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Spezifikationen zu Sapphires Radeon R300 Serie aufgetaucht

Nach den Spezifikationen zu den einzelnen Radeon R300 Modellen von MSI zeigen Videocardz nun die Spezifikationen der Sapphire-Modelle zu AMDs neuer Grafikkarten-Serie. Die neuen Angaben verdichten das Bild zur Radeon R300 Serie – zwar fehlen bei Sapphire die Angaben zum Speichertakt und zum verwendeten Grafikchip, aber dafür sind keine offensichtlichen Copy&Paste-Fehler enthalten. Dabei kommen allerdings auch eine gravierende Abweichung und eine kleinere Überraschung heraus: So wird die Radeon R7 370 bei Sapphire als mit nur 1024 Shader-Einheiten ausgerüstet beschrieben – bei MSI waren es noch 1280 Shader-Einheiten, aber dies könnte im Endeffekt auch nur ein weiterer Copy&Paste-Fehler gewesen sein. Mit nur 1024 Shader-Einheiten ist die Radeon R7 370 wesentlich schwächer, mehr in der Nähe zur Radeon R7 265 – allerdings wurde jene Karte von Anfang an so beschrieben, insofern könnte die neue Angabe wirklich passend sein.

Ein anderer Punkt besteht in der Bestätigung der nur 768 Shader-Einheiten bei der Radeon R7 360 – sprich dem Stand der Radeon R7 260. Gleichfalls nennt Sapphire aber auch deutlich niedrigere Taktraten als MSI, womit das ganze wieder etwas mehr Sinn ergibt – die default-Variante dürfte dann ähnlich der Radeon R7 260 aussehen und getaktet sein, nur eben mit gleich 2 GB Grafikkarten-Speicher (die Radeon R7 260 gibt es ausnahmslos nur mit 1 GB Speicher). Allerdings wird somit natürlich die Preissituation dieser Karte nochmals weltfremder: Die Radeon R7 260 1GB gibt es ab 100 Euro, die schnellere Radeon R7 260X 2GB ab 110 Euro – und nun soll die langsamere Radeon R7 360 über 130 Euro kosten? Mit aller ab-Werk-Übertaktung ist dies vermessen – und gerade im Mainstream-Segment darf man sich nun keine preislichen Irrtümer leisten, ansonsten bleiben die Karten halt wie Steine im Regal liegen.

Technik Board Power & Stromstecker Sapphire-Takt vmtl. AMD-Takt Perf.Index
Sapphire Tri-X R9 390X 8G D5 2816 Shader-Einheiten an einem 512 Bit DDR Speicherinterface, 8 GB GDDR5-Speicher 375W, 2x8pol. ≤1055/? MHz ≤1050/3000 MHz ~550-570%
Sapphire Nitro R9 390 8G D5 2560 Shader-Einheiten an einem 512 Bit DDR Speicherinterface, 8 GB GDDR5-Speicher 375W, 2x8pol. ≤1010/? MHz ≤1000/3000 MHz ~490-520%
Sapphire Nitro R9 380 4G D5 1792 Shader-Einheiten an einem 256 Bit DDR Speicherinterface, 4 GB GDDR5-Speicher 225W, 2x6pol. ≤985/? MHz ≤950/2750 MHz ~340-350%
Sapphire Radeon R9 380 2G D5 1792 Shader-Einheiten an einem 256 Bit DDR Speicherinterface, 2 GB GDDR5-Speicher 225W, 2x6pol. ≤985/? MHz
Sapphire Radeon R9 380 2G D5 ITX Compact 1792 Shader-Einheiten an einem 256 Bit DDR Speicherinterface, 2 GB GDDR5-Speicher 225W, 1x8pol. ≤980/? MHz
Sapphire Nitro R7 370 2G D5 1024 Shader-Einheiten an einem 256 Bit DDR Speicherinterface, 2 GB GDDR5-Speicher 150W, 1x6pol. ≤1000/? MHz ≤950/2750 MHz ~240-250%
Sapphire Dual-X R7 370 2G D5 1024 Shader-Einheiten an einem 256 Bit DDR Speicherinterface, 2 GB GDDR5-Speicher 150W, 1x6pol. ≤985/? MHz
Sapphire Radeon R7 360 2G D5 768 Shader-Einheiten an einem 128 Bit DDR Speicherinterface, 2 GB GDDR5-Speicher 150W, 1x6pol. ≤1060/? MHz ≤1000/3000 MHz ~175-190%

