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Hardware- und Nachrichten-Links des 4./5. August 2016

HT4U berichten über weitere Treiber-Verbesserungen bei der Radeon RX 480 im Rahmen des Crimson-Treibers 16.8.1, welche zum Launch der Radeon RX 470 verwendet wurde. Zumindest im Launchtest von HT4U liegt damit die Radeon RX 480 8GB (bisheriger Perf.Index 550%) näher an der Radeon R9 390X (Perf.Index 580%) als an der Radeon R9 390 (Perf.Index 540%) – ein Ergebnis, welches natürlich noch durch andere Tests bestätigt werden muß. In jedem Fall wird es damit interessant, wer von den Launchtests zur Radeon RX 470 den neuen Treiber auch für die Radeon RX 480 verwendet hat – und wer nachlässigerweise einfach frühere Ergebnisse zweitverwendet hat. Dies ist aus Gründen des Zeitdrucks natürlich verständlich, führt im Sinne der Leser und Grafikkartenkäufer aber an der Sache vorbei – nicht nur, weil damit die Radeon RX 480 eventuell etwas falsch eingeordnet wird, sondern auch weil der Abstand der neuen Radeon RX 470 zur RX 480 somit möglicherweise fälschlich beschrieben wird. Wir werden uns der Sache in der kommenden Launch-Analyse zur Radeon RX 470 noch annehmen, welche leider durch die dann doch noch aufgetauchten Hardwaretests zur Titan X in entsprechende Verzögerung geraten ist.

Die PC Games Hardware bringt eine neue, abweichende Information zur Chipfläche von Polaris 11 – welcher bei der am 8. August erwarteten Radeon RX 460 verbaut wird. Jener Mainstream-Grafikchip ist nun nicht gleich 146mm², sondern nur 124mm² groß (Aussage eines AMD-Ingenieurs auf dem Polaris-Techday) – was die PCGH zusätzlich noch durch ein Foto belegen kann: In jenem ist der Polaris-11-Chip als sogar etwas kleiner als ein GDDR5-Speicherchip zu sehen, welcher seinerseits auf eine Chipfläche von 133mm² kommt. Jene 124mm² passen auch besser zur Hardware von Polaris 11, welche schließlich teilweise sogar weniger als die Hälfte des 232mm² großen Polaris-10-Chips ausmacht (1024 zu 2304 Shader-Einheiten). Natürlich lassen fixe Einheiten wie PCI-Express-Interface, Video- und Display-Engine eigentlich niemals eine perfekte Schrumpfung oder perfekte Hochskalierung von Grafikchips zu, das aktuelle Gegenbeispiel von GP104 zu GP102 ist da schlicht die berühmte Ausnahme von der Regel.

Interessant in diesem Zusammenhang, das Polaris 11 wohl nur ein PCI Express 3.0 x8 Interface trägt, welches auch ebenso auf entsprechenden Grafikkarten ausgeführt wird. Gänzlich sicher ist diese Information noch nicht, dies müsste erst noch durch AMD selber bestätigt werden. Im Fall des Falles spart man nochmals ein wenig Strom sowie Chipfläche ein, was im Rahmen der klaren Mainstream-Performance der Karte für keinerlei Nachteile sorgen dürfte. Ungünstig wäre das ganze nur, wenn man eine Radeon RX 460 in uralte Mainboards mit nur PCI Express 1.1 Slot steckt, weil PCI Express 1.1 mit nur 8 Lanes umgerechnet so viel Bandbreite wie PCI Express 3.0 mit nur 2 Lanes ergibt – was dann wirklich grenzwertig sein könnte. Dies wäre allerdings zuerst mit entsprechenden Benchmarks zu belegen, denn alle vorherige Messungen zum Thema der PCI-Express-Bandbreite stammen von HighEnd-Lösungen, welche aufgrund ihrer (klar) höheren Frameraten natürlich auch mehr Bandbreite benötigten. Die Limitierung beim PCI-Express-Interface von Polaris 11 liegt im übrigen im Grafikchip selber – sprich, ob auf der Karte selber der volle PCI-Expess-Stecker mit Kontakten versehen ist (wie beim Referenzdesign), spielt keine Rolle – wie gesagt, sofern sich diese Information bestätigen läßt.

