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Hardware- und Nachrichten-Links des 22. November 2018

Die PC Games Hardware notiert die Nennung eines neuen AMD-Prozessors in der SiSoft-Benchmarkdatenbank, welcher aufgrund seiner Konfiguration wahrscheinlich zu AMDs Zen 2 gehören dürfte: Ein Prozessor dieses 2-Sockel-Systems verfügt demnach über 64 CPU-Kerne, 64x 512 kByte Level2-Cache und 16x 16 MB Level3-Cache. Das es 64 CPU-Kerne pro Sockel sind, ergibt sich aus dem CPU-Code "2S1404E2VJUG5_20/14_N", wobei das "J" gemäß einer entsprechenden Aufschlüsselung seitens MoePC selbige 64 CPU-Kerne ergeben. Die "20/14" ergibt im übrigen die anliegende Taktrate von 1.4/2.0 GHz, was sehr niedrig klingt, für ein Engineering Sample des Server-Bereichs aber auch nicht ungewöhnlich wäre. Interessant ist daneben die Angabe zur Größe des Level3-Caches von 16x 16 MB, was insgesamt 256 MB für die 64-Kern-CPU ergibt: Zum einen würde dies auf eine Verdopplung des Level3-Caches bei Zen 2 von 2 MB pro CPU-Kern auf ganze 4 MB pro CPU-Kern hindeuten. Und zum anderen ergäbe die Aufteilung auf 16 Einzelteile, das AMD intern doch wieder mit dem CCX-System von Zen 1 arbeitet, wo also 4 CPU-Kerne samt Level3-Cache in einem "Core Cluster" zusammengefasst sind. Eines der Zen-2-Chiplets würde dann also (wie bei Zen 1) immer zwei dieser CCX enthalten, nur eben mit bei Zen 2 verdoppeltem Level-3-Cache.

Zielgebiet CPU-Kerne L2 pro Kern L3 pro Kern
AMD Zen 1 & Zen+ Desktop, HEDT & Server bis zu 32C 512 kByte 2 MByte (exklusiv)
AMD Zen 2 Desktop, HEDT & Server bis zu 64C 512 kByte 4 MByte
Intel Skylake, Kaby Lake & Coffee Lake Mobile & Desktop bis zu 8C 256 kByte 2 MByte
Intel Skylake-X/SP HEDT & Server bis zu 28C 1 MByte 1.375 MByte (exklusiv)
Intel Ice Lake Mobile & Desktop ? 512 kByte 2 MByte
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nVidia legt seinen RTX-Karten "Battlefield V" kostenlos bei

Grafikchip-Entwickler nVidia bleibt seiner Strategie treu – und legt auch weiterhin Spielebundle auf, welche immer nur ein Spiele umfassen, dafür aber in aller Regel einen wirklichen AAA-Titel beinhalten. Und dies trifft auf das neueste nVidia-Bundle mit der kostenlosen Beigabe von "Battlefield V" für GeForce RTX 2070, 2080 und 2080 Ti dann ganz sicher zu. Das Angebot gilt im übrigen auch für eventuelle Desktop-PCs mit diesen Karten, sofern von den Systembuildern hierfür eine qualifizierte Karte verbaut wurde (sowie der Systembuilder bzw. Händler an dieser Aktion teilnimmt). Einziger Nachteil ist vielleicht ein wenig, das Battlefield-interessierte Spieler den Titel oftmals schon in den Händen halten dürften – in dieser Beziehung hat AMDs neuestes Spielebundle seine Vorteile, da die dort beigelegten Spieletitel erst später erscheinen werden.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 21. November 2018