In jedem Fall mussten somit die Performance-Prognosen zu Radeon R7 360 & 370 neu bewertet werden: Die Radeon R7 360 wird, wenn sie denn per default auf ≤1000/3000 MHz daherkommt, exakt genauso wie die Radeon R7 260 takten – und sollte damit deren Performance-Index von 175% erben. Es besteht natürlich noch die Möglichkeit, daß die verbauten 2 GB Speicher der neueren Karte zu mehr Performance gerade in der heutigen Spiele-Situation verhelfen, deswegen lautet die aktuelle Performance-Prognose zur Radeon R7 360 auf ~175-190%. Die Radeon R7 370 muß hingegen angesichts der nur 1024 Shader-Einheiten und des augenscheinlich nochmals etwas niedrigeren default-Takts weiter nach unten eingestuft werden, aus vormals ~270-280% werden nunmehr nur noch ~240-250% – sprich das Niveau der Radeon R7 265 und vielleicht ein paar Prozentpünktchen mehr.

Von den Performance-Abständen her geht dies nun inzwischen in Richtung eines halbwegs stimmigen Portfolios – wenn denn AMD nicht noch weitere Grafikkarten-Modelle dazwischenschieben wollte. Verwunderlich wäre bei diesem Portfolio in jedem Fall die Verwendung von ausschließlich abgespeckten Versionen der Grafikchips Pitcairn (Radeon R7 370) und Bonaire (Radeon R7 360), obwohl diese Grafikchips seit längerem in Produktion sind und daher eigentlich auf exzellenter Fertigungsausbeute laufen sollten. Wie AMD dieses Portfolio letztlich gemeint hat, ergibt sich daher wohl erst morgen bei der offiziellen Verkündung aller Spezifikationen und Taktraten.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 13./14. Juni 2015

Videocardz verweisen auf eine unfertige Sapphire-Webseite, welche die Radeon R9 Fury mit 4 GB Speicher bestätigt – und leider nicht mehr, außer dem Produktnamen sind die restlichen Angaben dann nur Platzhalter. Daneben wird das komplette Radeon R300 Portfolio von Sapphire ausgebreitet – mit auch den exakten Taktraten der einzelnen Sapphire-Modelle. Jene sehen ähnlich aus wie kürzlich bei MSI – womit auch alles darauf hinausläuft, daß die von uns spekulativ genannten AMD-Referenztaktraten dann doch passend sein dürften. Es bleibt nur noch deren Performance-Effekt offen – gerade bei den Radeon R9 390 /X Karten ist man damit auf unsicheren Terrain, weil letztlich alles nicht nur an den (maximalen) Taktraten, sondern vor allem an der Klasse der Kühllösung und damit den real erreichten Taktraten hängt. Bei den kleineren Karten kann man ausgehend von den bekannten Werten aus der Radeon R200 Serie dagegen gut hochrechnen, deren Performance läßt sich inzwischen gut abschätzen.

Laut nochmals Videocardz gibt es erste US-Preisnotierungen zur Radeon R300 Serie, welche deutlich freundlicher als die kürzlich an dieser Stelle genannten Euro-Händlerlistungen aussehen. Eine XFX Radeon R7 360 2GB ist zwar mit 149,99 Dollar sogar noch überteuerter als in Euroland – aber abgehobene Startpreise bei Mainstream-Karten sind nichts ungewöhnliches, dies regelt der Markt dann recht schnell. Deutlich interessanter sind dagegen die 369,99 Dollar für eine XFX Radeon R9 390 8GB – dies ist kein Spitzenpreis gemessen an der vorhergehenden Radeon R9 290, aber der eigentliche Vergleichspunkt dürfte hier eher die Radeon R9 290X mit 8 GB sein. Jene hat die gleiche Speicherbestückung und mit ≤1000/2500 MHz sogar leicht schwächere Taktraten gegenüber der Radeon R9 390 mit ≤1000/3000 MHz. Die Radeon R9 290X 8GB wird für ab 400 Euro angeboten, da wären die 370 Dollar (platt umgerechnet 393 Euro mit MwSt.) für eine Radeon R9 390 8GB ein guter Preis.