Eine gewisse Diskussion gibt es derzeit über den Artikel bzw. das Video von RealWorld Technologies, in welchem jene eine Tile-based Rasterization bei nVidia-Grafikchips ab der Maxwell-Generation beschreiben. Unser Forum sieht das ganze allerdings noch etwas anders: Die wahrscheinlichste Auflösung liegt darin, das nVidia ab der Maxwell-Generation so etwas in beschränktem Umfang nutzt, dies aber noch lange nicht zum Hauptweg der Raster-Verarbeitung auserkoren hat. Dabei geht es wohl in erster Linie darum, auf einfachem Wege größere Effizienzgewinne (durch möglichst frühes Weglassen von am Ende nicht sichtbaren Bildteilen) zu erreichen, ohne deswegen aber etwas an der grundsätzlichen Grafikchip-Architektur ändern zu müssen. Mit allen ihren Optimierungen sind heutige Grafikchips trotz ihres nominell nicht so eleganten Immediate-Ansatzes inzwischen wohl genauso effizient wie beim Deferred-Ansatz, welchen seinerzeit PowerVR mit den Kyro-Grafikchips vertreten hatte (und in deren Grafiklösungen für den SoC-Bereich weiterhin fortlebt).

Golem haben sich die CPU-Übertaktung in einem Notebook anhand des Skylake-basierten Core i7-6820HK im Schenker-Notebook H506 angesehen. Jener Vierkern-Prozessor kommt mit nominellen Taktraten von 2.7/3.6 GHz zu einer TDP von 45 Watt daher, zudem ist der Multiplikator frei und lädt demzufolge zu Taktraten-Spielereien ein – natürlich nur, sofern der Notebook-Hersteller selbiges in seinem BIOS zuläßt. Als klare Limitation beim Notebook-Übertakten darf zuerst einmal die (üblicherweise nicht wechselbare) Kühllösung gelten, welche auch das maximal sinnvolle Power-Limit eingrenzt. Zwar kann man jenes höher setzen als sinnvoll wäre, erreicht damit aber in der Praxis teilweise noch niedrigere Taktraten und Performance-Gewinne – Notebook-Übertakten ist also in besonderem Maße eine Aufgabe, wo die sinnvollste Übertaktung sorgsam durch Hin- und Hertesten herausgearbeitet werden muß.

Dies beachtend, kamen Golem auf eine Taktraten von immerhin 4.0 GHz für alle CPU-Kerne (default-Turbo für alle Kerne ist 3.2 GHz), welche fast durchgehend gehalten werden konnte und dem Notebook zu einem Performanceplus von zwischen +16% und +25% verhalf. Allerdings ist Notebook-Übertaktung weiterhin nichts, was man irgendwie empfehlen könnte – das Risko von Seiteneffekten auf andere Bauteile ist aufgrund der kompakten Bauweise einfach viel größer als bei einem Desktop-PC. Zudem ist ein Notebook in aller Regel im Ganzen kaputt, kosten Reparatur oder Bauteilersatz meistens viel zu viel – auch wieder im Gegensatz zum Desktop-PC, wo einzelne Komponenten gut und zu fairen Marktpreisen austauschbar sind. Die Idee der Übertaktung passt halt schlecht zu einem System, welches nicht aus zu allen Seiten hin kompatiblen Standardkomponenten aufgebaut ist, sondern wo allein das Gesamtprodukt vom Hersteller entsprechend getestet und abgenommen wird. Übertaktung dürfte somit auch weiterhin die klare Domäne von Desktop-Systemen bleiben.

