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Welche SSD-Größen werden derzeit verwendet?

Diese Umfrage schließt an die jüngste Umfrage zur grundsätzlichen Nutzung von SSDs an und fragt diesesmal nach der reinen Größe der eingesetzten SSDs (pro Rechner). Dabei kann die Größe aller intern eingesetzten SSDs (pro Rechner) zusammengezählt werden, falls mehrere hiervon in Verwendung sind – für Caching-SSDs, Mainboards mit verbautem SSD-Cache und Hybrid-Festplatten gibt diesesmal extra Kategorien. Bei der sich anschließenden Umfrage-Auswertung wird sich im Vergleich mit der gleichlautenden Umfrage von Oktober 2012 zudem die Entwicklung auf diesem Gebiet ermitteln lassen.

Anmerkung: Diese Umfrage ist Rechner- und nicht Personen-bezogen. Damit darf von unterschiedlichen genutzten Rechnern (Desktop-PC, Laptop) aus natürlich entsprechend unterschiedlich gevoted werden.

Gar keine SSD im Einsatz.
13% (437 Stimmen)
Hybrid-Festplatte im Einsatz.
1% (27 Stimmen)
Mainboard mit SSD-Cache im Einsatz.
0% (7 Stimmen)
Caching-SSD im Einsatz.
1% (18 Stimmen)
SSD-Größe bis 64 GB.
4% (132 Stimmen)
SSD-Größe bis 128 GB.
27% (915 Stimmen)
SSD-Größe bis 256 GB.
38% (1271 Stimmen)
SSD-Größe bis 512 GB.
11% (378 Stimmen)
SSD-Größe über 512 GB.
5% (180 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 3365
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Neuer 3DTester-Artikel: SanDisk Cruzer Force 8GB USB Flash Drive

Die Leistungsfähigkeit bei den USB2.0-Speichersticks wächst tatsächlich noch immer an. Das gilt auch und besonders für die USB2.0-Nano-Sticks. Bedingt durch ihr geringes Platzangebot, müssen Nano-Sticks bei der Wahl ihrer Komponenten wählerischer sein. Und daher hinken sie in der Leistungsfähigkeit den regulären Speichersticks hinterher. Aber dennoch steigern sich neue Ausführungen und dass selbst ohne USB3.0-Schnittstelle.

SanDisk Cruzer Force 8GB USB Flash Drive

Wie sich der aktuelle Stand verhält, wollen wir anhand des SanDisk Cruzer Force USB-Flash-Drives untersuchen. Denn SanDisk ist bekannt dafür, noch verstärkt auf die USB2.0-Schnittstelle zu setzen bzw. deren Möglichkeiten auszureizen, statt sein komplettes Angebot auf USB3.0 auszurichten. Hier lassen sich daher noch am ehesten die aktuellen Vor- und Nachteile von USB2.0 ergründen ... zum Artikel.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 21. März 2014

Wenn es nach dem geht, was die ComputerBase zu DirectX 12 schreibt, ist der Fall noch verworrener als jener sich bisher schon darstellte: Danach soll es angeblich sogar neue 3D-Effekte mit DirectX 12 geben – was dann nahelegen würde, daß man dafür auch explizit DirectX-12-fähige Hardware benötigen würde. Die Beschleunigungseffekte von DirectX 12 (in Kopie von AMDs Mantle) wird es allerdings auch weiterhin (als Software-Funktion) für DirectX-11-Hardware geben. Bemerkenswert ist, daß AMD und nVidia auf Rückfrage hin noch nichts konkretes zu den weiteren Verbesserungen von DirectX 12 sagen wollten bzw. konnten – ganz so, als wären diese Dinge noch nicht einmal richtig final. Gut möglich, daß diese durchaus mit heißer Nadel gestrickte neue DirectX-Version noch für die eine oder andere Überraschung gut ist.

