Erster Blick auf die Performance von Desktop-Renoir

Sonntag, 26. Juli 2020
 / von Leonidas
 

Mit den Ryzen 4000G APUs auf Basis von "Desktop-Renoir" hat AMD ein sehr interessantes und lange erwartetes Produkt vorgestellt – welches leider nahezu ausschließlich in das OEM-Geschäft zu den Herstellern von Komplett-PCs gehen wird. Allerdings gibt es auch eine dazugehörige Pro-Serie, die für Systemintegratoren gedacht ist, welche sich teilweise auch über die großen Distributoren versorgen – womit jene Pro-Modelle dann teilweise auch im Einzelhandel landen. In Fernost ist dies augenscheinlich bereits der Fall, von dort kommen daher auch die ersten vollständigen Testberichte, erstellt zumeist auf Basis von Verkaufsmodellen zu Ryzen 4000G (Pro). Mit dem nachfolgenden Artikel sollen die dabei aufgelaufenden Benchmarks ausgewertet und eine vorläufige Einordnung der Anwendungs-, Spiele- und iGPU-Performance von Ryzen 4000G angestellt werden.

Ryzen 3000 Ryzen 4000G Ryzen 4000G Pro
Codename "Matisse" (Zen 2) "Renoir" (Zen 2) "Renoir" (Zen 2)
Achtkerner Ryzen 7 3800XT – 3.9/4.7 GHz, 105W
Ryzen 7 3800X – 3.9/4.5 GHz, 105W
Ryzen 7 3700X – 3.6/4.4 GHz, 65W
Ryzen 7 4700G – 3.6/4.4 GHz, 65W
Ryzen 7 4700GE – 3.1/4.3 GHz, 35W
Ryzen 7 Pro 4750G – 3.6/4.4 GHz, 65W
Ryzen 7 Pro 4750GE – 3.1/4.3 GHz, 35W
Sechskerner Ryzen 5 3600XT – 3.8/4.5 GHz, 95W
Ryzen 5 3600X – 3.8/4.4 GHz, 95W
Ryzen 5 3600 – 3.6/4.2 GHz, 65W
Ryzen 5 4600G – 3.7/4.2 GHz, 65W
Ryzen 5 4600GE – 3.3/4.2 GHz, 35W
Ryzen 5 Pro 4650G – 3.7/4.2 GHz, 65W
Ryzen 5 Pro 4650GE – 3.3/4.2 GHz, 35W
Vierkerner Ryzen 3 3300X – 3.8/4.3 GHz, 65W
Ryzen 3 3100 – 3.6/3.9 GHz, 65W
Ryzen 3 4300G – 3.8/4.0 GHz, 65W
Ryzen 3 4300GE – 3.5/4.0 GHz, 35W
Ryzen 3 Pro 4350G – 3.8/4.0 GHz, 65W
Ryzen 3 Pro 4350GE – 3.5/4.0 GHz, 35W
Verfügbarkeit Einzelhandel rein für OEMs Einzelhandel (schlecht verfügbar)

Selbige erste Tests zu Ryzen 4000G seitens CoolPC (Taiwan), Nexmag (Japan) und der Quarzarzone (Korea) haben dann logischerweise ausschließlich Pro-Modelle durch ihre Benchmarks gejagt, auch beim deutschen Heise-Verlag war dies in deren Kurztest nicht anders. Aller Voraussicht sind auch nur diese Pro-Modelle in nächster Zeit einzeln erhältlich – die Verfügbarkeit der Normal-Modelle im Einzelhandel steht dagegen weiterhin in den Sternen bzw. ist vor einer Änderung der Verkaufsstrategie seitens AMD nicht zu erwarten. Wegen identischer technischer Daten kann man jedoch problemlos die Performance-Werte der Pro-Modelle auf die Normal-Modelle applizieren – womit sich feststellen läßt, dass bei der Anwendungs-Performance Desktop-Renoir durchaus nahe der bekannten Matisse-Modelle kommt, selbige aber nirgendwo schlägt.

