31

Technische Daten, Vorlaunch-Preise und eine erste Performance-Abschätzung zum Core i7-8086K

Bei Videocardz hat man erste Händler-Listungen zum Core i7-8086K erspäht, welche primär dessen zuletzt gemeldete technischen Daten bestätigen: Jener (augenscheinliche) Sechskerner wird mit Taktraten von 4.0/5.0 GHz antreten – und somit um jeweils 300 MHz taktstärker als das bisherige Sechskern-Topmodell in Form des Core i7-8700K (3.7/4.7 GHz). Da bereits eine Intel-Artikelnummer genannt wurde ("BX80684I78086K"), dürften jene Händler-Listungen auch kaum Platzhalter-Angebote mit Phantasiedaten sein – es geht nunmehr alles in die Richtung, das Intel am 8. Juni 2018 (40. Jahrestag der Vorstellung des Intel 8086 16-Bit-Prozessors) tatsächlich jenen Core i7-8086K als "Anniversary Edition" offiziell herausbringt.

Kerne Takt unl. L2+L3 Speicher Grafik TDP Liste Release
Core i7-8800K 8C +HT ? 2+16 MB 2Ch. DDR4/? ? 95W ? Q4/2018
Core i7-8800 8C +HT ? 2+16 MB 2Ch. DDR4/? ? 80W ? Q4/2018
Core i7-8086K 6C +HT 4.0/5.0 GHz 1.5+12 MB 2Ch. DDR4/2666 UHD 630 (24EU @ 350/1200 MHz) 95W ? 8. Juni 2018
Core i7-8700K 6C +HT 3.7/4.7 GHz 1.5+12 MB 2Ch. DDR4/2666 UHD 630 (24EU @ 350/1200 MHz) 95W 359$ 5. Okt. 2017
Core i7-8700 6C +HT 3.2/4.6 GHz 1.5+12 MB 2Ch. DDR4/2666 UHD 630 (24EU @ 350/1200 MHz) 65W 303$ 5. Okt. 2017
Core i5-8600K 6C 3.6/4.3 GHz 1.5+9 MB 2Ch. DDR4/2666 UHD 630 (24EU @ 350/1150 MHz) 95W 257$ 5. Okt. 2017
Core i5-8600 6C 3.1/4.3 GHz 1.5+9 MB 2Ch. DDR4/2666 UHD 630 (24EU @ 350/1150 MHz) 65W 213$ 3. April 2018
Core i5-8500 6C 3.0/4.1 GHz 1.5+9 MB 2Ch. DDR4/2666 UHD 630 (24EU @ 350/1100 MHz) 65W 192$ 3. April 2018
Core i5-8400 6C 2.8/4.0 GHz 1.5+9 MB 2Ch. DDR4/2666 UHD 630 (23EU @ 350/1050 MHz) 65W 182$ 5. Okt. 2017
Alle Coffee-Lake-Prozessoren laufen ausschließlich auf Mainboards von Intels 300er Chipsatz-Serie. Die Achtkern-Modelle laufen als Ausnahme nicht auf Z370-Mainboards.
30

Hardware- und Nachrichten-Links des 30. Mai 2018

In unserem Forum diskutiert man die kürzlich genannte These von (möglicherweise) gleich zwei CPU-Dies bei AMDs Zen-2-Generation. Dabei ergibt sich eine interessante Auslegung, wonach AMD damit vor allem Hersteller-seitig zweigleisig fahren könnte – ein Zen-2-Die bei Hausfertiger GlobalFoundries, das andere Zen-2-Die bei Auftragsfertiger TSMC. Dies sichert AMD bestmöglich ab und ermöglicht auch, die vermutlich technologisch etwas fortschrittlichere 7nm-Fertigung von TSMC dort zu nutzen, wo AMD es für Spitzenprodukte braucht. Theoretisch könnte man bei beiden Fertigern auch dasselbe 16-Kern-Die fertigen lassen, aber wenn man sowieso zwei Produktionsvorbereitungsprozesse anwirft und bezahlt, bleibt die Möglichkeit von einem kleinerem 12-Kern-Die (bei GlobalFoundries) und einem größeren 16-Kern-Die (bei TSMC) bestehen. Denkbar an dieser Stelle wäre natürlich auch ein 8-Kern-Die und ein 16-Kern-Die, dies würde den Verschnitt beim kleineren Die verringern bzw. jenes wirtschaftlicher machen.