Daneben läßt sich der DirectX-12-Berichterstattung des Heise Newstickers entnehmen, daß unsere letzten Hochrechnungen korrekt waren und Microsoft derzeit DirectX 12 nicht für Windows 7 plant – da EA Microsoft explizit dazu aufgefordert hatte, DirectX 12 auch unter Windows 7 zu ermöglichen, um eine jahrelange zweigleisige Entwicklungsarbeit vermeiden zu können. Vermutlich gedenkt Microsoft, DirectX 12 zum Puschen des kommenden Windows 9 einzusetzen – zwar wird es DirectX 12 augenscheinlich auch unter Windows 8.1 geben, aber jenes dürfte als ernsthafter Kontrahent gegenüber Windows 9 wohl ausscheiden (sofern Windows 9 in die bislang bekannte Richtung geht). Aus dem von EA vorgebrachten Grund ist das ganze aus Entwicklersicht sicherlich keine gute Entscheidung, wenngleich es der Gamer-Gemeinde den Wechsel auf Windows 9 in der Tat überaus schmackhaft machen dürfte.

Bezüglich der Xbox One und deren bekannter Schwäche, die FullHD-Auflösung von 1080p in neueren Spielen zu bieten, hat sich Microsoft laut der GameZone zu der großen Aussage aufgeschwungen, daß dieses Auflösungen-Ziel für die Spieleentwickler in Zukunft einfach erreichbar sein soll. Dazu würde es schlicht einer besseren Einarbeitung in die Konsole und die Optimierung des Spielcodes bedürfen. Nun können bekannterweise speziell die Konsolenentwickler im Laufe der langen Lebenszeit einer Spielekonsolen durchaus immer bessere Grafiken aus derselben Hardware herausholen – aber das sich dabei später auch höhere Auflösungen realisieren lassen, hat es in Masse bisher nie gegeben. Gemäß der Erfahrungen mit früheren Spielekonsolen ist eher der umgedrehte Fall realistisch – daß Spielekonsolen mit der Auflösung im Laufe der Zeit immer weiter nach unten gehen, weil die Spiele besser aussehen sollen und die Hardware schließlich nicht mit gewachsen ist.

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Intels Desktop-Roadmap für 2014: Neue Haswell-K Modelle, Haswell-E und ein ungelockter Pentium-Prozessor

Im Zuge der GDC hat Intel genaueres zu den Plänen für die Desktop-Prozessoren des Jahres 2014 bekanntgegeben. Den Anfang wird dabei der Haswell-Refresh machen, welchem nach der Verschiebung von Broadwell auf das Jahresende nunmehr eine größere Bedeutung zukommt. Eigentlich ist der Haswell-Refresh recht unspannend, da es nur Prozessoren mit jeweils 100 MHz mehr Takt gibt und die neuen 9er Chipsätze mit nativer M.2-Unterstützung keine Bedingung für diese Prozessoren darstellen. Als Ausgleich wird Intel nun aber noch neue Haswell-K Modelle mit freigeschaltetem Multiplikator auflegen – hierfür war eigentlich einmal Broadwell vorgesehen, aber durch dessen deutliche Verschiebung wurde dies dann obsolet. Als Schmankerl oben drauf werden die neuen K-Modelle von Haswell über ein überarbeitetes Package samt neuer Wärmeleitpaste verfügen, womit Intel einen starken Kritikpunkt aus Overclocker-Sicht angeht. Vielleicht ergibt es sich dann einmal, daß die Haswell-Prozessoren sich besser als die Sandy & Ivy Bridge Prozessoren übertakten lassen.

Zeitgleich mit dem Haswell-Refresh zur Jahresmitte wird Intel zudem anläßlich des 20jährigen Jumbiläums der Prozessoren-Marke "Pentium" (seinerzeit seitens Intel primär deswegen in Ersatz der sich eigentlich anbietenden Bezeichnung "586" genutzt, weil jemand besonders schlaues diese Bezeichnung schon vor Intel beim Markenamt angemeldet hatte) einen "Intel Pentium Aniversary Edition" mit freigeschaltetem Multiplikator auflegen. Dahinter verbirgt sich ein Haswell Zweikern-Prozessor für den Sockel 1150, da Broadwell wie bekannt erst zum Jahresende erscheint – durch die Freischaltung wird man dann aber erstmals sehen können, wie weit sich in 22nm hergestellte Zweikerner ohne künstliche Beschränkungen takten lassen. Einen herben Wehrmutstropfen gibt es allerdings in jener Form, als daß bisher alle Pentium-Modelle ohne HyperThreading ausgeliefert wurden – hält es Intel bei dieser Jubiläums-Edition genauso, dürfte ein einfacher Core i3 trotz beschränktem Takt in der Praxis dann doch wieder vorzuziehen sein.

