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Erste 3DMark-Werte zur GeForce GTX 980 aufgetaucht

Nachdem es kürzlich erste 3DMark-Werte zur seinerzeit noch "GeForce GTX 870" genannten Karte gab (inzwischen in "GeForce GTX 970" umbenannt), kommen nunmehr wieder aus Fernost erste 3DMark-Werte zum Top-Modell auf Basis des GM204-Chips, der GeForce GTX 980. Bei Chiphell (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) werden für diese Karte ~15000 Punkte im 3DMark11 Performance und ~5500 Punkte im 3DMark13 Firestrike Extreme zusammen mit einer Karten-TDP von 200 Watt genannt. Da beide Benchmark-Werte sehr ungenau angegeben wurden, dürfte es sich möglicherweise um Zahlen seitens nVidia oder eines der Grafikkarten-Hersteller handeln – denn hätte jemand die Karte schon außerhalb der Hersteller-Kreise, würde man eher die genauen Benchmark-Resultate angeben.

Nichtsdestotrotz läßt sich im Vergleich mit den früheren Werten zur GeForce GTX 970 sowie den bekannten Werten zu den bisherigen nVidia-Grafikkarten schon halbwegs solide orakeln, das die GeForce GTX 980 sich am Ende doch mit der GeForce GTX 780 Ti anlegen kann, auch wenn nVidia diesbzüglich in letzter Zeit arg tiefgestapelt hat. Von einer all zu hohen Mehrperformance sollte man aber besser nicht ausgehen, denn 3DMark-Messungen haben die Tendenz, die zur Verfügung stehende Speicherbandbreite nicht so stark in Anspruch zu nehmen wie reale Spiele – sprich, unter realen Spielen dürfte die Differenz von GeForce GTX 980 zu GeForce GTX 780 Ti kleiner ausfallen, möglicherweise sogar verschwinden. Ähnliches hat man jüngst erst bei der Radeon R9 285 gesehen, wo die vorab zu sehenden 3DMark-Werte gutes verhiessen, die neue AMD-Karte am Ende aber nicht schneller als die Radeon R9 280 herauskam.

3DMark11 Perf. (insg.) 3DMark11 Perf. (GPU) 3DMark11 Extr. (insg.) 3DMark11 Extr. (GPU) 3DMark13 FS Extr. (insg.) (Quelle)
GeForce GTX 980 ~15000 - - - ~5500 (Chiphell)
GeForce GTX 970 11919 13334 4625 4303 - (Coolaler)
GeForce GTX 770 10475 10161 3599 3259 3352 (TweakPC)
GeForce GTX 780 11672 11504 4286 3892 4152 (TweakPC)
GeForce GTX 780 Ti 13564 13962 5119 4721 4941 (TweakPC)

nVidia scheint also mit GeForce GTX 970 & 980 den Weg zu gehen, die beiden GK110-basierten Grafikkarten GeForce GTX 780 & 780 Ti zu gleicher oder minimal besserer Performance glatt abzulösen. Dies ergibt natürlich keine Performance-Offenbarungen, weil am Ende der Sprung gegenüber der aktuellen nVidia-Generation nicht gerade groß ist – aber wenigstens werden die neuen nVidia-Beschleuniger effizienter, wenn die Performance einer GeForce GTX 780 Ti (250W TDP) nunmehr mittels einer GeForce GTX 980 zu einer TDP von nur 200 Watt geboten werden soll. Wer dagegen ausgehend von der GeForce GTX 780 Ti auf wirklich mehr Performance schaut, der wird sich bis zum Release erster GM200-basierte Grafikkarten gedulden müssen.