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Neuer Artikel: Launch-Analyse nVidia Titan X

Mit der Titan X hat nVidia am 2. August seine neue Enthusiasten-Lösung auf Basis des GP102-Chips vorgestellt. Die Karte richtet sich in der Tradition der bisherigen Titan-Grafikkarten allein an Enthusiasten und kommt demzufolge auch zu einem gesalzenen Preispunkt von 1200 Dollar bzw. 1299 Euro daher. Am Launchtag konnte nVidia zwar die Lieferbarkeit vermelden, allerdings gab es erstaunlicherweise keine entsprechende Testberichte – welche nunmehr in den drauffolgenden Tagen hereingetröpfelt sind. Somit reicht es am Ende doch noch aus, um auf Basis einer vernünftigen Anzahl an Testberichten eine den Launch abschließende Launch-Analyse zur Titan X zu verfassen, welche sich insbesondere natürlich um den Punkt der exakten Performance-Einordnung der Karte kümmern wird ... zum Artikel.

Fury X 980 Ti Titan X (M) 1070 1080 Titan X (P)
erreichte FullHD-Performance ~61,5% ~67,3% ~69,7% ~72,7% ~85,5% 100%
erreichte WQHD-Performance 58,4% 60,3% 62,7% 65,1% 79,0% 100%
erreichte UltraHD-Performance 58,5% 57,9% 60,6% 62,5% 76,4% 100%
FullHD Performance-Index 670% 750% 780% 800% 960% ~1120%
4K Performance-Index 100% 100% 105% 107% 132% 173%
Straßenpreis 420-500€ 430-470€ 1070-1160€ 430-470€ 680-730€ 1299€
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Launch der Radeon RX 470: Erste Testberichte gehen online

Nach der Radeon RX 480 bringt AMD mit der Radeon RX 470 heute die zweite Polaris-10-basierte Grafikkarte an den Start, welche mit einem Listenpreis von 179 Dollar genau dort hin geht, wo es der Konkurrenz weh tut (und den Grafikkartenkäufern gut tut). Dafür bekommt man einen etwas abgespeckten Polaris-10-Chip mit dementsprechend geringerer Performance – welche aber augenscheinlich immer noch sehr gut ausreichend ist, sofern man keine höheren Auflösungen als FullHD anpeilt. Vom Preis/Leistungs-Verhältnis her steht die Radeon RX 470 derzeit ziemlich allein da – wesentlich schneller als die 28nm-basierten Midrange-Lösungen von GeForce GTX 960 zu Radeon R9 380 & 380X, gleichfalls aber auch bemerkbar günstiger als andere Midrange-Lösungen wie Radeon RX 480 und GeForce GTX 1060. Die genauen Performance-Unterschiede versuchen derzeit die vielen Launchtests zur Radeon RX 470 herauszuarbeiten, welche zumeist auch schon Betrachtungen basierend schon auf Herstellerdesigns dieser Karte zu bieten haben. Natürlich gibt es auch zum Launch der Radeon RX 470 bereits eine entsprechende Foren-Diskussion sowie ist eine Launch-Analyse unsererseits in Arbeit, welche aber noch ihre Zeit benötigen wird.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 3. August 2016