Schon ziemlich gut bekannt sind dagegen die Daten zu Haswell-E, welches im Herbst zu erwarten ist (wahrscheinlich Ende des dritten Quartals): Bis zu acht Rechenkerne, X79-Chipsatz und erstmals der Support für DDR4-Speicher. Sehr zum Vorteil von Haswell-E sind die jüngsten Roadmap-Verschiebungen bei Intel, wonach Haswell-E nun nicht mehr nach Broadwell erscheint, sondern eben schon vorher. Wegen der gleich acht Rechenkerne und mangels anderer zugkräftiger Innovationen im CPU-Bereich in letzter Zeit dürfte Haswell-E im Enthusiasten-Bereich sicherlich mit einiger Spannung erwartet werden.

Und letztlich erwähnte Intel noch die zum Jahresende 2014 zu erwartende neue Broadwell-Architektur, welche erstmals bei Intel in 14nm gefertigt sein wird. Jene dürfte noch vor dem Jahreswechsel offiziell vorgestellt werden, die großen Auslieferungskontingente sind allerdings erst im Jahr 2015 zu erwarten. Zudem sind für den Desktop-Bereich nach bisherigen Intel-Planungen nur Broadwell-K Modelle mit freigeschaltetem Multiplikator zu erwarten – ob Intel diese Pläne angesichts der starken Verschiebung noch einmal ändert, bleibt offen. Zudem wird es bei Broadwell erstmals integrierte Grafiklösung mit eDRAM auch für gesockelte Desktop-Prozessoren geben – bislang gab es diese schnellsten Intel-Grafiklösungen nur im Mobile- und im AiO-Bereich.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 19./20. März 2014

Bei Videocardz kann man sich noch einmal alle verfügbaren Präsentationsfolien zu DirectX 12 seitens Microsoft, AMD, Intel und Qualcomm geben. Hier findet sich auch die (natürlich indirekte) Original-Aussage Microsofts zum Betriebssystem-Support von DirectX 12: Wenn DirectX 12 gegen Ende 2015 herauskommt, soll es auf 50% aller Maschinen der PC-Gamer laufen. Dies ist natürlich eine etwas andere Kategorie, als wenn es um alle weltweit installierten PCs gehen würde. Während bei der installierten Basis aller PCs hat Windows 8/8.1 gerade einmal die 10%-Marke durchbrochen, dagegen sind es unter den Gamer-PCs laut dem Steam Survey derzeit immerhin schon 22,1% für Windows 8/8.1. Eingerechnet anderthalb Jahre mehr und den wahrscheinlichen Release von Windows 9 innerhalb dieses Zeitraums könnte Microsoft durchaus davon ausgehen, daß Windows 8, 8.1 und 9 zusammengerechnet dann 50% installierter Basis unter den PC-Gamern erreicht haben. Wahrscheinlich kommt DirectX 12 somit – wie DirectX 11.1 & 11.2 – erst ab Windows 8.1, nicht aber mehr für Windows 7.