Das bisher bekannte Launch-Datum zu GeForce GTX 970 & 980 vom 19. September scheint inzwischen allerdings nicht mehr gänzlich sicher: nVidia wird am Vortag einen 24ständigen Gaming-Liveevent ablaufen lassen, an dessen Ende dürfte aber eher nur eine offizielle Vorstellung und noch kein echter Kartenlaunch stehen. Möglicherweise läuft es ähnlich ab wie kürzlich bei AMDs Radeon R9 285, wo ein solcher Event zur offiziellen Vorstellung genutzt wurde, der eigentliche Launch mit Hardware-Tests und Kartenverfügbarkeit jedoch erst ein paar Tage später stattfand. Der eigentliche Launch-Termin zu GeForce GTX 970 & 980 könnte also durchaus auf Ende September lauten.

GeForce GTX 770 GeForce GTX 780 GeForce GTX 780 Ti GeForce GTX 970 GeForce GTX 980
Chipbasis nVidia GK104, 3,54 Mrd. Transistoren in 28mn auf 294mm² Chipfläche nVidia GK110, 7,1 Mrd. Transistoren in 28nm auf 561mm² Chipfläche nVidia GM204, ~5 Mrd. Transistoren in 28nm auf ~400mm² Chipfläche
Architektur Kepler-Architektur, DirectX 11.0 & PhysX Maxwell-Architektur, DirectX 11.0 (oder mehr) & PhysX
Technik 4 Raster-Engines, 1536 Shader-Einheiten, 128 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR Interface 4-5 Raster-Engines, 2304 Shader-Einheiten, 192 TMUs, 48 ROPs, 384 Bit DDR Interface 5 Raster-Engines, 2880 Shader-Einheiten, 240 TMUs, 48 ROPs, 384 Bit DDR Interface halbwegs sicher: 1664 Shader-Einheiten, 104 TMUs, 32 ROPs, sicher: 256 Bit DDR Interface vermutet: 1920-2048 Shader-Einheiten, 120-128 TMUs, 32 ROPs, sicher: 256 Bit DDR Interface
Taktraten 1046/1085/3500 MHz 863/902/3000 MHz 875/928/3500 MHz 1051/1178/3500 MHz ?
Speicherausbau 2/4 GB GDDR5 3 GB GDDR5 3 GB GDDR5 4 GB GDDR5 4 GB GDDR5
TDP 230W 250W 250W ? 200W
3DC Perf.Ind.
(19x10 4xAA)
380% 440% 530% geschätzt:
~440-470%
geschätzt:
~530-560%
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Wie ist der Ersteindruck zur Radeon R9 285?

Alle Entscheidungsgrundlagen zu dieser Frage findet man in der Launch-Analyse zur Radeon R9 285 sowie natürlich im entsprechenden Diskussions-Thread zum Launch.

Positiver Ersteindruck, bin aber schon mit gleichwertigem oder besserem eingedeckt.
13% (127 Stimmen)
Positiver Ersteindruck, könnte interessant werden für eine Neuanschaffung.
8% (82 Stimmen)
Positiver Ersteindruck, aber preislich außerhalb meiner Interessenlage.
6% (57 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, primär wegen der geringen Fortschritte gegenüber existierenden Angeboten.
22% (224 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, primär wegen des nicht überzeugenden Preis/Leistungs-Verhältnisses.
11% (109 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, primär wegen der nur 2 GB default-Speicherbestückung.
8% (83 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, primär aus anderem Grund.
2% (21 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, primär wegen der geringen Fortschritte gegenüber existierenden Angeboten.
17% (170 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, primär wegen des nicht überzeugenden Preis/Leistungs-Verhältnisses.
9% (88 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, primär wegen der nur 2 GB default-Speicherbestückung.
3% (34 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, primär aus anderem Grund.
1% (13 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 1008
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Hardware- und Nachrichten-Links des 5. September 2014

