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AMDs FreeSync funktioniert nur mit neueren AMD-Grafikchips

AMDs FreeSync-Lösung ist seit seiner Ankündigung mit reichlich Vorschußlorbeeren bedacht worden und wurde letztlich in Form von "Adaptive Sync" sogar optionaler Bestandteil der DisplayPort 1.2a Spezifikation. Nun stellt sich im Nachhinein – belegt mittels einer AMD-FAQ – heraus, daß AMD einige wichtige Informationen über den FreeSync-Support seiner Grafikchips zurückgehalten hat: So unterstützen nur die neueren AMD-Grafikchips Bonaire, Tonga und Hawaii FreeSync auch unter Spielen – und damit natürlich unter dieser Anwendungsform, wofür das ganze eigentlich geschaffen wurde. Die früheren Grafikchips der Radeon HD 7000 Serie unterstützen technisch gesehen auch FreeSync, allerdings nur eingeschränkt zum Stromsparen (des Monitors) sowie bei der Videowiedergabe.

eingeschränkter FreeSync-Support (kein Gaming) vollständiger FreeSync-Support
LowPower-APUs - Temash/Kabini & Mullins/Beema
Mainstream-APUs - Kaveri
Grafikchips Oland, Cape Verde, Pitcairn, Tahiti Bonaire, Tonga, Hawaii
Grafikkarten Radeon HD 7000 Serie (wohl inklusive der Radeon HD 7790), Radeon R7 240/250 Serien, Radeon R7 265, Radeon R9 270/270X, Radeon R9 280/280X Radeon R7 260/260X, Radeon R9 285, Radeon R9 290/290X/295X2

Dies ist natürlich weniger erfreulich und AMD hätte sich besser von Anfang an zu dieser Einschränkung bekannt. Nunmehr wird dieses kleine Foul wohl eher ungut von den Nutzern aufgenommen werden, schließt man damit doch einen großen Teil der AMD-User mit ihren bisherigen Grafikkarten von FreeSync aus. Dabei lag der Vorteil von FreeSync gerade bei der Kostenseite, denn ein entsprechendes Modul soll angeblich nur 10-20 Dollar Mehrkosten für den Monitorhersteller verursachen – doch wenn man dafür eine neue Grafikkarte erwerben muß, sieht es gleich wieder etwas anders aus. Zumindest bleibt FreeSync jedoch immer noch der freie Ansatz, so daß auch andere Grafikchip-Entwickler – wie Intel – sich hieran bzw. einfach an den offiziellen DisplayPort 1.2a Standard dranhängen können.