Damit – und mit dem späten Markteintritt von DirectX 12 erst gegen Ende 2015 – hat AMDs Mantle-API eine Zweijahresfrist, sich zu bewähren und Marktanteile zu erobern. Als Vorteile für Mantle stehen an, daß jene sowohl schon verfügbar ist als auch unter Windows 7 läuft – derzeit ein noch überaus gewichtiger Vorteil, will man die breite Masse der Gamer und nicht nur ein knappes Viertel dieser ansprechen. Damit kann AMD durchaus bei den demnächst erscheinenden Spielen punkten – bei weiter in der Zukunft liegenden Spieleprojekten wird man es dagegen schwerer haben, da die Spieleentwickler dann sicherlich DirectX 12 wegen des Zugriffs auf eine breitere Hardware-Basis vorziehen dürften. Gut möglich, daß Mantle also nur für die Jahre 2014 & 2015 eine gewisse Marktbedeutung erlangen kann. In dieser Zeit kann AMD natürlich Mantle dazu ausnutzen, um in vergleichenden Benchmarks etwas besser als nVidia dazustehen, was auch keinen schlechten Effekt zugunsten der Grafikchip-Verkäufe von AMD ergeben dürfte.

BSN haben von AMD einen neuen Teaser auf die "Radeon R9 295X2" erhalten (unter anderem eine Flasche vulkanischen Wassers von Hawaii). Dabei fiel der Termin 25. März, zu welchem AMD die Karte somit möglicherweise vorzustellen gedenkt. Ob es zu diesem Termin eine reine Vorstellung oder aber einen regelrechten Launch gibt, bliebe noch abzuwarten – genauso wie alle wichtigen Hardware-Daten zur DualChip-Grafikkarte, wie Anzahl der freigeschalteten Shader-Einheiten, Taktraten und vor allem die PowerTune-Einstellungen, bislang noch unbekannt sind. Die zeitige Vorstellung deutet in jedem Fall auf einen Markteintritt spätestens im April hin, womit die Karte über den Sommer verkauft werden kann und dann aus reiner zeitlicher Nähe nichts mehr gegen 20nm-Grafikkarten schon im Herbst diesen Jahres sprechen würde. Ob letzteres passiert, hängt natürlich zuerst auch an der Frage, wie schnell Auftragsfertiger TSMC große Grafikchips in 20nm mit sinnvoller Fertigungsausbeute herstellen kann.

Golem vermelden erstaunliche Preisbrecher-Angebote bei Spieleengines: So hat zuerst Epic Games die Unreal Engines 4 für nur 19 Dollar monatlich zur Verfügung gestellt – zuzüglich einer 5prozentigen Beteilung an allen damit erzielten Umsätzen. Dafür bekommt man sogar vollen Zugriff auf den Engine-Quellecode, was ansonsten nur bei großen Entwicklerstudios üblich ist. Das Angebot gilt allerdings nur für PC- und Tablet-Betriebssysteme, für die Konsolen muß man weiterhin direkt mit Epic Games in Verhandlungen treten. Nur kurz danach zog Crytek mit der Ankündigung nach, die Cryengine künftig für 10 Dollar/Euro im Monat zur Verfügung zu stellen – eine Umsatzbeteilung gibt es hier nicht, dafür aber auch keinen Zugriff auf den Quellcode. Wie speziell Crytek damit echten Gewinn machen will, ist etwas unklar – möglicherweise geht man davon aus, daß die großen Entwicklerstudios den kostenpflichtigen Support bemühen und damit dann ihr Geld bei den Engine-Entwicklern lassen. Ob hierbei also eine beachtbare Ersparnis zugunsten der großen Entwicklerstudios herauskommt, sei dahingestellt – aber in jedem Fall werden Hobby- und Indie-Projekte mit diesem neuen Preismodell bestmöglich unterstützt.

Bei Digital Rivers als Microsofts offizieller Download-Quelle hat wohl (erneut) eine kleine Löschaktion stattgefunden, der insbesondere einige der deutschsprachigen ISO-Dateien zu Windows 7 zum Opfer gefallen sind. Alternative Download-Quellen der Microsoft-Originale waren leider nicht zu finden, jede Webseite verlinkte zuletzt nur noch zu Digital River. So bleiben nur die möglicherweise selbsterstellten ISOs bei CCPowered und Huskynarr's Blog – welche allerdings den Vorteil haben, die einzelnen Windows-Versionen von Starter bis Ultimate in einem Download zur Verfügung zu stellen. Sicherheitshalber sollte man sich alle benötigten Windows-7-Versionen direkt mal ziehen, denn Digital River bzw. Microsoft selber sind aufgrund der wiederkehrenden Löschaktionen sowie auch schon aufgetretenen Dateiumbenennungen leider keine in alle Ewigkeit belastbare Quelle.

