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Weitere Lebenszeichen von AMDs Polaris-Generation

Über das 3DCenter-Forum wurden zwei weitere Lebenszeichen von AMDs Polaris-Generation entdeckt: Zum einen wird in die nächste Version des Hardwareinformations-Tools HWiNFO eine Erkennung der AMD-Grafikchips Ellesmere, Baffin und Greenland aufgenommen werden. Gemäß der kürzlichen Meldung zu den 2016er AMD-Grafikchips "Polaris 10" und "Polaris 11" deutet sich immer mehr an, das Ellesmere und Baffin wohl dasselbe sind – sprich Polaris 10, das eine im Desktop- und das andere im Mobile-Gewand, da AMD für letzteres üblicherwese extra Codenamen vergibt. Greenland dürfte dann natürlich Polaris 11 entsprechen – wobei derzeit noch nicht ganz klar ist, wozu diese mehreren Codenamen für denselben Chip dienen sollen. Eventuell ist das eine (Ellesmere, Baffin und Greenland) aber nur für den AMD-internen Gebrauch, während hingegen das andere (Polaris 10, Vega 10 und Polaris 11) vielleicht schlicht die offiziellen Bezeichnungen sind, die auch nach außen so kommuniziert werden sollen.

Zum anderen wurden mal wieder nach Indien einfliegende Grafikkarten-Lieferungen erspäht: Dazu zählen zuerst gleich 24 Stück Grafikkarten mit Codename "C980" und einem Zollwert von ~560 Euro (pro Karte). Dies entspricht den schon zuletzt genannten Lieferungen, welche allgemein dem Greenland-/Polaris-11-Chip zugeschrieben werden und demzufolge AMDs kommendes HighEnd-Angebot innerhalb der Polaris-Generation darstellen dürften. Und zweitens gab es 15 Grafikkarten mit dem bisher noch nicht genannten Codenamen "D000" zu einem Zollwert von ~420 Euro (pro Karte) zu sehen. Derzeit läßt sich darauf noch kein genauer Reim machen – aber die Vermutung liegt nahe, daß es sich hierbei um (weiter) abgespeckte Varianten des Polaris-11-Chips handelt, welche schlicht niedrigere Preisbereiche beackern sollen.

In dieser Frage wird es für AMD allerdings augenscheinlich schwierig, ein vollständiges Portfolio mit diesen nur zwei Polaris-Chips im Jahr 2016 zu erstellen (für das Jahr 2017 sind weitere Polaris-Chips zu erwarten) – dafür ist der Polaris-11-Chip einfach zu hoch angesetzt und der Polaris-10-Chip einfach zu niedrig. Mittels besonders drastischer Abspeckungen kann AMD mit dem Polaris-11-Chip sicherlich noch gewisse Teile des Midrange-Segments besetzen, aber besonders effektiv ist dies dann nicht mehr (vergleichsweise teurer Chip zu Mainstream-Preislagen). Insofern ist eher zu erwarten, daß AMD hier im Jahr 2017 noch einen Midrange-Chip nachschiebt, um diese Lücke im Polaris-Portfolio besser zu besetzen als nur mit stark abgespeckten HighEnd-Varianten. Zudem dürften in der zweiten Jahreshälfte 2016 auch noch die bisherigen HighEnd-Lösungen von AMD in dieser Midrange-Lücke abverkauft werden. Ein wirklich vollständiges Polaris-Portfolio wird damit für das Jahr 2016 jedoch immer unwahrscheinlicher, jenes dürfte es vermutlich erst ab Anfang 2017 geben.

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Microsoft schränkt den Prozessoren-Support für Windows 7/8 (rein offiziell) ein

Für reichlich Aufregung sorgt derzeit ein Blog-Eintrag seitens Microsoft, mittels welcher älteren Windows-Versionen der Support für neue Prozessoren "gestrichen" wird. Pro Forma besteht Microsoft schlicht darauf, daß es uneingeschränkten Support für neue Hardware nur noch beim jeweils aktuellen Windows gibt, sprich bei Windows 10 – und empfiehlt daher Käufern neuer Hardware, insbesondere mit Intels Skylake-Architektur, den Wechsel auf eben jenes Windows 10. Für die Nutzer von Windows 7 & 8.1 garantiert Microsoft die Unterstützung von Skylake nur bis zum Juli 2017 und offiziell nur für die von Microsoft genannten Notebooks und Komplett-PCs. Nach diesem Juli 2017 erhalten PCs mit Windows 7 & 8.1 nur noch bei "allerkritischsten Fehlern" einen Skylake-bezogenen Patch – und dies auch nur, wenn jener Patch nicht die Betriebssicherheit und Kompatibilität auf anderen Prozessoren gefährdet. Jegliche Sicherheitspatches sind hiervon natürlich ausgenommen, jene wird es bis zu den bekannten Terminen ganz regulär geben.