In der Frage, was nVidia nach den vorgestellten HighEnd- und Enthusiasten-Lösungen von Turing dann eventuell an Turing-Midrangelösungen nachzuschieben gedenkt, ist nVidia im Analysten-Gespräch zu den jüngsten nVidia-Geschäftszahlen deutlich auf die Bremse getreten: Danach hat man derzeit ein unerwartet hohes Inventar an Pascal-Grafikchip zu verkraften, welches sich noch aus dem abrupten Ende des Cryptomining-Booms ergeben hat. nVidia hatte hierzu seinerzeit mit schneller fallenden Grafikkarten-Preisen und damit einem größerem Zeitraum gerechnet, um diese Pascal-Chips noch vor dem Turing-Launch verkaufen zu können. Die Grafikkarten-Preise haben sich nach dem Ende des Cryptomining-Booms aber nur langsam wieder erholt, womit die Menge an produzierten Pascal-Chips nicht in diesem Maßstab abverkauft werden konnte, wie nVidia sich dies dachte – und nun sitzt man halt auf einem erklecklichen Pascal-Inventar, welches erst einmal unter die Leute gebracht werden muß.

Pascal is well positioned as the GPU of choice in the midrange for the holidays, and we expect to work down channel inventories over the next quarter or 2.
Quelle:  Colette Kress, nVidias CFO im "Q3 2019 Earnings Conference Call" am 15. November 2018

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Umfrage-Auswertung: Wie ist der Ersteindruck zu Intels Coffee Lake Refresh?

Mittels einer Umfrage von Anfang November wurde der Ersteindruck zu Intels Coffee Lake Refresh aka der Core i-9000 Serie eingeholt. Das Ergebnis fällt weitgehend desaströs aus für Intel: Nur 8,4% positiver Ersteindruck bei satten 56,5% negativer Ersteindruck wurden näherungsweise sonst nur von Rohrkrepierern wie AMDs Bulldozer-Architektur sowie Intels üblicherweise schlecht bewerteten HEDT-Generationen "erzielt". Selbst letztere wurden aber üblicherweise noch besser bewertet als der Coffee Lake Refresh: So kam letztes Jahr Skylake-X immerhin noch auf ein Ergebnis von 12,3% positiven Ersteindruck. Wenn nicht die nochmals etwas schlechteren Werte von Bulldozer wären (seinerzeit nur 6,8% positiver Ersteindruck), hätte sich der Coffee Lake Refresh sogar noch den Titel der schlechstbewerteten CPU-Generation seit einer Dekade "sichern" können – so reicht es immerhin noch für den zweiten Platz in dieser wenig ruhmvollen Wertung.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 20. November 2018

Die PC Games Hardware notiert diverse Extremoverclocking-Tests mit der Radeon RX 590: Hierzu hat der8auer auf Trockeneis zur (kurzfristigen) Kühlung gesetzt und konnte damit die benutzte Radeon RX 590 von PowerColor bis auf 1850 MHz Chiptakt unter Spielen sowie sogar bis auf 2000 MHz unter dem Render-Test von GPU-Z hochtakten. Für die altgediente Polaris-Architektur sind solcherart Taktraten sicherlich bemerkenswert – aber nichtsdestotrotz natürlich nicht auf normale Kühlmethoden und damit die Gamer-Praxis übertragbar. In einer weiteren Meldung zur Radeon RX 590 weist die PC Games Hardware zudem darauf hin, das sich das Asus-Exemplar nun doch wieder unter der "Republic of Gamers" (ROG) Marke eingefunden hat – und nicht unter der extra wegen nVidias GPP eingeführten "Arez"-Marke. Dabei wollte Asus eigentlich diese neue Marke trotz des Endes von GPP weiterbehalten – was man nun aber nicht in die Praxis umgesetzt hat. Wenigstens läßt sich daran erkennen, das nVidia sein GPP nicht eventuell unter der Hand weiterführt – was zwar jederzeit unwahrscheinlich war, aber dennoch besser als bestätigt gilt, als es denn als "Verschwörungstheorie" weiter existiert.

