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Launch der Radeon R9 295X2: Erste Testberichte gehen online

Mit der Radeon R9 295X2 schickt AMD nun endlich auch seine DualChip-Lösung auf Basis des Hawaii-Grafikchips ins Rennen. Wie in der Vorlaunch-Berichterstattung schon herausgearbeitet, geht AMD dabei vollkommen ans Limit mit zwei Grafikchips ohne Abspeckungen, hohen Taktraten, 500 Watt TDP und einer leistungsstarken Hybrid-Kühlung, um die entstehende Abwärme schnell abzuführen und nicht die Grafikkarten ausbremsen zu lassen. Das dabei herausgekommene Produkt ist laut den ersten Testberichten sicherlich beeindruckend, kommt aber auch mit einem für AMD untypisch hohen Preispunkt von satten 1499 Dollar daher – was die Zielgruppe sicherlich effektiv einengt. Nichts desto trotz ist die Diskussion zur Radeon R9 295X2 natürlich schon am Laufen, eine Launch-Analyse unsererseits folgt später nach.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 5./6. April 2014

Die SweClockers (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) behaupten in Berufung auf Quellen aus Taiwan, daß 20nm-Grafikchips von nVidia wohl noch etwas länger auf sich warten lassen sollen als bisher schon gedacht: Nur im besten Fall würde es einen einzelnen 20nm-Grafikchip von nVidia bereits dieses Jahr geben, generell sollte man wohl besser von 2015 bei diesem Thema ausgehen. Die konkrete Formulierung lautete sogar auf "weit in 2015", was angesichts der Stimmungslage zu weiteren 28nm-Grafikkarten nicht gerade gut klingt. In wie weit dies Auswirkungen auf AMDs 20nm-Pläne hat, ist wegen der fehlenden Begründung zur 20nm-Verzögerung bei nVidia unsicher. Zu AMD wurde bislang eine neue Grafikkarten-Serie, angeblich in der 20nm-Fertigung, für das dritte Quartal 2014 gemeldet. Allerdings ist dies auch die bisher einzige Meldung zu AMDs näheren Zukunftsplänen, was angesichts des nun nicht mehr all zu weit entfernt liegenden dritten Quartals nicht gerade optimistisch stimmt, daß diese Prognosen auch wirklich eingehalten werden können.

Fudzilla berichten über eine neue Anschlußform, welche nVidia für die Pascal-Generation neben dem gewöhnlichen PCI Express plant: Mezzanine soll primär im Server-Segment eingesetzt werden und bietet unter anderem eine Stromaufnahme über den Stecker von immerhin 300 Watt. Daneben dürfte Mezzanine auch das für Pascal geplante NVLink-Interface unterstützen – im Gegensatz zu PCI Express. Bei Pascal wird dann wohl eine klare Zweiteilung stattfinden: Server-Modelle kommen mit Mezzazine-Stecker und benutzen das NVLink- oder PCIe-3.0-Interface, je nachdem was auf der Gegenseite vorhanden ist. Die Consumer-Modelle werden dagegen einen ganz normalen PCI Express 3.0 oder möglicherweise schon PCI Express 4.0 Stecker haben und weiterhin das PCI-Express-Protokoll zur Kommunikation mit der CPU verwenden. Änderungen hieran müsste nVidia für den Consumer-Bereich mit Intel und AMD absprechen – und wenn, dann würde dies ein gemeinsamer Standard werden und nicht wie NVLink ein nVidia-exklusiver Sonderweg.

Nochmals Fudzilla können zum Thema des 3D-Speichers bei Pascal vermelden, daß jener nicht im Auftrag von nVidia mit dem Pascal-Grafikchip mitgefertigt wird, sondern von nVidia bei den Speicherherstellern einfach nur eingekauft wird. Damit ist man – ähnlich wie bei den heutigen Grafikkarten – unabhängiger und kann zwischen den Anbietern wechseln. Allerdings wird es wohl so sein, daß nVidia den Grafikkarten-Herstellern das komplette Chip-Package mit Grafikchip und 3D-Speicher auf demselben Trägermaterial verkauft, womit der 3D-Speicher somit in jedem Fall durch nVidias Bücher geht und damit den nVidia-Umsatz steigert. Dies trifft vor allem zu, weil es bei Pascal nun doch keinen weiteren Grafikkarten-Speicher geben soll, jeglicher Speicher als 3D-Speicher ausgeführt werden soll. Da sich die Aussage allerdings (wegen der Erwähnung von NVLink) auf Profi-Grafikkarten bezog, bleibt hier noch eine kleine Unsicherheit übrig. Zumindest will nVidia in der Lage sein, wirklich große Speichermengen über den 3D-Speicher zu realisieren, wenn man die Profi-Karten exklusiv nur mit 3D-Speicher ausstatten wird.