Zudem können Videocardz mittels GPU-Z-Screenshots noch die Hardware-Daten zu Radeon R9 390 & 390X bestätigen bzw. in einem Punkt korrigieren: Von den freigeschalteten Hardware-Einheiten entsprechen diese Karten glatt der Radeon R9 290 und 290X: Also in ersterem Fall 2560 Shader-Einheiten, in zweiterem Fall 2816 Shader-Einheiten an jeweils einem 512 Bit DDR Speicherinterface. Die Taktraten sind dagegen wie bekannt höher als bei Radeon R9 290 (≤847/2500 MHz) bzw. 290X (≤1000/2500 MHz): Bei der Radeon R9 390 sind es ≤1000/3000 MHz (einzige kleine Abweichung zu den bisher bekannten Daten, welche von ≤1010 MHz Chiptakt sprachen), bei der Radeon R9 390X sind es dagegen ≤1050/3000 MHz. Beide neuen Grafikkarten sollten daraufhin ca. 6-12% schneller als ihre jeweiligen Vorgänger herauskommen, die 390 dürfte sich dabei etwas weiter von der 290 absetzen können als die 390X von der 290X. Dies gilt allerdings die genauen Benchmarks zum Launch-Tag abzuwarten – und wieder einmal hängt alles von der Klasse der Kühllösungen und ihrer Fähigkeit ab, die Taktrate auch wirklich oben zu halten.

WinFuture berichten über Forderungen seitens des Verbands der deutschen Computer- und Videospielbranche BIU zugunsten einer stärkeren Förderung der deutschen Spieleentwickler durch Vater Staat. Dabei verweist man – nicht zu Unrecht – auf den zurückgehenden Anteil deutscher Spieleentwickler in einem absoluten Wachstumsmarkt, hinzukommend die vielen gesetzlichen und regulatorischen Hürden. Die ganze Rede seitens der BIU ist korrekt – und soll wohl nur als Wachmacher dienen, denn von einer Änderung der Situation sind wir sicherlich Äonen entfernt, realistische Aussichten hierauf gibt es mit der aktuellen Politikergarde einfach nicht. Derzeit ist es für in Deutschland angesiedelte Spieleentwickler sicherlich einfacher, ins Ausland zu schauen, als darauf zu hoffen, daß sich in Deutschland irgendwann einmal eventuell etwas bewegt. Dies ist schmerzlich, aber auch nur ein anderer Ausdruck für eine völlig verkorkste deutsche Digitalpolitik – oder anders formuliert, das faktische Nichtstattfinden einer Digitalpolitik in Deutschland.

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Sind im Preisbereich 300-500€ Grafikkarten mit 8 GB interessant?

Nachdem sich AMDs Radeon R300 Portfolio nun so ziemlich herausgeschält hat, wird klar, daß AMD als eines der Hauptargumente der Radeon R9 390 & 390X Grafikkarten die dort angebotenen 8 GB Grafikkartenspeicher positioniert. Dies wirft natürlich die Frage auf, ob man dies überhaupt für sinnvoll hält, immerhin handelt es sich nicht mehr um die allerschnellsten Beschleuniger, sondern sozusagen nur die "2. Klasse". Dies gilt genauso auch für die im gleichen Performance- und Preisbereich angebotenen GeForce GTX 970 & 980: Jene gibt es derzeit nur mit 4 GB Speicher – aber wäre bei jenen nVidia-Modellen eventuell eine 8-GB-Ausführung interessant? Wie gesagt bezieht sich diese Umfrage streng nur auf den Preisbereich von 300 bis 500 Euro, schließt also im eigentlichen nur Radeon R9 390 & 390X sowie GeForce GTX 970 & 980 ein.

