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Ryzen 7 2700X zeigt gute Performancegewinne von +7-8%, bei Singlethread teilweise deutlich mehr

Videocardz bieten eine Kopie verschiedener Benchmarks an, welche das koreanische "Hardware Battle" zum Ryzen 7 2700X Prozessor aus AMDs kommender Pinnacle-Ridge-Generation angefertigt hat, welche dort inzwischen aber schon wieder gelöscht sind. Der Prozessor selber wurde seitens Hardware Battle nicht explizit mit Modellnamen genannt, allerdings läßt es sich aus den Taktraten heraus erkennen, das es sich um den Ryzen 7 2700X handelt – der Basetakt von 3.7 GHz passt zu den kürzlich notierten Modelldaten. Der maximale Turbo ist mit 4.35 GHz erstaunlich hoch, dürfte aber – wegen der "krummen" 50 MHz – den XFR-Aufschlag bereits enthalten: Vermutlich gibt es also einen regulären Turbo von 4.1 oder 4.2 GHz, zuzüglich eines XFR-Aufschlags, der maximal auf die genannten 4.35 GHz Takt führt. Die Frage ist, wie mit diesen eher maßvollen Taktraten-Steigerungen die vorliegenden Benchmark-Ergebnisse aus Korea zu erklären sein sollen – denn jene zeigen sowohl auf durchgehend höhere Performancegewinne hin, sind genauso auch mit einzelnen Ausreißern mit noch wesentlich höherem Performancegewinn gewürzt.

Core i7-8700K Ryzen 7 1800X Ryzen 7 2700X Differenzen
Technik Coffee Lake, 6C +HT, 3.7/4.7 GHz Zen, 8C +SMT, 3.6/4.0 GHz +XFR 4.1 GHz Zen, 8C +SMT, 3.7/? GHz +XFR 4.35 GHz +100 MHz Basetakt (+2,8%)
+250 MHz XFR-Takt (+6,1%)
Cinebench R15 ST 206 157 178 +13,3%
Cinebench R15 MT 1436 1645 1783 +8,4%
3DMark13 FireStrike (Physics) 19209 19118 20431 +6,9%
3DMark13 FireStrike Ultra (Physics) 19369 18814 20803 +10,6%
SiSoft Arithmetics Dhrystone ST 41,76 30,47 42,00 +37,8%
SiSoft Arithmetics Whetstone ST 19,57 15,39 16,91 +9,9%

Selbst defensiv betrachtet scheint der Ryzen 7 2700X dem Ryzen 7 1800X um ca. +7-8% davonzueilen – einigermaßen höher, als es die bestmögliche Taktratensteigerung (von +6,1% beim XFR-Takt) eigentlich zulassen sollte. Jene +7-8% können sich allerdings noch erhöhen, sofern sich einzelne Resultate bestätigen lassen, welche das Potential haben, den Gesamtschnitt entscheidend zu erhöhen: Dies trifft insbesondere auf die oftmals klar höhere Steigerung der SingleThread-Performance zu, beim Cinebench R15 sind dies stattliche +13,3%, beim Dhrystone/Integer-Test von SiSoft Sandra sogar enorme (fast unglaubwürdige) +37,8%. AMD scheint hier für Pinnacle Ridge also doch noch eine gewisse "Secret Source" angerührt zu haben, denn auch andere Benchmark-Leaks zu dieser Prozessoren-Serie glänzten bereits mit oberhalb der Taktraten-Differenz rangierenden Performance-Gewinnen. Eine mögliche Erklärung liegt in den besseren Übertragsungsraten und Latenzen von CPU-Cache und angebundenem DDR4-Speicher, welche Hardware Battle dokumentiert haben: Trotz gleichem Speichertakts lief der Ryzen 7 2700X da teilweise sehr deutlich besser (Rahmen 10% bis maximal 30% Differenz zu Ryzen 7 1800X).

Für den Konsumenten kann dies nur gut sein, denn bei den Taktraten ist vor dem Erreichen der 7nm-Fertigung im nächsten Jahr nichts entscheidendes herauszuholen, selbst wenn die (maximal) 4.35 GHz natürlich optisch hübsch aussehen. Mehr Power/MHz-Power hilft AMD vor allem auch bei den kleineren Modellen des Angebots-Portfolios, wo man nicht auf derart hohe Taktraten gehen kann und zudem seitens Intels Coffee-Lake-Generation auch einem stärkeren Wettbewerb ausgesetzt ist, welchen die kommende zweite Welle von Coffee Lake zukünftig noch einmal intensivieren wird. Der Ryzen 7 2700X dürfte hingegen unter diesen Voraussetzungen ziemlich klar am Core i7-8700K vorbeiziehen, die Performance-Differenz zwischen Ryzen 7 1800X und Core i7-8700K lag sowieso nur bei +4,6% zugunsten des Intel-Modells. Sofern AMD dann noch den passenden Preispunkt für den Ryzen 7 2700X macht (angeblich werden es ja 369$, nahezu gleich zum Core i7-8700K auf 359$), dürfte sich AMD mit seiner Ryzen-2000-Generation den Performance-Thron im HighEnd-Segment von Intels Coffee Lake wieder zurückholen können. Dafür, das es sich bei "Pinnacle Ridge" weiterhin nur um eine typische Refresh-Generation handelt, wäre dies schon eine gute Vorstellung.

Videocardz bieten eine Kopie verschiedener Benchmarks an, welche das koreanische "Hardware Battle" zum Ryzen 7 2700X Prozessor aus AMDs kommender Pinnacle-Ridge-Generation angefertigt hat, welche dort inzwischen aber schon wieder gelöscht sind. Der Prozessor selber wurde seitens Hardware Battle nicht explizit mit Modellnamen genannt, allerdings läßt es sich aus den Taktraten heraus erkennen, das es sich um den Ryzen 7 2700X handelt - der Basetakt von 3.7 GHz passt zu den kürzlich notierten Modelldaten. Der maximale Turbo ist mit 4.35 GHz erstaunlich hoch, dürfte aber - wegen der "krummen" 50 MHz - den XFR-Aufschlag bereits enthalten: Vermutlich gibt es also einen regulären Turbo von 4.1 oder 4.2 GHz, zuzüglich eines XFR-Aufschlags, der maximal auf die genannten 4.35 GHz Takt führt. Die Frage ist, wie mit diesen eher maßvollen Taktraten-Steigerungen die vorliegenden Benchmark-Ergebnisse aus Korea zu erklären sein sollen - denn jene zeigen sowohl auf durchgehend höhere Performancegewinne hin, sind genauso auch mit einzelnen Ausreißern mit noch wesentlich höherem Performancegewinn gewürzt.





Core i7-8700K
Ryzen 7 1800X
Ryzen 7 2700X
Differenzen





Technik
Coffee Lake, 6C +HT, 3.7/4.7 GHz
Zen, 8C +SMT, 3.6/4.0 GHz +XFR 4.1 GHz
Zen, 8C +SMT, 3.7/? GHz +XFR 4.35 GHz
+100 MHz Basetakt (+2,8%)
+250 MHz XFR-Takt (+6,1%)



Cinebench R15 ST
206
157
178
+13,3%



Cinebench R15 MT
1436
1645
1783
+8,4%



3DMark13 FireStrike (Physics)
19209
19118
20431
+6,9%



3DMark13 FireStrike Ultra (Physics)
19369
18814
20803
+10,6%



SiSoft Arithmetics Dhrystone ST
41,76
30,47
42,00
+37,8%



SiSoft Arithmetics Whetstone ST
19,57
15,39
16,91
+9,9%