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Die Grafikkarten-Performance unter Dark Souls III

Mittels entsprechender Testberichte seitens TechSpot, WCCF Tech, TweakTown & GameGPU stehen inzwischen ausreichend Zahlen für eine zusammenfassende Einschätzung der Grafikkarten-Performance zu Dark Souls III zur Verfügung. Der RPG-Titel verlangt (nominell) keinen übermäßigen Hardware-Einsatz, was auch der etwas zurückhängenden Optik geschuldet ist – welche aber dennoch die passende Stimmung zum bekannt erstklassigen Gameplay bieten kann. Auch auf dem PC hantiert Dark Souls III leider mit einem fps-Lock von 60 fps, in welchen unter reinem FullHD trotz bestmöglicher Bildqualität jede Menge Grafikkarten hineinlaufen:

Dark Souls III – FullHD @ MaxQuality  (Quellen: TechSpot, WCCF Tech, TweakTown & GameGPU)
AMD HD7000 AMD R200 AMD R300 nVidia GF600 nVidia GF700 nVidia GF900
25-29 fps 7790-2GB 260X-2GB 360 750-2GB
750Ti
30-35 fps 7850-2GB 245 650Ti-Boost
660
35-39 fps 7870 270 370 660Ti 950SE
40-49 fps 7870-Boost
7950
7950-Boost
270X
280
285
670 760 950
960
50-59 fps 7970
7970-GHz
280X 380
380X
680 770
780
60 fps 290
290X
390
390X
Nano
Fury
Fury X
Titan Titan Black
780Ti
970
980
980Ti
Titan X

Zudem werden auch die niedrigeren fps-Bereiche mal richtig gut gefüllt, faktisch darf sich das komplette Portfolio der Gamer-Grafikkarten von Radeon HD 7000 & GeForce 600 Serien hier nochmals (letztmals?) zeigen. Großartige Ausschläge in die eine oder andere Richtung sind zudem nicht zu sehen – alles ordnet sich ziemlich gut dort ein, wo man es erwarten darf. Allenfalls kann man nunmehr die (unsinnige) Notierung einer Radeon HD 7950 als minimale Anforderung bei den offiziellen Systemanforderungen zurückweisen – hier sollte eher eine Radeon R7 260X stehen, dies wäre der passende Gegenpart zur an dieser Stelle ebenfalls notierten GeForce GTX 750 Ti. Ein sich gemäß der offiziellen Systemanforderungen andeutende AMD-Schwäche hat das Spiel keineswegs.

Dark Souls III – WQHD @ MaxQuality  (Quellen: TechSpot, WCCF Tech, TweakTown & GameGPU)
AMD HD7000 AMD R200 AMD R300 nVidia GF600 nVidia GF700 nVidia GF900
25-29 fps 7870
7870-Boost
7950
270
270X
370 660Ti
670
760 950
30-35 fps 7950-Boost
7970
280
285
380 680 770 960
35-39 fps 7970-GHz 280X 380X 780
40-49 fps 290
290X
390 Titan Titan Black
780Ti
970
50-59 fps 390X
Nano
Fury
980
ab 60 fps Fury X 980Ti
Titan X

Unter WQHD zeigt der Titel dann aber doch seine Zähne – die Performance bricht derart bemerkenswert ein, das dies fast nach einer expliziten Optimierung auf FullHD aussieht, welche dann unter höheren Auflösungen entsprechend wirkungslos wird. In jedem Fall kommt nunmehr ein weitaus gewohnteres Bild bei der Anzahl der notierten Grafikkarten heraus – wobei in der Frage des Zweikampfs zwischen AMD und nVidia weiterhin alles beim alten bleibt, keiner der Grafikchip-Entwickler oder deren Grafikchip-Architekturen irgendeinen beachtbaren Vorteil erringen kann. Das der Titel wirklich nicht gut auf höhere Auflösungen als FullHD reagiert, zeigen dann auch die weiterführenden Benchmarks aller vier Testartikel unter der UltraHD-Auflösung: Mit Glück schaffen es hier Radeon R9 Fury X und GeForce GTX 980 Ti auf nahezu 40 fps, alle anderen Grafikkarten kommen weitaus schlechter heraus. Dafür, das unter FullHD eine solche Framerate schon mit klaren Mainstream-Beschleunigern á Radeon R7 270X und GeForce GTX 950 erreicht wird, ergibt dies schon eine heftige Auflösungs-Skalierung unter Dark Souls III.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 2./3. Mai 2016

