22

Umfrage-Auswertung: Wie sind die Grafikkarten-Käufer durch den Mining-Boom gekommen?

Mittels einer Umfrage von Ende Mai wurde die Frage aufgestellt, wie die Grafikkarten-Käufer eigentlich durch den gut drei Quartale andauerenden Mining-Boom 2017/18 gekommen sind. Dabei waren im Grafikkarten-Markt hohen Preislagen und teilweise sogar die Nichtverfügbarkeit einzelner Grafikkarten sehr offensichtlich – aber natürlich steht nicht bei jedem Grafikkarten-Käufer jederzeit ein Neuerwerb an und kann man sich damit mit etwas Glück auch um eine solche Phase herummogeln. Im genauen traf dies bei immerhin 42,3% der Umfrageteilnehmer zu – jene waren schon vor dem Einsetzen des Mining-Booms gut versorgt und konnten daher diese Situation ohne jede negativen Folgen einfach aussitzen.

Der Anteil derjenigen, welche über einen Grafikkarten-Kauf nachgedacht, jenen aber wieder verworfen hat, ist allerdings nicht unerheblich: 14,3% der Umfrageteilnehmer haben hierfür keinen echten Aufrüstdruck gesehen, immerhin 18,0% der Umfrageteilnehmer fehlte dafür ein entsprechend attraktives Angebot. In beiden Fällen dürften sich natürlich die hohen Preislagen während des Mining-Booms eher negativ auf diese Kauf-Überlegungen ausgewirkt haben, hier wurde sicherlich teilweise möglicher Umsatz für die Grafikkarten-Hersteller verschenkt. Dies ist auch gut an den geplanten, aber doch zurückgestellten Neuanschaffungen zu sehen, welche bei kumuliert immerhin 13,9% liegen – wobei mit 12,0% die große Mehrheit davon zum Zeitpunkt der Umfrage noch nicht erneut angegangen bzw. realisiert wurde. In allen Fällen liegt also noch einiges an Potential brach, welches die Grafikkarten-Hersteller demnächst heben können sollten – ein attraktives und preisgünstiges Grafikkarten-Angebot vorausgesetzt.

Mit kumuliert 11,5% nur eine klare Minderheit hat dann tatsächlich während des Mining-Booms eine neue Grafikkarte erworben – wobei ganz augenscheinlich darauf geachtet wurde, Extrempreisen aus dem Weg zu gehen. Mit 6,8% der Umfrageteilnehmer etwas mehr als die Hälfte dieser Gruppe hat sogar zu einer normalen Preislage gekauft, 3,5% zu einer leicht überhöhten Preislage und nur 1,2% zu einer stark überhöhten Preislage. Aus diesem Ergebnis können die Grafikkarten-Hersteller und Grafikchip-Entwickler die klare Lehre mitnehmen, das überhöhte Preislagen das typische Grafikkarten-Publikum sehr zuverlässig vertreiben – die Grafikkarten-Käufer gehen jene Preise nur zu einem Bruchteil mit und warten in der Mehrzahl dann einfach länger mit ihrer Aufrüstung bzw. suchen intensiver nach günstigen Preislagen. Gerade da der Mining-Boom in diesem Fall vergleichsweise lange andauerte und sich damit nicht durch eine kurzfristige Kauf-Zurückhaltung überbrücken ließ, ergeben sich hiermit solide Aussagen zu dieser Sondersituation – welche im nachfolgenden hoffentlich nutzvoll sind für die Herstellerindustrie, um ihre Kundschaft besser verstehen zu können.