Anwendungen 3400G 3100 3600 3600X 3700X 4350G 4650G 4750G 10600K 10700K
Technik 4C Zen+ 4C Zen2 6C Zen2 6C Zen2 8C Zen2 4C Zen2 6C Zen2 8C Zen2 6C CML 8C CML
CoolPC  (6 Tests) 45,3% - 80,7% 82,2% 101,9% 55,9% 79,3% 100% 78,5% 99,7%
Nexmag  (2 Tests) 45,3% 62,8% 90,6% - 108,7% 59,3% 85,0% 100% - -
Quasarzone  (4 Tests) 46,6% - - 83,2% 107,7% 51,2% 77,8% 100% 79,5% 105,1%
Listenpreis $149 $109 $199 $249 $329 $149 $209 $309 $262 $374

Die geringe Anzahl und Breite der vorliegenden Benchmarks verbieten zwar eine Index-Erstellung, allerdings lassen sich auch so die grundsätzlichen Tendenzen erkennen. Danach ist Desktop-Renoir ein Riesenschritt gegenüber den bisherigen Picasso-APUs, selbst auf selber Kern-Anzahl liegt Desktop-Renoir massiv vorn. Mit Matisse-Prozessoren auf gleicher Kern-Anzahl kann sich Desktop-Renoir dagegen nicht ganz anlegen. Vielleicht zeigen umfangreichere Benchmarks noch auf ein etwas besseres Ergebnis für den Renoir-Vierkerner gegenüber dem Ryzen 3 3100 hin, aber im Feld der Sechskern- und Achtkern-Prozessoren ist die Lage erst einmal klar: Der Renoir-Sechskerner kommt leicht hinter einem Ryzen 5 3600 heraus, genauso wie sich der Renoir-Achtkerner dann einem Ryzen 7 3700X mit kleinem, aber eben durchgehendem Abstand geschlagen geben muß. In beiden Fällen müsste Desktop-Renoir ergo mit dem Preispunkt wuchern, um (ohne Betrachtung der integrierten Grafik) eine Chance gegenüber AMDs eigentlichen Desktop-Prozessoren zu haben.

Bei der Spiele-Performance (mit extra Grafikkarte) weiten sich die Unterschiede dann sogar beachtbar aus – und dies obwohl in diesem Feld gewöhnlich eher kleinere Differenzen als bei der Anwendungs-Performance anzutreffen sind. Doch liegt ein Ryzen 7 3700X unter Anwendungen grob +6% vor einem Renoir-Achtkerner, sind es unter Spielen bereits +14%. Augenscheinlich schmecken die kleinen Architektur-Unterschiede zwischen Renoir und Matisse den Spiele-Benchmarks am wenigstens, obwohl man im Vorfeld davon ausgehen konnte, dass insbesondere das monolithische Design von Renoir eher zugunsten der Spiele-Performance arbeiten sollte. Als Performance-Bremsen könnten hierbei der deutlich kleinere Level3-Cache sowie die seitens Heise ermittelte schlechtere Speicherlatenz (88ns vs. 76ns zwischen Ryzen 7 Pro 4750G und Ryzen 7 3700X) wirken, speziell in letzterem Punkt hatte man eher das komplette Gegenteil erwartet.

Spiele-Performance 3400G 3600X 3600XT 3700X 3800XT 4350G 4650G 4750G 10600K 10700K
Technik 4C Zen+ 6C Zen2 6C Zen2 8C Zen2 8C Zen2 4C Zen2 6C Zen2 8C Zen2 6C CML 8C CML
2080Ti: FHD average fps 83,6% 109,7% 111,5% 113,5% 113,9% 86,4% 95,9% 100% 117,3% 122,8%
2080Ti: FHD 1% min. fps 78,0% 107,3% 109,7% 114,3% 114,8% 82,3% 94,9% 100% 112,4% 118,2%
1660S: FHD average fps 91,2% 103,1% 103,6% 103,1% 103,6% 96,0% 99,7% 100% 106,4% 106,4%
1660S: FHD 1% min. fps 90,3% 102,9% 103,9% 103,6% 104,0% 91,7% 99,2% 100% 100,8% 101,4%
Listenpreis $149 $249 $249 $329 $399 $149 $209 $309 $262 $374
basierend auf den Detail-Benchmarks der Quasarzone No.1 & No.2 unter jeweils 9 Spiele-Titeln

Allerdings geht jener Nachteil zurück, sofern man eine besser zu einer APU passende Grafikkarte einsetzt – beispielsweise jene GeForce GTX 1660 Super, welche die Quasarzone freundlicherweise ebenfalls durchgetestet hat. Dann reduziert sich die Performance-Differenz gegenüber den Matisse-Prozessoren auf 3-4% und auch der Renoir-Sechskerner kommt auf nahezu derselben Performance wie der Renoir-Achtkerner heraus. Sofern man es mit der Größe der gewählten Grafikkarte also nicht übertreibt, kann Desktop-Renoir durchaus als Unterbau für ein kleineres bis mittleres Grafikkarten-System genutzt werden. Erste Wahl ist dies allerdings nicht, unter echter CPU-Limitierung sollte Desktop-Renoir wohl immer etwas langsamer als Matisse (auf gleicher Kern-Anzahl) herauskommen.