Videocardz vermelden einen netten nVidia-Teaser zu Pascal: Ausgewählten Tech-Webseiten wurde dabei anonym ein gewisses Puzzle zugeschickt, welches den Weg zu einer (ebenfalls anonym registrierten) Webseite zeigte. Jene weist mit dem Namen "Order of 10" durchaus in diese Richtung, damit die Nameswahl der Grafikkarten-Serie "GeForce 1000" bestätigen zu können – Videocardz weisen in diesem Zusammenhang auch darauf hin, das die für die "10" benutzte Schriftart (perfekt) zu nVidia passt. Nach Lösung des Puzzles (bei Gamers Nexus kann man sich den Weg zur Rätsellösung geben, dieser sind auch Hinweise auf Fermi und Kepler zu entnehmen) ist nunmehr auf dieser Webseite ein Countdown sichtbar geworden, welcher auf Freitag, den 6. Mai 2016, um 19 Uhr hinweist. Da zu diesem Tag auch nVidias Presseevent ablaufen soll, deutet dies alles doch ziemlich klar auf einen Pascal-Teaser seitens nVidia hin. Interessant ist die Frage, was die Öffentlichkeit am 6. Mai davon haben wird – denn normalerweise müsste die zu diesem Event geladene Fachpresse von nVidia alle Informationen nur unter NDA erhalten. Der öffentliche Teaser deutet dann eher darauf hin, das nVidia zu diesem Tag irgendetwas öffentlich machen will – womöglich um AMD (welche sich in einem zeitlichen Vorsprung wähnten) noch deutlicher vorab den Wind aus den Segeln zu nehmen.

In unserem Forum läuft derzeit eine interessante Diskussion über die Architektur-Änderungen der Polaris- und Vega-Generationen ab – relevante Postings hierzu sind No.1, No.2, No.3, No.4 und No.5. Neben einigen technischen, eher nur für Programmierer verständliche Details kristallisieren sich hierbei zwei grundsätzlich verschiedene Denkansätze heraus: Die ursprüngliche These, wonach Polaris & Vega mehr oder weniger denselben Entwicklungsschritt darstellen, bei Vega nur ergänzt um HBM2 und sicherlich einigen Optimierungen. Und eine alternative These, wonach Polaris zwar reichlich Änderungen mit sich bringen wird, dennoch aber näher an den bisherigen GCN-Architekturen steht als an Vega und damit sozusagen wie GCN @ 14nm ist. Vega wäre gemäß dieser alternativen These dann eine regelrecht neue Grafikchip-Architektur seitens AMD, klar abweichend von der bisherigen GCN-Architektur und diese dann nachfolgend auch ablösend.

In diesem Sinne wird auch darüber gestritten, wie nun die ursprünglichen 14/16nm-Chip von AMD namens Greenland, Ellesmere und Baffin einzuordnen sind: Klar ist schon, das Ellesmere in Polaris 10 und Baffin in Polaris 11 aufgegangen (aka umbenannt) sind – doch ist demzufolge Greenland wirklich in Vega 10 aufgegangen? Gerade Anhänger der zweiten, alternativen These bezweifeln dies und gehen eher davon aus, das Greenland einstmals in 20nm geplant war, dies nicht realisiert werden konnte und der Greenland-Chip daher faktisch eingestampft wurde. Als Lückenbüßer und nebenbei "Pipecleaner" zum HBM-Speichersystem hat AMD nachfolgend Fiji in der 28nm-Fertigung herausgebracht (und jene damit bis zur Grenze ausgereizt), während Vega 10 etwas neues sein soll, was nur die Ideen von Greenland aufgreift, aber eben nicht mehr Greenland sein soll. Welche der beiden Thesen zutrifft, wird in jedem Fall schwer zu ermitteln sein, da hierfür die benötigten Insiderinformationen fehlen. Nur im Fall der Klasse der Veränderungen durch die Vega-Architektur wird sich eine Auflösung ergeben können – und zwar ganz automatisch nächstes Jahr, wenn AMD entsprechende Grafikchips herausbringt.

