3

Neue Releasetermine und abweichende Spezifikationen für GeForce GTX 770 & 780

Fudzilla bringen neue Releasetermine für den Start der GeForce 700 Serie ins Spiel: Danach soll die GeForce GTX 780 am 23. Mai den Anfang machen, gefolgt von der GeForce GTX 770 am 30. Mai (beiderseits um 15 Uhr mitteleuropäischer Zeit). Dies erscheint deutlich plausibler als die bisher genannte Releaseabfolge, welche die GeForce GTX 770 zur Mitte des Mai und die GeForce GTX 780 dann erst nachfolgend zum Ende des Mai sah. Zur GeForce GTX 760 Ti, welche bisher für die Computex Anfang Juni notiert war, wurde nichts neues gesagt, demzufolge sollte es bei diesem Termin bleiben.

SweClockers (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) bringen hingegen eine neue Theorie zur Ausgestaltung dieser GeForce 700 Serie an den Start: Danach soll die GK110-basierte GeForce 780 nicht mit 5 GB Speicher an einem 320 Bit DDR Speicherinterface antreten, sondern mit 3 GB Speicher an einem 384 Bit DDR Speicherinterface. Dies wäre ein interessanter Zug, welcher die GeForce GTX 780 deutlicher von der GeForce GTX Titan distanziert – natürlich nur, wenn es weiterhin bei den bisher bekannte 2304 Shader-Einheiten bleibt. Gleichfalls soll dann die GK104-basierte GeForce GTX 770 nicht mehr wie bisher mit gleich 4 GB Speicher, sondern nur mit "gewöhnlichen" 2 GB antreten.

GeForce GTX 760 Ti GeForce GTX 770 GeForce GTX 780
Chipbasis GK104-225 GK104-425 GK110
Technik lt. BSN wahrscheinlich 1344 Shader-Einheiten, 112 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR Interface, 2 GB GDDR5 1536 Shader-Einheiten, 128 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR Interface, 4 GB GDDR5 2304 Shader-Einheiten, 192 TMUs, 40 ROPs, 320 Bit DDR Interface, 837/876/3000 MHz, 5 GB GDDR5
Technik lt. SweClockers wahrscheinlich 1344 Shader-Einheiten, 112 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR Interface, 2 GB GDDR5 1536 Shader-Einheiten, 128 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR Interface, 2 GB GDDR5 2304 Shader-Einheiten, 192 TMUs, 48 ROPs, 384 Bit DDR Interface, 3 GB GDDR5
nVidia-Prognose +20-23% gegenüber der GeForce GTX 660 Ti +20-25% gegenüber der GeForce GTX 670 +30% gegenüber der GeForce GTX 680
3DC-Prognose +15% gegenüber der GeForce GTX 660 Ti = auf Augenhöhe mit der GeForce GTX 670 +10% gegenüber der GeForce GTX 670 = auf Augenhöhe mit der GeForce GTX 680 +15% gegenüber der GeForce GTX 680 = zwischen GeForce GTX 680 und Titan
preisliche Prognose ~350 Euro ~450 Euro ~550 Euro
Release-Termin Computex Anfang Juni 30. Mai 23. Mai

An der grundsätzlichen Performance dieser Karten dürfte dies nichts ändern, allenfalls würde die GeForce GTX 770 etwas unattraktiver werden – während 3 GB oder 5 GB für das Zielgebiet der GeForce GTX 780 ziemlich egal sein dürfte. Bleibt die Frage nach dem Preispunkt dieser neuen GeForce 700 Karten übrig: Abweichend von einigen Spekulationen, die GeForce GTX 780 könnte einen Preispunkt in der Nähe der GeForce GTX Titan haben, gehen wir davon aus, daß es sich nVidia nicht leisten kann, eine Karte wie die GeForce GTX 780 mit einem "gewöhnlichen" Namen und einer vermutlichen Performance kaum oberhalb der Radeon HD 7970 "GHz Edition" mit einem Monsterpreis in den Markt zu werfen. So etwas geht nur bei einem klar über allem anderen liegenden Produkt wie eben der GeForce GTX Titan.

