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Neuer 3DCenter-Artikel: Steam Survey und 3DCenter-Umfragen im Vergleich

Die ständige Hardware-Umfrage von Spiele-Distributor Steam, der "Steam Survey" bietet immer mal wieder einen interessanten Einblick in die durchschnittlich von Gamern verwendete Hardware. Zwar wird Steam gern nachgesagt, immer nur einen Teil des Gamer-Segments abbilden zu können, angesichts der inzwischen langen Laufzeit und der in dieser Zeit erworbenen Popularität des Dienstes dürfte man sich langsam aber sicher dem Gamer-Massenmarkt angenähert haben. Jedenfalls ergeben sich im Vergleich zu ähnlich lautenden 3DCenter-Umfragen immer gravierende Unterschiede. Ein Querschnitt über das ingesamte PC-Segment ist Steam aber natürlich nicht – muß es aber auch nicht sein, denn ein Querschnitt über das Gamer-Segment ist insbesondere für Spieleentwickler interessant, welche basierend auf den Steam-Zahlen feststellen können, mit welcher Hard- und Software ihre potentiellen Kunden derzeit unterwegs sind. Genau unter diesem Blickwinkel wollen wir uns nachfolgend einige der aktuellen Steam-Ergebnisse ansehen – im Vergleich auch zu den Ergebnissen diverser 3DCenter-Umfragen, soweit verfügbar ... zum Artikel.

Steam 3DCenter
DirectX-10-Grafikkarte oder besser 97,09% 98,2%
DirectX-11-Grafikkarte 71,87% 88,6%
Windows Vista/7/8 mit 64-Bit 80,48% geschätzt ~95%
2 CPU-Rechenkerne oder mehr 93,62% 98,8%
4 CPU-Rechenkerne oder mehr 45,84% 86,0%
4 GB Hauptspeicher oder mehr 72,21% 98,0%
8 GB Hauptspeicher oder mehr 42,82% 86,2%
FullHD-Auflösung oder höher 36,24% 80,5%
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Neuer 3DTester-Artikel: Toshiba Store.E Wireless Adapter

Not macht erfinderisch. Und scheinbar gibt es in der EDV-Welt viel Not, denn der Erfindergeist schlägt hier immer wieder zu und eröffnet ständig neue Möglichkeiten. Aktuell präsentiert Toshiba einen WLAN-Adapter, mit dem man eine USB-Festplatte oder einen USB-Speicherstick in ein WLAN einbinden kann. Die Idee ist insofern interessant, weil sie in Konkurrenz mit den WLAN-Festplatten-Gehäusen steht, die sich seit einigen Jahren am Markt entwickeln. Sie bieten für wenig Geld eine mobile und vor allem kabellose Speicherlösung. Sie sind aber auch unflexibel, weil sie nur ein verbautes Laufwerk bereitstellen. Lösungen wie der Toshiba Store.E Wireless Adapter bieten dagegen einen USB-Anschluss und überlassen es dem Anwender zu entscheiden, welches seiner Laufwerke (USB-Speicherstick oder USB-Festplatte) er gerade mit einer Gruppe von Anwendern teilen möchte.

Toshiba Store.E Wireless Adapter

Preislich ist der Toshiba Store.E Wireless Adapter auch ähnlich attraktiv, womöglich, weil in ihm die gleiche oder ähnliche Technik steckt, wie man sie schon in WLAN-Festplatten-Gehäusen antrifft. Und so ist er im Handel bereits ab erschwinglichen 40 Euro zu haben. Ob dass zuviel ist, genau richtig oder doch zu teuer, wollen wir hier klären. Dazu haben wir uns den Adapter näher angesehen und nicht nur seine Leistung, sondern auch seine Funktionen begutachtet ... zum Artikel.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 6. August 2014