Die PC Games Hardware hat erste Kaby-Lake-Prozessoren in den SiSoft-Datenbanken erspäht: Ein Modell mit 4 CPU-Rechenkernen samt HyperThreading auf 3.6/4.2 GHz, ein weiteres Modell mit gleicher Kern-Bestückung und nur 3.7 GHz Takt sowie das regelrecht derart genannte Ultrabook-Modell Core i7-7500U mit (üblicherweise) 15 Watt TDP. Großartige Informationsgewinne sind diesen Datenbank-Einträgen noch nicht zu entnehmen, selbst wenn die ausgelesenen Taktraten vergleichsweise hoch für Vorserien-Exemplare liegen. Das aktuelle Spitzenmodell in Form des Core i7-6700K kommt auf Taktraten von 4.0/4.2 GHz daher – so das hier durchaus Hoffnung darauf besteht, das Intel dem Kaby-Lake-Portfolio vielleicht höhere Taktraten gegenüber Skylake-Portfolio angedeien läßt. Insbesondere, da die nachfolgende Cannonlake-Architektur (schon allein als Konkurrenzmaßnahme gegenüber AMDs Zen-Architektur) wahrscheinlich dann mit mehr CPU-Rechenkernen im Consumer-Segment antritt, könnte Intel bei dieser möglicherweise letzten Consumer-Architektur bestehend nur aus Zwei- und Vierkernern alle Scheu über Bord werfen und mal die mittels der 14nm-Fertigung existierenden Taktraten-Reserven richtig ausnutzen.

Verlassen sollte man sich darauf aber nicht, denn Intel muß derzeit überhaupt nicht aggressiv im Prozessoren-Markt agieren – sondern muß eher den Wettbewerb mit AMD wie ein rohes Ei behandeln, um nicht mit AMD den einzigen verbliebenen Kontrahenten im Feld der x86-Prozessoren zu verlieren. Mehr als mit höheren Taktraten wird Kaby Lake allerdings nicht punkten können, da etwaige Verbesserungen an der integrierten Grafik für die Breite der Anwender herzlich uninteressant sind, echte Verbesserungen an der CPU-Architektur nicht zu erwarten sind und die kommenden neuen 200er Mainboard-Chipsätze für Kaby Lake nicht zwingend etwas besser machen als die aktuell vorhandenen 100er Mainboard-Chipsätze für den zwischen Skylake und Kaby Lake gleichen Sockel 1151. Kaby Lake wird wie bekannt in einzelnen Häppchen ab dem Herbst 2016 in den Markt kommen, Desktop-Modelle sind derzeit aber erst zum Jahresende 2016 bis Frühling 2017 zu erwarten.