Ja, werde heutzutage nichts mehr anderes kaufen als 6 bis 8 GB Speicher.
27% (448 Stimmen)
Ja, aber nur bei maßvollem Preisaufschlag.
35% (592 Stimmen)
Unentschieden - je nach Klasse des Angebots nachdenkenswert.
27% (444 Stimmen)
Nein, werde in dieser Preisklasse immer bei nur 4 GB Speicher kaufen.
11% (190 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 1674
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Erste Euro-Händlerpreise und Liefertermine zu Radeon R300 Modellen von Gigabyte, MSI & Sapphire

Aus unserem Forum kommen von einem bei einem Hardware-Händler arbeitenden Foren-User erste Euro-Preislistungen und Liefertermine zur Radeon R300 Serie, im genauen zu den Modellen von Gigabyte, MSI & Sapphire. Zu beachten wäre hierbei, daß jene Grafikkarten-Hersteller anfänglich augenscheinlich primär ab Werk übertaktete Modelle in den Handel schicken, die Preislagen dieser Karten also etwas höher liegen als jener Karten mit Referenz-Taktraten. Zudem ist bei Launch-Preisen immer auch ein kleiner Launch-Aufschlag für ungeduldige Käufer mit dabei – Preise senken kann man schließlich später immer noch. Ergo dürften die Straßenpreise der günstigsten Modelle wohl 1-2 Wochen nach Launch jeweils 20-40 Euro niedriger ausfallen als nachfolgend angegeben:

Gigabyte  (Liefertermin: 18. Juni)
Gigabyte R9 390X Gaming G1 8GB 499,90 €
Gigabyte R9 390 Gaming G1 8GB 419,90 €
Gigabyte R9 380 Gaming G1 4GB 289,90 €
Gigabyte R9 380 Windforce 2x OC 2GB 259,90 €
Gigabyte R7 370 Windforce 2x OC 2GB 179,90 €
Sapphire  (Liefertermin: 16. Juni)
Sapphire R9 390X Tri-X OC 8GB 549,90 €
Sapphire R9 390 Nitro 4GB 549,90 €
Sapphire R9 380 Nitro Dual-X OC 4GB 299,90 €
Sapphire R9 380 ITX Compact OC 2GB 269,90 €
Sapphire R9 380 Dual-X OC 2GB 269,90 €
Sapphire R7 370 Nitro Dual-X OC 4GB 214,39 €
Sapphire R7 370 Dual-X OC 2GB 189,90 €
MSI  (Liefertermin: 16. Juni)
MSI R9 390X Gaming 8G 549,90 €
MSI R9 390 Gaming 8G 459,90 €
MSI R9 380 Gaming 4G 299,90 €
MSI R9 380 Gaming 2G 269,39 €
MSI R9 380 2GD5T OC 249,39 €
MSI R7 370 Gaming 4G 219,90 €
MSI R7 370 Gaming 2G 189,90 €
MSI R7 370 2GD5T OC 184,39 €
MSI R7 360 2GD5 OC 139,39 €

Dennoch fallen diese Preisnotierungen erstaunlich hoch aus: Wie man die Radeon R9 390X für über 500 Euro verkaufen will, dürfen einem die Marketing-Experten der genannten Grafikkarten-Hersteller gern einmal verraten – die meistens ähnlich getakteten 8-GB-Sondermodelle der Radeon R9 290X sind derzeit ab 400 Euro erhältlich. Auch beim Rest des Portfolios ist noch deutlicher Spielraum vorhanden, ehe das ganze in akzeptable Preislagen übergeht: Die Radeon R9 380 mit 2 GB Speicher müsste auf Richtung 200 Euro herunter, die Radeon R7 370 mit 2 GB Speicher darf hingegen gar nicht höher als für 150 Euro angeboten werden. Der genannte Preise zur Radeon R7 360 deuten zudem an, daß es sich hierbei eher um einen Wiedergänger der Radeon R7 260X handelt, als denn um eine schwächere Ausführung – aber dies bedarf natürlich noch einer klareren Bestätigung.

