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Hardware- und Nachrichten-Links des 26. September 2014

PCTuning (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) haben im übrigen nicht nur zum GM200-Chip geschrieben, sondern bringen auch die alternative Möglichkeit einer GeForce GTX 990 ins Spiel. Angeblich soll sich nVidia derzeit noch nicht sicher sein, ob man den GM200-Chip wirklich so schnell ins Gamer-Segment bringen will und hat als Ersatzlösung eine DualChip-Grafikkarte auf GM204-Basis ins Auge gefasst. Jene dürfte sich recht schnell erstellen lassen, wird aber natürlich nur mit Referenz-Taktraten sauber funktionieren – weil nur dort das TDP-Limit bei den nVidia-Vorgaben gehalten wird. Ein paar kleine Taktraten-Abspeckungen könnte es dennoch geben, so daß die potentielle GeForce GTX 990 am Ende auf vielleicht 70-80% Mehrperformance gegenüber der GeForce GTX 980 herauskommen könnte – was immer noch klar mehr wäre als bei der GeForce GTX Titan Z. Auch eine GM200-basierte "GeForce GTX Titan X" könnte die GeForce GTX 990 dann nicht mehr erreichen. Allerdings ist es aus heutiger Sicht nur eine Möglichkeit, daß nVidia eine solche Karte auflegt – aus Enthusiasten-Sicht wäre eine bezahlbare Gamer-Grafikkarte auf GM200-Basis viel interessanter, MultiChip-Lösungen kann man schließlich per SLI auch selber erstellen.

Laut dem japanischen PC-Watch (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) soll AMDs Tonga-Chip der Radeon R9 285 im Vollausbau die bereits bekannten 2048 Shader-Einheiten und allerdings ein 384 Bit DDR Speicherinterface tragen. Zudem soll Tonga der erste vollständig HSA-fähige Chip sein und damit sogar Kaveri übertreffen. Dies soll AMD auf einer Veranstaltung in Indien gesagt haben (ergo war da also doch etwas am laufen) – wofür derzeit allerdings noch eine Bestätigung fehlt. Sollten diese Daten zutreffen, könnte Tonga im Vollausbau die Radeon R9 280X sicher überrunden und würde mit den passenden Taktraten eine Performance in der Nähe der Radeon R9 290 erzielen können. Sobald der Fiji-Chip herauskommt, würde die Radeon R9 290X dann von einer Salvage-Ausführung von Fiji beerbt werden können, womit der Hawaii-Chip auf "Auslauf" gehen könnte – sprich, das sich schon mit dem Tonga-Launch andeutende Modell für AMDs 2015er Portfolio könnte wirklich passieren.

Insbesondere die Stelle mit dem 384-Bit-DDR-Speicherinterface ist jedoch nicht gänzlich sicher, man kann aus dem Text auch herauslesen, daß dies eine Annahme seitens PC Watch sei. Selbst die 2048 Shader-Einheiten kann man noch nicht als letztes Wort betrachten – AMD könnte in dieser Frage versucht sein, die Presse vorsätzlich hinters Licht zu führen. Die ganze Meldung benötigt halt dringend einer offiziellen Bestätigung, damit man gerade die Hardware-Daten wirklich ernst nehmen kann. Der Punkt der HSA-Fähigkeit ist dagegen offensichtlich, da dies ein langjähriges Steckenpferd von AMD darstellt. Problemhaft wird es dagegen, sollte AMD hierfür tatsächlich die "zu vielen Transistoren" des Tonga-Chips geopfert haben – denn da gibt es sicherlich bessere, sofort wirkende Anwendungszwecke als HSA. Gerade im Bereich von Gaming-Grafikkarten ist dieses Feature nun wirklich bedeutungslos, selbst wenn die reinen Möglichkeiten durchaus interessant sind. Eigentlich erscheint AMD momentan mit seinem Grafikchip-Geschäft nicht gerade in der Position, viele Transistoren für erst in mittelfristiger Zukunft vielleicht relevante Features zu opfern, welche zudem dem normalen Hardware-Käufer gar nichts sagen – sprich, mehr Shader-Einheiten wären die (deutlich) bessere Wahl gewesen.

