Aus unserem Forum kommt die Diskussion über die aktuellen Verkaufszahlen von AMD- und nVidia-Grafikkarten bzw. ob AMD mit der Radeon R300 Serie diesbezüglich etwas hat verbessern können – gerade angesichts der desaströsen Verkaufszahlen im zweiten Quartal, welche ein AMD-zu-nVidia-Verhältnis von 18% zu 82% gesehen haben. Hierzu wird in unserem Forum gern auf die bei Onlinehändler Mindfactory zu sehenden Verkaufszahlen verwiesen, welche wenigstens eine grobe Richtung vorgeben können.
Seitens der Analysten von Jon Peddie Research kommen in Form zweier Meldungen neue Zahlen zu den Marktanteilen bei Grafikchips sowie bei Desktop-Grafikkarten für das erste und das zweite Quartal 2015. Die erste Meldung dreht sich um alle verkauften PC-Grafikchips und schließt damit natürlich die mengenmäßig dominanten integrierten Grafiklösungen von heutigen Prozessoren mit ein. Die "Marktführerschaft" Intels ist somit automatisch gegeben – wenn, dann ist nur der Punkt interessant, daß Intel jene Marktführerschaft zuletzt eindrucksvoll auf inzwischen 75,2% Marktanteil ausbauen konnte.
Grafikchip-Entwickler nVidia hat seine Geschäftsergebnisse für das (grobe) zweite Kalenderquartal vorgelegt, welches bei nVidia das zweite Finanzquartal des Geschäftsjahres 2016 bildet und vom 27. April bis 26. Juli 2015 läuft. In diesem Zeitraum lief das nVidia-Geschäft nicht ganz so rund wie im ersten Kalenderquartal 2015: Der Umsatz fiel fast identisch zum Vorquartal aus, lag allerdings wenigstens noch um 4,5% höher gegenüber dem Vorjahr.
Für Prozessoren- und Grafikchip-Entwickler AMD ist es im zweiten Jahresquartal 2015 nochmals rapide bergab gegangen: Der Quartalsumsatz fiel unter die Marke von einer Milliarde Dollar auf nur noch 942 Millionen Dollar zurück – so schwache Quartalsumsätze hatte man zuletzt im Jahr 2003 in einer gänzlich anderen Marktsituation gesehen, bei welcher zudem noch nicht einmal ATI mit an Bord war. Gegenüber dem Vorjahresquartal (zweites Quartal 2014) büsste man heuer 34,6% beim Umsatz ein und erhöhte den Verlust auf das glatt fünffache.
Prozessorenentwickler Intel hat seine Geschäftsergebnisse für das zweite Quartal 2015 veröffentlicht – welche trotz eines kleinen Aufschwungs gegebenüber dem ersten Jahresquartal mager für Intel-Verhältnisse aussehen. Zwar konnte man wie gesagt gegenüber dem ersten Jahresquartal leicht zulegen – +3,2% beim Umsatz, +35,8% beim Gewinn und +10,7% beim operativen Gewinn – doch dies gleicht weder die große Delle zum Jahresanfang aus, noch ist dies überhaupt ein guter Zuwachs bezogen nur auf zweite Jahresquartale.
Mit der Vorlage seiner Geschäftsergebnisse für das (vergleichsweise) erste Kalenderquartal 2015 hat nVidia einen guten Start ins neue Jahr bekanntgeben können – nachdem jener bei Intel eher durchschnittlich aussah und bei AMD der starke Abwärtstrend leider bestätigt wurde. Abweichend von den Kalenderquartalen lief bei nVidia das zu Ende gegangene Finanzquartal vom 26. Januar bis 26.
Prozessoren- und Grafikchip-Entwickler AMD hat seine Geschäftsergebnisse für das erste Jahresquartal 2015 vorgelegt – welche angesichts der Flaute im PC-Geschäft dieses Jahr und der vorherigen, schon schlechten AMD-Geschäftsergebnisse nicht gänzlich unerwartet erneut sehr schlecht ausgefallen sind. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres in Form des ersten Quartals 2014 fiel der Umsatz um satte 26,3% und stieg der nominelle Verlust um extreme 800%, der operative Verlust kehrte sich von +49 Mill. $ auf -137 Mill. $ um.
Prozessoren-Entwickler Intel hat mit seinen Geschäftszahlen für das erste Jahresquartal 2015 eher nur Standardkost abgeliefert: Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (aka dem ersten Quartal 2014) sehen die Zahlen nahezu deckungsgleich aus, ging es beim Umsatz nur um 0,1% nach oben, beim nominellen Gewinn um wenigstens 2,3% und beim operativen Gewinn um 3,2%. Vor allem aber gegenüber dem (natürlich schwerlich direkt vergleichbaren) Zahlen des direkten Vorquartals hat man überaus deutlich bei Umsatz & Gewinn verloren – dies ist prinzipiell gesehen der Lauf der Welt zwischen einem vierten und einem ersten Quartal, in der erreichten Höhe aber dennoch ein bemerkenswerter Absturz.
Die Marktforscher von IC Insights haben eine feine Aufstellung herausgegeben, welche die Größenordnungen der einzelnen Marktsegmente im Markt der Consumer-Elektronik aufzeigt (im deutschsprachigen Raum kommt hierzu die Wortwahl "Unterhaltungselektronik" am nächsten, dies ist jedoch begrifflich nicht gänzlich deckungsgleich). Jene Aufstellung ist unterteilt in zwei Teile: Erstens der komplette erzielte Umsatz in den einzelnen Marktsegmenten der Consumer-Elektronik, zweitens der reine Wertanteil der verschiedenen Chips innerhalb dieser Systeme.
Beim chinesischen Expreview (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) hat man sich durch diverse Geschäftsberichte gewühlt und aus den gewonnenen Daten eine Übersicht der Entwicklungsausgaben von AMD, Intel & nVidia für die Jahre 2011 bis 2004 im Vergleich gezimmert. Klar ist dabei natürlich die Dominanz Intels, das Unternehmen setzt schließlich mit 55 Mrd.