Natürlich wird nVidia im Rahmen der Einführung der GeForce 700 Serie versuchen, wenigstens die Einstiegspreise wieder etwas anzuheben. Letztlich ist schließlich die Erfahrung der letzten Grafikkarten-Generationen, daß eine gleiche Performance mit neuem Namen zu einem durchaus höheren Preis verkauft werden kann, man darf es dabei nur nicht gänzlich übertreiben. nVidia dürfte sich also schlicht an den aktuellen Straßenpreisen der GeForce 600 Serie orientieren und die GeForce 700 Serie dann leicht oberhalb dessen ansetzen: Die GeForce GTX 760 Ti, welche ungefähr im Performancefeld der GeForce GTX 670 liegt, also für rund 350 Euro, und die GeForce GTX 770, welche ungefähr im Performancefeld der GeForce GTX 680 liegt, also für rund 450 Euro.

AMD Radeon HD 7000 nVidia GeForce 600 nVidia GeForce 700
GeForce GTX Titan
Perf.Index 480%, 930-950 Euro
GeForce GTX 780
Perf.Index ~420-440%, ~550 Euro
Radeon HD 7970 "GHz Edition"
Perf.Index 390%, 370-400 Euro
Radeon HD 7970
Perf.Index 350%, 330-350 Euro
GeForce GTX 680
Perf.Index 360%, 420-440 Euro
GeForce GTX 770
Perf.Index ~360-380%, ~450 Euro
Radeon HD 7950 "Boost Edition"
Perf.Index 320%, 260-280 Euro
GeForce GTX 670
Perf.Index 330%, 320-340 Euro
GeForce GTX 760 Ti
Perf.Index ~330-340%, ~350 Euro
Radeon HD 7870 "Boost Edition"
Perf.Index 290%, 185-210 Euro
GeForce GTX 660 Ti
Perf.Index 280%, 240-260 Euro

Nur für die GeForce GTX 780 existiert kein preisliches Äquivalent aus der GeForce 600 Serie – aber es gilt bei dieser Karte wie gesagt der Punkt, daß sie eine "Normalausführung" ist und daher keinen Titan-Preis tragen sollte. Auch angesichts des zu erwartenden eher geringfügigen Performancevorteils gegenüber der Radeon HD 7970 "GHz Edition" ist von der GeForce GTX 780 ein Einführungspreis von rund 550 Euro zu erwarten – viel mehr nimmt der Markt einfach nicht an, die Karte hat schon zu diesem Preis ein gegenüber der Radeon HD 7970 "GHz Edition" sagenhaft schlechteres Preis/Leistungs-Verhältnis. Je nachdem wieviel stärker die GeForce 700 Karten gegenüber ihren GeForce 600 Vorgängern ausfallen, sind auch jeweils 50 Euro höhere Preise möglich – noch mehr ist angesichts der starken Konkurrenz der aktuellen AMD-Angebote dann jedoch arg unwahrscheinlich.

Nachtrag vom 6. Mai 2013

Für etwas Aufregung sorgt derzeit eine Fudzilla-Meldung zu den Hardware-Daten von GeForce GTX 760 Ti, 770 & 780, welche letzterer abweichend vom bisherigen Kenntnisstand ein Speicherinterface von nur 256 Bit DDR Breite zusprechen. Da auch laut Fudzilla die GeForce GTX 780 jedoch GK110-basiert sein soll, kann es sich hierbei genauso gut um einen einfachen Schreibfehler handeln – wenngleich selbst auch ein 256 Bit DDR Speicherinterface bei der GeForce GTX 780 zum Zwecke des klaren Hardware-Unterschieds zur GeForce GTX Titan nützlich sein könnte. Daneben bestätigen Fudzilla im übrigen unsere letzten Prognosen, welche die GeForce GTX 760 Ti auf Augenhöhe mit der GeForce GTX 670 und die GeForce GTX 770 auf Augenhöhe bzw. bis zu 5% schneller gegenüber der GeForce GTX 680 sehen.