WinFuture berichten weiterhin zu Windows 9: So soll zum einen Microsoft höchstselbst ein kostenloses Upgrade von Windows 8 auf Windows 9 in Aussicht gestellt haben – damit hätten die vielen verkauften, aber nicht genutzten Windows-8-Lizenzen dann doch noch einen Sinn. Windows-7-Nutzer würden hierbei allerdings leer ausgehen. Zum anderen wird es nach längerer Zeit im März 2015 mal wieder eine WinHEC-Konferenz geben, deren Datum und Standort (Shenzhen) man als Anzeichen für einen Windows-9-Launch auf der WinHEC sieht. Hier gibt es aber auch noch andere Auslegungsmodelle – als Hardware-nahe Konferenz könnte man die WinHEC auch eher dazu benutzen, Windows 9 den Hardware-Herstellern schmackhaft zu machen, während der Endkunden-Launch dann demzufolge später stattfinden würde. Noch ist nicht sicher, ob Microsoft beim Launch von Windows 9 sich an das Datum der technischen Fertigstellung (Frühling 2015) hält – oder nicht doch lieber den grundsätzlich attraktiveren Termin (Sommer/Herbst 2015) vorzieht.

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Erste Spezifikationen zu nVidias GM200-Chip

Das tschechische PCTuning (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) bringt erste Spezifikationen zu nVidias GM200-Chip, den kommenden größten Grafikchip der Maxwell-Architektur. Die Quelle der Spezifikationen wird leider nicht genannt, so daß nicht klar ist, ob man sich das ganze nicht einfach aus den Fingern gesaugt oder schlicht aus einem Forum abgeschrieben hat. Unplausibel sind diese Spezifikationen jedoch nicht, so daß jene durchaus angehört werden können:

    nVidia GM200

  • 28nm-Fertigung von TSMC
  • Chipfläche 10-15% größer als beim GK110 = 600-635mm² Chipfläche
  • 20-22 Shader-Cluster mit demzufolge 2560 bis 2816 Shader-Einheiten
  • 384 oder 512 Bit DDR Speicherinterface
  • Chiptakt: über 1000 MHz Basetakt
  • Launch: Weihnachten 2014
  • Performance ca. +40-50% gegenüber der GeForce GTX Titan Black = Perf.Index ~700-750%
  • Verkaufsname: GeForce GTX Titan X
  • Quelle: (ausschließlich) PCTuning

Allerdings wird bei genauem Lesen offensichtlich, daß hierbei auch eigene Annahmen seitens PCTuning mit eingemischt wurden – was es schwierig macht, jene Angaben herauszulesen, welche wirklich eine Quellenbasis haben. Zugleich ist die Anzahl der Shader-Cluster mit bis 22 nur schwer passend, da sich 22 Shader-Cluster nicht wirklich auf eine sinnvolle Anzahl an Raster-Engines aufteilen lassen. nVidia könnte natürlich mit einer ungleichmäßigen Bestückung der Raster-Engines antreten, wie dies bei Salvage-Lösungen durchaus öfters der Fall ist – trotzdem darf man es als vakant bezeichnen, ob man dies wirklich im Vollausbau eines Grafikchips anstrebt.

Andererseits erscheinen nur 20 Shader-Cluster aka 2560 Shader-Enheiten als recht wenig angesichts der schon 2048 Shader-Einheiten des GM204-Chips – dies wären nur 25% mehr Shader-Einheiten bei sicherlich wieder etwas geringeren Taktraten, der Gewinn an Rechenleistung würde bei nur schätzungsweise +15% liegen. Sinnvolle Größen (in Bezug auf eine gute Aufteilung der Shader-Cluster an die Raster-Engines) liegen bei 24 bzw. 25 Shader-Clustern, was 3072 bzw. 3200 Shader-Einheiten ergeben würde. Dies wäre jeweils etwas mehr als beim GK110-Chip, aber noch nicht so viel mehr, als daß dafür die Chipfläche bedeutsam größer werden müsste – wie dies zwischen GK104- und GM204-Chip bekannterweise der Fall ist (+35% Chipfläche für +33% Shader-Einheiten).

