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Eine Performance-Prognose zum Ryzen 5 1600X Sechskern-Prozessor

An HT4Us Nachtest der Ryzen-7-Prozessoren ebenfalls bislang wenig beachtet ist die Simulation eines Ryzen 5 1600X Prozessors, welchen AMD offiziell erst am 11. April 2017 in den Handel schicken will. Es gibt zwar auch noch andere Simulations-Versuche, bislang jedoch noch keine wirklich gut ausgeführten: Für den Ryzen 5 1600X bedient man sich des Ryzen 7 1800X aufgrund der gleichen Taktraten, XFR-Limit, Cache-Größen & TDP – und limitiert dann schlicht per Mainboard-BIOS die Anzahl an aktiven CPU-Kernen von 8 auf 6 herunter. Andere Ryzen-Prozessoren sind hingegen wegen deren abweichender Taktraten und der geringeren TDP schwieriger zu simulieren – man kann zwar rein technisch deren Spezifikationen erreichen, bekommt dafür dann aber größere Ungewißheiten bzw. eine größere Spielbreite, ob sich die simulierten Modelle auch wirklich wie die jeweils "echten" Prozessoren verhalten.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 31. März 2017

Seitens Gaming on Linux sowie Phoronix hat man sich die Vulkan-Performance (im Vergleich zu OpenGL) in der Linux-Version von "Mad Max" angesehen. Jener Vergleich ist nicht ganz allgemeingültig, denn zum einen ist OpenGL nicht gerade als Performance-Offenbarung bekannt – und zum anderen gibt es jenen Vergleich derzeit nur unter Linux, weil der Vulkan-Patch für "Mad Max" auch nur für Linux vorliegt. Hinzu kommen sehr erhebliche Differenzen in den angestellten Benchmarks: Gaming on Linux sind regelrecht begeistert angesichts von Performancezuwächsen auf oftmals das Doppelte. Bei Phoronix ist man zwar auch vom Vulkan-Patch angetan, die Benchmark-Ergebnisse sind jedoch arg schwankend, manchmal liegt auch immer noch OpenGL (beachtbar) vorn. Diese hohe Ergebnisdifferenz läßt sich allerdings anhand der benutzten Grafik-Hardware erklären: Phoronix benutzt AMD-Grafikkarten, die vom Spieleentwickler (unter Linux) nicht offiziell unterstützt werden – Gaming on Linux hingegen eine nVidia-Grafikkarte, welche den offiziellen Support des Spieleentwicklers genießt.

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Die Systemanforderungen zu Warhammer 40.000: Dawn of War III

Spieleentwickler Relic Entertainment und Spielepublisher SEGA notieren auf Steam die offiziellen PC-Systemanforderungen für den am 27. April 2017 herauskommende Strategietitel "Warhammer 40.000: Dawn of War III". Genre-typisch sind dessen Hardware-Anforderungen nicht ganz so hoch und legen eher Wert auf eine gutklassige CPU. Der Einstieg ist minimal mit einem Core i3 auf 3 GHz sowie Radeon HD 6950 (Perf.Index 220%) oder GeForce GTX 460 1GB (Perf.Index 160%) zu erreichen. Dabei liegen die genannten Grafikkarten von ihrer nominellen Performance her einigermaßen weit auseinander – andererseits entstammt die Radeon HD 6950 noch vor-GCN-Zeiten und diese Beschleuniger kommen unter heutigen Spielen teilweise nicht mehr gut mit, dies könnte eine mögliche Erklärung sein.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 30. März 2017

Aufreger des Tages ist sicherlich der Ryzen-Patch für AotS, welcher bei PC Games Hardware, ComputerBase und PC Perspective im Performancetests steht – und sich dort gute Wertungen abholt. Zwar wurden nirgendwo jene "bis zu +31%" ausgemessen, welche AMD vollmundigerweise angegeben hat, aber Zugewinne von 10-15% sind schon einmal eine gute Hausnummer – gerade, wenn es diese Zugewinne nicht nur unter der klar CPU-limitierten Auflösung von 1280x720 gibt, sondern auch unter realen Spielauflösungen wie 1920x1080 (FullHD). Speziell unter Ashes of the Singularity reicht dies für die Ryzen-Prozessoren zwar immer noch nicht aus, um die Intel-Modelle wirklich zu erreichen – aber angenommen, ähnliche Zuwächse würden sich auch unter anderen Spieletiteln erreichen lassen, sähe die Gesamtsituation dann schon wieder ganz anders aus.

