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Wie ist der Ersteindruck zur Radeon R9 Fury?

Alle Entscheidungsgrundlagen zu dieser Frage findet man in der Launch-Analyse zur Radeon R9 Fury (non-X) sowie natürlich im entsprechenden Diskussions-Thread zum Launch im Forum.

Positiver Ersteindruck, bin aber schon mit gleichwertigem oder besserem eingedeckt.
7% (111 Stimmen)
Positiver Ersteindruck, könnte interessant werden für eine Neuanschaffung.
18% (282 Stimmen)
Positiver Ersteindruck, aber preislich außerhalb meiner Interessenlage.
37% (558 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, primär wegen der meistens geringen Mehrperformance zur GeForce GTX 980.
5% (81 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, primär wegen der nur verbauten 4 GB Speicher.
4% (58 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, primär wegen des noch nicht ganz passenden Preispunkts.
12% (183 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, primär aus anderem Grund.
2% (34 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, primär wegen der meistens geringen Mehrperformance zur GeForce GTX 980.
6% (89 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, primär wegen der nur verbauten 4 GB Speicher.
2% (25 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, primär wegen des noch nicht ganz passenden Preispunkts.
5% (72 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, primär aus anderem Grund.
2% (34 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 1527
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Neuer Artikel: Launch-Analyse AMD Radeon R9 Fury

Mit dem 10. Juli stellt AMD die Radeon R9 Fury vor – die zweite Grafikkarte basierend auf dem Fiji-Chip und die erste luftgekühlte dazu. Nachdem der Launch der größeren Radeon R9 Fury X nicht gänzlich überzeugend verlief, kommt man nun mit neuen Argumenten bei der Radeon R9 Fury daher, welche auch zu den bisherigen Problemfällen passen: Die Luftkühlung erübrigt eine erneute Diskussion ums Pumpenfiepen, der niedrigere Preispunkt eröffnet neue Möglichkeiten für AMD – die Radeon R9 Fury muß sich nun nicht mehr direkt an der GeForce GTX 980 Ti reiben wie noch die Radeon R9 Fury X. Unser nachfolgender Artikel wird wieder alle Details und Daten zur neue AMD-Karte zusammentragen sowie vor allem eine Auswertung der aufgelaufenen Performance-Werte betreiben, auf daß das Performance-Profil der Radeon R9 Fury herausgearbeitet werden kann ... zum Artikel

390X Fury Fury X 980 980 Ti
1920x1080 MSAA/SMAA/FXAA 92,1% 100% 107,7% 96,3% 117,4%
2560x1440 MSAA/SMAA/FXAA 89,0% 100% 108,5% 89,7% 114,1%
3840x2160 MSAA/SMAA/FXAA 87,4% 100% 109,8% 84,2% 109,5%
3DCenter (FullHD) Performance-Index 570% 620% 660% 600% 730%
3DCenter 4K Performance-Index 75% 85% 95% 75% 95%
Spiele-Stromverbrauch ~290W ~270W 284W 174W 237W
Straßenpreis 430-460€ erwartet für ~600€ 700-750€ 480-510€ 670-710€
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Hardware- und Nachrichten-Links des 10. Juli 2015

