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AMD gibt Käufern der Radeon RX 480 das Upgrade zur "Deluxe Edition" von Battlefield 1 bei

In Zusammenarbeit mit Electronic Arts hat AMD das erste "Spielebundle" für die 14/16nm-Grafikkarten aufgelegt – wobei man allerdings kein Spiel kostenlos bekommt, sondern nur das Upgrade auf die "Early Enlister Deluxe Edition" von Battlefield 1. Diese Spielausführung gibt dem Spieler bereits drei Tage vor dem offiziellen Launch am 21. Oktober 2016 Zugriff auf die Server, darüber hinaus gibt es die Zusatzinhalte "Hellfighter", "Lawrence of Arabia" und "Red Baron" sowie drei fünf Battlepacks und Fahrzeug-Skins. Jenes Upgrade erhält man allerdings nur bei einem Neuerwerb von Battlefield 1 – bisherige Käufer des Spiels können also nicht nachträglich noch von dieser Aktion profitieren. Konkret müssen also sowohl Radeon RX 480 als auch Battlefield 1 regulär neu erstanden werden, um von dieser Aktion profitieren zu können.

Abweichend von anderen Spielebundle-Aktionen ist hier der Weg zur Erlangung der kostenlosen Dreingabe etwas anders: Bei den an der Aktion teilnehmenden Händlern, wie beispielsweise Caseking, sollte im Anschluß an den Erwerb einer Radeon RX 480 ein Promo-Code per Mail verschickt werden (bei manchen Händlern muß man jenen Promo-Code nach Erwerb mitsamt der Rechnungsnummer noch extra anfordern). Danach bestellt man im Origin-Shop die "Early Enlister Deluxe Edition" von Battlefield 1 – und bei Eingabe des Promo-Codes während der Bestellung reduziert sich dann deren Preis auf den Preis der Standard-Edition von Battlefield 1. Bei der Hardware-Bestellung ist natürlich trotzdem immer auf das Vorhandensein dieser Promoaktion in der Angebotsbeschreibung zu kontrollieren, da nicht jeder Händler an dieser Aktion teilnimmt und selbst bei den teilnehmenden Händler nicht jedes Produktangebot Teil dieser Aktion sein muß.

Aktionszeitraum Inhalt des Spielebundles
Radeon R9 390 & 390X 1. November 2015 bis spätestens 31. Dezember 2015 Spiel "DiRT Rally"  (Einlöse-Webseite)
Radeon R9 Fury 17. November 2015 bis spätestens 31. Januar 2016 (verlängert bis zum 31. März 2016) Spiel "Star Wars Battlefront"  (Einlöse-Webseite)
Radeon R9 Fury X 14. Dezember bis spätestens 31. Januar 2016 (verlängert bis zum 31. März 2016) Spiel "Star Wars Battlefront"  (Einlöse-Webseite)
Radeon R9 390 & 390X
FX-6xxx & FX-8xxx Prozessoren
16. Februar 2016 bis spätestens 30. April 2016 Spiel "Hitman (2016)"  (Einlöse-Webseite)
Radeon R9 390 & 390X
FX-8xxx Prozessoren (boxed)
17. Mai 2016 bis spätestens 15. August 2016 Spiel "Total War: Warhammer"  (Einlöse-Webseite)
FX-6xxx & FX-8xxx Prozessoren 23. August 2016 bis spätestens 14. November 2016 Spiel "Deux Ex: Mankind Divided"  (Einlöse-Webseite)
Radeon RX 480 13. September 2016 bis spätestens 18. Oktober 2016 Upgrade von "Battlefield 1" auf die "Early Enlister Deluxe Edition"
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Hardware- und Nachrichten-Links des 14. September 2016