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Gerüchteküche: AMDs Navi 12 soll mit 40 Shader-Clustern auf neuer Grafikchip-Architektur antreten

Von WCCF Tech kommen mal wieder neue Gerüchte zu AMDs Navi-Generation, dem ab nächstes Jahr erwarteten Nachfolger der aktuellen Vega-Generation. Im Gegensatz zum letzten Gerüchtestand soll der Navi-10-Chip nun nicht mehr den Anfang der Navi-Generation geben – vielmehr ist jener entweder verschoben oder gestrichen, in jedem Fall nicht mehr wirklich im Gespräch. In diesem Status ist nunmehr der erstmals genannte "Navi 12" Chip, welcher schon im ersten Halbjahr 2019 den Startschuß der Navi-Generation abliefern soll. Navi 12 soll dabei mit 40 Shader-Clustern antreten und auf einer neuen Grafikchip-Architektur außerhalb der bisherigen GCN-Architektur basieren – und trotzdem das Performance-Level der aktuellen Radeon RX Vega Karten (grob) erreichen. Navi 10 kommt hingegen entweder später als Navi 12 oder gar nicht mehr, der früher noch notierte "Navi 14" wurde an dieser Stelle nicht erneut erwähnt, während "Navi 20" als designierter HighEnd-Chip (oder/und Profi-Chip) erst im Zeitrahmen spätes 2020 oder gar erst im Jahr 2021 erscheinen soll.

AMD Navi 12

  • Navi = neue Grafikchip-Architektur außerhalb der bisherigen GCN-Architektur
  • 7nm-Fertigung (höchstwahrscheinlich bei TSMC)
  • Chipfläche etwas kleiner als Polaris 10/20 (ergibt geschätzt 200-220mm²)
  • Midrange-Lösung mit 40 Shader-Clustern (ergibt wahrscheinlich 2560 Shader-Einheiten)
  • höchstwahrscheinlich GDDR6-Speicher anstatt HBM2
  • angestrebtes Performance-Level: Radeon RX Vega
  • zuerst herauskommende Navi-Lösung, da Navi 10 verschoben oder gestrichen ist und Navi 20 plangemäß (viel) später kommt
  • Terminlage: irgendwann im ersten Halbjahr 2019 (vermutlich eher zweites als erstes Quartal)
  • Quellen: WCCF Tech & frühere Informationen
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nVidia Geschäftsergebnisse Q3/2018: Weiterhin sehr hohes Niveau, jedoch noch ohne Turing-Effekt

Chipentwickler nVidia hat seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2018 vorgelegt, welches bei nVidia das dritte Finanzquartal des Finanzjahres 2019 darstellt und zusätzlich abweichend vom Kalender von August bis Oktober läuft. Jener Zeitraum umfasst also sehr wohl auch den Release von nVidias neuer Turing-Generation – was sich allerdings nVidia-untypisch nicht in diesen Geschäftszahlen ablesen läßt, jene fallen "nur" im Rahmen der Geschäftszahlen des ersten und zweiten Quartals aus, sind allerdings nicht wirklich stärker als selbige. Aufgrund des gegenüber dem Vorjahr stark positiven Geschäftverlaufs geht zumindest der Vergleich zum Vorjahreszeitraum entsprechend positiv aus: Die 3181 Mio. Dollar Quartalsumsatz sind der zweitbeste jemals von nVidia erreichte Umsatz-Wert und bedeuten gegenüber dem Vorquartal einen Anstieg von +1,9% sowie gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Anstieg von +20,7%. Der nominelle Gewinn betrug 1230 Mio. Dollar, dies sind +11,7% zum Vorquartal sowie +46,8% zum Vorjahreszeitraum, der operative Gewinn lag bei 1058 Mio. Dollar, dies ergibt einen Rückgang von -8,6% zum Vorquartal sowie einen Anstieg von +18,2% zum Vorjahreszeitraum.