Für einiges Interesse sorgt derzeit ein Urteil des Amtsgerichts Köln in einem Filesharing-Fall, mittels welchem die Kosten für "getauschte" Musikstücke auf 10 Euro pro Titel extrem eingedampft wurden – üblicherweise setzen die Rechteinhaber 5.000 bis 10.000 Euro pro Titel als "Schaden" an und bekommen dann gerichtlich meistens Richtung 100 bis 1000 Euro Schadensersatz pro Titel zugesprochen. Das Amtsgericht Köln sah dies angesichts des Massenphänomens "Filesharing" als unrealistisch an, weil der Beklagte schließlich kein exklusives Angebot in die Filesharing-Netze gestellt hatte – es war vielmehr zehntausendfach schon vorhanden, womit auch der durch den Filesharing-Sünder explizit verursachte Schaden nicht so groß angesetzt werden konnte. Das Gericht sah somit 10 Euro pro Titel als gerechtfertigt an, die klagende Partei zog mit insgesamt nur 260,50 Euro von dannen und muß aufgrund der faktischen Niederlage ihre (viel höheren) Gerichtskosten selber tragen. Als Einladung zum Filesharing-Mißbrauch darf das ganze allerdings nicht verstanden werden, denn bei großen Musiksammlungen können auch 10 Euro pro Titel schmerzhafte Summen erreichen. Zudem urteilen die Gerichte nach wie vor sehr uneinheitlich beim Thema Filesharing, ergo kann man sich wirklich nicht auf dieses Urteil verlassen.

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Ist die Anschaffung eines 4K-Monitors geplant?

Über 4K-Monitore wird nun schon eine ganze Zeit diskutiert, mittlerweile gibt es sogar schon eine gewisse Auswahl an (halbwegs) bezahlbaren Modellen im Handel. Das grundsätzliche Interesse ist gemäß früheren Umfragen sicher da (No.1 & No.2) – die Frage ist nun, wieviele bereits mit einem solchen Monitor unterwegs sind und wie viele eine solche Anschaffung ins Auge fassen.

Besitze schon einen 4K-Monitor.
1% (26 Stimmen)
Plane die Anschaffung demnächst.
3% (75 Stimmen)
Plane die Anschaffung mittelfristig.
13% (374 Stimmen)
Erst müssen die Preise noch bedeutsam nach unten gehen.
36% (1089 Stimmen)
Der sich durch 4K ergebende Aufrüstdruck bei der Grafikkarte stört.
20% (611 Stimmen)
Generell kein Interesse.
27% (811 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 2986
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Hardware- und Nachrichten-Links des 3./4. April 2014

Fudzilla berichten über ein Ende des Mining-Booms bei Grafikkarten, welcher die Preise der Radeon R9 290 & 290X Grafikkarten insbesondere in Nordamerika durch die Decke gehen lassen hatte. Derzeit soll sich das Preisniveau jedoch wieder abgekühlt und an die offiziellen Listenpreise angenähert haben. Ob damit wirklich der Mining-Boom zu Ende ist, steht jedoch nicht fest: AMD könnte einfach die Nachlieferungen an Hawaii-Grafikchips nunmehr im Griff haben und damit so viel nachliefern, daß sich endlich solide Lagerbestände herausbilden können und die Preis-Übertreibung aus dem Markt verschwindet. Sicherlich stehen gerade für Litecoin nunmehr auch ASIC-Miner am Horizont, doch erfahrungsgemäß dauert deren Auslieferung immer länger als anfänglich versprochen. Natürlich ist es derzeit wahrscheinlich schon Unsinn, noch ins Litecoin-Mining mit Grafikkarten einzusteigen – andere Mining-Projekte warten jedoch schon auf ihren Durchbruch und am Ende ist das ganze Mining primär von der öffentlichen Wahrnehmung aka dem Hype getrieben, weniger von soliden Fakten.