3

Intels Haswell-Grafik: Von HD Graphics bis "Iris Pro 5200"

Zur Anfang Juni anstehenden Haswell Prozessoren-Architektur hat Intel nun einige Details zu den einzelnen verbauten Grafiklösungen bekanntgegeben, welche erstmals bei Intel sogar DirectX 11.1 beherrschen werden. Hierbei wurde insbesondere aufgedröselt, was für verschiedene Modelle Intel anbieten wird und wie deren Verkaufsnamen lauten. Dabei hat sich Intel mit den Grafiklösungen "Iris 5100" (GT3) und "Iris Pro 5200" (GT3e = mit eDRAM) teilweise völlig abweichende Namen ausgedacht, welche der Markt erst einmal annehmen muß. So wie Intel bezüglich der damit erreichbaren Grafikleistung auf die Werbetrommel haut, bestehen jedoch alle Chancen – verspricht Intel doch im Intel-internen Vergleich mit der Ivy-Bridge-Grafik gleich wieder die "nahezu 3fache Performance".

Haswell GT1 Haswell GT2 Haswell GT3 Haswell GT3e
Modellnamen HD Graphics HD Graphics 4200, 4400 & 4600 HD Graphics 5000 & Iris 5100 Iris Pro 5200
Einsatzort Celeron- und Pentium-Bereich wahrscheinlich quer über das ganze Portfolio nur in Ultrabooks sowie in einigen QuadCore Notebooks und den speziellen QuadCore Desktops der R-Serie
Technik abgespeckte Haswell GT2 Haswell GT2 im Vollausbau Haswell GT3 im Vollausbau, aber ohne eDRAM Haswell GT3 mit zusätzlichem eDRAM
Ausführungseinh. wahrscheinlich 8-12 20 40 40
eDRAM - - - 128 MB an einem 512 Bit DDR Interface
regulärer Speicherzugriff über das CPU-Speicherinterface von 128 Bit DDR, aber natürlich geshart mit der CPU, auf DDR3/1600-Speicher (800 MHz Speichertakt)
Leistungsprognose Intel GeForce GT 620/520
(Perf.Index ~30%)
GeForce GT 630/440 DDR3
(Perf.Index 50%)
Radeon HD 6670 DDR3
(Perf.Index 70%)
GeForce GT 640
(Perf.Index 75%)
3DC Leistungsprognose Radeon HD 5450
(Perf.Index ~15%)
GeForce GT 620/520
(Perf.Index ~30%)
GeForce GT 430
(Perf.Index 45%)
GeForce GT 630/440 DDR3
(Perf.Index 50%)

Gehässigerweise könnte man hier erwidern, daß 3mal von "0" immer noch "0" bleibt – sprich, und um auf dem Teppich zu bleiben, daß selbst eine extreme Performanceverbesserung aus einem De-Schleuniger keinen beachtbare Grafiklösung macht. Die Intel-Grafik kommt von einfach von einem derart niedrigen Niveau, auf daß selbst eine Beschleunigung um den Faktor 3 noch nicht einmal den Sprung ins LowCost-Segment erlaubt – sondern maximal den Sprung ins LowEnd-Segment, also dort wo sich die LowCost-Modelle vergegangener Generationen tummeln.

Hinzu kommt – wie kürzlich schon tabellarisch dagelegt – daß Intel mit seinen Performanceangaben doch deutlich übertreibt bzw. extreme Rosinenpickerei betreibt, wo schnell mal eine Performance von nahezu dem Doppelten versprochen wird, wie sie denn gegenüber aktuellen Desktop-Grafikkarten wirklich haltbar wäre. In der aktuellen Präsentation vergleicht Intel seine integrierte Haswell-Grafik glücklicherweise nicht mit Desktop-Grafikchips – was dann hoffentlich die Launch-Artikel zu Haswell am 4. Juni (auf unparteiischer Basis) nachholen werden.