Noch etwas eindeutiger ist es im Fall von neuen Prozessoren – jene wird Microsoft generell nur noch auf seinem jeweils aktuellen Windows (offiziell) unterstützen, also derzeit nur bei Windows 10. Dies trifft insbesondere auf die kommende Skylake-Refresharchitektur "Kaby Lake" sowie AMDs kommende neue APU-Generation "Bristol Ridge" zu – und dies obwohl beide neuen Prozessoren-Generationen technologisch auf schon bekannten Prozessoren-Generation (Intel Skylake und AMD Carrizo) basieren bzw. im Fall von AMD wohl noch nicht einmal ein eigenes Silizium darstellen. Aber dies trifft natürlich auch auf alle echten Neuentwicklungen zu, wie AMDs kommende Zen-Architektur: Jene werden Microsoft-offiziell nur von Windows 10 unterstützt werden. Was deren Hersteller hierzu sagen, bleibt davon natürlich unbenommen: Wenn AMD bespielsweise für Bristol Ridge oder/und Zen noch entsprechende Windows-7/8-Mainboardtreiber anzubieten gedenkt, dann übernimmt AMD höchstselber in diesem Fall den Support (und auch alle Nachfolgen). Intel selber bietet beispielsweise seine Mainboardtreiber für Skylake-unterstützende Mainboards auch noch für Windows 7/8 an – und bestätigt damit indirekt, daß jene Prozessoren für diese Betriebssysteme gedacht sind sowie unter diesen einwandfrei laufen.

Denn was sich jetzt erst einmal wie eine große Einschränkung seitens Microsoft anhört, ist für die Praxis nicht wirklich bedeutsam: Prozessoren-bedingte Fehler sind eher selten, dafür testen deren Hersteller jene Prozessoren vorher zu gründlich aus. Insbesondere nach einer gewissen Laufzeit ist die Chance, daß später noch neue Fehler gefunden werden, arg gering – und wenn, dann kommen diese Fehler meistens nur in sehr seltenen Konstellationen vor, betreffen also kaum die Allgemeinheit. Gerade weil dies so ist, will sich Microsoft hier aus dem offiziellen Support stehlen: Jener erfordert eine Menge Validierungsarbeit dafür, daß die Chance, einen Fehler in nur einer speziellen Prozessoren-Architektur zu finden, jedesmal höchst minimal ist. Zudem gilt, daß es auch bei anderen Betriebssystemen diesen zurückgehenden Support für neue Hardware nach Ablauf einer gewissen Laufzeit gibt: Dies gibt es beispielsweise äquivalent für ältere Linux-Versionen, wo man für den (vollständigen) Support neuer Hardware eben auch zu einer neueren Version wechseln muß, da die ältere Version nur eine gewisse Zeit lang gepflegt wird. Auch bei Android, iOS und MacOS wird neue Hardware regelmäßig erst ab einer gewissen Betriebsystem-Version unterstützt bzw. ist der Support neuer Hardware für alte Betriebsystem-Versionen sogar regelrecht unüblich.

Alles in allem kann man hier durchaus die Kirche im Dorf lassen. Das Microsoft-Blogposting ist primär für Unternehmenskunden gedacht, welche Komplett-Geräte ordern, die auf offiziellen Microsoft-Supportlisten stehen. Kein Endanwender geht diesen Weg – vor dem Kauf bei Microsoft nachzusehen, ob Microsoft den gewünschten PC auf irgendeiner Supportliste stehen hat. In diesem Sinne ist auch die Einschränkung des Skylake-Supports unter Windows 7/8.1 zu sehen: Microsoft will im eigentlichen nicht, das jene Kombination gekauft wird – weil man natürlich Windows 10 promoten will und Windows 7 diesbezüglich gern mal bewußt als "stahlender Altmüll" dargestellt wird. Dies bedeutet nicht, das es irgendwelche Probleme mit neuer Hardware unter Windows 7 geben wird oder daß solches in Zukunft zu erwarten wäre – dies würde im Fall des Falles auch eher auf die Komponentenhersteller zurückfallen, was sich jene angesichts der (wohl noch auf Jahre hin) klaren Dominanz von Windows 7 bei der weltweiten Nutzung einfach nicht leisten können. Für den Fall, daß es hier also doch noch ein Problem geben sollte, kann man auch noch mit Patches seitens der Komponentenhersteller rechnen.