Wieder einmal richtig gut kommt Desktop-Renoir dagegen bei der Performance der integrierten Grafik heraus – was um so bemerkenswerter ist, als dass zwischen Picasso und Renoir die iGPU in der Spitze von 704 auf 512 Shader-Einheiten (11 auf 8 Shader-Cluster) abspecken musste. Desktop-Renoir fängt dies mit höheren Taktraten und einer besseren CPU wieder auf, so dass sogar schon die Vega-7-iGPU des Renoir-Sechskerners ausreicht, um die Spiele-Performance der besten Picasso-Lösung (mit Vega 11) knapp zu überflügeln. Zwischen Vega 8 von Picasso und Vega 8 von Renoir liegen dann immerhin schon +30% Performance-Gewinn, welche AMD normiert auf dieselbe Anzahl an Shader-Einheiten (mit allerdings klar abweichendem CPU-Unterbau) herausholen konnte. Intels aktuelle UHD Graphics 630 aus dem Core i7-10700K wird dagegen sehr deutlich geschlagen, selbst die kleinste iGPU von Desktop-Renoir ist immer mindestens doppelt so schnell.

iGPU-Performance 3200G 3400G 4350G 4650G 4750G 10700K
Technik 4C Zen+, Vega 8 4C Zen+, Vega 11 4C Zen2, Vega 6 6C Zen2, Vega 7 8C Zen2, Vega 8 8C CML, UHD630
CoolPC  (2x 3DMark) 72,6% 87,3% 79,2% 90,5% 100% 32,7%
Nexmag  (3x 3DMark + 1x Games) 77,8% 89,9% 83,4% 92,1% 100% 39,7%
Quasarzone  (1x 3DMark + 5x Games) 80,2% 91,8% 85,4% 91,8% 100% 38,6%
Listenpreis $99 $149 $149 $209 $309 $374

Speziell bei CoolPC kommt die iGPU von Desktop-Renoir dann sogar besser als eine GeForce GT 1030 (deutlich) sowie eine Radeon RX 550 (etwas) heraus. Wegen der Verwendung rein theoretischer Tester (3DMark13) in diesem Artikel kann man darin jedoch nicht all zu viel hineininterpretieren: Unter Spielen setzen sich extra Grafikkarten, selbst jene des LowCost-Segments, üblicherweise besser von den integrierten Lösungen ab als unter dem 3DMark13. Die Vega-8-iGPU eines Ryzen 7 Pro 4750G (oder Ryzen 7 4700G) Prozessors kann vielleicht ganz grob im Performance-Feld von GeForce GT 1030 (Perf.Index ~170%) und Radeon RX 550 (Perf.Index ~180%) mitspielen – ob jene allerdings tatsächlich sogar etwas schneller herauskommt als diese LowCost-Grafikkarten, sollte man besser noch einmal anhand von expliziten Spiele-Tests nachprüfen. Sofern sich jedoch das Performance-Niveau wenigstens annähernd halten läßt, reicht die Renoir-iGPU sicherlich für übliche eSports-Titel und auch halbwegs modernen Spiele unter (stark) abgesenkter Bildqualität aus.

Hochinteressant sind an dieser Stelle die weiteren Tests der Quasarzone mit schnellerem DDR4-Speicher – welche allerdings leider nur für die integrierte Grafik sowie einige Anwendungs-Benchmarks angestellt wurden. Die integrierte Grafik reagiert naturgemäß gut auf schnelleren Speicher, weil Speicherbandbreite im Rahmen einer APU immer etwas knapp ist. Der springende Punkt ist dabei, dass die Quasarzone ihren Speicher sogar auf DDR4/4533 hat hochtreiben können – und dies ohne deswegen den IF-Teiler reduzieren zu müssen. Jener steht also weiterhin bei 1:1, was eine sehr bemerkenswerte Eigenschaft des Renoir-Siliziums darstellt. Damit erreicht die beste Renoir-iGPU im Renoir-Achtkerner eine gleich um +25% bessere Spiele-Performance – was ein regelrecht monströses Ergebnis darstellt, da selbiges schließlich rein auf die Speicherübertaktung zurückgeht.

iGPU-Performance 4750G + DDR4/3200 4750G + DDR4/3600 4750G + DDR4/4533
Quasarzone  (1x 3DMark + 5x Games) 100% 107,1 125,1%