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Die Grafikkarten-Performance unter Ghost Recon: Wildlands

Von der PC Games Hardware, Guru3D, TechPowerUp und GameGPU kommen umfangreiche Grafikkarten-Benchmarks zu "Ghost Recon: Wildlands", Notebookcheck steuern dann noch einige entsprechende Zahlen unter Mobile-Lösungen bei. Ubisofts OpenWorld-Shooter läßt sich sich bei Spieletestern und Spielern bislang gut an, die AnvilNext-Engine zeigt eine hervorragende Grafik mit bemerkenswert hoher Sichtweite. Das Spiel bietet neben vielen Grafikdetail-Optionen auch fünf Grafikpresets an, wobei die ganz großen Optikunterschiede nur zwischen "Low" und "Medium" existieren, es dann über "High", "Very High" bis zu "Ultra" deutlich geringere Differenzen gibt. Dafür steigen die Performanceanforderungen insbesondere für "Ultra" sehr steil an, jenes Grafikpreset kostet gerade auf nicht ganz so schnellen Grafikkarten schnell einmal nahezu die Hälfte der Framerate – oder anders formuliert, durch den Wechsel auf "Very High" kann man 60-80% an Performance hinzugewinnen. Da am Ende nur wenige HighEnd-Grafikkarten überhaupt in der Lage sind, das "Ultra" Grafikpreset wenigstens unter der FullHD-Auflösung flüssig abzuleisten, haben wir uns für die nachfolgende Benchmark-Auswertung dazu entschieden, besser auf das "Very High" Grafikpreset zu setzen. Zusätzliche Benchmarks unter dem "Ultra" Grafikpreset bieten dann die Testberichte von TechPowerUp und GameGPU auf.

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Intel mit "Heterogeneous" Chip-Design und neuem MultiChip-Ansatz mit "Interconnect Bridge"

Die ComputerBase bringt weitere Präsentationsfolien und Ausführungen von Intels "Technology and Manufacturing Day". Interessant insbesondere die Ausführungen zum "Heterogeneous" Chip-Design und den damit einhergehenden MultiChip-Modulen. Unter einem "Heterogeneous" Chip-Design versteht Intel dabei einen Chip, welcher unter der Haube aus mehreren Dies auf demselben Trägermaterial zusammengesetzt ist (gibt es natürlich schon des längerem), dessen Einzelchips allerdings unterschiedlichen Fertigungsverfahren entstammen. Intel hat hierfür ein (hypothetisches) Beispiel kreiert, wo ein Prozessor aus immerhin 5 Einzel-Dies besteht, wovon nur CPU- und GPU-Teil in 10nm hergestellt sind, der I/O- und der Comm-Part dann in 14nm und "andere" Chipteile dann sogar nur in 22nm. Pro Forma ist ein solches System komplizierter und damit fehleranfälliger – allerdings kann Intel somit größere Teile des insgesamten Prozessors in "alten" Fertigungsverfahren und damit entsprechend viel günstiger herstellen.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 29. März 2017