Die PC Games Hardware berichtet über kleinere Bildqualitätsdifferenzen bei der Radeon R9 285: Zum einen soll sich die Bildqualität zu den bisherigen AMD-Grafikkarten minimal unterscheiden – wobei man sich nicht festlegen wollte, ob man diese Abweichungen nun als "schlechter" einstufen kann oder nicht. Angesichts dessen, daß AMD bislang von einer verlustfreien Farbkompression beim Tonga-Chip der Radeon R9 285 sprach, überrascht dieses Ergebnis aber dennoch etwas – eigentlich konnte man denken, daß dieses Feature somit nur rein intern wirken würde, aber keine externen oder sogar sichtbaren Auswirkungen hätte. Und zum anderen hat der Launchtreiber zur Radeon R9 285 das Problem, unter DirectX 9 keine "HiqhQuality" anisotrope Filterung liefern zu können – dies betrifft allerdings nicht direkt die Radeon R9 285, sondern alle AMD-Grafikkarten, welche man mit dieser Treiber-Version betreibt. Insofern ist letzteres wohl nur ein einfacher Fehler, welcher beim nächsten offiziellen Treiber-Release behoben werden dürfte.

Zwei Listungen bei einem fernöstlichen Distributor (No.1 & No.2) zeigen ein paar schon bekannte Daten zu GeForce GTX 970 & 980 an: Beide Karten kommen mit 4 GB GDDR5-Speicher an einem 256 Bit DDR Speicherinterface daher. Zudem verbreitet eine Produktseite bei Geizhals die (angeblichen) Hardware-Daten von 2560 Shader-Einheiten, 160 TMUs und gleich 64 ROPs zur GeForce GTX 980 – was ziemlich mächtig wäre, bedenkt man den Effizienzvorteil der Maxwell-Architektur. Allerdings werden die Produktseiten bei Geizhals handgepflegt und vor dem Release der finalen Produkte auch gern einmal mit spekulativen Daten bestückt – ergo kann man hier kaum herauslesen, das irgendeine sichere Information vorgelegen hätte. Mitnehmen kann man aber aus diesen Meldungen, daß GeForce GTX 970 & 980 wirklich schon demnächst an den Start gehen sollten.

Laut TechPowerUp will nVidia die Preislage zur GeForce GTX 770 um 50 Dollar von ~325$ auf rund ~275$ senken, um damit der Radeon R9 285 zu begegnen. Letztere ist zwar nochmals 25$ günstiger, dafür aber auch bemerkbar langsamer (Perf.Index 330% zu 380%), was auch die vielen ab Werk übertakteten Varianten zur Radeon R9 285 nicht ausgleichen können. In deutsche Straßenpreise umgerechnet würde dies bedeuten, daß die GeForce GTX 770 auf ca. 220 Euro herunterfallen würde, was derzeit sogar exakt der Preislage der Radeon R9 285 entspricht. Man darf allerdings vermuten, daß diese Preisreduktion der GeForce GTX 770 – sofern sie tatsächlich in dieser Form wirksam wird – auch andere Gründe hat: Gegenüber der genauso schnellen Radeon R9 280X hat die GeForce GTX 770 derzeit einen klar zu hohen Preis, zudem würde man mit dieser Preisreduktion auch ein wenig das Feld für die kommenden GM204-basierten GeForce GTX 970 & 980 Karten räumen.

Auf der IFA hat Intel mit dem "Core M" die ersten Broadwell-basierten Prozessoren vorgestellt, welche primär für Tablet/Notebook-Hybriden mit lüfterlosem Betrieb vorgesehen sind, Golem und Heise berichten entsprechend. Die für den passiven Betrieb benötigte TDP von nur 4,5 Watt erzielt Intel teilweise durch sehr niedrige Taktraten: Der Basetakt liegt je nach Modell zwischen 800 und 1100 MHz (für die CPU!), der maximale Turbotakt je nach Modell zwischen 2.0 und 2.6 GHz. Die interne Grafik mit immerhin 24 Ausführungseinheiten (EU) schwankt diesbezüglich zwischen 100 und 850 MHz. Für die Praxis müssen diese Grenzwerte allerdings nicht viel sagen, auf so niedriger TDP dürften die maximalen Taktraten nur höchst selten erreicht werden.