In allen Fällen setzen die vorhandenen Preise zur Radeon R200 Serie den Maßstab, wohin sich die Radeon R300 Serie preislich bewegen darf – und diesbezüglich sieht die neue Grafikkarten-Serie für den Augenblick vergleichsweise teuer aus. Man kann nur hoffen, daß die wirklichen Straßenpreise dann klar niedriger als diese ersten Händlerlistungen herauskommen. Nicht völlig auszuschließen ist natürlich, daß AMD kurz vor dem Launch noch einmal die Preise anpasst, dies hatte zumindest nVidia bei einigen Launches der jüngeren Vergangenheit derart getan.

Nachtrag vom 15. Juni 2015

Diese kürzlich gemeldeten, recht hohen Preise zur Radeon R300 Serie seitens Gigabyte, MSI und Saphhire dürften neben den Punkten der allgemein höheren Preislangen von Herstellerdesigns und dem Effekt der Euro-Schwäche wohl auch noch einen anderen, sehr gewichtigen Grund haben: Denn wie wir seitens Sapphire erfahren haben, hat Sapphire gerade erst einmal am 15. Juni die finalen AMD-Preise für die Radeon R300 Serie erhalten. Die bisherigen in der Preisliste notierten Listenpreise waren reine Platzhalter – die natürlich auch vorab zu den Händlern gingen, denn jene mussten sich genauso auch auf die kommende Ware vorbereiten. Daher waren diese Preislistungen zumindest im Fall von Sapphire aber eben noch nicht final – und man darf gut und gern vermuten, daß die finalen Preise zur Radeon R300 Serie dann doch bemerkbar niedriger ausfallen werden.

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Spezifikationen zu MSIs Radeon R300 Serie aufgetaucht

Die brasilianische Webseite Tecmundo hat Spezifikations-Unterlagen zu den einzelnen Grafikkarten-Modellen von MSIs Radeon R300 Serie veröffentlicht, eine Bildergalerie rein dieser Spec-Unterlagen findet sich bei Imgur. Damit werden einige offene Fragen beantwortet – so jene nach der Anzahl der freigeschalteten Shader-Einheiten sowie den ungefähren Taktraten bei den kleineren Modellen der Radeon R300 Serie. Allerdings handelt es sich bei den MSI-Grafikkarten durchgehend um ab Werk übertaktete Lösungen, die Referenz-Taktraten werden ergo zwischen 20-50 MHz niedriger beim Chiptakt ausfallen. Rechnet man dies ein, lassen sich dennoch wertvolle Informationen & Schlußfolgerungen aus diesen Unterlagen ziehen:

Chip Technik TDP & Stromstecker MSI-Takt vmtl. AMD-Takt Perf.Index
MSI R9 390X Gaming 8G Grenada XT 2816 Shader-Einheiten an einem 512 Bit DDR Speicherinterface, 8 GB GDDR5-Speicher 250W, 1x6pol. & 1x8pol. ≤1100/6100 MHz ≤1050/6000 MHz ~550-570%
MSI R9 390 Gaming 8G Grenada Pro 2560 Shader-Einheiten an einem 512 Bit DDR Speicherinterface, 8 GB GDDR5-Speicher 250W, 1x6pol. & 1x8pol. ≤1060/6100 MHz ≤1010/6000 MHz ~490-520%
MSI R9 380 Gaming 4G Antigua 1792 Shader-Einheiten an einem 256 Bit DDR Speicherinterface, 4 GB GDDR5-Speicher 150W, 2x6pol. ≤1000/2850 MHz ≤950/2750 MHz ~340-350%
MSI R9 380 Gaming 2G Antigua 1792 Shader-Einheiten an einem 256 Bit DDR Speicherinterface, 2 GB GDDR5-Speicher 150W, 2x6pol. ≤1000/2750 MHz
MSI R9 380 2GD5T OC Antigua 1792 Shader-Einheiten an einem 256 Bit DDR Speicherinterface, 2 GB GDDR5-Speicher 150W, 2x6pol. ≤980/2750 MHz
MSI R7 370 Gaming 4G Trinidad 1280 Shader-Einheiten an einem 256 Bit DDR Speicherinterface, 4 GB GDDR5-Speicher 150W, 1x6pol. ≤1070/2850 MHz ≤1000/2750 MHz ~270-280%
MSI R7 370 Gaming 2G Trinidad 1280 Shader-Einheiten an einem 256 Bit DDR Speicherinterface, 2 GB GDDR5-Speicher 150W, 1x6pol. ≤1050/2850 MHz
MSI R7 370 2GD5T OC Trinidad 1280 Shader-Einheiten an einem 256 Bit DDR Speicherinterface, 2 GB GDDR5-Speicher 150W, 1x6pol. ≤1020/2750 MHz
MSI R7 360 2GD5T OC Tobago 768 (???) Shader-Einheiten an einem 128 Bit DDR Speicherinterface, 2 GB GDDR5-Speicher 83W (???), 1x6pol. ≤1100/3250 MHz ? ?