Die(s) Ryzen Threadripper Epyc
Zen 8C @ 14nm GloFo Ryzen 1000 im März 2017 Threadripper 1000 im August 2017 Epyc I im Juli 2017
Zen+ 8C @ 12nm GloFo Ryzen 2000 im April 2018 Threadripper 2000 im August 2018 nicht benutzt für Epyc
Zen 2 12C @ 7nm GloFo + 16C @ 7nm TSMC Ryzen 3000 im H2/2019 Threadripper 3000 im H2/2019 Epyc II im Q2/2019
Die Angaben zur Zen-2-Generation sind derzeit rein spekulativ.
30

AMD weitet sein FarCry-5-Bundle deutlich aus

AMDs im März aufgelegtes FarCry-5-Spielebundle sollte eigentlich am 20. Mai auslaufen – und wird laut neuer Teilnahmebedingungen (PDF) nunmehr für den Zeitrahmen 21. Mai bis 30. Juni 2018 neu gestartet. Hierbei handelt es sich um ein Systemintegratoren-Bundle, welches also nur beim Bezug eines kompletten PCs (mit Radeon RX 580, Vega 56 oder Vega 64) seitens (beispielsweise) Alternate, Arlt, Caseking und Mifcom genutzt werden kann. Daneben gibt es nunmehr auch eine zweite FarCry-5-Aktion von AMD, welche für dieselben Grafikkarten gilt, sofern jene im Rahmen eines OEM-PCs seitens Acer, Asus, Dell/Alienware oder HP erworben werden (in den USA auch seitens Lenovo). Jene zweite Aktion gilt gemäß der Teilnahmebedingungen (PDF) dann sogar deutlich länger vom 13. März 2018 bis zum 30. September 2018.

29

Hardware- und Nachrichten-Links des 29. Mai 2018

Bei der PC Games Hardware thematisiert man den Vergleich von Core 2 Quad Q6600 vs. Pentium J5005 unter dem CPU-Teil von PassMark, welcher mit 2987 zu 2959 Punkten einen faktischen Gleichstand ergab. Dies ist angesichts der grundsätzlichen Ansetzungen beider Vierkern-CPUs (jeweils ohne HyperThreading) in der Tat erstaunlich: Der Core 2 Quad Q6600 war mal ein Spitzenprodukt und taktet mit 2.4 GHz für seinerzeitige Verhältnisse sehr anständig – während der Pentium J5005 aus Intels Atom-Linie stammt, damit bei Intel nur das LowEnd-Segment beackert und zudem mit Taktraten von 1.5/2.8 GHz bei nur 10 Watt TDP aus heutiger Sicht keine Taktraten-Offenbarung darstellt. Wo der reale Takt des Pentium J5005 unter Last liegt, ist leider unbekannt, aber aufgrund der TDP und des typischen Einsatzgebiets dürfte jener kaum die Marke von 2.4 GHz dauerhaft überschreiten. Anders formuliert: Inzwischen hat Intels Atom-Serie die früheren Core-2-Serie bei der IPC-Performance erreicht und wohl sogar schon überholt. Im Netz zu findende Cinebench-R15-Werte unterstützen diese Aussage: 245 Punkte für den Core 2 Quad Q6600 gegen gleich 302 Punkte beim Pentium J5005.

29

TSMCs 5nm-Fertigung bringt nur unterdurchschnittliche Fortschritte

AnandTech berichten über die 5nm-Fertigung von Auftragsfertiger TSMC, bei welchem bekannterweise AMD, nVidia, Sony und Microsoft (letztere beide für ihre Konsolen-SoCs) fertigen lassen. Dabei hat man sich auch sehr exakte Aussagen zu den Vorteilen der 5nm-Fertigung von TSMC geben lassen: Gegenüber der vorhergehenden 7nm-Fertigung von TSMC in deren Standard-Ausführung "7FF" (noch ohne EUV-Einsatz im Gegensatz zu der leicht verbesserten Variante "7FF+") soll TSMCs 5FF eine Flächenreduktion um -45% sowie um +15% höhere Taktraten oder einen um -20% niedrigeren Stromverbrauch ermöglichen. Dies entspricht grob einem üblichen Fullnode – perfekt erfüllt wird dieser Gedanke allerdings nicht, denn dafür bräuchte man eine Flächenreduktion von -50% sowie einen (mindestens) um -40% niedrigeren Stromverbrauch.

Chipfläche Taktrate Stromverbrauch
TSMC 12FFC (zu 16FF+) -20% +10% -25%
TSMC 10FF (zu 16FF+) > -50% +20% -40%
TSMC 7FF (zu 10FF) -40% +8% -33%
TSMC 7FF+ (zu 7FF) -17% +0% -10%
TSMC 5FF (zu 7FF) -45% +15% -20%
Quellen: AnandTech & SemiWiki
28