Mit dem 4. August um 15 Uhr deutscher Zeit steht dann der Launch einer weiteren Grafikkarte der 14/16nm-Generation an: AMD bringt die Radeon RX 470 für das echte Midrange-Segment an den Start, zu einem Listenpreis von kolportiert 179 Dollar ist dann auch die Breite des Massenmarktes dabei. Dafür gibt es allerdings nur eine default-Speicherausstattung von 4 GB und natürlich eine gegenüber der Radeon RX 480 nochmals etwas niedrigere Performance. Zwar wird es auch 8-GB-Modelle der Radeon RX 470 geben, aber jene dürften entsprechende Mehrpreise haben und liegen damit eventuell außerhalb jenes Preisbereichs, welchen sich ein Käufer der Radeon RX 470 üblicherweise vorstellt. Der Performance-Unterschied könnte bei -13% bis -20% zur Radeon RX 480 8GB liegen, dies werden die hoffentlich zahlreich erscheinenden Launchtests dann herausarbeiten müssen. Während Radeon RX 480 8GB und GeForce GTX 1060 6GB gute Lösungen für den oberen Teil des Midrange-Segment sind, hat AMD gute Chancen, mit der Radeon RX 470 die Grafikkarte für den unteren Teil des Midrange-Segments zu stellen – gerade, da jene dort derzeit konkurrenzlos sein dürfte und nVidias womöglicher Konter in Form der GeForce GTX 1060 3GB wegen der niedrigeren Speichermenge als wenig attraktiv erscheint.

Zur nVidia Titan X sind dann doch noch ein paar Hardware-Tests hereingeflogen – oftmals leider keine besonders umfangreichen, was wohl auch der Kürze der Zeit geschuldet war, aber immerhin gibt es nunmehr überhaupt Hardwaretests zur neuen Enthusiasten-Karte (Liste der Tests in den untenstehenden Links). Die Karten-Performance läßt sich somit inzwischen ganz gut beschreiben, unsere bisherige (noch nicht abgeschlossene) Auswertung der vorliegenden Tests ergibt eine Mehrperformance gegenüber der GeForce GTX 1080 von knapp +31% unter UltraHD – dies würde einen 4K Performance-Index von immerhin ~173% für die Titan X ermöglichen. Eine vollständige Auswertung der vorliegenden Performnce-Zahlen wird dann im Rahmen eines extra Artikels nachgereicht werden, welcher sich auch auf diversen Nebenpunkten zur Karte sowie den (leider sehr wenigen) Overclocking-Benchmarks annehmen wird. Die Karte umgebaut und damit richtig auf Touren gebracht hat bislang wohl noch keiner der Hardwaretester – dabei gilt die im Referenzdesign benutzte Kühllösung der Titan X schon jetzt als deren Schwachpunkt, zumindest wenn es um eine wirkliche Ausnutzung des GP102-Chips geht.

Diesbezüglich gibt es allerdings eine frohe Botschaft aus unserem Forum: Der nVidia-Support hat mehr oder weniger offiziell bestätigt, das man die Karte (sachgemäß) mit einer anderen Kühllösung umbauen kann, ohne das dies die Garantie berühren würde. Verschiedene Grafikkartenhersteller waren bislang ähnlich kulant, aber im Fall der Titan X, welches es nur über nVidias eigenen Onlineshop zu beziehen gibt, war dieser Punkt bislang noch unklar – und ist natürlich für Käufer solcher Grafikkarten besonders interessant. Wer hingegen warten kann, hofft auf eine wahrscheinlich später erscheinende "GeForce GTX 1080 Ti" auf GP102-Basis, wo dann (zu einem anzunehmenderweise) günstigeren Preispunkt eine ähnliche Performance mittels Herstellerdesigns möglich sein wird, dann natürlich auch mit werksmäßig besseren Kühllösungen. Zudem spekuliert man in unserem Forum auch schon wieder über eine weiteren Titan-Lösung mit dann dem Vollausbau des GP102-Chips – so wie es in der Kepler-Generation auch die klassische GeForce GTX Titan und nachfolgend noch eine GeForce GTX Titan Black gegeben hatte.

