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Intel mit "Heterogeneous" Chip-Design und neuem MultiChip-Ansatz mit "Interconnect Bridge"

Die ComputerBase bringt weitere Präsentationsfolien und Ausführungen von Intels "Technology and Manufacturing Day". Interessant insbesondere die Ausführungen zum "Heterogeneous" Chip-Design und den damit einhergehenden MultiChip-Modulen. Unter einem "Heterogeneous" Chip-Design versteht Intel dabei einen Chip, welcher unter der Haube aus mehreren Dies auf demselben Trägermaterial zusammengesetzt ist (gibt es natürlich schon des längerem), dessen Einzelchips allerdings unterschiedlichen Fertigungsverfahren entstammen. Intel hat hierfür ein (hypothetisches) Beispiel kreiert, wo ein Prozessor aus immerhin 5 Einzel-Dies besteht, wovon nur CPU- und GPU-Teil in 10nm hergestellt sind, der I/O- und der Comm-Part dann in 14nm und "andere" Chipteile dann sogar nur in 22nm. Pro Forma ist ein solches System komplizierter und damit fehleranfälliger – allerdings kann Intel somit größere Teile des insgesamten Prozessors in "alten" Fertigungsverfahren und damit entsprechend viel günstiger herstellen.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 29. März 2017

Die ComputerBase hat genauere Informationen zu den von Intel progostizierten Leistungszuwächsen der Core i7-8000 Prozessoren-Serie, welche Intel zum Jahresende in den Markt schicken will. Danach ergeben sich die genannten 15% Mehrperformance nur beim Vergleich eines Ultrabook-Zweikerner der Core i7-7000 Serie mit einem Notebook-Vierkerner der Core i7-8000 Serie. Für letzteres hat Intel dabei verwirrenderweise gleich zwei TDPs angegeben – einmal nur 15 Watt, was dem Ultrabook-Zweikerner entsprechen würde, und einmal 44 Watt, was dann eher einen ausgewachsenen Notebook-Prozessor ergibt. Die Performanceermittlung hat dabei wohl auf einheitlich 15 Watt stattgefunden – ansonsten wäre die +15% Mehrleistung nicht wirklich viel für den Sprung vom Zwei- zum Vierkerner. Trotzdem erklärt sich somit, wieso es überhaupt zu +15% ohne eine neue CPU-Generation reicht – mit diesem Techniksprung (von 2 auf 4 CPU-Kerne) ist dies natürlich viel einfacher möglich.

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Neue, genauere Stromverbrauchsmessungen zu AMDs Ryzen 7

Das AMDs TDP-Angaben zu den Ryzen 7 Prozessoren ziemlicher Nonsens sind, wurde schon in der entsprechenden Launch-Analyse thematisiert. Genaueres hierzu kommt nun aus dem Reloaded-Test von HT4U, welche mit mehr Zeit bewaffnet dem Thema genauer auf den Pelz gerückt sind. Entscheidende Erkenntnis hierbei ist, das sich AMDs Ryzen im Gegensatz zu früheren AMD-Prozessoren nicht mehr nur aus der 12-Volt-Leitung bedient, sondern weitere Stromquellen anzapft – wie auch neuere Intel-Prozessoren noch über die 3,3-Volt-Leitung Strom ziehen. Messungen der reinen 12-Volt-Leitung zeigen bei Ryzen somit also nur einen Teil der Wahrheit, geben zwar den weitaus größeren Teil des Stromverbrauchs an, aber eben nicht wirklich alles. Hinzukommend gibt es bei Ryzen aber auch noch feine interne Sensoren, mittels welchen sich die CPU selber überwacht, um sich notfalls selber heruntertakten zu können.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 28. März 2017

Aus unserem Forum kommt der Hinweis auf interessante nVidia-Aussagen zum Thema Grafikkarten-Spannungserhöhung auf Pascal-Grafikkarten in einem kürzliche Video-Interview: Danach wählt nVidia angeblich die default-Spannung seiner Grafikkarten so aus, das jene im Schnitt (nur) etwa fünf Jahre halten. Die maximal mögliche Spannungserhöhung (ohne Hardware-Modifizierungen) soll die Lebensdauer dann jedoch auf nur noch ein Jahr verkürzen. Beide Zeiträume erscheinen als vergleichsweise kurz – könnten allerdings auch Marketing-gewaschen sein, um die Nutzer an dieser Stelle (richtigerweise) daran zu erinnern, das Spannungserhöhungen natürlich immer (prinzipbedingt wegen der Elektromigration) die Lebensdauer der Halbleiterchips verkürzen. Zudem sind Gamer-Grafikkarten nach fünf Jahren üblicherweise längst echtes "Alteisen" – und bei seinen LowCost- und Mainstream-Modellen dürfte sich nVidia (hoffentlich) größere Spielräume einräumen.