Wie BSN herausgefunden haben, unterbinden die neuesten nVidia-Treiber die Nutzung von PhysX auf einer dafür abgestellten nVidia-Grafikkarten, wenn als Haupt-Grafikkarte ein AMD-Modell im Rechner steckt. Die Methode, mit (minimal) modizifierten Treibern eine AMD-Grafikkarten zum eigentlichen Rendern und eine kleinere nVidia-Grafikkarte für PhysX zu verwenden, dürfte damit wohl vorbei sein – sofern sich der neue nVidia-Treiber nicht einfach austricksen läßt, wovon aber eher nicht auszugehen ist. nVidia hat wohl erkannt, daß man in dieser Kombination keine neuen Grafikkarten absetzen kann, da die nVidia-Grafikkarten für den dedizierten PhysX-Einsatz nicht besonders leistungsfähig sein müssen und daher häufig dem Gebrauchtmarkt entstammen. Mit der Beschränkung der Hauptkarte in PhysX-Systemen auf nVidia-Modelle wird nVidia zwar ein paar hundert mehr Grafikkarten absetzen, sich aber natürlich den Unwillen vieler User zuziehen. Die Beschränkung rein auf nVidia-Systeme macht es natürlich auch den Spieleentwicklern schwerer, kompromißlos auf PhysX zu setzen.

Die ComputerBase vermeldet mit der FirePro S9150 eine neue Profi-Karte von AMD auf Hawaii-Basis, welche in den Server-Bereich gehen soll. Die Taktraten und damit Rohleistungen sind gegenüber der für den Workstation-Bereich vorgesehenen FirePro W9100 etwas geringer, dafür hält sich AMD in diesem Fall streng an die PCI-Express-Spezifikationen, welche nur eine gewisse Art & Anzahl an Stromsteckern und damit maximal 235 Watt TDP zulassen. Interessant ist, das bezogen auf die TDP die FirePro S9150 mit 10,8 GFlops DP pro Watt deutlich effizienter zu Werke geht als sowohl die FirePro W9100 (9,5) als auch alle nVidia-Karten, welche in dieser Disziplin bei nur um die 6 GFlops DP pro Watt liegen. Selbst wenn man nur die SinglePrecision-Effizienz berechnet, würde AMD um ca. 20% vorn liegen. Da Stromverbrauch und damit Energieeffizienz im Serverbereich eine große Rolle spielt, sollte AMD hier eigentlich gute Karte haben, um künftig auch im Profi-Bereich besser mitspielen zu können.

Gemäß WinFuture wird bei Windows "Threshold" – welches möglicherweise als "Windows 9" im Sommer/Herbst 2015 in den Handel gelangen wird – die im Desktop-Einsatz ungeliebte Charms Bar wieder teilweise verschwinden. Gänzlich scheint Microsoft nicht auf diese verzichten zu wollen, sie wird weiterhin in der Tablet-Oberfläche von Windows "Threshold" Verwendung finden – im Desktop-Einsatz wird die Charms Bar jedoch augenscheinlich per default deaktiviert sein. Damit nähert sich die Desktop-Oberfläche von Windows "Threshold" rein funktionell immer stärker dem Windows-7-Standard an – schön für die eingefleischten Desktop-Nutzer, für Microsoft aber auch das indirekte Eingeständnis, daß man sich mit dem Windows-8-Oberflächendesign maßlos verrannt hat und sehr viel Zeit und Geld in das nutzlose Unterfangen gesteckt wurde, die Nutzer zu einer neuen, aber (für den Desktop-Einsatz) unpraktikabel und unausgereiften Oberfläche zu erziehen.

Für reichlich Ärger sorgt derzeit die Meldung über (angeblich) 1,2 Milliarden geknackte Passwörter, welche sich in den Händen russischer Hacker befinden sollen. Problematischerweise kommen die einzigen Informationen hierzu von einer US-Sicherheitsfirma, welche sich laut Heise Security die Gewißheit, welcher Dienst und welche Webseite nun genau betroffen sind, allerdings vergolden lassen will. Damit steht sicherlich ein wenig der Punkt im Raum, ob jene US-Sicherheitsfirma ihre Darstellung nicht zugunsten des eigenen geschäftlichen Interesses etwas bis maßlos übertreibt. Angenommen, die 1,2 Milliarden Passwörter (samt dazugehörigen Nutzernamen, zuzüglich 500 Millionen eMail-Adressen) sind korrekt, dürfte es sich kaum um Hacks von kleineren Angeboten handeln, sondern um Schwergewichte wie Microsoft, Yahoo, Apple, YouTube, etc. – mit Ausnahme vielleicht von Facebook und GMail, welche noch größer als die genannte Zahl sind. Es bleibt zu hoffen, daß die nächsten Tage genauere Informationen zu diesem Fall bringen, auf daß man nicht auf Verdacht gezwungen wird, erneut alle seine Passwörter zu ändern. (Foren-Diskussion zum Thema).