Angenommen 3072 oder 3200 Shader-Einheiten wird es aber dennoch schwierig für nVidia, das ganze unterhalb einer Chipfläche von 600mm² hinzubekommen – der GM200-Chip wird also in jedem Fall ein ziemliches "Dickschiff" werden. Angesichts dieser Flächenprobleme dürfte es kaum dazu langen, ein größeres Speicherinterface zu verbauen – wobei dies angesichts der Erfolge von nVidia bei der besseren Ausnutzung der vorhandenen Bandbreite beim GM204-Chip wohl keineswegs eine Performancebremse ergeben sollte. Sehr große Sprünge bei den professionellen Feature sind dagegen nur dann zu erwarten, wenn nVidia die Anzahl der Shader-Einheiten reduziert – was wie gesagt kaum passieren wird, dies ergäbe zu wenig Gaming-Vorsprung gegenüber dem GM204-Chip. Demzufolge sehen unsere eigenen Spekulationen zum GM200-Chip derzeit folgendermaßen aus:

    nVidia GM200

  • 28nm-Fertigung von TSMC
  • Chipfläche ~10% größer als beim GK110 = ~600mm² Chipfläche
  • 4 bis 6 Raster-Engines (Aufteilung: 4x6, 5x5 oder 6x4)
  • 24 oder 25 Shader-Cluster mit demzufolge 3072 oder 3200 Shader-Einheiten sowie 192 oder 200 TMUs
  • möglicherweise 96 ROPs
  • 384 Bit DDR Speicherinterface
  • Launch: Richtung Jahreswechsel 2014/2015
  • Performance ca. +30-35% gegenüber der GeForce GTX 980 = Perf.Index ~740-770%
  • Quelle: 3DCenter-Forum, eigene Überlegungen und Annahmen

Noch ein wenig offen ist in dieser Spekulations-Liste die Anzahl der verbauten ROPs. Da nVidia beim GM204 überraschend mit gleich 64 ROPs an einem nur 256 Bit DDR Speicherinterface angetreten ist, wären "nur" 48 ROPs wie beim GK110-Chip wohl zu wenig im Sinne der Maxwell-Architektur. Demzufolge könnte der GM200-Chip durchaus mit der stolzen Zahl von gleich 96 ROPs antreten. Damit sind runde 40% mehr Rechenleistung und rund 50% mehr Speicherbandbreite gegenüber dem GM204-Chip erreichbar, was durchaus ~30-35% Mehrperformance gegenüber der GeForce GTX 980 ergeben könnte. Dies wäre in jedem Fall ausreichend, um eine neue Titan-Grafikkarte mit einem beachtbar großen Performance-Abstand auflegen zu können. Bei nur 2560 Shader-Einheiten wäre es dagegen schwierig, überhaupt auf nur 20% Performancegewinn zu kommen – womit sich der üblich monströse Preis einer Titan-Grafikkarte kaum rechtfertigen lassen würde.

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Informationen & Benchmarks zu GeForce GTX 970M & 980M

Aus verschiedenen Quellen – unser Forum, das Forum von Notebookreview und letztlich Videocardz – läßt sich derzeit schon ein gewisses Bild zu den kommenden Mobile-Beschleunigern GeForce GTX 970M & 980M auf GM204-Basis erstellen. Haupt-Diskussionspunkt ist derzeit noch, mit vielen aktiven Shader-Einheiten gerade die GeForce GTX 980M antritt, hierzu gibt es Meldungen für 1664 oder 2048 Shader-Einheiten. Die derzeit schon bekannten Performance-Werte sowie die angesetzten Taktraten sprechen jedoch eher für die kleinere Lösung von 1664 Shader-Einheiten – und immerhin könnte nVidia auch später noch mehr nachschieben, wird nVidia derzeit von der Konkurrenz überhaupt nicht zu größerem gezwungen.

Die GeForce GTX 970M dürfte hingegen angesichts ihres klaren 192 Bit DDR Speicherinterfaces mit nochmals deutlich weniger Shader-Einheiten antreten, genannt werden derzeit oftmals 1280 Shader-Einheiten. Damit könnte man die GeForce GTX 970M wohl auch auf Basis des GM206-Chips bilden, welcher voraussichtlich exakt diese Hardware-Spezifikationen aufweist. Möglicherweise kommt die GeForce GTX 970M anfänglich GM204-basiert in den Markt und wird dann bei Verfügbarkeit des GM206-Chips auf diesen Chip umgestellt werden, ohne daß deswegen aber neue Grafikkarten-Namen eingeführt werden.

