Über Ostern hat Intel wie erwartet die Chipsätze der 7er-Serie B75, H77, Z75 und Z77 vorgestellt, welche den offiziellen Unterbau für die erst Ende des Monats erscheinenden Ivy-Bridge-Prozessoren bilden werden. Da die Ivy-Bridge-Prozessoren weiterhin im Sockel 1155 erscheinen und keine gravierenden Änderungen mitbringen, werden diese jedoch auch in den allermeisten Mainboards mit 6er Chipsatz laufen – von den Mainboard-Herstellern zumeist mit BIOS-Updates direkt unterstützt, wahrscheinlich aber sogar ohne direkte BIOS-Unterstützung realisierbar.
Intels kommende Prozessorenarchitektur Ivy Bridge wird – aufgrund Produktionsproblemen oder der Produktpolitik oder auch beidem – wie bekannt nicht an einem Tag mit einem kompletten Produktprogramm antreten, sondern von Intel ziemlich über die Jahresmitte verteilt werden. CPU-World bringen hierzu neue Informationen bzw. bestätigen teilweise schon vorhandenes Wissen: Am 8. April findet die offizielle Vorstellung der neuen Desktop-Chipsätze B75, H77, Z75 und Z77 statt – welche allerdings nicht zwingend für Ivy Bridge benötigt werden, da Ivy Bridge im selben Sockel 1155 antritt wie schon die (noch) aktuellen Sandy-Bridge-Prozessoren.
Die VR-Zone berichtet über die 2013er CPU-Architektur "Haswell" seitens Intel und zeigt diesbezüglich Die-Symbolbilder, welche das Haswell-Die (rechts) im Vergleich zum Ivy-Bridge-Die (links) darstellen sollen. Dabei wurden (von Intel?) weitere Informationen eingezeichnet, so daß man zum einen die CPU-Rechenkerne als auch die integrierte Grafiklösung erkennen kann – und bei Haswell zudem einen als "L4" bezeichneten extra Bereich bzw. sogar ein extra Die auf dem Trägermaterial.
Die Marktforscher der IDC bieten neue Zahlen zu den Marktanteilen im Markt für PC-Prozessoren des vierten Quartals 2011 sowie des Gesamtjahres 2011 an (als PC-Prozessoren gelten wohl alle x86-Modelle, da ARM-Prozessoren generell sowie andere Hersteller für Serverprozessoren nicht mit erfasst sind). Im groben und ganzen haben sich die Marktanteile selbst im Gesamtjahr nur eher mäßig verschoben – was aber auch kein Wunder ist, das größte Volumen an PC-Prozessoren wird nun einmal über OEM-Verträge zwischen den CPU-Entwickler und großen PC-Herstellern gelöst und ist damit eine eher weniger bewegliche Größe bzw. nichts, was man über Nacht ändern könnte oder auch wollte.
Eine von Donanim Haber kommende Intel-Folie schafft Klarheit über die Launchpläne von Intel – und die Verschiebung der Zweikern-Modelle, welche nun doch deutlicher ausfällt als bisher erwartet. Wie zuletzt schon vermutet wird Intel am 29. April die Vierkern-Modelle von Ivy Bridge samt der dazugehörigen Mainboard-Chipsätze B75, H77, Z75 und Z77 vorstellen – interessanterweise ohne den Zweikerner Core i5-3470T, welcher gemäß früheren Planungen immer zeitgleich mit den ersten Vierkern-Modellen in den Markt entlassen werden sollte. Am 3.
AnandTech haben im Rahmen ihres allgemeinen Ivy-Bridge-Previews auch der neuen Grafikeinheit des Core i7-3770K Prozessors auf den Zahn gefühlt, womit nunmehr zwei Tests zu dieser HD Graphics 4000 Grafiklösung vorliegen.
Ein (kurzzeitig) auf der Intel-Webseite zu findendes PDF-Dokument zeigte ein nahezu komplettes Lineup an "Ivy-Bridge" Vierkern-Prozessoren inklusive deren wichtigster Daten auf – ungünstig für Intel, wenn man diese Prozessoren erst in zwei Monaten offiziell vorstellen will, daß man nun schon höchst selber für die Leaks sorgt.