Golem berichten über die Arbeit eines Sicherheitsforscher, wie einfache die Heuristik sprich Verhaltenserkennung heutiger Antiviren-Software aushebelbar ist: Im besten Fall wurde beim bekannten ILOVEYOU-Virus eine Schleife eingefügt, welche schlicht 80.000mal funktionslos um sich selbst rotierte – danach war die Heuristik-Funktion außer Gefecht gesetzt. Der Sicherheitsforscher fand insgesamt 7 Methoden, um die Heuristik von AVG zuverlässig zu umgehen – bei anderen Antiviren-Software dürfte dies jedoch kaum anders sein. Obwohl bei der Heuristik das höchste Potential heutiger Antiviren-Software liegt, sind diese Funktionen immer noch eher unterentwickelt – und so muß sich Antiviren-Software immer mehr auf die Standardfunktionalität der signaturbasierten Erkennung von ausschließlich bekannten Schadprogrammen zurückziehen, was heutzutage jedoch nur ca. 45% aller IT-Attacken erkennen kann. Da letztere Quote in Zukunft eher schlechter als besser werden wird, sollte wohl immer mehr der (informierte) Computernutzer als einzige halbwegs chancenreiche Verteidungslinie gegenüber IT-Attacken in den Vordergrund zu rücken.

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Umfrage-Auswertung: Wo wird AMDs Kaveri-APU nun eingeordnet?

Die Umfrage von letzter Woche drehte sich um AMDs Kaveri-APU und deren Markt- bzw. Nutzbarkeits-Einordnung durch unsere Leser. Bekannterweise sind AMDs APUs zuletzt bei uns nicht unbedingt gut weggekommen – dazu gab es jedoch auch reichlich Kritik von Leserseite, welche wir hiermit quantifizieren wollen. Und in der Tat scheinen die 3DCenter-Leser Kaveri deutlich positiver zu sehen als wir selber: Abgesehen von den 4,8% der Umfrage-Teilnehmer, welche Kaveri als vollwertige Performance-CPU einordnen, sind vor allem diejenigen 47,1% beachtlich, welche Kaveri als sehr gut nutzbare Alltags-CPU einordnen. Dies ist dann schon einmal eine Hausnummer und sollte eigentlich für AMD eine vernünftige Basis für gute Geschäfte darstellen.

Allerdings gibt es auch die Gegenseite, welche mit insgesamt 48,1% der Stimmen nicht gerade klein ausfällt. Man kann daher auch nach dieser Umfrage sagen, daß die Meinung gegenüber AMDs Kaveri glatt gespalten ist – die Menge der Beführworter wie der Zweifler ist nahezu genauso groß. Man sollte dies vor allem aber im Vergleich mit Intel sehen: Bei einer gleichlautenden Umfrage zu Haswell würde alles außer Richtung 90% bei den ersten beiden (positiven) Umfrage-Optionen doch sehr verwundern. Das Problem von Kaveri liegt also weniger darin, daß nicht gute Teile des Marktes jene Architektur als gutklassig bewerten, sondern vielmehr in der überaus starken Konkurrenz seitens Intel. Hier dürfte auch der Grund dafür liegen, weshalb AMDs Prozessorengeschäft derzeit nur ein Schatten einstiger Tage darstellt.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 5. August 2014

Technology Review bieten einen Artikel sowie die ein PC Games Hardware ein Video zum Thema "kaskadierte Displays" an, mittels welchen diese von nVidia-Forschern entwickelte Display-Technik näher beleuchtet wird. Primär geht es hierbei darum, daß speziell bei Shutter-Brillen die einzelnen Bildpunkte trotz hohen Auflösungen immer noch zu erkennen sind. Um dem entgegenzuwirken, verbaut man zusätzliche Shutter mit leicht versetzten Bildpunkten, der dadurch ausgelöste Effekte unterteilt die vorhandenen Bildpunkte optisch vierfach, was die wahrgenommenen Bildpunkte dann zu klein macht, um jene noch einzeln erkennen zu können. Derzeit ist das ganze allerdings nur im Stadium einer Forschungsarbeit und es ist nicht sicher, ob solcherart Displays irgendwann einmal in realen Produkten verbaut werden.