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nVidia verlängert sein aktuelles Spielebundle und gibt jenes auch für GeForce GTX 1060 & 1080 Ti frei

Grafikchip-Entwickler nVidia hat sein eigentlich dieser Tage auslaufendes Spielebundle mit der wahlweisen Dreingabe von "For Honor" und "Ghost Recon: Wildlands" um drei Wochen auf den 18. April 2017 verlängert. Zudem sind nunmehr neben GeForce GTX 1070 & 1080 auch GeForce GTX 1060 & 1080 Ti teilnahmeberechtigt. Als Nachteil dieser Spielebundle-Aktion darf weiterhin gelten, das die Spiele nur über nVidias "GeForce Experience" Tool eingelöst werden können. Davon abgesehen ist es sicherlich das attraktivste Spielebundle der letzten Zeit – und nebenbei das einzige noch offiziell laufende. Von AMD ist diesbezüglich leider nichts mehr neues gekommen, wobei man dort womöglich schlicht das Erscheinen der Radeon RX 500 Serie abwartet.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 27. März 2017

Die ComputerBase berichtet mit fernöstlicher Quelle über den Start der Massenfertigung des Apple A11 SoCs im 10nm-Prozeß von TSMC – welche schon seit Anfang 2017 laufen soll. Alternativ läuft bei Samsung schon seit Herbst 2016 der Qualcomm Snapdragon 835 SoC in deren 10nm-Prozeß vom Band, Samsung scheint da etwas früher gestartet zu sein. Andere Chips unter diesen beiden 10nm-Fertigungsverfahren sind aber nicht all zu bald zu erwarten, üblicherweise sichern sich Samsung und TSMC die ersten Monate im neuen Prozeß exklusiv, um für ihren Eigenbedarf (Samsung Galaxy S8 & Apple iPhone 8) entsprechend gerüstet zu sein. Ausgehend von deren Erscheinungsterminen kann man allerdings immer ganz gut auf die Verfügbarkeit dieses neuen Fertigungsverfahrens für große Grafikchips schließen – jenes lag zumindest in der 14/16nm-Generation glatt ein ganzes Jahr hinter dem Marktstart erster fertiger Produkte mit 14/16nm-SoCs zurück (Samsung Exynos 7420 im Samsung Galaxy S6 im April 2015 vs. nVidia GP104 in der GeForce GTX 1080 im Mai 2016).

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Umfrage-Auswertung: Welches Interesse besteht an HDR-Monitoren?

Mittels einer Umfrage von Ende Februar wurde nach dem grundsätzlichen Interesse an HDR-Monitoren für den PC-Bereich gefragt. Jenes derzeit gerade einmal anrollende Thema hat allerdings durchaus schon seine (frühen) Anhänger, denn 2,1% der Umfrageteilnehmer besitzen schon einen entsprechenden Monitor (und wenn man auf die Stimmen aus dem Forum hört, will man selbige auch nie wieder hergeben). Weitere 10,9% der Umfrage-Teilnehmer zeigen volles Interesse ungeachtet etwaiger Problempunkte, hier dürfte über kurz oder lang sicherlich auch eine entsprechende Anschaffung anstehen – womit dann (mit einer Verbreitung von ab ~10%) der Einstieg von HDR-Monitoren zumindest unter den Hardware-Enthusiasten wirklich erreicht wäre. Noch ist allerdings nicht abzusehen, wann dieser Zeitpunkt ansteht, hierzu wäre ein breiteres Marktangebot sicherlich hilfreich.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 25./26. März 2017

Vom russischen GameGPU (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) kommen erste Grafikkarten-Benchmarks unter Nier: Automata – zu welchem gemäß der PC-Systemanforderungen noch die Frage offen war, ob es da wirklich einen so großen Vorteil für AMD-Grafikkarten gibt wie es der Spielepublisher offiziell angibt. Und in der Tat bevorzugt das Spiel laut den vorliegenden Benchmarks (und nicht ungewöhnlich als eigentliche PS4-Entwicklung) AMD-Grafikkarten einigermaßen stark – allerdings bei weitem nicht so stark wie dies in den offiziellen Systemanforderungen notiert wurde. Dort stellte der Spielepublisher beispielsweise einer Radeon R9 380X (Perf.Index 400%) eine GeForce GTX 980 (Perf.Index 600%) gegenüber – ein reichlich gewagter Vergleich, der sich in der Realität nicht bestätigt, eine GeForce GTX 970 (Perf.Index 510%) ist hierbei der besser passende Gegenpart. Dies wurde demzufolge bei unserer Auflistung der Systemanforderungen zu Nier: Automata korrigiert.

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