Für eine gewisse, kurze Aufregung sorgten Meldungen, nVidia hätte die Maxwell-Serie nach dem Launch der inzwischen nahezu vollständigen Pascal-Serie nunmehr in den "Legacy"-Status versetzt – so wie es u.a. eTeknix berichten, ausgehend von einer nVidia-Webseite, welche alle ausgelaufenen nVidia-Produkte listet. Basierend auf diesen Meldungen wurde umgehend ein zurückgehender Treibersupport für Maxwell-basierte Grafikkarten befürchtet – was jedoch (derzeit) nicht eintreffen wird. Denn nVidia benutzt hierfür andere Bezeichnungen als beispielsweise AMD, wo "Legacy" wirklich bedeutet, daß das Produkt nicht mehr durch aktuelle Treiber unterstützt wird. Bei nVidia wäre die äquivalente Bezeichnung dazu "End of Life", damit wird dann in der Tat das Ende der (spezifischen) Treiberentwicklung angekündigt. Davon sind die Maxwell-basierten Grafikkarten glücklicherweise noch weit entfernt, denn nVidia schleppt in seinen aktuellen Treibern sogar noch den Support der Fermi-basierten Beschleuniger (GeForce 400/500 Serien) mit sich herum – und lange bevor Maxwell aus den Treibern gestrichen wird, dürfte es eines Tages erst einmal Fermi und nachfolgend Kepler erwischen. Das ganze ist zum Glück also nur ein Sturm im Wasserglas, basierend auf einer kleinen Fehlinterpretation.

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Umfrage-Auswertung: Wie ist der Ersteindruck zur GeForce GTX 1060?

Mit einer Umfrage von Ende Juli sollte der erste Eindruck der Anwender und Grafikkartenkäufer zur GeForce GTX 1060 ermittelt werden. Die neue Midrange-Lösung von nVidia kommt mit 43,7% positivem Ersteindruck zuzüglich 36,2% durchschnittlichem Ersteindruck auf vernünftige Werte, ohne aber zu glänzen – was jedoch im Midrange-Bereich sowieso eher schwer ist, zumindest im Rahmen des 3DCenters. Grob gesehen ist die Stimmungslage zur GeForce GTX 1060 auf einem ähnlichen Niveau wie jene zur Radeon RX 480 – wobei selbige eher das Problem hatte, gerade im Ersteindruck durch die Stromverbrauchsproblematik noch viel verschenkt zu haben.

Die GeForce GTX 1060 ist dagegen ein ziemlich rundes Produkt – auch dadurch ausgedrückt, das es schwierig war, zu dieser Karte überhaupt Negativpunkte zu finden. Da fällt einem fast nur der für ein Midrange-Produkt eher grenzwertige Preispunkt nahe 300 Euro ein – bezogen auf die letzte Midrange-Generation, welche eher bei um die 200 Euro angesiedelt war, ist dies dann doch eine nette Preissteigerung. Von den Umfrage-Teilnehmern mit durchschnittlichem oder negativem Ersteindruck stimmten immerhin gleich 82,0% für diese Option. Dagegen nur 2,8% bemängelten die schwache Overclocking-Eignung (des Referenzdesigns oder gleichwertiger Karten), während weitere 15,2% einen anderen Grund für ihre durchschnittliche oder negative Stimmabgabe hatten.

Hier könnte die nVidia-Schwäche unter DirectX 12 & Vulkan mit hineinspielen, welche allerdings erst nach dem Umfragestart genauer ausformuliert wurde. Noch reicht es allerdings für die GeForce GTX 1060 zu einem potentiellen Kaufinteresse von 22,6% – was zwar unterhalb der gleich 30,2% der Radeon RX 480 liegt, aber dennoch einen guten und eher selten erreichten Wert darstellt. Nicht auszuschließen allerdings auch, das im Zuge der nunmehr ausgestandenen Stromverbrauchsproblematik bei der Radeon RX 480 sowie dieser natürlich auch die GeForce GTX 1060 betreffenden allgemeinen nVidia-Schwäche unter DirectX 12 & Vulkan beide Midrange-Lösungen inzwischen noch leicht anders bewertet werden, als eben zu ihren jeweiligen Ersteindrucks-Umfragen.