Die PC Games Hardware haben in Investoren-Meldungen eine Bekräftigung seitens AMD entdeckt, wonach die Vega-Generation im Zeitplan für die erste Jahreshälfte 2017 liegt. Zudem versprach AMD mit Vega den (Zitat) "High-Performance-Enthusiast-End-Markt" angreifen zu wollen – basierend auf einer weiteren Ausführung der GCN-Architektur (dann wohl GCN5) mit erneut Verbesserungen bei der Energieeffizienz. Selbiges dürfte sich ganz automatisch über den bei Vega angesetzten HBM-Speicher ergeben (welcher im HighEnd-Bereich den Strombedarf des Speichersubsystems doch erheblich reduziert) – ob es daneben noch weitere Verbesserungen bei der Energieeffizienz gibt, bliebe abzuwarten. Die weitere GCN-Ausführung ergibt sich in jedem Fall auch schon aus früheren Leaks, denen gemäß die Vega-Chips sogar einen größeren Architektursprung mit sich bringen sollen als die Polaris-Chips. Selbiges hat AMD allerdings auch nötig, denn neben der Energieeffizienz war auch immer die Recheneffizienz der letzten HighEnd-Chips von AMD das Problem – viel mehr Ausführungseinheiten brachten einen nur mittelprächtigen Performancegewinn, besonders gut zu sehen im Vergleich von Hawaii zu Fiji (2816 zu 4096 Shader-Einheiten). Hier wird der springende Punkt der Vega-Generation bzw. der GCN5-Architektur liegen – und es sich daran entscheiden, ob AMD wirklich wieder im HighEnd-Segment mitspielen kann.

Nochmals die PC Games Hardware hat eine erste (lieferbare) GeForce GTX 1070 für 399 Euro seitens KFA² (der europäischen Marke von Galax) entdeckt, auch bei der GeForce GTX 1080 gibt es nun erste Karten für 20 Euro unterhalb der im letzten Marktüberblick notierten Marke von 670 Euro. Trotz der berichteten Lieferschwierigkeiten von nVidia bewegt sich bei den Pascal-Preisen langsam etwas – natürlich auch begünstigt durch den Punkt, daß durch die sehr hohe Preisansetzung seitens nVidia hier sicherlich einiger preislicher Spielraum vorhanden ist. Am Währungskurs liegt das ganze im übrigen nicht, der Dollar/Euro-Kurs schwankt schon seit einigen Wochen recht stabil um die Marke von 1,12 Dollar/Euro herum. Im Zuge der Verbesserung der 16nm-Fertigung von TSMC sowie den üblichen kleineren Kosteneinsparungen im Laufe der Zeit seitens der Grafikkartenhersteller selber sind da sicherlich noch viel bessere Preispunkt im langfristigen Verlauf zu erwarten – schließlich ist die GeForce GTX 1070 nur der eigentliche Nachfolger der GeForce GTX 970 (lange Zeit stabil bei ~330 Euro zu haben) und die GeForce GTX 1080 der eigentliche Nachfolger der GeForce GTX 980 (lange Zeit bei knapp über 500 Euro zu haben).

Bei den jüngsten Meldungen zum iPhone 7 gab es öfters einmal die Fehleinschätzung zu lesen, der dort verbaute Apple-SoC A10 wäre bereits in der 10nm-Fertigung von TSMC hergestellt. Tatsächlich wird hierfür jedoch weiterhin TSMC 16FF+ Fertigung bemüht – und so viel größer wird der A10 in dieser Fertigung nun auch nicht, da die angegebenen 3,3 Mrd. Transistoren auch kaum abweichend vom iPad-Prozessor A9X sind, welcher offiziell mit >3 Mrd. Transistoren (unter 16FF+) angegeben wird. Dabei war der Weg von TSMC in Fragen der 10nm-Fertigung eigentlich schon des längerem klar, erst kürzlich berichtet die ComputerBase noch darüber, das TSMC im ersten Quartal 2017 die allerersten 10nm-Chips ausliefern wird, um nachfolgend im zweiten und dritten Quartal die Massenfertigung von Apples A11-SoC vorzunehmen (was üblicherweise andere Abnehmer auf die Warteplätze verweist). Oder anders formuiert: Es wird wohl wie üblich im Herbst 2017 die ersten kaufbaren Smartphones mit Chips aus der 10nm-Fertigung von TSMC geben, was dann ebenfalls wie üblich eine Wartezeit bis Sommer 2018 ergeben dürfte, ehe diese 10nm-Fertigung von TSMC dann große Grafikchips ausspucken kann. Dies dürfte dann auch der Rahmen sein, mit welchem nVidia für eventuelle 10nm-Grafikchips rechnen muß – wobei man Großprojekte wie den GV100-Chip der Volta-Generation sicherlich weitaus früher ankündigen kann, dies hat beim jetzt erst ausgelieferten GP100-Chip schließlich schon genauso funktioniert.