Dabei ist von der Haswell-Grafik durchaus einiges zu erwarten, erhöht Intel die Anzahl der Ausführungseinheiten schließlich von 16 auf maximal 40 durchaus massiv (Faktor 2,5) und bietet bei den Spitzenmodellen zusätzlich einen eingebetteten Speicher (eDRAM) auf, welcher mit 128 MB zwar nicht besonders groß ausfällt, dafür jedoch mit 512 Bit DDR sehr breit angebunden ist. Damit wird sich einiges reißen lassen, trotz daß der normale Speicherzugriff weiterhin über das (nur 128 Bit DDR breite) Speicherinterface der Haswell-CPU läuft und mit (offiziell) maximal 800 MHz Speichertakt natürlich keine Wunderdinge ermöglichen kann. Etwas mehr als das Doppelte gegenüber der besten Ivy-Bridge-Grafik kann man allerdings durchaus annehmen, wobei der Effekt des eDRAM natürlich mit Spannung erwartet wird.

2

Hardware- und Nachrichten-Links des 1./2. Mai 2013

Bei Hardware Heaven hat man den anscheinend ersten Test der Zotac GeForce GTX Titan "AMP! Edition" abgeliefert. Die vor kurzem erst vorgestellte ab Werk übertaktete Titan-Karte taktet anstatt mit 837/876/3000 MHz gleich mit 902/954/3300 MHz, bringt also (nominell) 8,9% mehr Rechenleistung sowie 10% mehr Speicherbandbreite ins Spiel. Damit ist eine Performance im Rahmen von 8 bis 9 Prozent besser als eine reguläre GeForce GTX Titan möglich, was diese Zotac-Karte etwas näher an die GeForce GTX 690 und Radeon HD 7990 heranrobben läßt, ohne diese DualChip-Monster allerdings (auch nur annähernd) zu erreichen. Nichtsdestotrotz sind übertaktete Titan-Karten wohl doch eine Überlegung als Alternative zu GeForce GTX 690 & Radeon HD 7990 wert, da man mit diesen Karten jeder Mikroruckler- und Effizienz-Problematik von MultiGPU-Konstruktionen komplett aus dem Weg geht.

In der GPU-Datenbank von TechPowerUp sind entsprechende Werte der Radeon HD 7730 aufgetaucht, welche der Karte eine Abstammung vom Cape-Verde-Chip mit 448 Shader-Einheiten zuschreiben. Diese Angabe müssen allerdings nicht zwingend stimmen, bei neuen Karten werden in dieser Datenbank auch gern einmal rein spekulative Daten notiert. Gemäß der vorliegenden Performance-Daten liegen diese Daten jedoch absolut im Bereich des möglichen – das einzige, was da ein wenig dagegen spricht, ist der Punkt, daß GPU-Z beim bisher einzigen Test dieser Karte wahrscheinlich irgendeine Anzeige gebracht hätte, wäre wirklich ein Cape-Verde-Chip zum Einsatz gekommen. Daß GPU-Z gleich gar nichts anzeigen konnte, deutet eher auf einen anderen Chip hin – aber sicher ist auch diese Auslegungsvariante überhaupt nicht. Beide Möglichkeiten – Oland mit 384 Shader-Einheiten oder Cape Verde mit 448 Shader-Einheiten – passen jedenfalls zu den bekannten Performance-Werten – nur der Bonaire-Chip scheint wohl aus dem Spiel zu sein, wäre jener mit seinen gleich 2 Raster-Engines für diesen LowCost-Ansatz auch zu verschwendet.