Und am Ende sei darauf verwiesen, daß man auch in der Vergangenheit regelmäßig regelmäßig uralte, lange nicht mehr gepflegte Betriebssysteme mit neuer Hardware paaren konnte (insbesondere neue Prozessoren), ohne daß es dabei zu gravierenden Problemen gekommen wäre – jene Probleme macht vielleicht inkompatible Anwendungssoftware, aber nicht das Betriebssystem selber. Insofern ist das ganze vielleicht als kleine Guerilla-Aktion des Microsoft-Marketings zu sehen, welche die Windows-7/8-Anwender bewußt verunsichern und so zu Windows 10 treiben soll – oder auch als einfach schiefgelaufenes, weil zu sehr an die große Glocke gehängtes Posting, welches sich eher an institutionelle Käufer von Unternehmens-PCs wendet als an den normalen Konsumenten. In jedem Fall hat das ganze momentan keine echten praktischen Auswirkungen und es muß klar gesagt werden: Wenn Skylake derzeit problemlos unter Windows 7 läuft – dann wird dies auch in der Zukunft so sein. Dies ist nicht einmal abhängig vom Supportende an Sicherheitsupdates im Januar 2020 (bei Windows 7) bzw. Januar 2023 (Windows 8.1), denn auch danach wird sich an der grundsätzlichen Lauffähigkeit von Skylake-Maschinen unter Windows 7 nichts ändern.

Was mit Bristol Ridge, Broadwell-E, Kaby Lake und Zen unter Windows 7/8 passiert, bleibt hingegen den Punkt abzuwarten, ob AMD und Intel hierfür entsprechende Mainboardtreiber zur Verfügung stellen werden. Passiert dies, dann existiert halt seitens der Prozessorenhersteller selbst ein offizieller Support unter Windows 7/8. Perspektivisch wird es für neue Prozessoren-Architekturen aber automatisch irgendwann keine Treiber mehr für ältere Betriebssystene geben – dies ist der Lauf der Welt und kein böser Wille seitens Microsoft oder der Hardwarehersteller, welche in dieser Frage sowieso nur dem folgen, wo ihre Kunden letztlich sind. Auch zu Windows XP wurde der Hardware-Support teilweise schon vor dem Ende des Supports an Sicherheitsupdates (im April 2014) von einigen Hardware-Herstellern eingeschränkt, insofern ist dies keine gänzlich unbekannte Situation. In der restlichen Lebensperspektive, welche Windows 7 bis zum Januar 2020 bzw. Windows 8.1 bis zum Januar 2023 noch haben, sind zumindest für derzeit existierende PC-Systeme keine Probleme zu erwarten. Allenfalls werden zukünftig vielleicht die Möglichkeiten eingeschränkt, neue Hardware noch mit Windows 7/8 zu paaren – dies bliebe allerdings die konkreten Fälle abzuwarten, derzeit trifft dies noch nirgendwo zu.

Nachtrag vom 19. Januar 2016

Hinzuzufügen zu dieser Meldung über den eingeschränkten Prozessoren-Support bei Windows 7/8 sei noch der Punkt, daß sich die diesbezügliche Microsoft-Aussage wohl primär auf einen vollständigen und durch Microsoft zertifizierten Support bezieht – es also weniger um Probleme oder gar Risiken auf Abstürze etc. geht, sondern vielmehr die vollständige Ausnutzung der Features neuer Prozessoren. Und dies ist eine altbekannte Einschränkung, wenn man neue Hardware mit älteren Betriebssystemen paart – da kann es passieren, daß das eine oder andere Feature nicht läuft, weil das Betriebssystem darauf nicht vorbereitet ist. Beispielsweise unterstützt auch erst Windows 10 (ab dem Herbst-Update) das Skylake-Feature "SpeedShift", welches im Mobile-Einsatz sogar regelrecht mehr Performance bringt. DAS ist ein gutes Beispiel dafür, was Microsoft (allem Anschein nach) wirklich gemeint hat – und weniger denn Probleme, die dann zu nicht mehr funktionierenden Rechnern führen. Aber natürlich bleibt der Verdacht, daß Microsoft sich bewußt derart verschwubelt ausgedrückt hat, um die Windows 7/8 Nutzer zu verunsichern und damit Windows 10 zuzutreiben.