Smartphone-SoCs große Grafikchips GlobalFoundries Samsung TSMC
14/16nm-Fertigung Sommer 2015 Sommer 2016
10nm-Fertigung Herbst 2017 geschätzt Sommer 2018
7nm-Fertigung geschätzt Herbst 2018 geschätzt Sommer 2019

Die eigentliche Fragestellung aus diesem projektierten Zeitverlauf zwischen 16nm-, 10nm- und 7nm-Fertigung der großen Auftragsfertiger (Intel kocht seine eigene Suppe, ist aber auch kaum als Auftragsfertiger aktiv) wäre dann jedoch, was die Grafikchip-Entwickler AMD und nVidia aus dieser Ansetzung machen werden: Die 10nm-Fertigung verfügbar wahrscheinlich erst im Sommer 2018, die 7nm-Fertigung aber womöglich schon nur ein Jahr später genauso spruchreif. Unabhängig der normalen Zielsetzung aller Grafikchip-Entwickler, einmal im Jahr eine neue Grafikkarten-Generation herauszubringen (was nicht bedeutet, das es dafür neue Grafikchips gibt), könnte man aufgrund des kurzen Zeitabstand zwischen 10nm- und 7nm-Fertigung bei AMD und nVidia vielleicht geneigt sein, die 10nm-Fertigung zu überspringen und gleich auf die 7nm-Fertigung zu gehen. Bei AMD bietet sich diese Variante sowieso an, da Hauptfertiger GlobalFoundries gleich gar keine 10nm-Fertigung anbieten wird. Wie dies bei nVidia ist, bliebe abzuwarten: Normalerweise benötigt nVidia den Platzvorteil der 10nm-Fertigung regelrecht dringend, um im HPC-Bereich noch größere Chips als den GP100 mit seinen 610mm² Chipfläche aufzulegen. Aber dies muß natürlich nichts für weitere Chipprojekte bedeuten, diese könnten verspätet oder gar in anderen Fertigungsverfahren kommen.

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Die Systemanforderungen zu Bioshock: The Collection

Spielepublisher 2K Games hat die offiziellen PC-Systemanforderungen für das am 16. September 2016 erscheinende Spielebundle "Bioshock: The Collection" veröffentlicht, welches Remaster-Versionen von Bioshock & Bioshock 2 sowie das unveränderte Bioshock: Infinite enthält. Die Remaster-Versionen bieten primär höhere Auflösungen sowie möglicherweise auch einige höher aufgedrehte Grafikeffekte – gemäß einem inoffiziellen Vergleichstrailer sieht die Grafik vornehmlich schärfer aus, danach erschöpfen sich die Unterschiede schnell. Dafür gibt es auf dem PC die Remaster-Version von Bioshock 1 & 2 jedoch kostenlos, sofern man das jeweilige Spiel bereits besitzt. Bei Steam wird dies dann sogar automatisch der eigenen Spielebibliothek hinzugefügt, bei Retailkäufen muß man sich an den Support von 2K Games wenden – eine Meldung bei WinFuture beschreibt das Prozedere genauer.

Mittels des Remasters erhalten alle Bioshock-Spiele neue (einheitliche) Systemanforderungen, welche allerdings aufgrund der verwendeten (unveränderten) Engine und des Alters der Spiele sehr maßvoll bleiben und damit viele Alt-Hardware noch mitkommen läßt. Insbesondere die CPU-Anforderungen sind ausgesprochen niedrig, wenn es bei (alten) Zweikernern auf ~2.7 GHz los geht und die Empfehlung auch gerade einmal auf Vierkerner ab 3 GHz egal der Architektur lautet. Ebenfalls niedrig sind die minimalen Grafikkarten-Anforderungen mit Radeon HD 7770 oder GeForce GTX 560 – allein bei den Grafikkarten-Empfehlungen geht es mit Radeon HD 7970 oder GeForce GTX 770 auf jeweils mindestens 2 GB Grafikkartenspeicher in ein gutes Performancefeld. In beiden Fällen wird im übrigen eine jeweils etwas langsamere AMD-Grafikkarte angesetzt – aber mittels der vielen Bioshock-Benchmarks der Vergangenheit ist schon allgemein bekannt, daß die Bioshock-Spiele auf AMD-Hardware grundsätzlich etwas besser laufen.