Ganz allgemein betrachtet ist es eine Schande für Microsoft, wie larifari-mäßig hier mit einem der wichtigsten Downloads, welchen man anzubieten hat, umgegangen wird – völlig unwürdig eines Großunternehmens mit hunderten Millionen Kunden. Unter Windows 8 ist es leider noch schlimmer – da gibt es nur einen Installer zum Download, welcher dann natürlich darauf angewiesen ist, daß der Microsoft-Server die benötigte Version von Windows 8 überhaupt noch vorrätig hat. Ganz generell ist die Erkenntnis aus dieser Geschichte, daß man sich alle benötigten oder eventuell mal interessanten ISO-Dateien lieber sofort sichern sollte – weil es selbst Großunternehmen wie Microsoft nicht hinbekommen, die einmal im Internet kursierenden Download-Adressen einfach unangetastet liegenzulassen.

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Microsoft kündigt DirectX 12 als Software-Update für Ende 2015 an

Auf der GDC hat Microsoft Details zur kommenden Grafik-Schnittstelle "DirectX 12" herausgegeben. Danach handelt es sich bei DirectX 12 um Microsofts Konter gegenüber AMDs Mantle – erstaunlicherweise erschöpft sich DirectX 12 aber auch schon in dieser Funktionalität, gibt es also keine weiteren neuen Features. Damit ist DirectX 12 erstmals in der DirectX-Geschichte ein reines Software-Update, welches keine neuen Hardware-Anforderungen mit sich bringt. Dies ermöglicht natürlich im Gegenzug einen einfacheren Marktstart, denn so benötigt es seitens der Grafikchip-Entwickler allein angepasster Treiber für bestehende oder ältere Hardware, um DirectX 12 zu unterstützen. AMD will somit DirectX-12-Treiber für alle Grafiklösungen basierend auf der GCN-Architektur herausbringen, Intel für die Haswell-basierten Grafiklösungen Iris und Iris Pro (nicht aber die kleineren Haswell-basierten Grafiklösungen) und nVidia für alle Fermi-, Kepler- und Maxwell-basierten Grafiklösungen.

Neben einer Preview-Version später in diesem Jahr soll die finale Version von DirectX 12 dann erst zum Jahresende 2015 erscheinen. Dies erscheint als weit weg liegend, allerdings wäre hierbei einzurechnen, daß dann auch umgehend DirectX-12-kompatible Spiele erscheinen sollen – es also nicht wie bei anderen DirectX-Versionen in der Vergangenheit weitere Jahre dauern wird, ehe Spiele die neue Schnittstelle auch wirklich nutzen. Der Charakter als Software-Update mit breiter Unterstützung von bereits vorhandener Hardware dürfte DirectX 12 maßgeblich dabei weiterhelfen, ausgehend von Ende 2015 sehr schnell eine große Verbreitung in der Spielelandschaft zu finden.

Etwas wolkig ist leider noch die Aussage zum Betriebssystem-Support von DirectX 12: Microsoft sprach nur davon, daß es betriebssystemseitig Ende 2015 auf der Hälfte aller bestehenden PCs laufen soll. Eingerechnet der Punkte, daß Windows 8/8.1 derzeit bei nur wenig über 10% installierter Basis steht und in anderthalb Jahren sicherlich keine 50% erreichen wird, und genauso auch ein potentielles Windows 9 selbst zusammen mit Windows 8/8.1 dies nicht so schnell erreichen dürfte, müsste man dies eigentlich als klaren Hinweis ansehen, daß Microsoft DirectX 12 auch für Windows 7 öffnen wird. Dies dürfte interessant werden, weil dann eigentlich auch die bisher Windows 7 verwehrten Featurelevel DirectX 11.1 und 11.2 für Windows 7 ermöglicht werden würden. Ganz sicher ist dieser Punkt aber noch nicht – wer weiss schon, wie optimistisch Microsoft diesbezüglich rechnet und wann genau Windows 9 nun herauskommen soll.