Die Radeon R9 Fury scheint nun ja einen ziemlich guten Launch hinzulegen – die Performance ist nahe der Radeon R9 Fury X, ausreichend weit weg von der GeForce GTX 980, zudem ist die Geräuschbelastung erstaunlich niedrig für eine luftgekühlte Karte. Und trotzdem verwundert etwas, daß AMD hier Knall auf Fall den eigentlich offiziell auf den 14. Juli angesetzten Launch um vier Tage vorgezogen hat – und zwar zuungunsten der Hardware-Tester, welche die Karten deswegen auch nicht vier Tage früher bekommen haben, sondern einfach nur ungezählte Nachtschichten einschieben mussten. Wir können uns jedenfalls an keinen Launch erinnern, weil welchem solche Schwergewichte wie AnandTech, TechPowerUp und der Tech Report alle zugleich nicht pünktlich auf die Sekunde zum NDA-Fall einen Testbericht online hatten – sondern allesamt erst später am Tag ihren Bericht herausbrachten. Dies ist aber aufgrund der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit auch kein Wunder, bei Hardwareluxx kam das Testsample erst am Mittag des Launch-Tages (!) an – bei anderen oxidiert das Testsample sogar noch irgendwo beim Lieferdienst. Ein wohlorganisierter Launch sieht anders aus – und daß AMD hier keine Testsamples stellt, weil es kein Referenzdesign gibt, darf als Argument niemals durchgehen: AMD stellt die grundsätzliche Hardware vor, gibt Termine und Spezifikationen vor – ergo hat man auch dafür zu sorgen, daß die Hardware-Redaktionen ausreichend Testsamples mit einem ausreichenden Testzeitraum bekommen.

Eigentlich hatte man gehofft, daß sich unter der neuen Chefin Lisa Su da einiges bei AMD ändert – dem ist derzeit aber augenscheinlich noch nicht so bzw. vielleicht steht dies auch erst zum jetzigen Zeitpunkt auf der To-Do-Liste. In jedem Fall ist es schade, wenn so etwas ausgerechnet bei von den Hardware-Testern ziemlich gut bewerteten Produkt passiert – die Radeon R9 Fury hätte anstatt dieses mittelprächtigen Launches mit einem Dutzend Testberichten zum NDA-Fall samt einigen Nachzüglern im weiteren Verlauf des Tages sicherlich eher einen breitgewalzten Launch mit drei Dutzend Testberichten (möglichst nicht immer nur von derselben Sapphire-Karte) direkt zum NDA-Fall verdient gehabt. Wir geben gern zu, daß drei Dutzend gegenüber einem Dutzend Testberichte kaum noch einen journalistischen Mehrwert bieten – aber für AMD würden jene mehr Nutzer-Aufmerksamkeit erzeugen, ein Punkt, den AMD derzeit sicherlich gut gebrauchen kann. AMD sollte dringend daran arbeiten, diese wirklich vermeidbaren Fehler abzustellen – nVidia liegt weit vor, und da muß man als kleinerer Kontrahent faktisch perfekt arbeiten, um noch eine Chance zu erhalten.

Heise berichten über eine Erklärung bzw. sogar halbe Anleitung eines Hackers, wie jener eine Hintertür in das UEFI des Intel-Mainboards DQ77KB einbaut. Was der Hacker dafür an Aufwand hat, ist durchaus nicht trivial, auch funktioniert sein Hack eben nur auf diesem einzelnen Intel-Mainboard und müsste für jedes andere Mainboards entsprechend modifiziert werden – das ganze ist also weniger etwas für den Massengebrauch, wo man möglichst billig möglichst viele Nutzer abzockt. Im Maßstab von Unternehmen, Behörden und Regierungen ist die Bedrohungslage durch diesen Hack dagegen sehr ernst zu nehmen, da sich hier oftmals der Aufwand lohnt, explizit nur für ein einzelnes Ziel zu programmieren. Am Ende erhält man dafür eine auf dem Zielsystem unsichtbare Backdoor, deren Existenz man nur mittels übergeordneter Sicherheitssysteme eventuell erahnen kann. Ausgangslage des ganzen Hacks ist im übrigen eine schlechte Absicherung und zu viele Zugriffsrechte des "System Management Mode" (SMM) des Intel-UEFIs, mit welchem regulärerweise die Energieverwaltungs-Funktionen des PCs ausgeführt werden – primär die verschiedenen Stromspar-Modi der eingesetzten Prozessoren angesteuert werden.