minimale Anforderungen empfohlene Anforderungen
Ziel-Auflösung keine Angabe keine Angabe
Betriebssystem Windows Vista *inoffiz.*     Windows 7     Windows 8.0     Windows 8.1     Windows 10     Linux
32/64-Bit 32-Bit     64-Bit
Prozessor AMD K10 2C  (ab ~2.7 GHz)
AMD K10 3C
AMD K10 4C
AMD K10 6C
AMD Bulldozer 4C
AMD Bulldozer 6C
AMD Bulldozer 8C
AMD Mainstream-APU 2C
AMD Mainstream-APU 3C
AMD Mainstream-APU 4C
Intel Core 2 Duo  (ab ~2.7 GHz)
Intel Core 2 Quad
Intel Celeron/Pentium (2C)
Intel Core i3 (2C+HT)
Intel Core i5 (4C)
Intel Core i7 (4C+HT)
Intel Core i7-E (6C/8C/10C)
AMD K10 2C
AMD K10 3C
AMD K10 4C  (ab ~3 GHz)
AMD K10 6C
AMD Bulldozer 4C
AMD Bulldozer 6C
AMD Bulldozer 8C
AMD Mainstream-APU 2C
AMD Mainstream-APU 3C
AMD Mainstream-APU 4C  (ab ~3 GHz)
Intel Core 2 Duo
Intel Core 2 Quad  (ab ~3 GHz)
Intel Celeron/Pentium (2C)
Intel Core i3 (2C+HT)
Intel Core i5 (4C)
Intel Core i7 (4C+HT)
Intel Core i7-E (6C/8C/10C)
RAM 4 GB 8 GB
Festplatte 70-80 GB freier Festplattenplatz
Grafik-API DirectX 11     DirectX 12     OpenGL     Vulkan
Grafikkarte AMD Radeon HD 5000ab 5850
AMD Radeon HD 6000ab 6850
AMD Radeon HD 7000ab 7770
AMD Radeon R200ab 250X
AMD Radeon R300ab 360
AMD Radeon R400ab 460
nVidia GeForce 400ab 470
nVidia GeForce 500ab 560
nVidia GeForce 600ab 650 Ti
nVidia GeForce 700ab 750
nVidia GeForce 900ab 950 "SE"
nVidia GeForce 1000ab 1060 3GB
AMD Radeon HD 5000
AMD Radeon HD 6000
AMD Radeon HD 7000ab 7970
AMD Radeon R200ab 280X
AMD Radeon R300ab 380
AMD Radeon R400ab 470
nVidia GeForce 400
nVidia GeForce 500
nVidia GeForce 600ab Titan
nVidia GeForce 700ab 770
nVidia GeForce 900ab 970
nVidia GeForce 1000ab 1060 3GB
Grafik-RAM keine Angabe 2 GB
Anmerkung: Die angegebenen Anforderungen zu Prozessor und Grafikkarte stellen eine eigene Interpolation der offiziellen Anforderungen dar.
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Hardware- und Nachrichten-Links des 13. September 2016

Schon gestern verlinkt, kommentiert die ComputerBase das Wohl und Wehe von DirectX 12 – welches gerade nach den kürzlichen Messungen unter Deus Ex: Mankind Divided wieder einmal einen gewissen Knacks genommen hat. Interessant sind hierbei die Aussagen, welche man von Herstellern und Entwicklern bekommen hat. Deren Meinung nach gibt es zwei Probleme mit DirectX 12: Erstens ist jenes zu früh – faktisch unfertig – herausgekommen. Dies dürfte seine Begründung wohl daher beziehen, das Microsoft unbedingt schnellstmöglich nach Mantle reagieren wollte, um dieser von AMD kommenden ersten LowLevel-API für den PC nicht noch mehr Raum zur Entfaltung zu geben. Und zweitens erhöht eine LowLevel-API wie DirectX 12 nun einmal den Aufwand für die Spieleentwickler, dies macht es gerade anfänglich nicht wirklich einfacher. Beide Probleme dürften sich in der Zukunft wohl etwas entschärfen, wenn einfach mehr Erfahrung seitens der Spieleentwickler vorhanden sein wird, wie DirectX 12 korrekt zu handeln ist.