Leider sind trotz des offiziellen Status einige der Angaben offensichtlich falsch: So wird zur Radeon R9 390 & 390X ursprünglich eine TDP von nur 208 Watt versprochen – was aber leider nicht auf eine wirklich deutlich niedrigere Stromaufnahme hinweist, sondern einfach nur falsch von der MSI-Angabe zur Radeon R9 290X kopiert wurde (dort stehen ebenfalls nur 208 Watt). Korrekt dürfte diese Angaben aber auch MSI-intern nicht sein, denn auf seinen deutschen Webseiten nennt MSI dagegen 250 Watt – was wir vorerst an dieser Stelle eingetragen haben. Genauso dürfte die Anzahl der Shader-Einheiten der Radeon R9 390 mit ursprünglich "2816" ein Copy&Paste-Fehler gewesen sein, diese Grafikkarte hat sicherlich weniger freigeschaltete Shader-Einheiten als der Vollausbau des Hawaii/Grenada-Chip zu bieten hat – ganz besonders, wenn es explizit die "Grenada Pro" genannte Variante dieses Grafikchips sein soll.

Ein wenig unsicher ist noch, ob die Radeon R9 380 wirklich die angegebene TDP von 150 Watt trägt, die beiden 6poligen Stromstecker deuten auf eher etwas mehr hin, auch die vorhergehende Chip-gleiche Radeon R9 285 verbraucht deutlich mehr. Andererseits sollte AMD inzwischen die Fertigung des Tonga/Antigua-Chips besser im Griff haben, womit hier dann doch bessere Verbrauchswerte als bei der Radeon R9 285 zu erwarten sind. Ob es bis auf 150 Watt TDP heruntergehen kann, bliebe allerdings – gerade angesichts der etwas höheren Taktraten – dann doch noch abzuwarten. Große Unsicherheiten gibt es letztlich noch bei der Radeon R7 360, welche derzeit als eine Radeon R7 260 mit den Taktraten der 260X beschrieben wird, zu allerdings erneut einer unglaubwürdig niedrigen TDP. Gut möglich, daß hier gleich mehrere Copy&Paste-Fehler zusammenkommen – welche Auflösung nun die richtige ist, läßt sich derzeit nur erraten.

Sind unsere Schätzungen zu den Referenz-Taktraten korrekt, so ergeben sich damit klare Hinweise auf die Performance der Referenzmodelle und deren Einordnung im allgemeinen Marktbild: Die Radeon R9 390X dürfte auf einen Performane-Index von ~550-570% hinauslaufen, was etwas mehr als bei der Radeon R9 290X (Perf.Index 520%) wäre. Zusammen mit den gleich 8 GB Speicher dürfte sich da in jedem Fall eine interessante Karte anbahnen. Die Radeon R9 390 käme wohl auf einen Performance-Index von ~490-520% heraus, womit man sich deutlicher von der Radeon R9 290 (Perf.Index 460%) abhebt. Die Radeon R9 380 würde hingegen mit einem Performance-Index von ~340-350% nur minimal besser als die Radeon R9 285 (Perf.Index 330%) herauskommen, hier zählen dann aber sicherlich die erstmal angebotenen 4 GB Grafikkarten-Speicher um so mehr. Und letztlich käme die Radeon R7 370 mit einem Performance-Index von ~270-280% ziemlich genau in der Mitte zwischen Radeon R9 270 (Perf.Index 260%) und 270X (Perf.Index 290%) heraus, was dann aber sogar besser als bei den bisherigen Erwartungen liegt.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 12. Juni 2015