Neue Zahlen zur (weltweiten) Betriebssystem-Verbreitung für den April 2016 seitens NetMarketShare und StatsCounter sehen teilweise hohe Differenz gegenüber den März-Zahlen: Bei NetMarketShare verlor Windows 7 um gleich 4,07%, während Windows 10 nur um 1,19% zulegte und vor allem die "anderen Betriebsysteme" deutlich hinzugewannen. Gut möglich, das es sich hierbei um einen Fehler oder statistischen Ausreißer handelt und dies im laufenden Monat schon wieder anders aussieht. Bei StatsCounter verliert Windows 7 hingegen nur 1,20%, Windows 10 gewinnt hingegen um 1,37% hinzu. In der Höhe der absoluten Zahlen liegen beide Statistikdienstleister aber immer noch (wegen unterschiedlicher Zählmethode) einigermaßen auseinander: Windows 7 sieht man bei 47,82% bzw. 44,56%, Windows 10 hingegen bei 15,34% bzw. 17,90%. Insofern lassen sich schwerlich genaue Zahlen zur Betriebssystem-Verbreitung nennen – aber es reicht inzwischen auch so aus, um Windows 10 als beiderseits klare Nummer 2 zu bezeichnen. Trotzdem bleibt Windows 10 natürlich bei der weltweiten Verbreitung weit weg von einer marktentscheidenden Signifikanz – jene hat allein Windows 7, wenngleich sich derzeit auf klar abbauenden Pfad bewegend.

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Umfrage-Auswertung: Wieviele CPU-Kerne sind verbaut (2016)?

Eine Umfrage von Mitte April ging der Frage nach, wieviel (physikalische) CPU-Kerne in Desktop-Systemen sowie DTRs verbaut sind – sowie, ob hierbei jeweils Bedarf nach mehr CPU-Kernen gesehen wird. Dieser Umfrage gingen ähnliche Umfragen vom Januar 2012 sowie Mai 2014 voraus, deren Ergebnisse sich zumindest teilweise vergleichen lassen. Mit der aktuellen Umfrage wird erneut die herausragende Stellung der Vierkern-Prozessoren belegt, welche gleich 68,1% der Umfrage-Teilnehmer in ihren Desktop- und DTR-Systemen einsetzen. Dabei liegen inzwischen nur noch 7,5% der Umfrage-Teilnehmer unterhalb der Marke von vier CPU-Rechenkernen, dafür aber gleich 24,4% oberhalb dieser Marke – setzen also mehr als vier CPU-Rechenkerne ein.

Dies ist dann auch der entscheidende Unterschied zu den 2012er und 2014er Umfragen, wo die Anzahl der unterhalb von vier CPU-Rechenkernen liegenden Umfrage-Teilnehmer noch größer ausgefallen ist als die Anzahl der oberhalb von vier CPU-Rechenkernen liegenden Umfrage-Teilnehmer (Januar 2012) bzw. auf einem in etwa ähnlichen Niveau lag (Mai 2014). Gut läßt sich dies auch an der Anzahl der Vierkern-Systeme sehen, welche zwischen 2012 auf 2014 weiter anstieg, zwischen 2014 auf 2016 jedoch erstmals leicht abnahm: Der Trend geht nunmehr in der Tat schon zu größeren Systemen als Vierkern-Modellen – auch wenn die CPU-Hersteller uns diesbezüglich noch eher zögerlich beliefern: Intel mit zu hohen Preislagen bei seiner E-Plattform und AMD mit seiner inzwischen faktisch nicht mehr gepflegten und leistungsschwachen Bulldozer-Architektur.

Januar 2012 Mai 2014 April 2016
Einkerner 2,5% 1,2% 0,7%
Zweikerner 22,2% 11,9% 6,3%
Dreikerner 2,0% 0,9% 0,5%
Vierkerner 63,3% 69,9% 68,1%
Sechskerner 9,0% 9,5% 12,0%
Achtkerner 1,0% 6,6% 10,9%
mehr als Achtkerner - - 1,5%

Daneben wurde bei dieser Umfrage noch abgefragt, in welche Richtung man seinen zukünftigen Bedarf an CPU-Rechenkernen sieht. Hier kann ein Blick in die Zukunft gewonnen werden – aber wenn natürlich nicht feststeht, wann diese eintritt, denn dies ist auch abhängig von den dafür passenden Angeboten. Nichtsdestotrotz läßt sich klar feststellen, das Achtkern-Modelle durchaus seitens der CPU-Käufer als nächste Standardgröße angedacht sind, deren Anteil könnte bis in Richtung 40% wachsen, während derjenige von Vierkern-Modellen bis in Richtung 30% zurückfallen könnte. Auch wenn diese Anteile schwer in der Realität erreichbar werden, so zeigt sich hierbei doch wenigstens der klare Bedarf der CPU-Käufer nach schlicht mehr CPU-Rechenkernen:

Zukunft Vierkerner Zukunft Sechskerner Zukunft Achtkerner Zukunft mehr als 8C
aktuell 1-3 CPU-Kerne 53,3% 7,6% 19,6% 3,8%
aktuell 4 CPU-Kerne 41,0% 12,1% 38,2% 8,7%
aktuell 6 CPU-Kerne - 41,7% 34,0% 24,3%
aktuell 8 CPU-Kerne - - 73,9% 26,1%
(mögliche) Zukunft 4C: 31,9% 6C: 13,8% 8C: 39,6% >8C: 13,4%
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Die Grafikkarten-Performance unter Need for Speed (2016)

Zum Autorennspiel Need for Speed (2016) liegen seitens PC Games Hardware, Tom's Hardware und PurePC eine ausreichende Anzahl an Testberichten zur Grafikkarten-Performance vor, um jene zum Zwecke einer Gesamtbetrachtung miteinander zu verrechnen und nachfolgend die Lücken (sinnvoll) auffüllen zu können. Das Spiel auf Basis der Frostbite-Engine kommt mit einer sehr skalierbaren Engine daher, so daß man den Titel auf niedrigsten Grafikoptionen und einer HalbHD-Auflösung von 1280x720 auch noch mit früheren Einsteigerlösungen oder gar (leistungsfähigen) integrierten Beschleunigern flüssig betreiben kann – gleiches gilt dann auch für Mobile-Beschleuniger, welchen man sich im Test von Notebookcheck explizit widmete. Auf die maximale Bildqualität hochgedreht, kommen diese Einsteigerlösungen natürlich lange nicht mehr mit, auch wenn die Performance-Anforderungen zumindest unter FullHD noch ganz human ausschauen und alle Spitzenbeschleuniger problemlos über 60 fps bieten:

Need for Speed (2016) – FullHD @ MaxQuality  (Quellen: PCGH, Tom's & PurePC)
AMD HD7000 AMD R200 AMD R300 nVidia GF600 nVidia GF700 nVidia GF900
25-29 fps 7870 270 370 670
680
950SE
30-35 fps 7870-Boost 270X 770 950
35-39 fps 7950
7950-Boost
280
285
960
40-49 fps 7970
7970-GHz
280X 380
380X
50-59 fps Titan 780
Titan Black
780Ti
ab 60 fps 290
290X
390
390X
Nano
Fury
FuryX
970
980
980Ti
Titan X

Auffallend ist hierbei die klare AMD-Dominanz unter diesem Titel: Es kommen mehr AMD-Grafikkarten auf sehr hohen Frameraten heraus, genauso schaffen (viel) mehr AMD-Grafikkarten überhaupt erst den Einstieg in diese Performance-Übersicht. nVidia wird hier gerade bei den Kepler-Grafikkarten schwer geschlagen, bis auf die GK110-basierten Modelle fällt es jenen schwer, überhaupt einmal 30 fps zu erreichen. Auf der AMD-Seite schaffen hingegen selbst solche klaren Mainstream-Angebote wie Radeon HD 7870 (Perf.Index 270%) und Radeon R7 370 (Perf.Index 260%) noch den Einstieg – im selben Performancefeld im übrigen wie die nominell deutlich schneller anzusetzende GeForce GTX 680 (Perf.Index 360%). Bezüglich des Grafikkartenspeichers geht im übrigen nichts unterhalb von 2 GB, mehr wird für einen flüssigen Eindruck eigentlich empfohlen, selbst wenn es sich (noch) nicht in den reinen fps-Werten auswirkt.