Gleichzeitig deutet der Einwand der schwierigeren Programmierung aber auch an, das kleinere Spieleentwickler eventuell auch weiterhin Abstand von DirectX 12 nehmen könnten – noch dazu, wo eine (reine) DirectX-12-Programmierung heutzutage schließlich immer den Aufschluß eines erheblichen Teils des Käuferpotentials bedeutet (die Nutzer auf Windows 7/8). Hier sind durchaus einige Bremspunkte zu sehen, welche die Durchsetzung von DirectX 12 herauszögern könnten – vielleicht nicht bei AAA-Titeln und den entsprechend großen Spieleentwicklern, welche sich eine Parallelentwicklung von DirectX 11 & 12 leisten können, aber auf die breite Masse der Spieleentwickler gesehen, wo die Wirtschaftlichkeit der jeweiligen Spieleentwicklung groß geschrieben werden muß. Die These, nun nach den ersten DirectX-12-Titeln würden wir in den nächsten Jahren mit entsprechendem Material regelrecht überrollt werden, darf damit durchaus in Frage gestellt gesehen werden.

Intels neue Mobile-Roadmap nennt neben den großen PC-Architekturen auch einen Nachfolger in der Linie der LowPower-Prozessoren: "Gemini Lake" soll hierbei auf das gerade erst vorgestellte Apollo Lake nachfolgen. Terminlich ist hierfür das vierte Quartal 2017 angesetzt – aber da sich die Roadmap an frühen RTS-Terminen orientiert (RTS = ready to ship = interner Auslieferungstermin, nicht der Auslieferungstermin an Endkunden), kann der eigentliche Launch auch leicht später stattfinden. Derzeit ist zu Gemini Lake noch nichts außerhalb des Namens bekannt – gemäß früheren Intel-Strategien müsste es sich hierbei eigentlich um den 10nm-Refresh von Apollo Lake auf Basis derselben Goldmont-Architektur handeln, aber dieses frühere TickTock-Schema ist ja bekanntlich offiziell aufgehoben und muß daher auch bei diesen LowPower-Prozessoren nicht mehr zwingend gelten. Gänzlich kann man die 10nm-Fertigung bei Gemini Lake aber auch nicht ausschließen, da schließlich zum gleichen Zeitpunkt die ersten Cannon-Lake-Prozessoren erscheinen sollen – und jene kommen dann wirklich in der 10nm-Fertiung daher.

Davon abgesehen ist zu dieser Roadmap natürlich noch ein offener Punkt der benutzte Desktop-Sockel für Intels Coffee Lake. Bisher halt Intel einen Prozessoren-Sockel immer bis zu ersten Prozessoren-Generation in einer neuen Fertigung gehalten – ergo müsste der mit Skylake eingeführte Sockel 1151 eigentlich bis zur ersten 10nm-Generation in Form von Cannon Lake reichen. Aber da das Sockel-Wechselspiel bei Intel immer auch den Zweck hat, jahreslanges Aufrüsten zu verhindern und da gleichzeitig bei Coffee Lake auch erstmals (bei Intel) Sechskern-Prozessoren im Consumer-Segment angeboten werden, dürfte Coffee Lake somit wohl doch einen neuen Desktop-Sockel mit sich bringen. Der aktuelle Sockel 1151 wird somit nur für Skylake und Kaby Lake nutzvoll sein, nicht aber darüber hinaus. Möglicherweise war Cannon Lake ursprünglich einmal auch noch für diesen Sockel geplant, aber da Cannon Lake sowieso nicht mehr für Desktop-Prozessoren erwartet wird (allein Zweikerner für Ultrabook-Bedürfnisse), dürfte sich auch dieser Aufrüstweg erledigt haben. Intel dürfte in der Zukunft mit immer mehr Prozessoren-Generationen pro Fertigungsstufe dann sowieso zu einem neuen Modell übergehen, wo es einen Sockel nur noch aller zwei bis maximal drei Prozessoren-Generationen gibt – wie gesagt primär um die Aufrüstoptionen zu begrenzen.