Einen großen Beitrag zur TDP von nur 4,5 Watt wird zudem die erstmals eingesetzte 14nm-Fertigung geliefert haben, mittels welcher die Chipfläche des Zweikern-Moduls (mit GT2-Grafiklösung) zwischen Haswell mit 131mm² Chipfläche zu Broadwell mit 82mm² Chipfläche geschrumpft werden konnte – damit ist der Zweikern-Broadwell gerade einmal so groß wie typische LowCost-Grafikchips unter der 28nm-Fertigung. Ironischerweise nimmt die integrierte Grafik nahezu die Hälfte der Chipfläche von Broadwell ein, bei einer extrem einfachen Grafiklösung rein für 2D-Zwecke könnte man also noch viel kleinere Chips erzeugen. In den Markt kommen sollen entsprechend ausgerüstete Geräte im Zeitrahmen September bis Oktober – dann wird man auch sehen können, wie schnell der Core M gegenüber ausgewachsenen Notebook-Prozessoren oder auch typischen Tablet-Prozessoren wirklich ausfällt. An den späteren Markteintritt der Notebook- und Desktop-Modelle von Broadwell ändert dieser Launch nichts, jene wird es erst nächstes Jahr geben.

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Neuer 3DTester-Artikel: ASRock B85M Pro4 Mainboard

Bei Intels "Haswell"-CPU Generation brachte ASRock als Erster das Non-Z OC-Feature, um auch auf im Vergleich zu Z87-Mainboards günstigen Platinen mit B85- und H87-Chipsätzen die CPU zu übertakten. In den Wochen nach der Feature-Vorstellung folgten einige andere Mainboard-Hersteller, jedoch nicht alle. Das ASRock B85M Pro4 ist mit etwa 57€ nicht ganz das billigste ASRock-Mainboard mit "Non-Z OC" in ASRocks Lineup und hält nur etwa 20€ Abstand zum günstigsten Z87-Mainboard. Doch vielleicht möchte ASRock hier noch mit anderen Merkmalen punkten, um diesen Preis zu rechtfertigen ... zum Artikel.

ASRock B85M Pro4 Mainboard
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Hardware- und Nachrichten-Links des 4. September 2014

Grafikkarten-Dinosaurier Matrox wird ab sofort für seine neuen (professionellen) Grafikkarten auf AMD-Chips setzen. Obwohl nicht explizit genannt, scheint man hierbei Cape-Verde-Chip einzusetzen, welche AMD früher bei der Radeon HD 7000 Serie verbaute und welche aktuell in der Radeon R7 250E und 250X zum Einsatz kommen – sprich um LowCost-Lösungen, bei welchen Matrox in erster Linie an deren Sparsamkeit und am Rundherum-Sorglos-Paket interessiert sein dürfte. Matrox hat sich bisher mit veralteten Chips aus eigener Entwicklung durchgehangelt, nachdem man kurz nach Anfang des neuen Jahrtausends die Entwicklung wirklich leistungsfähiger Grafikchips auch für den Gamereinsatz eingestellt und sich auf Grafiklösungen für professionelle Einsatzzwecke zurückgezogen hatte. Die neuen Matrox-Grafikkarten mit AMD-Chips folgen dieser Tradition und sind wieder nur für professionelle Einsatzzwecke gedacht, bei welchen Matrox mit seiner PowerDesk-Software für den (extensiven) Multimonitoring-Betrieb durchaus glänzen kann.

