funktionalität in Hardware, mit DLSS ein neues Kantenglättungs-Verfahren – und letztlich die umgestaltete Produktpolitik mit neuen, werksübertakteten Founder Editions. Die Hardwaretester haben also sicherlich mehr als genügend Stoff, um Turing und die beide heute herauskommenden Turing-Karten eingehend zu betrachten – wie mit den nachfolgend verlinkten vier Dutzend Launchreviews passiert. Während wir basierend darauf an einer ersten Performance-Übersicht arbeiten, tobt die Diskussion zum Launch in unserem Forum schon auf Hochtouren und wird zu einem späteren Zeitpunkt unsere obligatorischen Launch-Analyse diesen Launch abschließen.

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