Q3/2017 Q4/2017 Q1/2018 Q2/2018 Q3/2018
Umsatz 2636 Mio. $ 2911 Mio. $ 3207 Mio. $ 3123 Mio. $ 3181 Mio. $
Gewinn 838 Mio. $ 1118 Mio. $ 1244 Mio. $ 1101 Mio. $ 1230 Mio. $
operativer Gewinn 895 Mio. $ 1073 Mio. $ 1295 Mio. $ 1157 Mio. $ 1058 Mio. $
Für Vergleichswerte zu AMD, Intel & nVidia zurück bis ins Jahr 2006 bitte klicken.
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Hardware- und Nachrichten-Links des 19. November 2018

TechPowerUp warten mit der erstaunlichen Meldung auf (in Berufung allerdings auf eine Auskunft durch AMD), das der Polaris 30 Chip für die Radeon RX 590 nicht nur von GlobalFoundries gefertigt wird, sondern auch von Samsung. Bei den vorhergehenden Polaris-Chips war diese Strategie mit zwei Chipfertigern schon bekannt – dort aber auch extrem einfach zu realisieren, da die 14nm-Fertigung von GlobalFoundries technologisch eine Lizenz der 14nm-Fertigung von Samsung darstellt, entsprechende Chip-Designs also ohne wirkliche Anpassungen bei beiden Auftragsfertigern produziert werden können. Laut TechPowerUp soll nun aber Samsungs 11nm-Fertigung der 12nm-Fertigung von GlobalFoundries ausreichend genau entsprechen, auf das dieses System auch auf Polaris 30 übertragbar ist – womit AMD unabhängiger etwaiger Kapazitätsengpässe wird, was eingedenk der aktuell hohen Auslastung von GlobalFoundries sicherlich seine Vorteile hat. Ob man Samsungs 11nm-Fertigung dann auch für die aktuellen Pinnacle-Ridge-Prozessoren der Zen+ Generation verwenden könnte, ist dabei sicherlich eine interessante Frage: Auf den ersten Blick sollte dies funktionieren, andererseits hat Samsung bislang keine echten Hochtaktdesigns (Richtung 4 GHz) mit dieser Chipgröße sowie in Großserie hergestellt, ergo könnte dies in der Praxis schwieriger sein als gedacht.

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AMD mit attraktivem neuem "Raise the Game" Spielebundle für Radeon RX 570, 580, 590, Vega 56 & 64

Der Launch der Radeon RX 590 wird begleitet von einem neuem "Raise the Game" Spielbundle, bei welchem AMD wie schon in der letzten Auflage gleich drei Spieletitel kostenlos hinzugibt. Jene sind mit "Devil May Cry 5", "Resident Evil 2" (Remake) und "The Division 2" durchgehend hochinteressante Spiele, somit handelt es sich hierbei sicherlich um das wertigste in jüngerer Vergangenheit aufgelegte Spielebundle. Als kleine Einschränkung erscheinen alle diese Spieletitel allerdings erst im Jahr 2019: Das RE2-Remake am 25. Januar, DMC5 am 8. März und The Division 2 am 15. März. Teilweise kann man dies natürlich als gute Einschränkung betrachten, denn so dürfte sich seltener die Situation ergeben, das man einen dieser kostenlos beigelegten Spieletitel bereits besitzt oder schon vorbestellt hat.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 17./18. November 2018

In einem semi-offiziellen und äußerst knappen Statement gibt nVidia diverse Qualitätsprobleme bei der GeForce RTX 2080 Ti "Founders Edition" zu und will dies dann über das Haus-eigene RMA-System regeln. Als Grund für die Qualitätsprobleme nennt man "Test Escapes" – sprich eine nicht funktionierende Qualitätskontrolle nach der eigentlichen Karten-Fertigung, welche minderwertige Teile oder eine minderwertige Montage hat durchgehen lassen. Dies läuft wohl darauf hinaus, das die letzte diesbezügliche Meldung seitens Tom's Hardware ziemlich korrekt war – dort wurden auch schon generelle Qualitätsprobleme bzw. eine fehlerhafte Qualitätskontrolle genannt. Mangels weiterer nVidia-Informationen ist leider nicht klar, wieviele Karten wirklich betroffen sind: Normalerweise gibt ein Hersteller in solchen Fällen dann betroffene Kartenserien oder Bauzeitpunkte an – in diesem Fall will es nVidia augenscheinlich auf der kleinstmöglichen Flamme halten und geht lieber zu Lasten der Kartenbesitzer ein Risiko ein.

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