3DMark11 Extreme (GPU) 3DMark13 FireStrike (GPU) 3DMark13 FireStrike Ex (GPU)
GeForce GTX 980M 4128 3828 8046-8292 9309-9693 4146 4308
GeForce GTX 970M - - 5979 7403 - -
GeForce GTX 880M ~3000 ~2750 ~6600 ~7500 ~2900 ~3000
GeForce GTX 770 3665 3320 7064 7638 3453 3548
GeForce GTX 780 4265 3857 8290 8816 4127 4133
GeForce GTX 970 4888 4452 9495 10556 4767 4904
GeForce GTX 980 5803 5312 11207 12616 5633 5808
Vergleichswerte zur GeForce GTX 880M aus der 3DMark-Datenbank, Vergleichswerte zu GeForce GTX 770, 780, 970 & 980 von TweakPC

Die derzeit vorliegenden Performance-Werte geben schon eine recht klare Richtung zur GeForce GTX 980M vor: Die Karte ist mehr als deutlich schneller als die GeForce GTX 880M und erreicht in etwa das Performance-Niveau der GeForce GTX 780 des Desktop-Segments, vielleicht im Rahmen von 2-5% mehr. Dies liegt auch absolut im Rahmen der Versprechungen nVidias, wonach die GeForce GTX 980M ca. 75-80% des Niveaus der GeForce GTX 980 erreichen bzw. die GeForce GTX 680M um den Faktor ~2,05 überbieten soll.

Die GeForce GTX 970M ist mangels ausreichender Benchmarks derzeit noch nicht so exakt einschätzbar. Grob gesehen wird die Performance der GeForce GTX 880M erreicht, die Performance der GeForce GTX 770 wird wohl knapp verfehlt. Dies wäre für das Mobile-Segment aber immer noch überaus ehrenwert – zumindest wenn man Desktop-ähnliche Höchstleistungen unbedingt in seinem Notebook haben will. Dafür muß man dann allerdings auch hohe TDP-Werte in Kauf nehmen, welche zu GeForce GTX 970M & 980M zwar noch nicht vorliegen, aber sicherlich kaum unterhalb von 100 Watt liegen dürften.

Chipbasis & Technik Taktraten Desktop-Vergleich
GeForce GTX 980M 28nm GM204-Chip, Maxwell-Architektur, voraussichtlich: 1664 Shader-Einheiten, 104 TMUs, 64 ROPs, 256 Bit DDR Interface Chip: 1038/1127 MHz
GDDR5: 2500 MHz
Richtung GeForce GTX 780
Perf.Index: ~450-460%
GeForce GTX 970M 28nm GM204-Chip, Maxwell-Architektur, voraussichtlich: 1280 Shader-Einheiten, 80 TMUs, 48 ROPs, 192 Bit DDR Interface ? Richtung GeForce GTX 770
Perf.Index: ~320-370%
GeForce GTX 880M 28nm GK104-Chip, Kepler-Architektur, 1536 Shader-Einheiten, 128 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR Interface, 105W TDP Chip: 954 MHz + Boost
GDDR5: 2500 MHz
Richtung GeForce GTX 760
Perf.Index: ~300-320%
GeForce GTX 870M 28nm GK104-Chip, Kepler-Architektur, 1344 Shader-Einheiten, 112 TMUs, 24 ROPs, 192 Bit DDR Interface, 100W TDP Chip: 941 MHz + Boost
GDDR5: 2500 MHz
Richtung GeForce GTX 660
Perf.Index: ~240-260%
GeForce GTX 780M 28nm GK104-Chip, Kepler-Architektur, 1536 Shader-Einheiten, 128 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR Interface Chip: 823 MHz + Boost
GDDR5: 2500 MHz
Richtung GeForce GTX 660 Ti
Perf.Index: ~290%
GeForce GTX 680MX 28nm GK104-Chip, Kepler-Architektur, 1536 Shader-Einheiten, 128 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR Interface Chip: 720 MHz
GDDR5: 2500 MHz
Richtung GeForce GTX 660
Perf.Index: ~260%
GeForce GTX 680M 28nm GK104-Chip, Kepler-Architektur, 1344 Shader-Einheiten, 112 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR Interface Chip: 720 MHz
GDDR5: 1800 MHz
Richtung GeForce GTX 650 Ti "Boost"
Perf.Index: ~220%
Radeon HD 8970M 28nm Pitcairn-Chip, GCN-Architektur, 1280 Shader-Einheiten, 80 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR Interface Chip: 850/900 MHz
GDDR5: 2400 MHz
Richtung Radeon R7 265
Perf.Index: ~235%
Die angegebenen Taktraten sind im Mobile-Bereich reine Empfehlungen der Grafikchip-Entwickler an die Gerätehersteller.
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Umfrage-Auswertung: Wie ist der Ersteindruck zur Radeon R9 285?