Im Fall der Erpressungstrojaner-Attacke auf Synology-Speichersystemen vermeldet die PC Games Hardware die erste Reaktion seitens Hersteller Synology. Danach betrifft das Problem nur NAS-Geräte mit älteren Versionen der "Disk Station Manager" Software (DSM), welche zudem seitens der Benutzer nicht auf den neuesten Software-Stand gepatcht wurden. Es existiert nämlich seitens Synology schon seit dem Dezember 2013 ein Patch für die bewußte Sicherheitslücke für die älteren DSM-Versionen, in der neuen Version DSM 5.0 ist jene Sicherheitslücke wohl generell nicht mehr enthalten. Sinnvollerweise sollte man daher sein Synology-NAS auf eine der von Synology angegebenen DSM-Versionen aktualisieren, danach sollte zumindest die aktuelle Attacke ausgestanden sein. Und natürlich kann man bei dieser Gelegenheit darüber nachdenken, ob das konkrete NAS wirklich über das Internet erreichbar sein muß und im Zweifelsfall die entsprechenden Optionen in der NAS-Software deaktivieren. (Foren-Diskussion zum Thema)

Laut Golem gibt es mal wieder eine Bewegung im Fall "PC-Fritz": Von den drei ursprünglich festgenommenen PC-Fritz-Managern soll nun gegen einen tatsächlich eine Anklage in Vorbereitung sein. Es bleibt zu hoffen, daß sich dann endlich klären lassen wird, was denn nun an den Vorwürfen gegenüber PC-Fritz wirklich dran ist. Sicher ist schon, daß sich PC-Fritz mangels vorhandener echter Datenträger selbige versucht hat "schwarz" pressen zu lassen – sprich, regelrechte Fälschungen von als "Original Microsoft" ausgegebenen Datenträgern versucht hat zu erstellen. Unsicher ist dagegen weiterhin, ob die verkauften Windows-Lizenzen selber auch gefälscht waren oder aber tatsächlich bei großen PC-Herstellern (wie seitens PC-Fritz behauptet) aufgekauft wurden.

Microsoft selber ist in dieser Frage bislang keine Hilfe bzw. schickt nur uneindeutige Statements durch die Welt – was letztlich auch weiterhin die Idee nährt, daß die von PC-Fritz vertriebenen Lizenzen zumindest nicht direkt gefälscht waren. Urheberrechtlich gänzlich in Ordnung war das Vorgehen von PC-Fritz wohl sowieso nicht, da die Lizenzen nicht ohne Original-Datenträger hätten vertrieben werden dürfen. Dies ist aber eher ein Vertriebsproblem seitens PC-Fritz und kann die Kunden von PC-Fritz nicht betreffen – sofern die Lizenzen selber wie gesagt nicht auch gefälscht waren. In dieser Frage ist nach wie vor alles offen: Die strafrechtlichen Ermittlungen sprechen gegen originale Lizenzen, daß der Laden nicht gleich beim ersten Mal zugemacht und in der Folge sehr deutlich mit dehnbaren Worten herumgeeiert wurde, dann wieder für originale Lizenzen, aber eben ohne originale Datenträger. (Foren-Diskussion zum Thema)

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Zur Performance der neuen Kaveri-APU A10-7800

Zeitgleich zum offiziellen Markteintritt der 65W-Kaveris sind auch einige Benchmark-Artikel zum 65W-Spitzenmodell A10-7800 erschienen, welche die Performance dieser Mainstream-APU gegenüber vergleichbaren Prozessoren beleuchtet. Mittels des A10-7800 steht endlich ein preislich und von der Verlustleistung her passender Kontrahent zu Intels Zweikernern der Core i3 Serie zur Verfügung – das bisherige Kaveri-Spitzenmodell A10-7850K hat dafür die unpassende TDP (95W) sowie den zu hohen Preispunkt (173$ Listenpreis). Mit dem A10-7800 nähert sich die TDP dem Intel-Standard an (65W zu 54W), während der Preispunkt sowohl zu Listenpreis als auch zum Straßenpreis nahezu identisch ausfällt. Zum Nachteil von AMD ist es, daß Intel inzwischen mehrere taktschnellere Haswell-Zweikerner aufgelegt hat, so daß sich der A10-7800 nicht mehr mit dem zum Jahresanfang getesteten Core i3-4340 (3.6 GHz), sondern vielmehr dem Core i3-4370 (3.8 GHz) messen muß.