Shortcuts: Die PC Games Hardware beobachtet eine bessere Verfügbarkeit der Polaris-Grafikkarten von AMD, was dann teilweise auch zu sinkenden Preisen führt. Allgemein gesprochen sind die Polaris-Preise aber eher genauso hoch wie zum Launch, die Nachliefermengen also immer noch nicht ausreichend, auf daß sich schon ein wirklich preistreibender Wettbewerb entwickeln könnte. Dafür, daß der Release der ersten 14/16nm-Beschleuniger nun auch schon wieder etwas zurückliegt, ist dies eigentlich eine lahme Vorstellung – aber mit einem neuen Chiphersteller samt einer neuen Fertigung im Rücken sind anfängliche Lieferprobleme eigentlich vorprogrammiert. In eine ähnliche Kerbe schlägt die DigiTimes bezüglich nVidia, wo man ebenfalls noch Nachlieferungsschwierigkeiten bei den neuen Pascal-Chips hat – was logischerweise genauso einen ordentlichen Preiskampf der Grafikkartenhersteller und Einzelhändler samt daraus resultierend sinkenden Retailpreisen verhindert. Zugleich vermelden die DigiTimes den Launchtermin der GP107-basierten GeForce GTX 1050 abweichend von bisherigen Meldungen (Mitte Oktober) bereits für Ende September.

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Intel-Roadmap bestätigt Coffee Lake zwischen Kaby Lake und Cannon Lake

Es gab im Juli mal die Meldung über eine neue Intel-Generation zwischen "Kaby Lake" und "Cannon Lake" namens "Coffee Lake". Seinerzeit zeigte die japanische Quelle allerdings nicht die entsprechende originale Intel-Roadmap, war das ganze also noch etwas in der Schwebe. Die wahrscheinlich zugrundeliegende Intel-Roadmap (datiert schon vom April 2016) ist nun jedoch im AnandTech-Forum aufgetaucht – womit man die Coffee-Lake-Generation als durch offizielle Intel-Dokumente bestätigt ansehen kann. Mittels Coffe Lake wird Intel eine sogar vierte 14nm-Generation nach Broadwell, Skylake und Kaby Lake anbieten – erst mit Cannon Lake wird es erste Intel-Prozessoren unter der 10nm-Fertigung geben. Dabei erscheinen die ersten Cannon-Lake-Modelle terminlich sogar noch vor Coffe Lake – augenscheinlich wird dies dann aber nicht weitergeführt und dient die Cannon-Lake-Generation nur der Einstimmung auf die 10nm-Fertigung, welche dann erst mit der nachfolgenden Ice-Lake-Generation voll ausgefahren werden wird.

Coffee Lake wird primär die Aufgabe zufallen, der erste echte Intel-Konter gegenüber AMDs Zen-Prozessoren zu sein – denn die zeitgleich zu Zen herauskommenden Kaby-Lake-Prozessoren dürften dafür als reiner Skylake-Refresh zu handzahm sein. Mittels Coffee Lake wird Intel erstmals im normalen Consumer-Segment Sechskern-Prozessoren ins Portfolio aufnehmen, jene wird man sogar bis ins Mobile-Segment hin anbieten. Dies ist weniger, als was man angesichts von AMDs Achtkern-Offensive bei Zen erwarten könnte, aber womöglich ist angesichts der 14nm-Fertigung und der bei Intel ebenfalls mit verbauten integrierten Grafiklösungen nicht mehr möglich. In jedem Fall wird es bei Intel ab Coffee Lake wieder richtig interessant, dann geht es endlich auf breiter Front (zusammen mit AMD) in der Kernanzahl nach oben. Die Spieleentwickler – welche wegen der Konsolenspiele inzwischen Achtkerner gewöhnt sind – wird es freuen, hier kann sich im Laufe der Zeit durchaus ein Gewinn für Hardware-Hersteller wie auch Hardwarekäufer ergeben.