Nochmals Heise vermelden eine Änderung Microsofts zum Verhalten von Windows 10 bei funktionellen Updates. Kürzlich war hierzu berichtet worden, daß Windows 10 Enterprise über eine Möglichkeit verfügen würde, diese funktionellen Updates gänzlich abzuschalten – und damit nicht nur zu verschieben wie bei Windows 10 Pro & Education. Dem ist leider nicht so, das reguläre Windows 10 Enterprise wird sich in dieser Frage nur wie die Pro- und Education-Versionen verhalten. Microsoft lagert die Long-Term-Support-Funktionalität vielmehr in eine extra "Windows 10 Enterprise 2015 LTSB" Version aus – welche vermutlich sogar 10 Jahre zu diesem Software-Stand mit Sicherheits-Updates unterstützt werden wird. Welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um an so eine LTSB-Version herauszukommen, ist noch nicht klar – da es aber schon die normalen Enterprise-Versionen eigentlich nur im Rahmen einer Volumenlizenz gibt, dürften nur die wenigsten Normalsterblichen in den Genuß der Möglichkeit kommen, frei zu entscheiden, ob man Microsofts kommende funktionelle Updates (inklusive aller Irrtümer und Irrwege) wirklich mitmacht.

Laut den Marktforschern von Gartner ist der weltweite PC-Markt im zweiten Quartal um satte 9,5% gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen – der härteste Quartalsverlust seit dem Jahr 2013 auf dem Höhepunkt des Tablet-Booms. Damit wird es immer wahrscheinlicher, daß auch das Gesamtjahr 2015 nicht etwa ein ungefähres Pari zu 2014 bringt, wie zum Jahresanfang noch teilweise prognostiziert – sondern einen ähnlich starken Abschwung wie im Gesamtjahr 2014 zu verzeichnen hat. Der Hauptgrund für den heftigen Abschwung im zweiten Quartal dürfte wohl der baldige Launch von Windows 10 sein – die Hersteller versuchen vorher ihre Läger an "Altgeräten" zu leeren, selbst wenn Windows 10 problemlos auf allen jetzt verkauften PC-Systeme installierbar bzw. upgradbar sein sollte. Hinzu kommt der Punkt der nahenden Skylake-Architektur von Intel, welche mit einer komplett neuen Plattform auch komplett neue PCs & Notebooks ergibt. Beide Faktoren dürften die Hersteller sehr vorsichtig bei Nachproduktionen werden lassen – um eben nicht unnötige Lagerbestände an "Altmaterial" zu verhindern. Mit dem Launch von Windows 10 und Skylake könnte dies dann aber auch schnell ins Gegenteil umschlagen: Die Läger müssen wieder gefüllt werden, es wird eventuell mehr nachbestellt als ansonsten üblich. Mit etwas Glück kommen für die PC-Hersteller also zwei vernünftig bis gut laufenden Quartale daher – gebrauchen könnte man jene angesichts von ständigen Rückschritten im PC-Geschäft durchaus.

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Launch der Radeon R9 Fury: Erst Testberichte gehen online

Vorgezogen um vier Tage vom ursprünglichen Launch-Termin, beschließt AMD die zweite Juli-Woche mit dem Launch der Radeon R9 Fury – der luftgekühlten Ausführung des Fiji-Grafikchips mit etwas abgespeckten Hardware-Daten von nur 3584 anstatt 4096 Shader-Einheiten sowie nur 1000 MHz anstatt 1050 MHz Maximaltakt. Augenscheinlich stört dies die Radeon R9 Fury aber nicht sonderlich, um auf Touren zu kommen – der Performanceabstand zur Radeon R9 Fury X ist erstaunlich gering und eigentlich die 100 Dollar/Euro Mehrpreis nicht wert. Die ersten Testberichte erreichen nunmehr das Internet (viele weitere sind augenscheinlich noch ausstehend), die Diskussion zum Launch rollt ebenfalls an – und zu einem späteren Zeitpunkt (tausende Benchmarks miteinander zu verrechnen braucht auch etwas Zeit) wird unsere Launch-Analye mit einer Zusammenfassung der zu sehenden Zahlen und Einschätzungen folgen.