Vergleichs-CPU CPU-Performance iGPU-Performance
TweakPC Core i3-4340 (3.6 GHz) AMD -10,2% AMD +83,8%
ComputerBase Core i3-4330 (3.5 GHz) - AMD +78,6%
AnandTech Core i3-4330 (3.5 GHz) AMD -21,1% AMD +71,9%
Hardware Canucks Core i3-4330 (3.5 GHz) AMD -0,1% AMD +102,8%
The Tech Report Core i3-4360 (3.7 GHz) AMD -7,9% AMD +71,3%

Die ermittelten Benchmark-Werte schwanken leider erneut von Artikel zu Artikel, so daß nur nach einer Mittelwert-Bildung ein halbwegs solides Ergebnis herauskommt. Gleiches gilt für die Stromverbrauchs-Messungen, bei welchen teilweise die Artikel sogar völlig konträre Ergebnisse aufwiesen: Zwar kam unter Last der A10-7800 überall als 10 bis 20 Watt stromfressender als ein Core i3 heraus, im Idle-Betrieb lag jedoch die AMD-APU bei zwei der Testberichte klar vorn, bei zwei anderen hingegen klar zurück. Hier scheint wohl der Einfluß des jeweils verbauten Systems sehr stark zu sein. Im Schnitt der Werte kann man sagen, daß der A10-7800 unter Idle in etwa wie ein Core i3 zieht, unter Last im Schnitt rund 15 Watt mehr. Gänzlich vergleichbar vom Stromverbrauch sind diese beiden CPUs daher nicht.

Core i3-4370 A10-7800
Technik Intel Haswell, 2C + HT @ 3.8 GHz, 20 AE @ 350/1150 MHz, DDR3/1600, 54W TDP AMD Kaveri, 4C @ 3.7/4.0 GHz, 512 SE @ ≤720 MHz, DDR3/2133, 45/65W TDP
Preislage Listenpreis 149$, Straßenpreis ~140€ Listenpreis 153$, Straßenpreis ~140€
Idle/Last-Verbrauch (übliches System) ~35W/70W ~35W/85W
CPU Anwendungs-Performance 100% 85%  (AMD 15% langsamer)
CPU Spieleunterstützungs-Performance 100% ~65%  (AMD ~35% langsamer)
iGPU Spiele-Performance 100% 182%  (AMD 82% schneller)

In der Zusammenfassung der Ergebnisse ergibt sich ein gegenüber dem Kaveri-Launch doch ziemlich bekanntes Bild: Die CPU Anwendungs-Performance ist bei Intel gewohnt etwas besser, wobei der A10-7800 nun deutlicher gegenüber dem Core i3-4370 zurückliegt (-15%), als seinerzeit der A10-7850K gegenüber dem Core i3-4340 (-6,5%). Bei der CPU Spieleunterstützungs-Performance liegen keine neuen Werte vor, so daß wir in dieser Frage derzeit nur Schätzungen basierend auf früheren Messungen baugleicher CPUs anbieten können – aber hier wird sich natürlich überhaupt nichts an dem großen Vorteil der Intel-CPUs geändert haben. Bei der iGPU Spiele-Performance liegt der A10-7800 dagegen erneut in Front, der Vorteil ist nur minimal kleiner als bei den früheren Messungen und weiterhin überdeutlich zugunsten von AMDs APU.

Die sehr wenigen Messungen des A10-7800 unter mittels BIOS auf 45 Watt limitierter TDP zeigen dahin, daß der A10-7800/45W beim Stromverbrauch endlich herunterkommt auf die Werte der (normalen) Core i3 Modelle – was aber auch bedeutet, daß die stromsparenden S- und T-Modelle von Intel weiterhin einen Stromverbrauchs-Vorteil haben werden. Dafür verliert der A10-7800/45W dann ca. 10% Performance bei CPU und iGPU, wird das Performance-Verhältnis gegenüber den Core-i3-Modellen also nochmals ungünstiger. Weiterhin bestehen bleibt aber auch in dieser Situation AMDs enormer Vorsprung bei der iGPU-Performance. Bei Systemen, wo keine extra Grafikkarte verbaut werden kann oder soll, sind die Kaveri-APUs nach wie vor die mit (weitem) Abstand beste Lösung – nun auch unter niedrigen TDP-Größen. Bei anderen Anwendungszwecken bleibt Kaveri aber auch mit dem A10-7800 eine nicht wirklich ziehende Lösung.

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