Der Heise Newsticker berichtet über die neuen auf dem IDF genannten Intel-Prozessoren "Braswell" & "Sofia". Bei Braswell soll es sich um einen 14nm-Prozessor für Netbooks, Chromebooks & Billig-Desktop handeln, wobei der Architektur-Unterbau noch nicht ganz klar ist – aufgrund der Namensähnlichkeit handelt es sich aber womöglich um einen abgespeckten Broadwell-Prozessor, möglicherweise gleich mit einem integrierten Chipsatz. Braswell wildert zwar teilweise im BayTrail-Segment, ist aber nicht wirklich dessen Nachfolger – selbiger ist weiterhin die CherryTrail-Plattform auf Basis der Airmont-Architektur (14nm-Refresh zu Silvermont mit aktualisierte Grafik). Sofia basiert hingegen auf der Silvermont-Architektur der aktuellen Atom-Prozessoren und soll durch höchstmögliche Integration – automatisch dabei ist gleich ein 3G-Modem – im preissensitiven Smartphone-Markt punkten. Beide Prozessoren dürften damit nur andere Packformen bereits existierender Prozessoren darstellen, nicht wirklich "neue" Prozessoren.

U.a. der Spiegel berichtet über Microsofts neueste Offensive im Smartphone/Tablet-Markt, wonach Windows für Smartphones & Tablets kostenlos (an die Gerätehersteller) abgegeben wird, sofern es sich um Geräte mit einer Bildschirmdiagonale von kleiner als 9 Zoll handelt. Dabei macht Microsoft wohl keinen Unterschied zwischen Windows Phone sowie dem großen Windows 8.1, beide Kostenlos-Angebote werden allerdings in Spezial-Versionen aufgelegt – wahrscheinlich mit Internet Explorer 11 und Bing-Suchmaschine als nicht so einfach änderbaren Voreinstellungen. Mit eingeschlossen in dieser Microsoft-Offensive sind automatisch auch Geräte für das "Internet der Dinge", beispielsweise Wearable Devices. Ob Microsoft damit die Gerätehersteller begeistern kann, bleibt abzuwarten – jene könnten dieses Angebot auch dazu ausnutzen, um all zu absurden Lizenzbedingungen seitens Googles Android entgegenzuwirken.

Speziell im Tablet-Bereich könnten allerdings einige Hersteller zukünftig zweigleisig fahren, da sich Windows-Tablets an die Zielgruppe der PC-affinen Nutzer sicherlich gut verkaufen lassen. Davon abgesehen wäre jedoch noch ein Punkt zu erwähnen, welcher derzeit scheinbar niemanden so richtig auffällt: Mit diesem Angebot subventioniert der angeblich so schwache und überkommene PC-Markt nunmehr das Smartphone/Tablet-Segment – denn jenes Angebot kann sich Microsoft natürlich nur dadurch leisten, daß man im PC-Segment nach wie vor fest im Sattel sitzt und dort quartalsweise Milliarden scheffelt. Und dabei ist Microsoft noch nicht einmal der erste Hersteller mit dieser Vorgehensweise: Auch bei Intel werden die aktuellen Smartphone/Tablet-Anstrengungen überaus deutlich von den sprudelnden Gewinnen aus dem PC-Geschäft quersubventioniert. So viel zum Thema "Der PC ist tot".

Der Heise Newsticker kommentiert recht treffend den Zick-Zack-Kurs von Microsoft bei Windows 8, nachdem das aktuelle Microsoft-Betriebssystem nun doch noch in einem zukünftigen Update ein neues Startmenü erhalten soll. Völlig richtigerweise wird zur Sprache gebracht, daß damit allerdings noch nicht alle Windows-8-Baustellen beseitigt sind, und desweiteren der immer noch fehlende Mentalitätswandel bei Microsoft im Umgang mit Fachpresse und Kritikern bemängelt. Gerade im Überblick über die Entwicklung bei Windows 8 sollte Microsoft doch nun langsam das Licht aufgehen, daß die Negierung der Kritik zu den Preview-Versionen von Windows 8 ein klarer Fehler war – nachdem man nun scheibchenweise das an Änderungen umsetzt, was schon vor mehreren Jahren zu Windows 8 angemängelt wurde. Trotz aller Verbesserungen scheint dieses Kapitel bei Microsoft immer noch nicht abgeschlossen zu sein – und provoziert somit weitere Fehlentscheidungen in der Zukunft.