Hardware Battle können mittels offiziellen AMD-Pressematerial den Namen von AMDs kommenden Grafik-Spitzenprodukt bestätigen: Radeon R9 Fury X – das "R9" wird also auch bei der Fury-Serie mit hineingenommen. Das Pressematerial bestätigt zudem das 4096 Bit DDR HBM-Speicherinterface, ansonsten gibt es die übliche Dosis an Marketing-Sprech. Dabei schwingt sich AMD sogar auf, "smoothest 6K gameplay" an drei 1440p-Monitoren zu versprechen – mit einer Grafikkarte, die unter 4K schon Schwierigkeiten haben dürfte, sowohl die Performance unter der bestmöglichen Optik zu halten bzw. mit den nur 4 GB Speicher hauszuhalten, ist dies eine sportliche bis vermessene Aussage. Dabei steht gar nicht in Frage, daß die Radeon Fury X die wahrscheinlich schnellste 4K-Grafikkarte wird – nur scheint es eben keine 4K Performance-Offenbarung zu werden, sondern ähnlich wie bei der GeForce GTX Titan X eher knapp an der Grenze zur (guten) Spielbarkeit zu liegen. 6K ist dann noch eine ganze Spur härter und dürfte zwar die Fury X als einwandfreien Sieger zeigen, dies aber dann unter nicht mehr angenehmen Frameraten.

Bei der PC Games Hardware hat man hingegen einfach einmal simuliert, wo eine Radeon R9 390X mit den bislang genannten ≤1050/3000 MHz Takt hinkommen dürfte. Dazu hat man sich einfach eine der Hersteller-Lösungen zur Radeon R9 290X mit gleich 8 GB Grafikkarten-Speicher geschnappt und jene entsprechend umgetaktet – 1050 MHz Chiptakt ist zumeist möglich (und wird von einigen Herstellerdesigns sogar ab Werk geboten), für 3000 MHz Speichertakt muß man ein passendes Exemplar erwischen. Unter 2560x1440 mit 4xMSAA reicht der höhere Takt und der Mehrspeicher immerhin für 9,3% Mehrperformance – dies würde auf einen Performance-Index von ~560-570% hinauslaufen. GeForce GTX 780 Ti und GeForce GTX 970 kann man damit klar hinter sich lassen, zur GeForce GTX 980 fehlen aber noch ein paar Prozentpunkte. Letztere Karte kostet allerdings auch rund 100 Euro mehr und bietet nur 4 GB Speicher an – da kann die Radeon R9 390X doch gewisse Punkte für sich wie die bessere Preislage und die doppelte Speicherbestückung in die Waagschale werfen.

Laut der HardwareZone nennt Intel den bisher für SATA Express eingesetzten Anschluß nicht mehr "SFF-8639" – sondern "U.2" (gesprochen You-Dot-Two), was in Zukunft auch der ofizielle Name laut des Spezifikations-Gremiums sein wird. Inwiefern dies den Namen "SATA Express" obsolet macht, bliebe abzuwarten, denn prinzipiell ist U.2 nur eine Anschlußform und kein Übertragungsstandard wie beispielsweise M.2. Andererseits wurde der neue Name sicherlich absichtlich ähnlich gewählt, um dem Konsumenten die vorhandenen Auswahloptionen klarer zu machen: U.2 als generelle Anschlußform von 2,5 Zoll großen SSDs für Desktop-PCs, M.2 als Anschlußform von Mini-SSDs, vorzugsweise eingesetzt in extra dafür vorgesehenen M.2-Slots in Notebooks, Ultrabooks, Netbooks, AiOs und Mini-PCs. Auf zukünftigen Mainboards werden sich dann also wahrscheinlich weniger SATA-Express-Anschlüße und mehr U.2-Anschlüsse wiederfinden, womöglich wird der Name "SATA Express" auch gänzlich in den Hintergrund gedrängt werden.

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