  positiv durchschn. negativ Kaufint.
Radeon RX 480 45,5% 30,0% 24,5% 30,2%
Radeon R9 Fury X 40,6% 37,0% 22,4% 11,6%
Radeon R9 Fury 62,3% 23,3% 14,4% 18,5%
Radeon R9 390X 28,6% 42,9% 28,5% 10,5%
Radeon R9 390 32,0% 35,9% 32,1% 13,9%
Radeon R9 380X 21,8% 47,0% 31,2% 8,1%
Radeon R9 380 36,5% 34,0% 29,5% 15,1%
Radeon R7 370 20,5% 27,6% 51,9% 6,7%
Radeon R7 360 24,5% 32,1% 43,4% 7,6%
Radeon R9 290X 67,9% 22,2% 9,9% 26,7%
Radeon R9 290 47,2% 29,3% 23,5% 27,9%
Radeon R9 280X 39,2% 37,5% 23,3% 19,5%
Radeon R9 285 26,4% 43,3% 30,3% 8,1%
Radeon R9 270X 46,6% 32,4% 21,0% 21,1%
Radeon R9 270 40,9% 33,1% 26,0% 16,3%
Radeon R7 265 34,5% 38,8% 26,7% 10,7%
Radeon HD 7990 36,9% 30,7% 32,4% 3,5%
Radeon HD 7970 "GHz" 33,4% 33,3% 33,3% 5,9%
Radeon HD 7970 66,5% 26,0% 7,5% 22,1%
Radeon HD 7950 71,1% 17,8% 11,1% 20,3%
Radeon HD 7850 & 7870 70,7% 19,2% 10,1% 27,8%
Radeon HD 7790 45,6% 37,2% 17,2% 13,4%
  positiv durchschn. negativ Kaufint.
GeForce GTX 1080 45,9% 28,6% 25,5% 12,2%
GeForce GTX 1070 44,0% 30,4% 25,6% 17,5%
GeForce GTX 1060 43,7% 36,2% 20,1% 22,6%
GeForce GTX Titan X 23,5% 29,8% 46,7% 2,4%
GeForce GTX 980 Ti 52,2% 24,2% 23,6% 12,7%
GeForce GTX 980 67,3% 20,5% 12,2% 24,7%
GeForce GTX 970 (Ersteindr.) 88,0% 7,6% 4,4% 52,4%
GeForce GTX 970 (Zweiteindr.) 13,0% 24,9% 62,1% 6,1%
GeForce GTX 960 14,6% 38,9% 46,5% 4,5%
GeForce GTX 950 23,1% 33,1% 43,8% 4,9%
GeForce GTX 780 Ti 60,2% 22,0% 17,8% 6,8%
GeForce GTX 780 47,5% 22,8% 29,7% 9,4%
GeForce GTX 770 45,6% 28,5% 25,9% 19,1%
GeForce GTX 760 31,5% 39,7% 28,8% 12,0%
GeForce GTX 750 & 750 Ti 49,4% 26,5% 24,1% 13,5%
GeForce GTX Titan 43,0% 23,2% 33,8% 4,3%
GeForce GTX 680 73,0% 17,7% 9,3% 16,3%
GeForce GTX 670 68,5% 19,6% 11,9% 24,9%
GeForce GTX 660 Ti 30,7% 40,4% 28,9% 9,3%
GeForce GTX 660 40,8% 37,2% 22,0% 16,8%
GeForce GTX 650 Ti "Boost" 33,1% 41,7% 25,2% 7,1%
GeForce GTX 650 Ti 20,0% 37,7% 42,3% 5,7%
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Hardware- und Nachrichten-Links des 2. August 2016