Der Tech Report bestätigt nach Sichtung entsprechender Intel-Dokumente die kürzliche Meldung, wonach Haswell spezielle Netzteile benötigt. Das Problem liegt darin, daß Intel die Spezifikation für die anliegende Minimim-Last bei Haswell drastisch nach unten geschraubt hat, was nur ein Teil der heutigen Netzteile erfüllt. Problematisch aus Endkundensicht ist dabei vor allem, daß die Minimum-Last ein bisher kaum beachteter Punkt ist und daher von den wenigsten Netzteil-Herstellern in den Spezifikationslisten überhaupt erwähnt wird. Dies dürfte sich mit dem Erscheinen von Haswell natürlich ändern und die Netzteil-Hersteller dann vermutlich offensiv mit ihren "Haswell-ready" Netzteilen werben.

Die Idee des Tech Reports, einfach bei Intels Netzteil-Finder nach Netzteilen mit einer Minimalleistung von 0 Watt auf der 12V2-Schiene zu suchen, ist im übrigen nicht zu empfehlen – denn diese Angabe könnte durchaus bedeuten, daß das Netzteil diese 12V2-Schiene bei einer Leistung von "0 Ampere" dann gleich ganz abschaltet. Der Clou an der ganzen Geschichte ist allerdings, daß für Haswell die Netzteile die 12V2-Schiene in den C6/C7 Power States eben nicht abschalten, sondern bei der minimalen Last von 0,05 Ampere halten sollen. Wie gesagt können hier nur die Netzteil-Hersteller weiterhelfen, welche in Supportlisten spezifizieren müssen, welche ihrer Netzteile Haswell-ready sind. Den Anfang macht hierbei Enermax, welche positiverweise diesen Haswell-Support bis zurück zu Netzteilen von anno 2008 bieten.

Laut dem CNet wird Intel am 6. Mai die Silvermont-Architektur der nächste Atom-Generation vorstellen. Dies wird wahrscheinlich allerdings erst zum Jahresende in die Valleyview-Prozessoren mit Silvermont-Rechenkernen münden, welche erstmals im Atom-Bereich auf eine moderne Out-of-Order-Architektur setzen. Desweiteren soll auch die integrierte Grafiklösung von einem bisherigen PowerVR-basierten Ansatz auf eine Abwandlung der bekannten Ivy-Bridge-Grafik wechseln. Hinzu kommt der erstmalige Einsatz der 22nm-Fertigung im Atom-Segment – alles Punkte, mittels welchen Intel hofft, besser im Markt der Chips für Smartphones & Tablets Fuß fassen zu können. Zu Valleyview sind mittels früherer Meldungen eigentlich schon reichlich Details bekannt, eventuell ergibt der kommende Montag aber eine schlüssige Performance-Prognose zu diesen Silvermont-basierten Prozessoren.

Golem berichten über eine neue AMD-Entwicklungssparte für kundenspezifische SoCs namens "Semi-Custom Business Unit": Mittels dieser Abteilung sollen sich AMD-Abnehmer aus dem vorhandenem Portfolio an CPUs und GPUs durch AMD ein kundenspezifisches Design zusammenbasteln lassen können – ähnlich wie dies Microsoft und Sony schon bei den NextGen-Konsolen getan haben. Dieser aktuelle Vorstoß von AMD zielt aber eher auf Smartphone- und Tablet-Anbieter, welche gerade bei ARM-basierter Technik bereits sehr ähnliche Wege gewohnt sind (da ARM generell nur die Designs und keine fertigen Chips anbietet). AMD könnte auf diesem Wege zukünftig möglicherweise sogar ARM-CPUs und Radeon-GPUs miteinander verbinden, je nachdem wie schnell man die ARM-Technik ins AMD-Portfolio adaptiert. Insgesamt betrachtet hat diese Idee durchaus etwas und könnte AMD klar bessere Chancen im Markt der Smartphone- und Tablet-Chips eröffnen.