Dieser Schuß dürfte hoffentlich wenigstens zum Teil nach hinten losgehen, denn die Art und Weise der Darbietung ist nicht geeignet, sich Freunde zu machen – und Microsoft steht bei den verbleibenden Windows-7-Nutzern sowieso derzeit nicht gerade auf einem hohen Ansehen. Eher denn sollte dieser erneute Nadelstich Microsofts zum Nachdenken darüber anregen, ob man nicht mit dem eigenen System besser zu Linux umziehen sollte – oder wenigstens teilweise umziehen sollte, wenn man sich bezüglich des Gaming-Parts noch nicht sicher genug ist (sprich DualBoot mit Windows). Bei Microsoft ist ja diesbezüglich absolut keine Besserung zu sehen oder zu erwarten, ergo kann der von Microsoft genervte Windows-7-Nutzer sich durchaus wirklich einmal die Frage stellen, wie lange man sich derartiges noch antun muß. Linux-Hilfe wird man in unserem Forum immer finden, für den Einstieg lohnt der Blick in den Erfahrungsbericht eines Windows-Umsteigers (mit weiterführend einigen Tipps zu guten Umsteiger-Distributionen).

Nachtrag vom 25. Januar 2016

Zum Thema des Skylake-Supports für Windows 7/8.1 hat Microsoft nun eine Liste mit (bis zum 17. Juli 2017) unterstützten Skylake-Systemen vorgelegt – welche allerdings nur auf ausgewählte PC-Systeme von Dell, HP, Lenovo & NEC verweist und demzufolge eher eine Alibi-Funktion erfüllt als denn wirklich ernst genommen werden kann. Allerdings wird hiermit nunmehr klarer, worum es hierbei wirklich geht – nicht um die grundsätzliche Unterstützung von Skylake-Systemen unter Windows 7/8.1, sondern nur um die vollständige und Microsoft-zertifizierte Unterstützung, was eine völlig andere Güteklasse darstellt. Weder das Thema der Sicherheitsupdates noch das Thema des grundsätzlichen Prozessoren-Supports unter Windows 7/8.1 werden hiervon berührt – obwohl Microsoft diese unterbewußte Intention augenscheinlich gern mitzunehmen versucht, um die Nutzer von Windows 7/8.1 zu verunsichern und damit zum Wechsel auf Windows 10 zu verführen. Wie gesagt gilt hierfür aber die einfache Maßgabe: So lange der Hersteller des passenden Mainboard-Chipsatzes weiterhin entsprechende Treiber anbietet, funktionieren diese Prozessoren problemlos auch unter Windows 7 und 8.1.

Nachtrag vom 28. Januar 2016

Die PC Games Hardware hat sich versucht, in Frage des Skylake-Supports für Windows 7/8.1 mit AMD, Intel und Microsoft in Verbindung zu setzen – bekam aber nur entweder Marketing-Neusprech oder gleich gar keine Antworten auf die gestellten Fragen zu hören. Anscheinend existiert hier ein große Interesse der Hersteller an der damit andauernden Nutzerverunsicherung – ansonsten hätte man schließlich die gestellten Fragen endlich einmal in klärender Art und Weise beantworten können. Man kann hier durchaus den Verdacht aufwerfen, daß das ganze Drama nicht einfach nur auf einer unbedachten Aktion seitens Microsoft basiert, sondern hingegen regelrecht derart geplant wurde. Wer den Verschwörungstheorie-Generator anwerfen will, kann beispielsweise darüber nachdenken, daß dies eine Konzessions-Entscheidung von Microsoft gegenüber den PC-Herstellern war – weil jene durch den Launch von Windows 10 nichts gewonnen haben, im Gegensatz zum Launch früherer Microsoft-Betriebssysteme. Microsoft dürfte diese Konzession natürlich auch aus Eigeninteresse gern gegeben haben, denn so wird das Augenmerk auf Windows 10 noch größer.