mögliche Intel-Zukunft  (spekulativ!)
aktuell 2017 2018 2019
Enthusiast
(140W TDP)
Broadwell-E (14nm) 6C/8C/10C Skylake-X (14nm) 6C/8C/10C
Kaby-Lake-X (14nm) 4C
? ?
Desktop
(35W-95W TDP)
Skylake (14nm) 2C/4C Kaby Lake (14nm) 2C/4C Coffee Lake (14nm) 2C/4C/6C Ice Lake (10nm) ?C
Notebooks
(15W-45W TDP)
Skylake (14nm) 2C/4C Kaby Lake (14nm) 2C/4C Coffee Lake (14nm) 2C/4C/6C Ice Lake (10nm) ?C
Ultrabooks
(15W TDP)
Skylake (14nm) 2C Kaby Lake (14nm) 2C Cannon Lake (10nm) 2C Ice Lake (10nm) ?C
Tablets
(4,5W TDP)
Skylake (14nm) 2C Kaby Lake (14nm) 2C Cannon Lake (10nm) 2C Ice Lake (10nm) ?C
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Umfrage-Auswertung: Wie ist der Ersteindruck zur Radeon RX 460?

Eine Umfrage von Ende August beschäftigte sich mit dem Ersteindruck zur Radeon RX 460, der bislang kleinsten Grafikkarte der 14/16nm-Generation. Klar dem Mainstream-Segment zuzuordnende Beschleuniger kommen üblicherweise in diesen Umfrage nicht so gut weg, insofern sind die von der Radeon RX 460 erzielten 42,8% positiver Ersteindruck bei immerhin noch 36,8% durchschnittlichem Ersteindruck sowie nur 20,4% negativem Ersteindruck doch schon ganz vernünftige Werte. Gegenüber dem, was AMD zuletzt in dieser Preis- und Performanceregion geboten hatte, sind diese Werte in jedem Fall ein deutlicher Fortschritt – und im Massenmarkt, wo dann eher der Preispunkt zählt, ist die Radeon RX 460 derzeit sowieso als einziges 14/16nm-Angebot ihrer Preis- und Performanceregion konkurrenzlos.

Als primärer Problempunkt der Karte wird (mit 63,8% der Stimmen) von den Umfrageteilnehmern mit durchschnittlichem oder negativem Ersteindruck die etwas zu schmal geratene Performance angesehen. Hier verwundert in der Tat, wieso AMD keinen Vollausbau des Polaris-11-Chips mit zudem höheren Taktaten ins Rennen geschickt hat, gerade da zur nächsthöheren Radeon RX 470 doch ein gerade zu extremer Performanceunterschied existiert (Perf.Index 260% zu 480% = +85%). Als weiterer Problempunkt (mit 29,7% der Stimmen) wird die etwas zu hohe Preislage der 4-GB-Ausführung gesehen, welche insbesondere zum Launch der Karte viel zu nahe an der 150-Euro-Marke lag – und damit nicht gerade weit entfernt von den Preislagen der (viel schnelleren) Radeon RX 470 von ab 210 Euro. In der Zwischenzeit scheinen sich die Preise der Radeon RX 460 etwas nach unten zu orientieren, vielleicht läßt sich mit der Zeit ein preislicher Abstand zur Radeon RX 470 herausarbeiten, welcher besser zum (sehr erheblichen) Performanceabstand zwischen beiden Karten passt.

