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Umfrage-Auswertung: Welche Auswirkungen hat der Mining-Boom auf den Grafikkarten-Kauf (2018)?

Mittels einer Umfrage von Ende Januar musste wieder einmal ermittelt werden, welche Auswirkungen der neuerliche Cryptomining-Boom auf den Grafikkarten-Kauf hat. Selben gab es samt entsprechender Umfrage schon letztes Jahr – und die Zwischenzeit zwischen den beiden Boom-Phasen war doch vergleichsweise kurz und betraf eigentlich nur ein paar Wochen im Herbst, wo Grafikkarten zu normalen Preisen erhältlich waren. Demzufolge überrascht es nicht, wenn derzeit der Grafikkarten-Kauf als nochmals etwas schwieriger eingeschätzt wird als letztes Jahr beim ersten Cryptomining-Boom. Die ganz großen Veränderungen gab es allerdings nicht, nach wie vor liegt der Anteil der betroffenen zu unbetroffenen Anwender mit 48:52% nahezu gleich zum letztjährigen Stand von 47:53%.

Gleichfalls ist auch die Gruppe derjenigen Anwender, welche beim Grafikkarten-Kauf entweder überteuert oder aber eine andere Grafikkarte als geplant kaufen mussten, überschaubar groß. Und wenngleich jene Gruppe mit derzeit 4,2% gegenüber dem letztjährigen Stand mit 3,1% doch etwas mehr wurde (nominell immerhin 35% Zuwachs in dieser Teilmenge), ist doch klar ersichtlich, das die Grafikkarten-Käufer es in der Mehrheit zu vermeiden versuchen, die aktuell überzogenen Grafikkarten-Preise wirklich zu löhnen. Demzufolge gab es die größe Veränderung gegenüber dem letztjährigen Stand dann innerhalb der Gruppe der an einer Neuanschaffung interessierten Anwender: Jene blieb kumuliert nahezu gleich groß – allerdings fand eine deutliche Verschiebung statt von den Anwendern, die noch warten können (von 35,3% auf derzeit 31,7%), hin zu jenen Anwendern, bei denen es nun dringend wird (von 8,4% auf derzeit 12,4%).

Damit schiebt die Herstellerindustrie einen noch größeren Berg an möglichen Grafikkarten-Bestellungen vor sich her, der dann erst beim Wiederreichen der Lieferfähigkeit sowie natürlich auch gangbaren Preislagen abgearbeitet werden kann. Für die an diesem Geschäft beteiligten Firmen ist dies eine nette Zukunftsaussicht, wenn so viele Anwender auf ihre Produkte regelrecht warten – für den PC-Markt insgesamt ist es jedoch wenig erbaulich, wenn die Lieferketten derart krass und nunmehr vor allem so lange unterbrochen werden. Kurzfristige Ausreißer im Geschäftsfluß ändern üblicherweise kaum etwas am Gesamteindruck – aber angesichts von nunmehr fast einem dreiviertel Jahr von fast ununterbrochenem Cryptomining-Boom samt entsprechender Grafikkarten-Lieferflaute könnte mancher PC-Enthusiast auf die Idee kommen, sein insgesamtes Engagment in den PC bzw. ins PC-Gaming auf den Prüfstand zu stellen. Die überzogenen Preise bei Coffee-Lake-Prozessoren sowie generell bei PC-Hauptspeicher und Gamer-Grafikkarten treiben dem PC-Enthusiasten derzeit jedenfalls den Spaß an der Sache ziemlich aus.