Der faktische "Nicht-Launch" der Titan X hat unter den interessierten Anwendern ein eher negatives Echo hervorgerufen – denn auch wenn die Titan X für die allermeisten Grafikkartenkäufer (schon allein wegen des Preispunkts) jenseits von Gut und Böse steht, gibt es dennoch eine kleine Gemeinde an eingeschworenen Hardware-Enthusiasten, die das ganze eher als Hobby-Erwerbung sieht. Jene wollen aber natürlich auch, wenn man schon einmal gutes Geld für sein Hobby ausgibt, entsprechend erstklassig bedient werden – und dies hat nVidia mit dem Launch der Titan X ganz gewiß nicht erreicht. Wenn man über AMDs (zweifelhafte) Tradition lästern kann, bei seinen Launches immer irgendein Fettnäpfchen zu treffen, so setzt nVidia dem ganzen in diesem Fall noch die Krone auf, indem es im eigentlichen gar keinen Launch gibt. Und jener wäre wohl auch nicht besonders gut für die Titan X ausgefallen, denn der Performance-Gewinn ist wohl nochmals etwas geringer als bei den vorherigen Titan-Lösungen: Zwar sind ~25-30% Mehrperformance überhaupt nicht schlecht für eine schnellere Grafikkarte, aber eher wenig, um darauf basierend gleich ein neues Performance-Segment begründen zu können.

HighEnd: GTX x80 Enthusiast: Titan Vergleich
Kepler GeForce GTX 680
Perf.Index 360%
499$
GeForce GTX Titan
Perf.Index 480%/~62%
999$
Perf.: +33%
Speicher: 2GB vs. 6GB
Preis: +100%
Maxwell GeForce GTX 980
Perf.Index 600%/77%
549$
GeForce GTX Titan X
Perf.Index 780%/105%
999$
Perf.: +33%
Speicher: 4GB vs. 12GB
Preis: +82%
Pascal GeForce GTX 1080
Perf.Index 960%/132%
699$
Titan X
Perf.Index ~1200-1250%/~165-175%
1200$
Perf.: +25-30%
Speicher: 8GB vs. 12GB
Preis: +72%

Problematisch für die Titan X ist vor allem die Nähe zu werksübertakteten GeForce GTX 1080 Karten, gegenüber denen die Titan X nicht mehr wie früher mit viel mehr Speicher auftrumpfen kann – heuer ist die Differenz bei der Speichermenge zwar noch vorhanden, aber mit 8 GB vs. 12 GB nicht mehr so dramatisch. Eben aus dem Grund der Nähe zu werksübertakteten GeForce GTX 1080 Karten mißfällt es doch einigen Enthusiasten, das die Titan X nur im Referenzdesign erhältlich ist und das Umbauen zugunsten einer besseren Kühllösung immer mit dem Garantieverlust an einem 1300-Euro-Produkt einhergehen. Jenes Referenzdesign, was bei der GeForce GTX 1080 noch vernünftig funktioniert, ist mit der Titan X dann im übrigen schon in seinem Grenzbereich – Chip & Karte werden also mit dem Referenzdesign nicht wirklich ausgenutzt. Eventuell ist es nVidia eine Überlegung wert, künftig solcherart Grafikkarten "nackt" zu verkaufen – natürlich mit genormten Befestigungsmöglichkeiten für alternative Kühler, was eine andere Kühlerausstattung dann im Rahmen der Kartengarantie ermöglichen würde. Sofern dies nicht möglich ist, sollte nVidia in jedem Fall wieder über einzelne Retail-Modelle nachdenken, wo den Grafikkartenherstellern wenigstens alternative Kühler gestattet werden – das Interesse der Grafikkartenkäufer hierfür ist in jedem Falle vorhanden.