Vor allem aber wird eine Situation wie seinerzeit bei Windows XP verhindert, welches von Nutzern und Herstellern so liebevoll über die Jahre gepflegt wurde, auf daß Windows Vista daran zerschellte und Windows 7 erst nach vielen Jahren Einsatz jenes Windows XP überrunden konnte. Daß Windows XP mit irgendwelcher neuen Hardware nicht zurechtkommen würde, was dabei nie ein Thema – so lange es (in westlichen Gefilden) noch genügend Anwender gab, haben dann halt die Gerätehersteller entsprechende Treiber auf die Beine gestellt. Genau diesen Weg dürfte Microsoft für Windows 7 unbedingt verhindern wollen – das sich die verbliebenen Nutzer daran festklammern, selbst neue Systeme damit ausrüsten und durch die weiterhin hohe Nutzerbasis dann eben auch die Hersteller- und Zubehörindustrie mitzieht. Ob jene Planung aufgeht, wird man sehen müssen – rein praktisch dürfte es keine Hinderungsgründe gegen Windows 7 geben, so lange es dafür entsprechende Hardware-Treiber gibt. Intels Kaby Lake (mit neuen Mainboard-Chipsätzen), AMDs Zen und die beiden Grafikchip-Architekturen des Jahres – AMD Polaris und nVidia Pascal – werden hierzu wertvolle Hinweise geben, inwiefern man Windows 7 wirklich noch auf neuer Hardware verwenden kann.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 18. Januar 2016

WCCF Tech haben sich von AMD eine indirekte und eine direkte Bestätigung eingeholt, daß der Grafikchip-Entwickler auch in Zukunft zweigleisig bei der Speichertechnologie fahren wird – eingesetzt werden sollen zukünftig sowohl HBM 1/2 als auch GDDR5. Dabei fiel auch die klare Aussage, daß HBM-Speicher derzeit aufgrund der Kostenlage noch nicht für alle Marktsegmente sinnvoll einsetzbar ist – womit des Pudels Kern benannt ist, denn nach der Verbesserung der HBM-Spezifikation auf HBM2 ist jener Speicher nunmehr flexibel genug für alle Anwendungsfelder. Es scheitert allerdings am hohen Preispunkt – einmal abgesehen davon, daß sich die für LowCost- und Midrange-Lösungen benötigten Bandbreiten eben auch anders erreichen lassen, dafür nicht zwingend HBM notwendig ist. Vermutlich muß HBM-Speicher schlicht erst einmal für mehrere erfolgreiche Chip-Projekte Verwendung finden, danach wird die steigende Produktionsmenge jene Preisreduzierungen erlauben, welche nachfolgend auch einen breiteren HBM-Einsatz ermöglichen werden. Aller Vermutung nach dürfte dies aber erst mit der (im Jahr 2018 zu erwartenden) 10nm-Grafkchip-Generation passieren, da die 14/16nm-Grafikchips sicherlich allesamt schon fertig designt und nach heutigen Möglichkeiten ausgerichtet sind, egal ob jene vielleicht erst im Jahr 2017 erscheinen werden. GDDR5X wurde im übrigen seitens AMD nicht erwähnt – aber wenn AMD jene GDDR5-Weiterentwicklung einsetzen wollte, würde man dies sicherlich derzeit noch nicht offiziell sagen wollen.