Die ComputerBase hat genauere Informationen zu den von Intel progostizierten Leistungszuwächsen der Core i7-8000 Prozessoren-Serie, welche Intel zum Jahresende in den Markt schicken will. Danach ergeben sich die genannten 15% Mehrperformance nur beim Vergleich eines Ultrabook-Zweikerner der Core i7-7000 Serie mit einem Notebook-Vierkerner der Core i7-8000 Serie. Für letzteres hat Intel dabei verwirrenderweise gleich zwei TDPs angegeben – einmal nur 15 Watt, was dem Ultrabook-Zweikerner entsprechen würde, und einmal 44 Watt, was dann eher einen ausgewachsenen Notebook-Prozessor ergibt. Die Performanceermittlung hat dabei wohl auf einheitlich 15 Watt stattgefunden – ansonsten wäre die +15% Mehrleistung nicht wirklich viel für den Sprung vom Zwei- zum Vierkerner. Trotzdem erklärt sich somit, wieso es überhaupt zu +15% ohne eine neue CPU-Generation reicht – mit diesem Techniksprung (von 2 auf 4 CPU-Kerne) ist dies natürlich viel einfacher möglich.

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Neue, genauere Stromverbrauchsmessungen zu AMDs Ryzen 7

Das AMDs TDP-Angaben zu den Ryzen 7 Prozessoren ziemlicher Nonsens sind, wurde schon in der entsprechenden Launch-Analyse thematisiert. Genaueres hierzu kommt nun aus dem Reloaded-Test von HT4U, welche mit mehr Zeit bewaffnet dem Thema genauer auf den Pelz gerückt sind. Entscheidende Erkenntnis hierbei ist, das sich AMDs Ryzen im Gegensatz zu früheren AMD-Prozessoren nicht mehr nur aus der 12-Volt-Leitung bedient, sondern weitere Stromquellen anzapft – wie auch neuere Intel-Prozessoren noch über die 3,3-Volt-Leitung Strom ziehen. Messungen der reinen 12-Volt-Leitung zeigen bei Ryzen somit also nur einen Teil der Wahrheit, geben zwar den weitaus größeren Teil des Stromverbrauchs an, aber eben nicht wirklich alles. Hinzukommend gibt es bei Ryzen aber auch noch feine interne Sensoren, mittels welchen sich die CPU selber überwacht, um sich notfalls selber heruntertakten zu können.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 28. März 2017

Aus unserem Forum kommt der Hinweis auf interessante nVidia-Aussagen zum Thema Grafikkarten-Spannungserhöhung auf Pascal-Grafikkarten in einem kürzliche Video-Interview: Danach wählt nVidia angeblich die default-Spannung seiner Grafikkarten so aus, das jene im Schnitt (nur) etwa fünf Jahre halten. Die maximal mögliche Spannungserhöhung (ohne Hardware-Modifizierungen) soll die Lebensdauer dann jedoch auf nur noch ein Jahr verkürzen. Beide Zeiträume erscheinen als vergleichsweise kurz – könnten allerdings auch Marketing-gewaschen sein, um die Nutzer an dieser Stelle (richtigerweise) daran zu erinnern, das Spannungserhöhungen natürlich immer (prinzipbedingt wegen der Elektromigration) die Lebensdauer der Halbleiterchips verkürzen. Zudem sind Gamer-Grafikkarten nach fünf Jahren üblicherweise längst echtes "Alteisen" – und bei seinen LowCost- und Mainstream-Modellen dürfte sich nVidia (hoffentlich) größere Spielräume einräumen.

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nVidia verlängert sein aktuelles Spielebundle und gibt jenes auch für GeForce GTX 1060 & 1080 Ti frei

Grafikchip-Entwickler nVidia hat sein eigentlich dieser Tage auslaufendes Spielebundle mit der wahlweisen Dreingabe von "For Honor" und "Ghost Recon: Wildlands" um drei Wochen auf den 18. April 2017 verlängert. Zudem sind nunmehr neben GeForce GTX 1070 & 1080 auch GeForce GTX 1060 & 1080 Ti teilnahmeberechtigt. Als Nachteil dieser Spielebundle-Aktion darf weiterhin gelten, das die Spiele nur über nVidias "GeForce Experience" Tool eingelöst werden können. Davon abgesehen ist es sicherlich das attraktivste Spielebundle der letzten Zeit – und nebenbei das einzige noch offiziell laufende. Von AMD ist diesbezüglich leider nichts mehr neues gekommen, wobei man dort womöglich schlicht das Erscheinen der Radeon RX 500 Serie abwartet.

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