Die Preislage zur Radeon R9 285 bleibt nach wie vor mehr als unglücklich: Zwei Tage nach Launch liegt gerade einmal eine Karte (nur um 10 Euro) unterhalb der zum Launch schon existierenden Preislage von 230 Euro, alle anderen Karten kosten nach wie vor ab 230 Euro. Wie sich die Radeon R9 285 damit verkaufen lassen soll, wenn die klar schnellere mit und mehr Speicher ausgestattet Radeon R9 280X nach wie vor ab 220 Euro zu bekommen ist, darf AMD gern seinen Grafikkarten-Partnern erklären – wie eine sinnvolle Neuerscheinung sieht die Radeon R9 285 damit keinesfalls aus. Natürlich gilt einzurechnen, daß sich solche Situationen nicht gerade selten ergeben, wenn alte und neue Generation aufeinandertreffen (der Tonga-Chip der Radeon R9 285 gehört eher zu einer neuen Chip-Generation und ist primär für die kommende Radeon R300 Serie gedacht) und daß sich oftmals erst im Laufe der Zeit die Preislagen derart einpendeln, auf daß die neuen Karten ihre Vorteile zeigen können. Derzeit ist dies bei der Radeon R9 285 jedoch noch nicht der Fall, womit zu der ohnehin schon lauen Kartenbewertung auch noch ein verpatzer Verkaufsstart kommt.

Laut Fudzilla wird sich bei den im kommenden Sommer 2015 zeitgleich antretenden Desktop-Prozessoren der Broadwell- und Skylake-Architekturen die seltsame Situation ergeben, daß die technologisch älteren Broadwell-Modelle die schnelleren Prozessoren stellen werden. Und in der Tat deuten alle jüngeren Intel-Roadmaps darauf hin, daß die normalen Desktop-Prozessoren aus der Skylake-Architektur entnommen werden, während die üblicherweise zwei K-Modelle des Desktop-Segments aus der Broadwell-Architektur kommen. Hier dürfte sich Intel sicherlich keine Blöße geben und letztlich diese Broadwell-Modelle so hoch takten, daß selbige die Skylake-Modelle trotz eventueller Architektur-Vorteile zugunsten von Skylake auf Abstand halten können.

Die große Frage hierbei ist allerdings, wer dies seitens der sowieso mehrheitlich nur an K-Modellen interessierten Hardware-Enthusiasten kaufen soll. Jene werden sich nur höchst ungern mit der "älteren" Broadwell-Architektur abspeisen lassen, wenn schon die Skylake-Architektur im Markt steht. Außerdem darf man annehmen, daß die K-Modelle von Skylake zeitnah nachgereicht werden. Und wenn dem nicht so ist und den Hardware-Enthusiasten dauerhaft die jeweils ältere Architektur vorgesetzt werden soll, dann werden sich viele daran erinnern, wie wenig (ausgehend von einem guten vorhandenen System) Aufrüstdruck derzeit wirklich existiert und Intel eher die kalte Schulter zeigen als bewußt eine ältere Architektur kaufen. So oder so wird sich Intel mit dieser arg seltsamen Launch-Strategie keine Freunde machen.

Internet-Law berichten über einen Gerichtsstreit zur Frage der Sicherheit im Online-Banking. Konkret ging es um den Fall einer seitens der Bankkundin angezweifelten Überweisung über immerhin 18.500 Euro, wofür die Bank aber keinen Schadensersatz mit dem Verweis auf die "absolute Sicherheit" des eingesetzten Smart-TAN-Plus-Verfahrens leisten wollte. Das Gericht folgte dieser Auffassung – was bedeutet, daß ab dieser Sicherheitsstufe nicht mehr die Bank, sondern vielmehr der Bankkunde für etwaige Schäden aus dem Online-Banking haftet. Bisher war es hingegen häufig so, daß bei aktuellem Betriebssystem, Firewall und Virenscanner die Gerichte eher die Banken in der Pflicht sahen, ihre technischen Verfahren sicherer zu machen. Beim Smart-TAN-Plus-Verfahren scheint nunmehr also die Grenze dafür zu liegen, wo die Verantwortung wieder zum Bankkunden übergeht – was wie im konkreten Fall auch bedeutet, daß man selber für etwaige Schäden aufkommen muß.