Eine Umfrage von Anfang September beschäftigte sich mit dem Ersteindruck zu AMDs Radeon R9 285, der ersten Tonga-basierten Grafikkarte. Jene kam in den Kritiken der Hardwaretester nur mittelmäßig weg, der Nutzer-Eindruck ist nun mehrheitlich negativ: Nur 26,4% positiver Ersteindruck sind fast Negativ-Rekord, auch die restlichen Daten sind allesamt am unteren Ende der Skala aus den bisher vorliegenden Vergleichswerten angesiedelt. Als klares Hauptproblem der Radeon R9 285 sieht man dabei den geringen Fortschritt gegenüber existierenden Angeboten – was gerade angesichts eines neuen zur Verfügung stehenden Grafikchips um so mehr verwunderlich ist. Das nicht überzeugende Preis/Leistungs-Verhältnis wurde ebenfalls noch häufiger genannt, während die default-Speicherbestückung von nur 2 GB hier gegenüber als primärer Bremsklotz zurücktreten musste.

Wenig verwunderlich kommt die Radeon R9 285 demzufolge auf ein potentielles Kaufinteresse von nur 8,1% – für eine Karte ihres Preisbereichs ist dies deutlich zu wenig. Die in einem ähnlichen Preisbereich gestarteten Radeon HD 7850 & 7870 Karten kamen seinerzeit auf ein potentielles Kaufinteresse von (zusammen) 27,8%, gut bewertete Karten können einzeln durchaus 15-25% erreichen. Dabei ist im Laufe der Zeit durchaus noch einiges möglich für die Radeon R9 285, mit dem richtigen Preispunkt läßt sich die Karte durchaus verkaufen. Davon ist die Karte derzeit mit Preisen ab 210 Euro jedoch noch weit entfernt, so lange die gleich schnelle Radeon R9 280 nach wie vor ab 170 Euro zu bekommen ist und die schnellere Radeon R9 280X mit ab 220 Euro nur unwesentlich mehr kostet. Da beide genannten AMD-internen Kontrahenten gleich 3 GB Grafikkartenspeicher bieten, sowie die Radeon R9 285 keinen echten Stromverbrauchs- oder Feature-Vorteil hält, spricht zur aktuellen Preislage wenig für den Erwerb der neuen AMD-Grafikkarte.

positiv durchschnittlich negativ Kaufinteresse
Radeon R9 290X 67,9% 22,2% 9,9% 26,7%
Radeon R9 290 47,2% 29,3% 23,5% 27,9%
Radeon R9 280X 39,2% 37,5% 23,3% 19,5%
Radeon R9 285 26,4% 43,3% 30,3% 8,1%
Radeon R9 270X 46,6% 32,4% 21,0% 21,1%
Radeon R9 270 40,9% 33,1% 26,0% 16,3%
Radeon R7 265 34,5% 38,8% 26,7% 10,7%
Radeon HD 7990 36,9% 30,7% 32,4% 3,5%
Radeon HD 7970 "GHz Edition" 33,4% 33,3% 33,3% 5,9%
Radeon HD 7970 66,5% 26,0% 7,5% 22,1%
Radeon HD 7950 71,1% 17,8% 11,1% 20,3%
Radeon HD 7850 & 7870 70,7% 19,2% 10,1% 27,8%
Radeon HD 7790 45,6% 37,2% 17,2% 13,4%
GeForce GTX 650 Ti 20,0% 37,7% 42,3% 5,7%
GeForce GTX 650 Ti "Boost" 33,1% 41,7% 25,2% 7,1%
GeForce GTX 660 40,8% 37,2% 22,0% 16,8%
GeForce GTX 660 Ti 30,7% 40,4% 28,9% 9,3%
GeForce GTX 670 68,5% 19,6% 11,9% 24,9%
GeForce GTX 680 73,0% 17,7% 9,3% 16,3%
GeForce GTX Titan 43,0% 23,2% 33,8% 4,3%
GeForce GTX 750 & 750 Ti 49,4% 26,5% 24,1% 13,5%
GeForce GTX 760 31,5% 39,7% 28,8% 12,0%
GeForce GTX 770 45,6% 28,5% 25,9% 19,1%
GeForce GTX 780 47,5% 22,8% 29,7% 9,4%
GeForce GTX 780 Ti 60,2% 22,0% 17,8% 6,8%
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Hardware- und Nachrichten-Links des 25. September 2014

