31

Hardware- und Nachrichten-Links des 31. März 2016

Die kürzlich notierten Hinweise auf der AMD-Webseite zu 32-Bit-Treibern sind leider ernst zu nehmen: AMD verweist für die Radeon R300 Serie generell nur noch auf die 64-Bit-Versionen dieser Treiber, zudem wurde auch im Download der 32bittigen R200-Treiber der (offizielle) Support der R300-Serie entfernt. Damit ist es auch nicht mehr möglich, über den Treiberlink zu den R200-Treibern einen 32-Bit-Treiber für die R300-Serie zu erhalten – dieser Schleichweg ist zu. Dies ist umso irritierender, als das die R300-Serie bis auf die Fiji-basierten Karten allesamt auf denselben Chips wie schon für die R200-Serie basiert – für welche AMD wie gesagt weiterhin aktuelle 32-Bit-Treiber anbietet. Möglich wäre für 32-Bit-Nutzer nur noch eine INF-Modifikation, mittels welcher den aktuellen R200-Treibern die Einträge für die R300-Serie beigebracht werden, der eigentliche Support dieser Grafikchips ist ja schließlich weiterhin vorhanden (im genauen: muß zwingend vorhanden sein). Alternativ ist der letzte Treiber, welchen AMD derzeit für R300-Karten auf 32-Bit-Systeme aufgelegt hat und welcher noch auf den AMD-Webseiten verfügbar ist, ein Crimson 16.3 Hotfix-Treiber.

Schneller als gedacht gibt es somit keine aktualisierten 32-Bit-Treiber mehr bei AMD, zumindest für die neueste Grafikkarten-Serie. Ob sich AMD hiermit einen Gefallen tut, den Support für chipgleiche Modelle der R300-Serie einzustellen, während selbiger weiterhin bei der R200-Serie geboten wird, ist allerdings eher zu bezweifeln. Im LowCost- und Mainstream-Bereich wird es sicherlich noch das eine oder andere System auf 32-Bit-Grafik und mit kleinerer R300-Grafiklösung geben, welche nun – trotz durchaus neuen Baudatums – vom Treibersupport abgeschnitten sind. Andererseits werden Gamer sicherlich längst auf 64-Bit-Systeme umgestiegen sein, da schon seit einiger Zeit neu erscheinende Spieletitel dies erfordern. Trotzdem wäre es besser gewesen, dieses Supportende auf das Erscheinen wirklich neuer Hardware zu legen, beispielsweise im Rahmen der kommenden Polaris/Vega-Generation – dies wäre wesentlich besser erklärbar als diese eher willkürlich erscheinende Einschränkung der R300-Treiber, obwohl bei den chipgleichen R200-Modellen weiterhin der 32-Bit-Support geboten wird. Update vom 17. April 2016: Irrtum – AMD stellt diesen Treibersupport doch noch nicht ein.

Unter anderem Heise berichten über den offiziellen Launch von Intels Broadwell-EP Server-Prozessoren – aus welchen dann in den nächsten Wochen auch noch die Consumer-Varianten Broadwell-E herausgeschnitzt werden wird. Broadwell-EP kommt in Form dreier Dies daher – mit 10, 15 und 24 Rechenkernen, wobei Intel die letztere Variante nicht gänzlich ausfährt, maximal werden derzeit bis zu 22 aktive Rechenkerne geboten. Gegenüber Haswell-EP bietet Broadwell-EP eine um ca. 6% höhere IPC, bessere Taktraten unter SingleThread-Last, bessere Taktungen von nicht durch AVX belasteten Rechenkernen sowie primär mehr Rechenkerne auf: Haswell-EP gab es mit bis zu 18 Rechenkernen, Broadwell-EP wie gesagt derzeit bis maximal 22 Rechenkerne. In der Summe dieser Vorteile kann man sich bei Broadwell-EP wohl 30-40% Mehrperformance erhoffen – regelrecht gut in der heutigen Zeit, wo die Fortschritte im CPU-Bereich meistens sehr viel magerer ausfallen. Broadwell-E/EP-Prozessoren laufen weiterhin im Sockel 2011v3, gehen aber rein offiziell von DDR4/2400-Speicher anstatt von DDR4/2133 wie bei Haswell-E/EP aus.

Regulär sollten alle für Haswell-E geeigneten Mainboards auch Broadwell-E (nach BIOS-Update) aufnehmen können, teilweise bieten die Mainboard-Hersteller für Retail-Mainboards auch den offiziellen Support von Haswell-EP an. Damit könnte man sich im Consumer-Bereich theoretisch auch aus dem Portfolio von Broadwell-EP bedienen – leider liefert Intel hierfür allerdings keine umgehend ansprechenden Modelle ab: Der Achtkerner XeonE5-2620 hat mit 417 Dollar einen interessanten Listenpreis, kommt mit Taktraten von 1.8/2.1 GHz aber klar zu taktschwach daher. Der Zehnkerner XeonE5-2630 v4 nimmt mit seinen zehn Rechenkernen ein wenig die Intel-Zukunft im Consumer-Bereich weg, der Listenpreis ist mit 667 Dollar noch gangbar – aber auch hier sind die Takraten von 1.8/2.2 GHz wohl zu leistungslos, um sich wirklich mit dem Portfolio von Haswell-E anlegen zu können. Besitzer von Systemen des Sockels 2011v3 sollten eher auf die Consumer-Variante Broadwell-E warten, welche wohl die interessanteren Prozessoren-Modelle bieten wird.

HT4U vermelden ernsthafte Hinweise auf etwas, was bisher zur PS4K als eher undenkbar galt: Die kommende Sony-Konsole soll tatsächlich klar mehr Hardware-Power erhalten, nicht nur eine verbesserte Video-Einheit zur Spiele-Hochskalierung auf die UltraHD-Auflösung. Trifft dies zu, dann dürfte Sony vermutlich die Hardware derart ähnlich halten, das originale PS4 und PS4K aus Entwicklersicht dasselbe sind – und damit den für Konsolen enorm wichtigen Vorteil des gleichen Systems erhalten. Die PS4K kann sich dann wohl einfach unter höheren Auflösungen austoben – wobei zu bezweifeln wäre, das es hierbei mehr als FullHD wird, selbst die doppelte Hardware-Power würde noch keine native 4K-Berechnung ermöglichen. Sonys Zielsetzung dürfte eher darin liegen, das die FullHD-Auflösung jetzt und auch perspektivisch noch für die nächsten Jahre bei der PS4K wieder eingehalten wird, schließlich wurde die originale PS4 damit mal beworben.

Inhalt abgleichen