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Finale Spezifikationen zur Radeon R9 Fury samt einem (vielleicht) neuen Launch-Termin: 10. Juli um 14 Uhr

Seitens eTeknix kommt ein Teil der Pressemappe zur Radeon R9 Fury, der kleineren und luftgekühlten Schwester der Radeon R9 Fury X. Jenen AMD-Präsenationsfolien ist erst einmal eine Bestätigung der zuletzt schon genannten Kartenspezifikationen zu entnehmen – mit der Ergänzung, daß auch die neue Karte eine TDP von 275 Watt tragen wird. Gezeigt werden in der Pressemappe zudem erste Herstellerdesigns seitens Asus und Sapphire mit jeweils gleich drei Lüftern – die Radeon R9 Fury wird wie bekannt ohne jedes Referenzdesign erscheinen, was aber in Bezug auf die gute Arbeit der Grafikkarten-Hersteller bei den letzten HighEnd-Grafikkarten von AMD keinen Nachteil darstellen muß.

AMD Radeon R9 Fury Spezifikationen
AMD Radeon R9 Fury Spezifikationen
AMD Radeon R9 Fury Benchmarks
AMD Radeon R9 Fury Benchmarks
AMD Radeon R9 Fury Herstellerkarten
AMD Radeon R9 Fury Herstellerkarten

Wie zu sehen, hat AMD auch ein paar eigene Benchmarks beigelegt – wobei man solcherart Hersteller-eigene Zahlen vorsichtig betrachten sollte, die AMD-eigenen Benchmarks zur Radeon R9 Fury X gingen glatt um ~10% daneben (prognostiziert wurde GeForce GTX 980 Ti +9% unter 4K, herausgekommen ist ein Gleichstand unter 4K). Bei den neuen AMD-Benchmarks vergleicht man die Radeon R9 Fury zur GeForce GTX 980 unter 4K – ein sicherlich dankbares Feld für AMD, da die nVidia-Karte bekannterweise unter 4K klar zurückfällt. AMD prognostiziert hierbei (im Schnitt der gezeigten Performancemessungen) einen Vorteil von +21% zwischen Radeon R9 Fury und GeForce GTX 980 – dies würde einen 3DCenter 4K Performance-Index von 90% ergeben, ziemlich nahe dran an der Radeon R9 Fury X (4K Perf.Index 95%) und damit etwas oberhalb unserer bisherigen Erwartungen im 4K-Testfeld (~85%).

GeForce GTX 980 Radeon Fury Radeon Fury X GeForce GTX 980 Ti
Architektur Maxwell 2, DirectX 12.1 GCN 1.2, DirectX 12.0 GCN 1.2, DirectX 12.0 Maxwell 2, DirectX 12.1
Technik 4 Raster-Engines (mit verdoppelter Raster-Power), 2048 Shader-Einheiten, 128 TMUs, 64 ROPs, 256 Bit DDR Interface 4 Raster-Engines, 3584 Shader-Einheiten, 224 TMUs, 64 ROPs, 4096 Bit DDR HBM-Interface 4 Raster-Engines, 4096 Shader-Einheiten, 256 TMUs, 64 ROPs, 4096 Bit DDR HBM-Interface 6 Raster-Engines (mit verdoppelter Raster-Power), 2816 Shader-Einheiten, 176 TMUs, 96 ROPs, 384 Bit DDR Interface
Taktraten 1126/1216/3500 MHz
(Ø-Chiptakt: 1144 MHz)
≤1000/500 MHz
(Ø-Chiptakt: ? MHz)
≤1050/500 MHz
(Ø-Chiptakt: 1050 MHz)
1000/1075/3500 MHz
(Ø-Chiptakt: 1114 MHz)
Speicherausbau 4 GB GDDR5 4 GB HBM1 4 GB HBM1 6 GB GDDR5
Kühlung Luft Luft Wasser Luft
Kartenlänge 27cm ~31cm 19cm 27cm
Stromstecker 2x 6pol. 2x 8pol. 2x 8pol. 1x 6pol. + 1x 8pol.
TDP 165W 275W 275W 250W
FullHD Perf.Index 600% geschätzt ~590-610% 660% 730%
4K Perf.Index 75% geschätzt ~85% 95% 95%
Listenpreis 499$ 549$ 649$ 649$
Straßenpreis 480-510€ erwartet für ~600€ 700-750€ 670-710€