Dies würde es sehr interessant machen zu sehen, wie sich Desktop-Renoir mit hochgezogenem Speicher unter regulären Spiele-Benchmarks (mit extra Grafikkarte) schlägt, immerhin sind bei Matisse derart hohe Speichertaktungen ausschließlich nur noch mit auf 2:1 zurückgesetzten IF-Teiler möglich (ab ca. DDR4/3733 oder DDR4/3800). Eventuell kann Desktop-Renoir mit besonders hohen Speichertaktraten den Nachteil bei der regulären Spiele-Performance gegenüber Matisse wieder gut machen – dies ergibt zumindest noch eine kleine Chance für einen späten Sieg von Desktop-Renoir. Denn außerhalb dessen ist Desktop-Renoir leider eine gewisse Enttäuschung aus Sicht jener Anwender, welche auf eine günstige Matisse-Alternative gehofft hatten: Sowohl Anwendungs- als auch Spiele-Performance sind nicht gleichwertig zu wenigstens den kleinsten Matisse-Modellen (auf jeweils gleicher Kernanzahl). Nur mit seiner iGPU kann Renoir punkten, jene gibt es allerdings bei Matisse sowieso nicht.

Matisse Desktop-Renoir
CPU-Architektur Zen 2 (Chiplets) Zen 2 (monolithisch)
Level2-Cache pro CPU-Kern 512 kByte pro CPU-Kern 512 kByte
Level3-Cache Vierkerner: 16 MB, Sechs- und Achtkerner: 32 MB Vierkerner: 4 MB, Sechs- und Achtkerner: 8 MB
Gfx-Anbindung x16 Lanes 4.0 x16 Lanes 3.0
M.2-Anbindung x4 Lanes 4.0 x4 Lanes 3.0
unlocked  (offiziell nicht bei den Pro-Modellen, praktisch scheint es zu funktionieren)
Verlötung
Speichersupport 2Ch. DDR4/3200 2Ch. DDR4/3200
IF-Teiler 1:1  (hält bis ca. DDR4/3733 oder DDR4/3800) 1:1  (hält augenscheinlich bis DDR4/4533)
Marktverfügbarkeit OEM & Retail rein OEM  (Pro-Modelle inoffiziell im Retail-Handel)

All dies wären aber vielleicht sogar verschmerzbare Punkte, schließlich ist der Performance-Abstand zu Matisse nirgendwo besonders hoch, könnte man dies jederzeit über einen besseren Preispunkt zugunsten von Desktop-Renoir wieder ausmerzen. Der Ansatz dafür ist zumindest teilweise getan, speziell der Ryzen Pro 7 4750G stellt den derzeit günstigen Zen-2-basierten Achtkerner in AMDs Preisliste dar. Die mangelnde Verfügbarkeit und die damit einhergehenden (sehr) hohen Einzelhandelspreise machen diesen Ansatz jedoch umgehend wieder zunichte. Desktop-Renoir wird zumindest in Deutschland derzeit leider zu regelrechten Mondpreisen angeboten, deutlich teurer als die jeweils besten Matisse-Prozessoren ihrer Klasse. Die aktuellen Preislagen lassen sich dann auch nicht mehr über die gegenüber Matisse zusätzlich vorhandene iGPU erklären – welche sowieso eher nur im LowCost-Segment einen preislichen Effekt haben darf.

Vierkerner Sechskerner Achtkerner
Ryzen 3 Pro 4350G – ab 189€
Ryzen 3 3300X – ab 130€
Ryzen 3 3100 – ab 105€
Ryzen 5 Pro 4650G – ab 269€
Ryzen 5 3600XT – ab 237€
Ryzen 5 3600X – ab 199€
Ryzen 5 3600 – ab 159€
Ryzen 7 Pro 4750G – ab 395€
Ryzen 7 3800XT – ab 379€
Ryzen 7 3800X – ab 315€
Ryzen 7 3700X – ab 290€
Stand der Einzelhandelspreise: 26. Juli 2020

Ein Teil der aktuellen Renoir-Preislagen erklärt sich sicherlich aus der mangelnden Lieferbarkeit – ein anderer dürfte aber durchaus strukturelle Ursachen haben. Denn zum einen werden die Pro-Modelle immer etwas teurer angeboten, ergeben sich bei diesen Modellen wohl geringere Spielräume für die Händler. Und zum anderen sind die Pro-Modelle eigentlich nur für Systemintegratoren gedacht und kommen im Einzelhandel üblicherweise nur dann an, wenn irgendwo zu viel Ware vorhanden ist. Selbiges dürfte bei Desktop-Renoir demnächst aber kaum passieren, schließlich lassen sich damit gute Office-PCs erstellen, welche eine potente iGPU mitbringen und deren CPU-Auswahl nicht wie bisher bei AMDs APUs schon bei Vierkernern endet. Hinzurechnend den Bedarf der OEM-Hersteller für Notebooks und Desktop-PCs mit Renoir-Silizium dürfte sich diese Situation auch nicht gerade demnächst ändern – womit nur geringe Chancen darauf bestehen, alsbald größere Mengen an Desktop-Renoirs im Einzelhandel zu sehen.