Hardware- und Nachrichten-Links des 28. Mai 2018

Die PC Games Hardware hat im Veranstaltungs-Kalender der kommenden Computex (5. bis 9. Juni in Taipei, Taiwan) ein GeForce/Gaming-bezogenes "Produkt Briefing" seitens nVidia erspäht. Hieraus könnte man erste reale Informationen zu nVidias Turing-Generation ableiten – was alles von einer reinen (offiziellen) Namensnennung bis hin zu einer größeren Ankündigung sein könnte, letzteres wäre angesichts des zuletzt kolportieren Juli-Termins nicht wirklich undenkbar. Leider sind Seiten-Möglichkeiten wie neue Gaming-Monitoren auch nicht ganz auszuschließen, eine 100%ige Gewißheit zugunsten der Turing-Generation kann hiermit noch nicht geliefert werden. Generell sind größere Informationsbrocken auf einer Computex allerdings nicht gerade wahrscheinlich, nVidia dürfte sich hierfür lieber eine Veranstaltung aussuchen, zu welcher man die völlig ungeteilte Aufmerksamkeit der Fachpresse bekommt. Ein kleiner Turing-Teaser ist daher die wahrscheinlichste Auflösung – mit einer nachfolgenden Ankündigungs-Show dann irgendwann im Juli.

Chip Marktsegment Terminlage Grafikkarten (angenommenes) Performance-Ziel
GT104 HighEnd angbl. Juli 2018 GeForce GTX 1170/2070 & 1180/2080 1180/2080 ~ GeForce GTX 1080 Ti +5%
GT106 Midrange gesch. Herbst 2018 GeForce GTX 1160/2060 1160/2060 ~ GeForce GTX 1070
GT102 Enthusiast gesch. Ende 2018 bis Frühling 2019 GeForce GTX 1180/2080 Ti 1180/2080 Ti ~ GeForce GTX 1080 Ti +40%
GT107 Mainstream gesch. Frühling/Sommer 2019 GeForce GTX 1150/2050 & 1150/2050 Ti 1150/2050 Ti ~ GeForce GTX 1060 3GB
GT108 LowCost gesch. Frühling/Sommer 2019 GeForce GT 1130/2030 1130/2030 ~ GeForce GTX 1050 -20%
Die Aussagen dieser Tabelle sind durchgehend reine Annahmen; basierend auf den Möglichkeiten der 12nm-Fertigung.
28

Die Datenschutz-Grundverordnung startet mit reichlich Absurditäten und milliardenschweren Anzeigen gegen Facebook & Google

Reichlich Aufsehen und Ärger gibt es derzeit um die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), welche mit dem 25. Mai in Deutschland nach zweijähriger Karenzzeit gilt. Es gab zwar vorab schon einige Meldungen über Sinn und Widersinn der DSGVO, aber erst jetzt mit der echten Inkraftsetzung kocht das ganze medial hoch und reiben sich viele Betroffene verwundert die Augen darüber, welchen gesetzlichen Regelungen man nun alles entsprechen soll. Dabei haben sich (allerdings nicht untypisch für große Gesetzeswerke) auch reihenweise vermeidbare Fehler und praxisferne Regelungen eingefunden, wurde das ganze handwerklich nicht wirklich gut seitens der Bundesrepublik Deutschland gelöst – mit der Betonung auf den jeweiligen Nationalstaat, denn die zugrundeliegende EU-Verordnung konnte durch jene individuell in nationales Recht übertragen werden. In Österreich beispielsweise gibt es entsprechende Ausnahmen für Privatleute, Handwerker und Freiberufler, welche dort nicht den großen Datenschutz-Aufwand betreiben müssen, welchen die DSGVO in Deutschland dem Normalbürger auferlegt. Aber natürlich ist auch im geschäftlichen Alltag noch reichlich Klärbedarf vorhanden, bei Heise sammelt man bereits für ein diesbezügliches Absurditätenkabinett.

27

Hardware- und Nachrichten-Links des 26./27. Mai 2018

Der TechSpot hat einen IPC-Vergleich von AMDs Ryzen 1000/2000 gegen Intels Coffee Lake aufgelegt: Dabei wurden alle Prozessoren normiert auf eine Taktrate von 4.0 GHz (ohne Turbo-Modi) verglichen – um herauszufinden, welche der CPU-Architekturen bei den "Instructions per Clock" (IPC) vorn liegt. Jener Vergleich geht schon vom Ansatz her natürlich reichlich zugunsten von AMD, denn bei Ryzen werden derzeit (nominell) 4 GHz Takt nicht durchgehend geboten, während Intel klar höhere Taktraten anbieten – aber hier soll es ja auch nur um einen Architektur-Vergleich und nicht um einen Produkt-Vergleich gehen. In selbigem zeigt sich speziell unter den Anwendungs Benchmarks dann AMDs Ryzen 2000 sehr stark und bei gleicher Kern-Anzahl grob auf Augenhöhe mit Intel: Der Sechskerner Ryzen 5 2600X kommt nahezu auf demselben Level wie der Sechskerner Core i7-8700K heraus – AMD hat Intel damit bei der IPC nahezu eingeholt (es fehlt noch eine geringe Differenz um -3,5%). Dafür, das der originale Ryzen mal auf einem IPC-Level zwischen Ivy Bridge und Haswell angekündigt wurde, macht sich AMD hierbei überraschend gut – sicherlich auch begünstigt dadurch, das Intel seit Skylake keine neuen Architektur-bezogenen Verbesserungen mehr geboten hat, Kaby Lake und Coffee Lake diesbezüglich unverändert sind.