Vielleicht gelingt es AMD ja wirklich, die Radeon R9 Fury näher an die Radeon R9 Fury X heranzupositionieren – angesichts des hohen Preispunkts wäre dies ausdrücklich zu empfehlen, selbst wenn das in Folge dann die Radeon R9 Fury X etwas entwerten würde. Denn ohne einer wirklich überzeugenden Performance in Schlagweite zur Radeon R9 Fury X wäre auch die Radeon R9 Fury zum bisher von AMD so genannten Listenpreis von 549 Dollar zu teuer – man muß schon einen klaren Performance-Vorteil zur GeForce GTX 980 liefern, jene nVidia-Karte wird bei den Straßenpreisen um etwas mehr als 100 Euro günstiger liegen als die für grob 600 Euro zu erwartende Radeon R9 Fury.

Daneben berichten verschiedene Nachrichten-Magazine über einen neuen Launch-Termin der Karte, welcher auf den heutigen 10. Juli um 14 Uhr deutscher Zeit lauten soll. Ausgangslage für diese Meldungen ist wohl durchgehend der Countdown auf der Sapphire-Webseite, welcher zu diesem Zeitpunkt abläuft und dann in der Vorstellung oder wenigstens der Ankündigung einer neuen Fiji-Grafikkarte von Sapphire resultieren soll. Während jenes Anzeichen als ziemlich eindeutig erscheinen, sind andere Anzeichen für einen Launch schon am heutigen Freitag – beispielsweise Listungen auf Preisvergleichs-Webseiten – noch nicht vorhanden. Generell erscheint ein Vorziehen des Launches angesichts des vorher klar mit "14. Juli" kommunizierten Launchdatums und der immer noch herrschenden Knappheit an Fiji-Chips als nicht gerade wahrscheinlich – aber wer weiß was es für interne Gründe geben mag, wir können uns einfach überraschen lassen.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 9. Juli 2015

AMDs neuer Catalyst 15.7 Treiber unterstützt in seiner Windows-10-Version bereits WDDM 2.0 und DirectX 12 vollständig – auch wenn dies derzeit den Status einer "technischen Vorschau" hat und offizielle Windows-10-Treiber erst mit dem Launch des neuen Microsoft-Betriebssystems am 29. Juli zu erwarten sind. Neben den erweiteren VSR-Fähigkeiten nun für (fast) alle GCN-basierten Grafikkarten bietet der Catalyst 15.7 auch das mit der Fury-Serie eingeführte Feature "Frame Rate Target Control" (FRTC) nunmehr für alle AMD-Grafikkarten an: Hierbei handelt es sich um einen klassischen Frameratenbegrenzer, wie bereits von diversen Tweaktools her bekannt. Neben einer langen Liste an Bugfixes spricht AMD von Performance-Verbesserungen unter FarCry 4 und Tomb Raider, zudem gibt es etliche überarbeiteten CrossFire-Profile. Nicht erwähnt, aber augenscheinlich dürften mit dem neuen Treiber die Verbesserungen des Radeon-R300-Launchtreibers dann auch den Radeon-R200-Grafikkarten zukommen – was es eigentlich erforderlich machen würde, das ganze nochmals durchzutesten. Vor allem aber beendet AMD mit diesem Treiber eine (zu) lange Zeit, in welcher man sich nur mit Beta-Versionen durchmogelte – bei aller Liebe zu nicht gerade wöchentlich neuen Treiber-Releases ist doch ein Zeitraum von sieben Monaten (Catalyst 14.12 zu 15.7) zwischen zwei offiziellen Treiber-Versionen einfach viel zu lang.