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Neuer 3DTester-Artikel: Ducky Channel DK9008 Shine 3 Slim Gaming Keyboard

Wer tatsächlich die – für sich – optimale Tastatur finden will, kommt leider nicht darum herum, sich mit der Materie auseinander zu setzen und viele Fragen zu stellen. So glaubt fast jeder zu wissen, dass eine elektromechanische Tastatur einem gewöhnlichen Rubberdome-Keyboard überlegen ist. Doch warum dies so ist und vor allem worin sich elektromechanische Tastaturen untereinander unterscheiden, können dagegen nur die Wenigsten beantworten. Wir wollen diesem Thema auf den Zahn fühlen und bedienen uns dafür einer ganz besonderen Tastatur. Es handelt sich dabei um die DK9008 Shine 3 Slim von Ducky Channel. Ihre Besonderheit liegt in einer Kombination aus bestimmten Merkmalen, wodurch sie aus der Monotonen-Fülle von Gaming-Tastaturen hervor sticht ... zum Artikel.

Ducky Channel DK9008 Shine 3 Slim Gaming Keyboard
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Hardware- und Nachrichten-Links des 2. April 2014

AMD vermeldet einen neuen Kooperationsvertrag mit GlobalFoundries, welcher dem Auftragsfertiger für das Jahr 2014 Abnahmen an AMD-Chips im Wert von 1,2 Milliarden Dollar garantiert. Die garantierte Abnahmemenge von 1,15 Milliarden Dollar für das Jahr 2013 konnte AMD wie bekannt nicht einhalten – vielleicht deswegen hat man zukünftig auch vor, mehr Chips bei GlobalFoundries fertigen zu lassen. Bisher kamen nur die großen APUs sowie die HighEnd/Server-Prozessoren von GlobalFoundries, die kleinen APUs, alle Grafikchips und alle Konsolen-SoCs dagegen von TSMC. Zukünftig sollen aber auch einige Grafikchips und die Konsolen-SoCs bei GlobalFoundries vom Band laufen – vermutlich durchgehend in einer Parallelproduktion, um sich nicht festlegen zu müssen und bei den Konsolen-SoCs vor allem die Liefermengen gemäß dem hohen Bedarf steigern zu können.

Die Benutzung von GlobalFoundries auch als Auftragsfertiger für AMD-Grafikchips war schon länger erwartet worden – allerdings überrascht nunmehr etwas der Zeitpunkt, da bei GlobalFoundries gerade erst einmal die 28nm-Fertigung fertig wurde, während bei TSMC dagegen die 20nm-Fertigung in greifbarer Nähe erscheint. Nur, wenn die Grafikchip-Entwickler wirklich die 20nm-Fertigung links liegenlassen, ergäbe dieser Schritt AMDs daher einen Sinn. Andererseits kann es vielleicht auch nur darum gehen, einige LowCost-Chips nur deswegen bei GlobalFoundries fertigen zu lassen, um die garantierte Abnahmemenge wenigstens dieses Jahr zu erfüllen – sogar völlig unabhängig davon, daß TSMC denselben Chip vielleicht günstiger herstellen könnte. Vorerst sind von bei GlobalFoundries gefertigten Grafikchips jedenfalls keine irgendwie gearteten Durchbrüche zu erwarten, dafür hängt GlobalFoundries technologisch leider noch ausreichend deutlich zurück.

Golem berichten über weitere Änderungen an Windows, welche auch ein neues Startmenü umfassen. Jenes scheint zum Teil althergebracht zu sein, zum Teil einige Live-Kacheln zu enthalten – aber sofern die ganze Sache anpassbar sein wird, dürfte sich da für jeden Geschmack etwas passendes finden lassen. Interessanterweise kristallisiert sich inzwischen heraus, daß dieses neue Startmenü tatsächlich noch für Windows 8 gedacht ist – ob als Update 2 für Windows 8.1 oder eben als Teil eines (spekulativen) Windows 8.2. Das nachfolgende Windows 9 wurde im übrigen auf der aktuell laufenden "Build 2014" Konferenz noch gar nicht erwähnt – was allen Spekulationen, Microsoft könnte Windows 9 kurzfristig auf diesen Herbst vorgezogen haben, effektiv die Luft aus den Segeln nimmt. Derzeit sieht es überhaupt noch nicht nach einem neuen Windows-Betriebssystem aus, sondern tatsächlich so, als wolle Microsoft Windows 8 mit Macht auf alle Kundenwünsche trimmen und damit vorerst weiter behalten.

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