Nichtsdestotrotz reicht es für die Radeon RX 460 zu einem potentiellen Kaufinteresse von 11,0% – für eine Mainstream-Grafikkarte ist dies im Rahmen des 3DCenters eine gute Wertung, die meisten früheren Mainstream-Lösungen lagen klar unterhalb dieser Wertung. Hier dürfte natürlich auch die derzeitige Konkurrenlosigkeit der Radeon RX 460 mit hineinspielen – vorangetrieben auch durch den Punkt, das es bei den Abverkaufsangeboten der 28nm-Generation nichts gibt, was dieser Karte gefährlich werden könnte. Wettbewerb in diesem Marktfeld wird es dann erst wieder mit der kommenden GeForce GTX 1050 auf Basis von nVidias GP107-Chip (voraussichtlich) ab Mitte Oktober geben.

  positiv durchschn. negativ Kaufint.
Radeon RX 480 45,5% 30,0% 24,5% 30,2%
Radeon RX 470 59,6% 29,1% 11,3% 26,2%
Radeon RX 460 42,8% 36,8% 20,4% 11,0%
Radeon R9 Fury X 40,6% 37,0% 22,4% 11,6%
Radeon R9 Fury 62,3% 23,3% 14,4% 18,5%
Radeon R9 Nano 68,3% 17,6% 14,1% 9,3%
Radeon R9 390X 28,6% 42,9% 28,5% 10,5%
Radeon R9 390 32,0% 35,9% 32,1% 13,9%
Radeon R9 380X 21,8% 47,0% 31,2% 8,1%
Radeon R9 380 36,5% 34,0% 29,5% 15,1%
Radeon R7 370 20,5% 27,6% 51,9% 6,7%
Radeon R7 360 24,5% 32,1% 43,4% 7,6%
Radeon R9 290X 67,9% 22,2% 9,9% 26,7%
Radeon R9 290 47,2% 29,3% 23,5% 27,9%
Radeon R9 280X 39,2% 37,5% 23,3% 19,5%
Radeon R9 285 26,4% 43,3% 30,3% 8,1%
Radeon R9 270X 46,6% 32,4% 21,0% 21,1%
Radeon R9 270 40,9% 33,1% 26,0% 16,3%
Radeon R7 265 34,5% 38,8% 26,7% 10,7%
Radeon HD 7990 36,9% 30,7% 32,4% 3,5%
Radeon HD 7970 "GHz" 33,4% 33,3% 33,3% 5,9%
Radeon HD 7970 66,5% 26,0% 7,5% 22,1%
Radeon HD 7950 71,1% 17,8% 11,1% 20,3%
Radeon HD 7850 & 7870 70,7% 19,2% 10,1% 27,8%
Radeon HD 7790 45,6% 37,2% 17,2% 13,4%
  positiv durchschn. negativ Kaufint.
Titan X (Pascal) 19,6% 24,1% 56,3% 3,7%
GeForce GTX 1080 45,9% 28,6% 25,5% 12,2%
GeForce GTX 1070 44,0% 30,4% 25,6% 17,5%
GeForce GTX 1060 43,7% 36,2% 20,1% 22,6%
GeForce GTX Titan X 23,5% 29,8% 46,7% 2,4%
GeForce GTX 980 Ti 52,2% 24,2% 23,6% 12,7%
GeForce GTX 980 67,3% 20,5% 12,2% 24,7%
GeForce GTX 970 (Ersteindr.) 88,0% 7,6% 4,4% 52,4%
GeForce GTX 970 (Zweiteindr.) 13,0% 24,9% 62,1% 6,1%
GeForce GTX 960 14,6% 38,9% 46,5% 4,5%
GeForce GTX 950 23,1% 33,1% 43,8% 4,9%
GeForce GTX 780 Ti 60,2% 22,0% 17,8% 6,8%
GeForce GTX 780 47,5% 22,8% 29,7% 9,4%
GeForce GTX 770 45,6% 28,5% 25,9% 19,1%
GeForce GTX 760 31,5% 39,7% 28,8% 12,0%
GeForce GTX 750 & 750 Ti 49,4% 26,5% 24,1% 13,5%
GeForce GTX Titan 43,0% 23,2% 33,8% 4,3%
GeForce GTX 680 73,0% 17,7% 9,3% 16,3%
GeForce GTX 670 68,5% 19,6% 11,9% 24,9%
GeForce GTX 660 Ti 30,7% 40,4% 28,9% 9,3%
GeForce GTX 660 40,8% 37,2% 22,0% 16,8%
GeForce GTX 650 Ti "Boost" 33,1% 41,7% 25,2% 7,1%
GeForce GTX 650 Ti 20,0% 37,7% 42,3% 5,7%
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