Golem und Heise berichten über einen ersten, lauffähigen Testchip in der 7nm-Fertigung seitens IBM – produziert in Zusammenarbeit mit GlobalFoundries und Samsung, welche in dieser Frage eine langjährige Forschungsgemeinschaft bilden. Insofern darf angenommen werden, daß sich GlobalFoundries und Samsung später für die eigenen Fertigungsverfahren an diesen Forschungsergebnissen bedienen werden – IBM selber stellt nichts mehr her, die IBM-Chipfertigung wurde kürzlich an GlobalFoundries abgegeben. Hergestellt wurde der 7nm-Testchip im übrigen unter Nutzung der EUV-Lithographie, welche gemäß früheren Planungen schon längst etabliert sein sollte, aus reinen Wirtschaftlichkeitsgründen derzeit jedoch immer weiter in die Zukunft verschoben wird. Der Status eines "Testchips" läßt natürlich nicht erkennen, ob jene Wirtschaftlichkeitsprobleme nunmehr überwunden sind – testweise in EUV-Lithographie hat Intel schon öfters mal was hergestellt, entsprechende Fertigungsanlagen haben sogar schon Serienreife. Insofern bleibt in Frage, ob die EUV-Lithographie wirklich schon bei der 7nm-Massenfertigung kommt, Intel beispielsweise will seine 7nm-Fertigung tatsächlich noch ohne EUV-Lithographie erreichen können.

Wenigstens scheint IBM bei der 7nm-Fertigung wieder ein guter Fortschritt bei der Flächenersparnis gelungen zu sein, jene soll bei nahezu 50% gegenüber der besten 10nm-Fertigung liegen (sprich, eine nahezu Halbierung der Fläche bei gleichbleibender Transistorenzahl, ergo ist nahezu die doppelte Transistorenzahl bei gleicher Chipfläche möglich). Dies ist angesichts der teilweise unterdurchschnittlichen Fortschritte anderer moderner Fertigungsverfahren dann doch einmal ein Lichtblick. Es bleibt dennoch die Frage, ob jene Testfertigung es irgendwann einmal in die Massenfertigung schafft – gerade das Element der EUV-Lithographie wirft wie gesagt das Problem der Wirtschaftlichkeit auf. Gut möglich, daß jene 7nm-Testfertigung von IBM die technologisch beste 7nm-Fertigung stellt, trotzdem aber aus Kostengründen niemals breit eingesetzt werden wird. Terminlich liegt das ganze allerdings noch einigermaßen weit in der Zukunft, vor dem Jahr 2019 sollte man kaum mit kaufbaren Produkten aus der 7nm-Fertigung rechnen – und selbst diese Angabe hat noch gutes Potential für weitere Verzögerungen.

Golem vermelden ein radikales Experiment seitens des großen US-Filmstudios "Paramount": Danach sollen diverse neue Kinofilme bereits zwei Wochen nach Kinostart auch für das (legale) Internet-Streaming sowie Video-on-Demand zur Verfügung stehen. Hierfür wurden spezielle Verträge mit US-Kinoketten abgeschlossen, welche jenen einen Umsatzanteil an diesem Geschäft versprechen – um die ansonsten in den USA übliche 90-Tage-Schonfrist für die Kinos kürzen zu können. Natürlich handelt es sich hierbei nur um einen Test mit wenigen Kinoketten und ausgewählten Filmen (keine Blockbuster) – aber wie es ein Filmstudio-Topmanager so schön sagte: "Einer musste den Anfang machen." Ob der Test gut geht oder nicht, wird wahrscheinlich noch nicht einmal entscheidend sein, der Druck seitens Piraterie und großen legalen Streaming-Anbietern wird die Filmstudios langfristig wohl dazu zwingen, von der üblichen, zeitlich gestaffelten Verwertungskette gänzlich abzugehen – und alle Verwertungsformen irgendwann in der Zukunft schon ab Filmstart anzubieten. Das Kino wird deswegen überhaupt nicht untergehen, schließlich ist das Gemeinschaftserlebnis etwas völlig anderes als einen Film alleine zu Hause anzusehen, vom Aspekt der besseren Vorführtechnik in den Kinos ganz zu schweigen.

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