Aus der (vermeintlichen) großen AMD-Ankündung zum 25. September ist augenscheinlich nichts geworden, es gab nicht einmal einen nur AMD Indien betreffenden Launch oder ähnliches. AMD hat allein einen ersten Catalyst-Treiber mit Unterstützung von OpenCL 2.0 herausgebracht, welche somit die OpenCL-Idee bei AMDs Grafiklösungen und APUs weiter vorantreibt. Bezüglich neuer Grafik-Hardware von AMD scheint dagegen nichts direkt anzustehen, die Gerüchteküche ist auch auffallend ruhig. Potentiell kann es noch eine Radeon R9 295X auf Hawaii-Basis sowie weitere Tonga-Varianten geben – gut möglich allerdings, daß AMD es für dieses Jahr läßt und dann erst im nächsten Jahr mit dem Fiji-Chip und der Radeon R300 Serie neu angreifen wird.

Damit werden für dieses Jahr nur noch Preisnachlässe auf das bestehende Grafikkarten-Portfolio von AMD folgen, erste Ansätze hierzu sind derzeit schon zu sehen: Die Radon R9 290 ging in den Tagen seit dem Launch der neuen nVidia-Grafikkarten von um die 300 Euro auf teilweise ab 260 Euro herunter, die Radeon R9 290X von um die 400 Euro auf eine neue Preislage von 350 bis 390 Euro. Ob dies ausreichend ist, darf allerdings bezweifelt werden – die GeForce GTX 970 ist ein zu rundes Produkt, um jene mit ihrem attraktiven Preis ab 310 Euro einfach so ignorieren zu können. Normalerweise müsste AMD deutlicher im Preis heruntergehen und sollte dies vor allem auch mit einer konzentrierten Marketing-Aktion begleiten, anstatt einfach nur peu à peu die Preise abzusenken, ohne daß dies dem potentiellen Käufer also wirklich bewußt wird.

Die PC Games Hardware hat GeForce GTX Titan vs. GeForce GTX 980 unter starker Übertaktung verglichen: Die GeForce GTX Titan lieft auf 837/1202/3600 MHz, die GeForce GTX 980 sogar auf 1126/1500/4000 MHz – sprich, man hatte hier ein ausgesprochen taktfreudiges Exemplar der GeForce GTX 980 zur Verfügung. Damit ist es auch nicht ganz verwunderlich, daß die neuere GeForce GTX 980 der älteren GeForce GTX Titan um 13% davonzieht. Dieses nominell gute Ergebnis deutet aber genauso auch an, daß sehr gut übertaktete GeForce GTX 780 Ti Karten in diesem Duell ein Wörtchen mitzuspielen hätten: Nominell ist die GeForce GTX 780 Ti schon gut 10% schneller als die GeForce GTX Titan, zudem läßt sich die GeForce GTX 780 Ti auch etwas besser übertakten. Demzufolge würde es nicht verwundern, wenn unter starker Übertaktung GeForce GTX 780 Ti und GeForce GTX 980 letztlich auf dasselbe Performance-Niveau kommen.

Ob sich die "nur" 3 GB Speicher der GeForce GTX 780 Ti wirklich so negativ auswirken, bliebe dagegen zu bezweifeln – oder aber zumindest mittels Test zu belegen. Bemerkenswert daneben ist an diesem Test der Quervergleich zu den nicht übertakteten Modellen, welcher aufzeigt, daß die GeForce GTX 980 zwar Spitzen-Taktraten bietet, aber relativ gesehen nur ein gutklassiger, aber kein überragender Übertakter ist: Die GeForce GTX 980 gewann unter ihrer Übertaktung 21% an Performance gegenüber den Referenz-Taktraten – die GeForce GTX Titan hingegen gleich um 32,6% unter ihrer Übertaktung. Mit einer übertakteten GeForce GTX Titan ist man also immer noch sehr gut mit dabei, einmal abgesehen vom monströsen Anschaffungspreis. Auch eine übertaktete GeForce GTX 780 Ti ist leistungstechnisch noch lange nicht geschlagen – nur macht sich für einen Neukauf halt die featuretechnisch überlegene GeForce GTX 980 natürlich besser.

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