1

Microsoft IllumiRoom: Neues Video zeigt weitere Features

Zu Microsofts IllumiRoom-Technologie wurde ein neues Video veröffentlicht, welches deutlich mehr der möglichen Features zeigt als das bisher vorliegende Material vom Jahresanfang, und zudem teilweise auch auf die technischen Hintergründe und Limitationen eingeht. Sehr interessant ist dabei der Punkt, daß man die IllumiRoom-Technologie auch für Filme nutzen kann – allerdings müssen diese hierfür speziell aufgenommen sein, mit einer Nahkamera für den TV-Bildschirm und einer Weitwinkel-Kamera für die Seitendarstellung durch IllumiRoom. Ob sich dies in der Film-Produktion demnächst durchsetzt, wäre arg zu bezweifeln – aber der Wow-Effekt, wenn da einfach die ankommende Eisenbahn aus dem TV-Bild in den Raum hinein fährt (im Video ab Zeitpunkt 04:10), ist schon enorm und dürfte insbesondere den Endkunden-Markt ansprechen.

Davon abgesehen mehren sich die Anzeichen, daß IllumiRoom möglicherweise Teil der Xbox 720 oder aber einer späteren Aufrüstungsoption der Xbox 720 sein wird: Immerhin scheint die Technologie halbwegs spruchreif zu sein, benötigt nur Kinect und einen standardmäßigen Projektor, die schließlich auch immer günstiger werden. IllumiRoom selber benötigt dann keine weitere Technik, sondern nur einen PC oder eben die Xbox 720 zur Berechnung. Damit kann Microsoft IllumiRoom durchaus als kostenloses Feature anbieten – die eigentlichen Kosten liegen in der Hardware in Form von Kinect und des benötigten Projektors, was aber IllumiRoom selber erst einmal als "kostenlos" erscheinen läßt. Da bis zum Verkaufsstart der Xbox 720 zum Spätherbst/Winter 2013 noch einiges an Zeit ist und die Xbox 720 gegenüber der anscheinend (etwas) potenteren durchaus ein Alleinstellungsmerkmal benötigen könnte, wäre IllumiRoom natürlich absolut passend als Feature der Xbox 720.

1

AMD bringt zwei neue Bulldozer/Vishera-Prozessoren und senkt einige Preise

Nachdem die schneller getakteten Vierkern- und Sechskern-Modelle FX-4350 und FX-6350 schon beim seinerzeitigen Bulldozer/Vishera-Launch genannt wurden, hat AMD diese Prozessoren nun endlich in den Markt entlassen: Beide neuen Modellen wurden erstmals in AMDs offizieller Preisliste notiert und erreichen derzeit auch schon die ersten Einzelhändler. Gleichfalls hat AMD bei den bisherigen Modellen des Vishera-Portfolios die Preise entsprechend heruntergesetzt und die aktuellen FX-Prozessoren damit nochmals etwas günstiger gemacht. Einzige Ausnahme ist das Top-Modell FX-8350, welches auf seinem Listenpreis von 195 Dollar geblieben ist.

Takt Technik TDP Listenpreis Release
FX-8350 4.0 GHz (TC max. 4.2 GHz) 8 Vishera-Kerne (4 Module), 8 MB L2, 8 MB L3 125W 195$  (24. Oktober 2012)
FX-8320 3.5 GHz (TC max. 4.0 GHz) 8 Vishera-Kerne (4 Module), 8 MB L2, 8 MB L3 125W 169$ -> 153$  (24. Oktober 2012)
FX-6350 3.9 GHz (TC max. 4.2 GHz) 6 Vishera-Kerne (3 Module), 6 MB L2, 8 MB L3 125W 132$  (29. April 2013)
FX-6300 3.5 GHz (TC max. 4.1 GHz) 6 Vishera-Kerne (3 Module), 6 MB L2, 8 MB L3 95W 132$-> 112$  (24. Oktober 2012)
FX-4350 4.2 GHz (TC max. 4.3 GHz) 4 Vishera-Kerne (2 Module), 4 MB L2, 8 MB L3 125W 122$  (29. April 2013)
FX-4300 3.8 GHz (TC max. 4.0 GHz) 4 Vishera-Kerne (2 Module), 4 MB L2, 4 MB L3 95W 122$ -> 108$  (24. Oktober 2012)
Alle Bulldozer/Vishera-Prozessoren kommen im Sockel AM3+, welcher durch die AMD-Chipsätze der 7er, 8er und 9er Serien bedient wird. Als Speicher wird durchgängig maximal DDR3/1866 (offiziell) unterstützt.
30

