Eine Auswirkung der laufenden Speicherkrise scheint die Konzentration auf die größten Anbieter zu sein, welche seitens der Fertiger bevorzugt beliefert werden – was angesichts viel höheren Bedarfs als Fertigungsvolumen auch darauf hinauslaufen kann, als einzige beliefert zu werden. Wie Twitterer Jukan mit Berufung auf einen diesbezüglichen Bericht der DigiTimes ausführt, sollen somit nunmehr Apple, Asus, Dell und Lenovo seitens der Speicherhersteller bevorzugt werden. Hierzu werden nachfolgend auch die jeweiligen Gründe aufgeführt, welche prinzipiell aus drei Schienen stammen – schiere Unternehmensgröße, Verbindung mit den Speicherherstellern bei anderen Produkten sowie Wichtigkeit in einzelnen Segmenten (militärische Lieferungen und/oder Serverfertigung). Damit können kleinere und mittlere PC-Hersteller logischerweise nicht mithalten – und werden demzufolge als erste hinten runter fallen, wenn die Speicherhersteller entscheiden müssen, welche Aufträge sie überhaupt noch bedienen.
Memory prices are soaring as much as four to five times year-over-year. PC brand vendors that were originally expected to gradually finalize supply contracts with memory makers by the end of the third quarter of 2025 have, as of year-end, not had a single contract fully signed. Suppliers are tight on supply and unwilling to sign, and prices are also lacking consensus. Memory makers still have capacity, but demand far exceeds supply. Therefore, brand vendors must rely on their own capabilities. In facing this tough situation, the supply chain reports that memory makers are giving priority to Apple, Lenovo, Asus, and Dell.
Quelle: Jukan @ X am 30. Dezember 2025, in Wiedergabe und Übersetzung eines Berichts der DigiTimes
Mit einer Umfrage von diesem September ging es um den üblichen Preisbereich beim Grafikkarten-Kauf, in Wiederholung ähnlicher Umfragen von 2019 und von 2016. Mittels des größeren zeitlichen Sprungs hat sich einiges verändert, denn hörten die Umfragen seinerzeit bei 700 Euro auf und ergaben sich durchschnittliche Preislagen von (interpoliert) ca. 410 bzw. ca. 340 Euro, ist nunmehr wie zu sehen und auch allgemein bekannt alles sehr viel teurer geworden. Somit fängt die Umfrage auch nicht mehr bei nur (bis zu) 100 Euro an, sondern erst bei (bis zu) 200 Euro – und trotzdem liegen in dieser Gruppe heuer nur 2,2% der Umfrageteilnehmer. Oberhalb dessen ist die Antwortverteilung dann allerdings ziemlich breit, alle Preiskategorien von 300 bis 1000 Euro laufen mit einer zweistelligen Prozentzahl an Nutzerzuspruch durchs Ziel.
Laut Twitterer Dan Nystedt wird Auftragsfertiger TSMC seine multiplen Wafer-Preiserhöhung nunmehr in die Tat umsetzen und für alles ab der 3nm-Fertigung die Waferpreise in den nächsten vier Jahren jeweils um 3-10% erhöhen – pro Jahr wohlgemerkt. Dies summiert sich dann mit der Zeit auf, vier Steigerungen á 10% sind am am Ende +46,4% und damit schon eine sehr bemerkbare Größenordnung (4x 3% ergeben allerdings "nur" +12,6%). Für TSMC ist dies sowieso ungewöhnlich, denn normalerweise benutzt man dort nur neue Fertigungsverfahren für somit indirekte Preiserhöhungen, steigert aber die Preise für bereits in Fertigung befindliche Nodes eher selten und vor allem nicht derart langwierig. Aber TSMC kann es sich augenscheinlich leisten, denn die letzten Preiserhöhungen von TSMC haben keinerlei Auftragsrückgang ergeben, die TSMC-Kunden ordern weiterhin wie gewohnt. Selbige multiple TSMC-Preiserhöhung wurde im übrigen im Herbst schon einmal seitens Heise erwähnt, seinerzeit allerdings eher noch als Gerücht bzw. reine Absicht seitens TSMC.
TSMC has notified clients it will raise prices on 3nm and finer advanced chip manufacturing processes in each of the next four years, 2026-2029 due to rising production costs, media report, with 2026 prices seen up 3%-10%. The report says price hikes have not impacted orders at all, with the “AI arms race” continuing to drive demand.
Quelle: Dan Nystedt @ X am 29. Dezember 2025