Und somit dürfte Desktop-Renoir vermutlich einige Wochen bis Monate brauchen, um überhaupt nur vernünftig lieferbar zu werden und nachfolgend dann auch noch konkurrenzfähige Preise anzupeilen. Bis dahin hat AMD möglicherweise sogar schon Zen 3 offenbart, was dann das Augenmerk des Retail-Markts vielleicht auch wieder etwas weg von Desktop-Renoir lenken könnte. Und hierin liegt dann wohl auch der Grund, wieso Desktop-Renoir derzeit offiziell nur zu den OEMs geht: AMD hat für einen Desktop-Launch augenscheinlich nicht die benötigten Lieferkapazitäten – und müsste sich bei mangelhafter Lieferbarkeit dann mit hohen Straßenpreisen herumschlagen, welche das Preis/Leistungs-Verhältnis von Desktop-Renoir schwer belasten würden (wie exakt jetzt bei den Pro-Modellen zu sehen). Die OEM-only-Strategie geht dieser nicht gewinnbaren Schlacht aus dem Weg – und ein großer Nachteil für den DIY-Käufer ist es auch nicht, denn Desktop-Renoir liegt rein von der Performance her leztlich nirgendwo vor den Matisse-Äquivalenten.

Kerne Takt L2+L3 iGPU TDP/PPT Liste Straße Release
Ryzen 9 3950X 16C/32T 3.5/4.7 GHz 8+64 MB keine 749/142W $749 ab 735€ 25. Nov. 2019
Ryzen 9 3900XT 12C/24T 3.8/4.7 GHz 6+64 MB keine 105/142W $499 ab 489€ 7. Juli 2020
Ryzen 9 3900X 12C/24T 3.8/4.6 GHz 6+64 MB keine 105/142W $499 ab 399€ 7. Juli 2019
Ryzen 7 3800XT 8C/16T 3.9/4.7 GHz 4+32 MB keine 105/142W $399 ab 379€ 7. Juli 2020
Ryzen 7 3800X 8C/16T 3.9/4.5 GHz 4+32 MB keine 105/142W $399 ab 315€ 7. Juli 2019
Ryzen 7 3700X 8C/16T 3.6/4.4 GHz 4+32 MB keine 65/88W $329 ab 290€ 7. Juli 2019
Ryzen 7 Pro 4750G 8C/16T 3.6/4.4 GHz 4+8 MB Vega 8 @ ≤2.1 GHz 65/?W $309 ab 395€ 21. Juli 2020
Ryzen 7 Pro 4750GE 8C/16T 3.1/4.3 GHz 4+8 MB Vega 8 @ ≤2.0 GHz 35/?W $309 ? 21. Juli 2020
Ryzen 5 3600XT 6C/12T 3.8/4.5 GHz 3+32 MB keine 95/128W $249 ab 237€ 7. Juli 2020
Ryzen 5 3600X 6C/12T 3.8/4.4 GHz 3+32 MB keine 95/128W $249 ab 199€ 7. Juli 2019
Ryzen 5 Pro 4650G 6C/12T 3.7/4.2 GHz 3+8 MB Vega 7 @ ≤1.9 GHz 65/?W $209 ab 269€ 21. Juli 2020
Ryzen 5 Pro 4650GE 6C/12T 3.3/4.2 GHz 3+8 MB Vega 7 @ ≤1.9 GHz 35/?W $209 ? 21. Juli 2020
Ryzen 5 3600 6C/12T 3.6/4.2 GHz 3+32 MB keine 65/88W $199 ab 159€ 7. Juli 2019
Ryzen 3 Pro 4350G 4C/8T 3.8/4.0 GHz 2+4 MB Vega 6 @ ≤1.7 GHz 65/?W $149 ab 188€ 21. Juli 2020
Ryzen 3 Pro 4350GE 4C/8T 3.5/4.0 GHz 2+4 MB Vega 6 @ ≤1.7 GHz 35/?W $149 ? 21. Juli 2020
Ryzen 3 3300X 4C/8T 3.8/4.3 GHz 2+16 MB keine 65/88W $120 ab 130€ 7. Juli 2019
Ryzen 3 3100 4C/8T 3.6/3.9 GHz 2+16 MB keine 65/88W $109 ab 105€ 7. Juli 2019