Hardware- und Nachrichten-Links des 30. April 2013

Grafikkarten-Hersteller hat es vor allen anderen geschafft und früher als erwartet eine erste Charge von Radeon HD 7990 Grafikkarten an die Online-Händler ausgeliefert – wobei womöglich nur Alternate beliefert wurde, bei anderen Händlern sind derzeit keine lieferbaren Angebote zu dieser Karte oder auch zu Modellen anderer Grafikkarten-Hersteller zu finden. Der Einstiegspreis ist mit 989 Euro erschreckend hoch – andererseits ist eine GeForce GTX 690 mit 870-910 Euro nicht bedeutsam billiger, eine GeForce GTX Titan mit 930-1000 Euro sogar genauso teuer (jeweils nur lieferbare Angebote betrachtend). Der von AMD aufgerufen Preis für die (offizielle) Radeon HD 7990 passt dabei durchaus im Vergleich zu diesen beiden anderen Extreme-Grafikkarten – aber überhaupt nicht mehr, wenn man die Radeon HD 7990 durch zwei (minimal schnellere) Radeon HD 7970 "GHz Edition" Grafikkarten ersetzen will, welche man derzeit zusammen für 700-780 Euro bekommt. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, daß in diesen Preisregionen rationale Erwägungen nicht mehr unbedingt präsent sind und sich solche Extreme-Karten dann eben trotzdem verkaufen.

WCCF Tech haben bei Acer ein erstes Notebook mit AMDs Jaguar-basierter Temash-APU A6-1450 entdeckt – was dann wohl darauf hindeutet, daß AMD diese Prozessoren inzwischen schon zu den PC-Herstellern ausliefert. Dies entspricht allerdings durchaus der letzten AMD-Releaseplanung, wonach Temash & Kabini gegen Ende Mai erwartet wurden – und ursprünglich waren diese Jaguar-basierten Prozessoren sowieso mal ein Projekt noch des Jahresendes 2012 gewesen. Der genannte A6-1450 Prozessor durfte bekannterweise seine Schlagkraft schon in einigen AMD-eigenen Benchmarks beweisen. Anzumerken wäre gegenüber den seinerzeitigen Vorab-Angaben noch, daß der A6-1450 zuzüglich seines Referenz-Takts von 1.0 GHz noch über einen maximalen TurboCore-Takt von 1.4 GHz verfügt – was eventuell die damaligen Benchmarks gegenüber einem auf 1.0 GHz heruntergetakteten Athlon X4 750K wieder etwas relativiert. Nichtsdestotrotz ist Jaguar in diesem Hardware-Jahr ohne große Architektur-Impulse vielleicht das interessanteste Thema im Bereich der klassischen PC-Hardware.

CPU-World bringen einen neuen, alten Launch-Termin für Intels Ivy Bridge E Prozessoren ins Spiel: Nachdem man lange Zeit vom vierten Quartal 2013 ausgegangen war, ist es nun wieder der September 2013, sprich das Ende des dritten Quartal 2013. Dies entspricht der groben Einordnung von Intels letzter Roadmap – und ironischerweise auch einer der ersten Meldungen zum Ivy Bridge E Launchzeitpunkt vom September letzten Jahres, welche seinerzeit schon den September 2013 als Launchtermin für Ivy Bridge E festsetzte. Nach längerem Hü und Hott sind wird also wieder auf diesem Informationsstand angelangt, wo wir schon im letzten Herbst standen – dieses Thema wurde in dieser Zeitspanne damit mehr als ausreichend oft gemolken. Dabei ist der exakte Releasezeitpunkt zweifellos weniger wichtig als die bekannten Modell-Daten zu Ivy Bridge E sowie den ersten Benchmarks zu einem Core i7-4960X Prozessor.

Inhalt abgleichen