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Listenpreis der Radeon R9 295X2 auf 999 Dollar gesenkt

AMD hat den Listenpreis der DualChip-Grafikkarte Radeon R9 295X2 im Rahmen einer "Retailer Promotion" von vormals 1499 Dollar auf nun noch 999 Dollar deutlich abgesenkt. Vom Wortlaut hört sich dies teilweise nach einer rein temporären Preissenkung an – allerdings ist kaum zu erwarten, das AMD jenen Preis später wieder erhöhen kann. Letztlich ist diese Preisreduktion wohl auch nur eine Reaktion auf die aktuellen Straßenpreise zur SingleChip-Lösung Radeon R9 290X, welche inzwischen in doppelter Ausführung für schon 800 Euro erworben werden kann und nur grob 5% langsamer ist.

Die Absenkung des Listenpreises zur Radeon R9 295X2 hat inzwischen schon in zwei Fällen zu deutlich niedrigeren Straßenpreisen geführt: Die PowerColor-Karte wird ab 899 Euro angeboten, die Sapphire-Karte kurzzeitig bei einer Alternate-Aktion für 879 Euro, inzwischen auch im regulären Einzelhandel für ab 899 Euro. Die anderen Grafikkarten-Hersteller dürften kurzfristig reagieren, denn die Radeon R9 295X2 läßt sich nun nicht mehr für die alte Preissituation von um die 1200 Euro verkaufen. In wenigen Tagen dürfte sich daher ein neuer Straßenpreis für die Radeon R9 295X2 von um die 900 Euro – und eventuell auch etwas weniger – etablieren.

Die Preissituation der GeForce GTX Titan Z wird damit natürlich noch prekärer: Trotz das die Karte für OEMs teilweise nur 1400 Euro kostet, liegt deren Einzelhandelspreis immer noch bei klar über 2000 Euro – und damit inzwischen im nahezu dekadenten Bereich, gemessen an der nicht vorhandenen Mehrperformance. Ebenfalls prekär wird die Lage für die GeForce GTX Titan Black, welche nunmehr kaum günstiger kommt als die Radeon R9 295X2 – letztere bietet allerdings gleich zwei Grafikchips anstatt nur eines und damit natürlich eine dramatisch bessere Performance an. Bei den absoluten Top-Modellen hat nVidia derzeit ein seltsam nutzloses Portfolio aufgestellt – welches wohl nur dafür gut ist, diejenigen abzuschöpfen, welche per innerem Zwang unbedingt nVidia kaufen müssen.

AMD Preislage nVidia
  ~2500
Euro
GeForce GTX Titan Z 2x6GB
nVidia 2x GK110, 28nm Kepler, DirectX 11.0, 5760 Shader-Einheiten, 480 TMUs, 96 ROPs, 2x384 Bit DDR Interface, 705/876/3500 MHz, 2x 6 GB GDDR5, Verbrauch: ~30W/~450W
Performance: ~840%, Perf./Preis: 0,32, Perf./Verbr.: 1,87
Produkt- und Preissuche: HWL, Geizhals, Amazon
Radeon R9 295X2 2x4GB
AMD 2x Hawaii, 28nm GCN 1.1, DirectX 11.2b, 5632 Shader-Einheiten, 352 TMUs, 128 ROPs, 2x512 Bit DDR Interface, ?1018/2500 MHz, 2x 4 GB GDDR5, Verbrauch: 31W/527W
Performance: 840%, Perf./Preis: 0,67, Perf./Verbr.: 1,59
Produkt- und Preissuche: HWL, Geizhals, Amazon
~900
Euro

(-300€ gegenüber Ende Juli)
 
  840-900
Euro
GeForce GTX Titan Black 6GB
nVidia GK110, 28nm Kepler, DirectX 11.0, 2880 Shader-Einheiten, 240 TMUs, 48 ROPs, 384 Bit DDR Interface, 890/980/3500 MHz, 6 GB GDDR5, Verbrauch: ~14W/~240W
Performance: 500%, Perf./Preis: 0,57, Perf./Verbr.: 2,08
Produkt- und Preissuche: HWL, Geizhals, Amazon
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