Die US-Regulierungsbehörde FCC, welche die Router-Hersteller zuerst dazu gezwungen hatte, die Einhaltung der US-Funkregularien auch bei alternativer Router-Firmware zu garantieren und damit als große Bedrohung für die Existenz eben dieser alternativer Router-Firmware angesehen wurde, zwingt laut der Netzpolitik die Router-Hersteller nun aber auch wieder dazu, jene alternative Router-Firmware nicht gleich ganz auszusperren. Dies kann man im Sinn der FCC als sinnvollen Kompromiß betrachten, sofern diese Regelung mit Leben erfüllt werden kann und die alternativen Router-Betriebssysteme nicht doch aussterben. Zwar sieht die Netzpolitik hierzu technisch unsinnig anmutende Zwänge zu DRM-Lösungen, nur um die Funkregularien durchsetzen zu können – aber an den Funkregularien führt letztlich kein Weg vorbei, das haben schon ganz andere versucht. Technisch gesehen könnten es die Router-Hersteller auch mit einer extra Firmware allein für das Funkmodul lösen, womit das eigentliche Router-Betriebssystem völlig frei sein könnte, wenn es sowieso nicht mehr an den Einstellungen des Funkmoduls herumspielen kann. Insgesamt wird man sich natürlich überraschen lassen müssen, welche praktische Regelung hier erreicht wird – aber es kann nicht gesagt werden, das die FCC nicht versuchen würde, den Konsumenten und deren Wünschen entgegenzukommen (im Gegensatz zur EU, wo wahrscheinlich gleich alles von oben herab mit drakonischen Verboten belegt werden wird).

Die Statistik-Dienstleister offerieren zum neuen Monat natürlich wieder neue Zahlen zur weltweiten Betriebssystem-Verbreitung für den abgelaufenen Monat Juli 2016 – und damit letztmalig noch zu Zeiten, wo das Kostenlosumstiegs-Angebot zu Windows 10 zumindest offiziell verfügbar war. Welche Auswirkungen dessen Auslaufen hat, dürfte sich daher erst in der nächsten Monats-Statistik zeigen. Im Juli gab es dagegen den noch einmal erwarteten kräftigen Schub zugunsten von Windows 10: Bei NetMarketShare ging es um 1,99% auf 21,13% hinauf, bei StatsCounter um 1,63% auf 23,53%. Klarer Verlierer war bei beiden Statistik-Dienstleistern Windows 7 mit einem Monatsverlust von immerhin 1,5-2%, während sich bei den anderen Betriebssystemen unüblicherweise eher wenig bewegte. Beide Statistiken zeigen natürlich nach wie vor einen Riesenunterschied zwischen Windows 7 und Windows 10: Bei NetMarketShare liegt das Verhältnis auf 47% zu 21%, bei StatsCounter immerhin schon auf 41% zu 24%. Da jetzt allerdings die Zeit ohne (zumindest offiziell verfügbarem) Kostenlosumstiegs-Angebot ansteht, dürfte der monatliche Zugewinn zugunsten von Windows 10 ab sofort viel kleiner ausfallen als in den letzten Monaten.

Beispielsweise bei einem halben Prozent Zugewinn pro Monat (samt etwas weniger als einem halben Prozent Verlust pro Monat seitens Windows 7) dauert es noch gute zwei bis zweieinhalb Jahre, ehe Windows 10 dann Windows 7 endlich erreichen kann – irgendwo bei 34-35% Verbreitungsgrad, was nun auch nicht gerade berühmt ist. Im Gamer-Bereich mag die Sache längst entschieden sein, aber im Massenmarkt dürfte Windows 7 die Hardware- und Softwarehersteller noch einige Jahre mit sehr beachtbar hohen Prozentanteilen begleiten. Wahrscheinlich wird Windows 7 bis kurz vor dessen Supportende Januar 2020 noch mit über 20% Verbreitungsgrad gut dabei sein – ein ähnlicher Fall wie bei Windows XP, welches auch viel länger genutzt wurde als seitens Microsoft gedacht und gewünscht. Wahrscheinlich dürfte auch erst kurz vor diesem Termin Windows 10 in der weltweiten Verbreitung nahe der 50-Prozent-Marke ankommen, da Windows 7 wie gesagt ein starker Kontrahent bleibt und in deren Schatten andere Betriebssysteme wie MacOS, Linux und ChromeOS immer weiter zulegen können und mit der Zeit (kumuliert) ebenfalls auf beachtbare Nutzeranteile kommen dürften.

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