Need for Speed (2016) – WQHD @ MaxQuality  (Quellen: PCGH & Tom's)
AMD HD7000 AMD R200 AMD R300 nVidia GF600 nVidia GF700 nVidia GF900
25-29 fps 7950-Boost
7970
280 380-4GB 960-4GB
30-35 fps 7970-GHz 280X 380X Titan 780
Titan Black
35-39 fps 780Ti
40-49 fps 290 970
50-59 fps 290X 390
390X
Nano
Fury
980
ab 60 fps Fury X 980Ti
TitanX

Unter WQHD geht es dann allerdings klar in die Richtung, das 3 GB Grafikkartenspeicher das Minimum sind – sowohl für ein sinnvolles Spielen als auch für flüssige Frameraten. Zwischen AMD und nVidia ist hierbei das Feld wieder deutlich ausgeglichener, auch wenn nach wie vor eine klare Schwäche der Kepler-basierten Beschleuniger zu erkennen ist. Und während unter FullHD noch jene Menge Grafikkarten gutklassige Frameraten auswerfen, kommen auf (für ein Autorennspiel) sinnvolles Frameraten-Niveau von ab 40 fps noch noch aktuelle HighEnd-Grafikkarten. Unter UltraHD wird dies laut den weiterführenden Benchmarks von PC Games Hardware und Tom's Hardware noch dramatischer, 40 fps schaffen hierbei unter der maximalen Bildqualität des Spiels noch nicht einmal stark übertaktete GeForce GTX 980 Ti Karten (~38 fps). Der Rest der HighEnd-Riege hat unter UltraHD schon Probleme mit der 30-fps-Marke, was dann je nach persönlichem Flüssigkeitsanspruch eher eine Reduzierung der Bildqualität nahelegt.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 1. Mai 2016

Videocardz bringen zwei neue Dieshots, welche Polaris 11 & 10 darstellen sollen. Dabei ist die Zuordnung dieser Dieshots nicht wirklich gesichert, da jene von AMD zwar auf einer Polaris-bezogenen Webseite verwendet werden, dort jedoch keineswegs konkret Polaris zugeordnet sind. Der Gedanke liegt natürlich nahe, das AMD hier bereits echte Polaris-Dieshots verwenden könnte – genauso der Gedanke, das man dies aus Geheimhaltungsgründen gerade nicht macht. In jedem Fall ergeben sich aus dem (angeblichen) Polaris-11-Dieshot mangels Bildqualität und Vergleichsmaßstab sowieso keine weiteren Informationen, der (angebliche) Polaris-10-Dieshot konnte jedoch auf eine Chipfläche von ~236mm² geschätzt werden – interessanterweise sehr nahe an den 232mm² von AMDs Project F, welches schon früh dem Polaris-10-Chip zugeordnet wurde. Obwohl zwischenzeitlich mal zu bezweifeln war, ob Polaris 10 wirklich so klein ausfällt, deuten alle neueren Angaben – Performance in Richtung des Hawaii-Chips (438mm² unter der 28nm-Fertigung) und Preispunkt in Richtung 349 Dollar – inzwischen wieder darauf hin, das AMD hier einen klassischen Midrange-Chip konzipiert hat, zu welchem jene 232-236mm² Chipfläche perfekt passt.

Derweil bieten Nordic Hardware (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) sowie VR World genaueres zum Launch-Ablauf bei nVidias Pascal-Generation an: So soll nVidias Presseevent am 6. Mai 2016 über die Bühne gehen, dies ist der Freitag der ersten Mai-Woche. Wenig später sollen dann Testsamples zu den Hardware-Testern gehen, damit jene noch vor der Computex mit ihren Artikeln fertig werden – zu welchem Termin dann auch die Karten offiziell vorgestellt werden. Demzufolge dürften alle Informationen von nVidias Presseevent unter NDA laufen und auch die Karten-Reviews eine Veröffentlichungssperre bis zum Start der Computex aufweisen. Das exakte Datum steht zwar noch nicht fest, aber da der Start der Computex auf einen Dienstag fällt und dies (neben Donnerstag) ein typischer Launchtag für nVidia ist, dürfte es der 31. Mai 2016 (alternativ der 2. Juni 2016) werden – nVidia-typisch wären hierbei 6 Uhr kalifornischer Zeit, was in Mitteleuropa 15 Uhr ergibt.