Der entscheidender Punkt an DirectX 12 ist sicherlich, daß man ab sofort bei Grafikchips eine Unterscheidung zwischen dem Software-Support und Hardware-Support von DirectX machen muß: Beispielsweise nVidias Kepler-Chips unterstützen Hardware-seitig nur DirectX 11.0, Software-seitig in Zukunft dann aber sogar DirectX 12. Dies ändert aber nichts am Hardware-Support, welcher weiterhin nur bei DirectX 11.0 liegt und somit die Renderpfade von DirectX 11.1, 11.2a und 11.2b ausschließt. Für die normalen Konsumenten dürfte dies nur eher schwer durchschaubar sein – wahrscheinlich erst mit dem (aus heutiger Sicht rein hypothetischen) DirectX 13 wird sich dies wieder zusamenführen lassen.

DirectX 11.0 DirectX 11.1 DirectX 11.2a DirectX 11.2b DirectX 12
offizieller Name DirectX 11.0 DirectX 11.1 DirectX 11.2 "Tier 1" DirectX 11.2 "Tier 2" DirectX 12
Support-Level benötigt wird für alle Versionen von DirectX 11.x jeweils die entsprechende Hardware bei DirectX 12 handelt es sich um einen reinen Software-Support
OS-Unterstützung ab Windows Vista ab Windows 8.0 ab Windows 8.1 unklar
AMD-Grafik Evergreen & Northern Islands: Radeon HD 5000 & 6000 - Southern Islands: Radeon HD 7000 (außer 7790), Radeon R200 (außer 260X, 290 & 290X) Sea Islands & Volcanic Islands: Radeon HD 7790, R7 260X, R9 290 & R9 290X Southern Islands, Sea Islands & Volcanic Islands (Radeon HD 7000 & R200)
AMD-APUs Bobcat, Llano, Trinity & Richland - Kabini & Kaveri Kabini & Kaveri
nVidia Fermi, Kepler & Maxwell: GeForce 400, 500, 600 & 700 - - - Fermi, Kepler & Maxwell: GeForce 400, 500, 600 & 700
Intel Valleyview & Ivy Bridge Haswell - - Haswell (nur Iris und Iris Pro)
Microsoft - - - Xbox One Xbox One
Sony - - - Playstation 4
(Unterstützung dieses Feature-Levels unter eigenen APIs)
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Interessanterweise wird die Xbox One ebenfalls DirectX 12 unterstützen – hier geht es Microsoft wohl darum, den Spieleentwicklern CrossPlattform-Titel möglichst einfach zu machen. Die Playstation 4 wird hingegen kein DirectX 12 unterstützen, da es sich hierbei schließlich um ein reines Software-Update handelt und die PS4 generell kein DirectX 12 (sondern primär die eigenen APIs GNM und GNMX) nutzt. Wie gesagt ändert sich an den Hardware-Leveln von Direct mit der Einführung von DirectX 12 nichts – das beste Hardware-Level bleibt weiterhin DirectX 11.2b, welches derzeit nur die AMD-Grafikchips auf Basis der GCN-1.1-Architektur (Bonaire & Hawaii) bieten.

Nachtrag vom 20. März 2014:

Bei Videocardz kann man sich noch einmal alle verfügbaren Präsentationsfolien zu DirectX 12 seitens Microsoft, AMD, Intel und Qualcomm geben. Hier findet sich auch die (natürlich indirekte) Original-Aussage Microsofts zum Betriebssystem-Support von DirectX 12: Wenn DirectX 12 gegen Ende 2015 herauskommt, soll es auf 50% aller Maschinen der PC-Gamer laufen. Dies ist natürlich eine etwas andere Kategorie, als wenn es um alle weltweit installierten PCs gehen würde. Während bei der installierten Basis aller PCs hat Windows 8/8.1 gerade einmal die 10%-Marke durchbrochen, dagegen sind es unter den Gamer-PCs laut dem Steam Survey derzeit immerhin schon 22,1% für Windows 8/8.1. Eingerechnet anderthalb Jahre mehr und den wahrscheinlichen Release von Windows 9 innerhalb dieses Zeitraums könnte Microsoft durchaus davon ausgehen, daß Windows 8, 8.1 und 9 zusammengerechnet dann 50% installierter Basis unter den PC-Gamern erreicht haben. Wahrscheinlich kommt DirectX 12 somit – wie DirectX 11.1 & 11.2 – erst ab Windows 8.1, nicht aber mehr für Windows 7.

Damit – und mit dem späten Markteintritt von DirectX 12 erst gegen Ende 2015 – hat AMDs Mantle-API eine Zweijahresfrist, sich zu bewähren und Marktanteile zu erobern. Als Vorteile für Mantle stehen an, daß jene sowohl schon verfügbar ist als auch unter Windows 7 läuft – derzeit ein noch überaus gewichtiger Vorteil, will man die breite Masse der Gamer und nicht nur ein knappes Viertel dieser ansprechen. Damit kann AMD durchaus bei den demnächst erscheinenden Spielen punkten – bei weiter in der Zukunft liegenden Spieleprojekten wird man es dagegen schwerer haben, da die Spieleentwickler dann sicherlich DirectX 12 wegen des Zugriffs auf eine breitere Hardware-Basis vorziehen dürften. Gut möglich, daß Mantle also nur für die Jahre 2014 & 2015 eine gewisse Marktbedeutung erlangen kann. In dieser Zeit kann AMD natürlich Mantle dazu ausnutzen, um in vergleichenden Benchmarks etwas besser als nVidia dazustehen, was auch keinen schlechten Effekt zugunsten der Grafikchip-Verkäufe von AMD ergeben dürfte.

Nachtrag vom 21. März 2014

Wenn es nach dem geht, was die ComputerBase zu DirectX 12 schreibt, ist der Fall noch verworrener als jener sich bisher schon darstellte: Danach soll es angeblich sogar neue 3D-Effekte mit DirectX 12 geben – was dann nahelegen würde, daß man dafür auch explizit DirectX-12-fähige Hardware benötigen würde. Die Beschleunigungseffekte von DirectX 12 (in Kopie von AMDs Mantle) wird es allerdings auch weiterhin (als Software-Funktion) für DirectX-11-Hardware geben. Bemerkenswert ist, daß AMD und nVidia auf Rückfrage hin noch nichts konkretes zu den weiteren Verbesserungen von DirectX 12 sagen wollten bzw. konnten – ganz so, als wären diese Dinge noch nicht einmal richtig final. Gut möglich, daß diese durchaus mit heißer Nadel gestrickte neue DirectX-Version noch für die eine oder andere Überraschung gut ist.

Daneben läßt sich der DirectX-12-Berichterstattung des Heise Newstickers entnehmen, daß unsere letzten Hochrechnungen korrekt waren und Microsoft derzeit DirectX 12 nicht für Windows 7 plant – da EA Microsoft explizit dazu aufgefordert hatte, DirectX 12 auch unter Windows 7 zu ermöglichen, um eine jahrelange zweigleisige Entwicklungsarbeit vermeiden zu können. Vermutlich gedenkt Microsoft, DirectX 12 zum Puschen des kommenden Windows 9 einzusetzen – zwar wird es DirectX 12 augenscheinlich auch unter Windows 8.1 geben, aber jenes dürfte als ernsthafter Kontrahent gegenüber Windows 9 wohl ausscheiden (sofern Windows 9 in die bislang bekannte Richtung geht). Aus dem von EA vorgebrachten Grund ist das ganze aus Entwicklersicht sicherlich keine gute Entscheidung, wenngleich es der Gamer-Gemeinde den Wechsel auf Windows 9 in der Tat überaus schmackhaft machen dürfte.

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