Technik Anwendungen Gaming (1% min)
Core i7-8700K Coffee Lake, 6C +HT, 3.7/4.7 GHz @ 4.0 GHz, 95W TDP, 359$ 100% 100%
Core i5-8600K Coffee Lake 6C, 3.6/4.3 GHz @ 4.0 GHz, 95W TDP, 257$ 76,1% 96,2%
Radeon 7 2700X Pinnacle Ridge, 8C +SMT, 3.7/4.3 GHz @ 4.0 GHz, 95W TDP, 329$ 125,8% 93,5%
Ryzen 5 2600X Pinnacle Ridge, 6C +SMT, 3.6/4.2 GHz @ 4.0 GHz, 95W TDP, 229$ 96,5% 87,4%
Ryzen 7 1800X Summit Ridge, 8C +SMT, 3.6/4.0 GHz @ 4.0 GHz, 95W TDP, 349$ 122,4% 88,6%
Ryzen 5 1600X Summit Ridge, 6C +SMT, 3.6/4.0 GHz @ 4.0 GHz, 95W TDP, 219$ 92,5% 82,3%
gemäß den Benchmarks des TechSpots; alle CPUs liefen taktnormiert auf 4.0 GHz
27 27

Wie sind die Grafikkarten-Käufer durch den Mining-Boom gekommen?

Die Grafikkarten-Preise sind nach Abflauen des Mining-Booms inzwischen wieder auf einem vertretbarem Niveau angekommen – da dürften sicherlich einige Grafikkarten-Käufer bisher zurückgestellte Anschaffungen endlich realisiert haben. Aufgrund der Länge des Mining-Booms (von Sommer 2017 bis Frühjahr 2018) dürften sogar einige Grafikkarten-Käufer hiervon betroffen gewesen sein – was mittels dieser Umfrage quantifiziert werden soll.

War vorher schon gut versorgt, daher kein Thema.
42% (656 Stimmen)
Habe über eine Neuanschaffung nachgedacht, dies jedoch mangels echtem Aufrüstdruck verworfen.
14% (222 Stimmen)
Habe über eine Neuanschaffung nachgedacht, dies jedoch mangels attraktivem Angebot verworfen.
18% (279 Stimmen)
Musste eine geplante Neuanschaffung zurückstellen, welche dann später realisiert wurde.
2% (30 Stimmen)
Musste eine geplante Neuanschaffung zurückstellen, welche jetzt noch erledigt werden muß.
12% (186 Stimmen)
Habe mitten im Mining-Boom gekauft, dies allerdings zu einer normalen Preislage.
7% (105 Stimmen)
Habe mitten im Mining-Boom zu leicht überhöhter Preislage kaufen müssen.
4% (55 Stimmen)
Habe mitten im Mining-Boom zu stark überhöhter Preislage kaufen müssen.
1% (19 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 1552
25

Hardware- und Nachrichten-Links des 25. Mai 2018

Bei der PC Games Hardware hat man sich (im Video) angesehen, für was eine Radeon RX 550 in der Spiele-Praxis zu gebrauchen ist. Die 100-Euro-Grafikkarte auf Basis des Polaris-12-Grafikchips tritt (regulär) mit nur 512 Shader-Einheiten auf einem vergleichsweise niedrigen Chiptakt von 1100/1183 MHz an, ist demzufolge nur dem unteren Mainstream-Segment zuzurechnen (andere würde es als "LowCost" bezeichnen, aber dazu passt derzeit einfach nicht die Preislage). PUBG läuft damit unter FullHD und niedrigen Details ganz anständig auf 27-33 fps (unter Übertaktung 32-37 fps), Fortnite hingegen unter FullHD mit mittleren Details auf 38-42 (unter Übertaktung 47-52 fps). Zwischen diesen Bildqualitätssettings dürfte man bei modernen Titeln auf dieser Karte wohl hin- und herschwanken – ergo ist das ganze eigentlich nichts befriedigendes und man sollte für ernsthaftes Gaming besser den Blick auf höherwertige Grafikkarten richten. Interessanterweise waren die nur 2 GB Grafikkartenspeicher wenigstens bei den getesteten Spielen unter der genannten niedrigen bis mittleren Bildqualität kein Störstein – wenigstens ein Pluspunkt an der ganzen Sache.

Inhalt abgleichen