Zu diesem Zeitpunkt werden dann die GP104-basierten GeForce GTX 1070 & 1080 in den Handel gehen – die dritte GP104-Variante in Form der (spekulativ derzeit so genannten) GeForce GTX 1065 soll dann Mitte Juni nachfolgen. Speziell VR World reden dann noch von der Vorstellung gleich zweier Pascal-Grafikchips in Form von GP104 und GP106 – letzterer Chip wird allerdings erst im Herbst erwartet und dürfte wenn dann nur auf nVidias Presseevent erwähnt werden, entsprechende Karten oder auch genauere Informationen zu damit geplanten Karten sind zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht zu erwarten. Eine gleichzeitige Vorstellung von gleich zwei Grafikchips hat es bei nVidia lange Zeit nicht mehr gegeben und ist wegen des höheren Manpower-Aufwands hierfür auch eher schwierig zu realisieren – daher strecken die Grafikchip-Entwickler üblicherweise ihre Releaseabfolgen entsprechend. Selbst wenn AMD diesen Weg bei Polaris 11 & 10 augenscheinlich doch gehen wird, deuten alle Anzeichen bei nVidia darauf hin, das jeder Pascal-Grafikchip seinen eigenen Launch bekommt.

Stichwort Angebots-Portfolio im Grafikkarten-Markt: Mit dem Monat Mai wäre eigentlich mal wieder eine Neuauflage des letzten Grafikkarten-Martüberblicks vom Februar 2016 an der Reihe. Normalerweise sollte auch der anstehende Launch neuer Grafikkarten dies nicht behindern – in diesem Fall ist es aber dennoch so: Denn da mit AMD Polaris 11 (Mainstream), AMD Polaris 10 (Performance/HighEnd) und nVidia GP104 (HighEnd) zur Computex gleich drei Grafikchips aus unterschiedlichen Performance-Segmenten zu erwarten sind, dürfte das Angebotsportfolio zum Juni 2016 auf breiter Front völlig anders aussehen als dato der Fall. Kommt Polaris 11 so günstig wie gedacht in den Markt, sind für den Preisbereich von 150 bis 650 Euro neue Lösungen auf Basis der 14/16nm-Generation zu erwarten – welche dann natürlich alle bisherigen 28nm-Lösungen umgehend "alt" aussehen lassen werden.

Ob sich einige dieser 28nm-Lösungen noch irgendwie halten können, wäre selbst nach gewissen Preissenkungen zu bezweifeln: Zwischen der 28nm- und der 14/16nm-Fertigung liegt einfach zu viel Zeit, da ist der Neuheitswert der neuen Modelle sehr hoch anzusetzen, neben praktischen Vorteilen bei der verbauten Speichermenge, der drastisch besseren Energieeffizienz sowie automatisch neueren Featuresets in allen Bereichen. Dies läuft dann auch darauf hinaus, das man dem Grafikkarten-Käufer, welcher aktuell einen neue Pixelbeschleuniger ab 150 Euro sucht, derzeit klar sagen muß: "Abwarten!" – bis zum Anfang Juni. Zwar kommt "später" immer bessere Hardware, aber in diesem Fall kommt in sehr absehbarer Zeit auf einer großen Portfolio-Bandbreite ein wirklich kräftiger Sprung – welchen man natürlich mitnehmen sollte. Im schlimmsten Fall bekommt man ab Juni die "alten" 28nm-Grafikkarten dann eben zu attraktiven Abverkaufspreisen, auch aus dieser Sicht lohnt das Warten in diesem speziellen Fall.

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