Phoronix vermelden eine Einschränkung des Vulkan-Supports für ältere AMD-Grafikkarten unter Linux: Wohl nur AMD-Grafikkarten ab GCN 1.2 werden einen entsprechenden Vulkan-Treiber für Linux erhalten, sprich Grafikkarten basierend auf den Grafikchips Tonga, Fiji und nachfolgende. Damit wird der Großteil der GCN-basierten Grafikkarten von einem Vulkan-Treiber für Linux ausgeschlossen – was aber womöglich rein technische Hintergründe hat und keine böse Absicht darstellt. Zudem kann von dieser Meldung nicht auf die AMD-Vorgehensweise unter Windows geschlossen werden – hier ist eigentlich ein breiter Vulkan-Support zu erwarten, denn nur wenn die Grafikchip-Entwickler hier einen Großteil der Spieler mitnehmen, wird die Vulkan-API überhaupt eine Chance bei den Spieleentwicklern bekommen. Dies schließt gerade den Vulkan-Support unter Windows 7/8 ein, denn hier sitzen die meisten User, welche (mangels DirectX 12 für Windows 7/8) von Vulkan profitieren könnten. Unter Linux sind nach wie vor wohl zu wenige Spieler, um da große Ressourcen in den Support zu stecken, gerade für ältere Software. Zukünftig sollte man sich diesbezüglich allerdings keine Blößen geben – denn wenn Vulkan Erfolg hat, wird selbiges das Thema "Gaming unter Linux" automatisch vermehrt anschieben.

Gemäß DigiTimes hat Auftragsfertiger TSMC erneut seine sehr aggressive Releasestrategie zu zukünftigen Fertigungsverfahren bekräftigt: Nachdem die Erstfertigung von 10nm-Chips bereits im laufenden ersten Quartal 2016 beginnen soll und die Erstfertigung von 7nm-Chips dann in ersten Jahreshälfte 2018, soll auch die 5nm-Fertigung in einem 2-Jahres-Abstand nachfolgen, sprich im Jahr 2020. Ohne daß dies genau genannt wurde, dürften diese Termine jedoch allein für die Riskfertigung gelten, von einer echten Massenfertigung sind diese Verfahren zu den genannten Zeitpunkten dann noch grob ein ganzes Jahr entfernt. Gleichfalls gab man erhebliche Fortschritte bei der EUV-Lithographie bekannt, welche dann wohl endlich für die 5nm-Fertigung von TSMC zur Verfügung stehen wird. Bezüglich aller genannten Termine ist allerdings zu erwarten, daß TSMC die Fortschritte der Fertigungsverfahren eher etwas zurückschraubt, um diese aggressive Releasestrategie halten zu können – während beispielsweise Intel den umgekehrten Weg geht und an den gesetzten Fortschritten festhält und dafür dann mit einem größeren zeitlichen Abstand zwischen zwei Fertigungsverfahren lebt. Die Fertigungsverfahren der einzelnen Halbleiterhersteller werden damit vom Namen her natürlich nochmals mehr unvergleichbar – irgendwann ist vielleicht auch der Punkt erreicht, wo (sinnbildlich) Intel 7nm dann TSMC 5nm entspricht.

Laut der PC Games Hardware existieren Hinweise, das beim kommenden Action-Spiel "The Division" schon dessen Medium-Bildqualität auf dem PC der Bildqualität einer Xbox One überlegen sei. Dies ist starker Tobak, denn der Titel dürfte auf dem PC sicherlich noch die eine oder andere Bildqualitätsstufe mehr als nur "Medium" bieten – hinzu kommen auf dem PC höhere Auflösungen und eventuell (entsprechend leistungsfähige Hardware vorausgesetzt) auch Downsampling/Supersampling Anti-Aliasing als weitere die Bildqualität verbessernde Maßnahmen. Aber letztlich würde dies nur im Lauf der Welt liegen, wenn Spielekonsolen, die jetzt schon arge Probleme mit der eigentlich angestrebten FullHD-Auflösung haben, auch bei der gezeigten Grafikqualität gegenüber dem PC zurückfallen – die verbauten Grafikchips bei Xbox One und Playstation 4 entsprechen halt grob dem Niveau Radeon HD 7790 (Perf.Index 185%) bis Radeon HD 7850 (Perf.Index 225%), was heutzutage auch auf dem PC nur noch bei den wenigsten neuen Spiele-Titeln für ein flüssiges Spiel unter der bestmöglichen Grafikqualität in FullHD reicht. Zudem haben die heutigen Spielekonsolen aufgrund der technologischen Nähe zum PC auch den früher zu beobachtenden Effekt der besseren Programmierung auf Basis von LowLevel-APIs und dem Herantasten der Spielentwickler an alle Hardware-Grenzen größtenteils verloren – so viel Zeit hat heute kein Entwickler mehr, um dies noch zu realisieren, da wird notfalls schlicht die Renderauflösung reduziert. Alle Systeme haben dennoch ihre Berechtigung – schon allein wegen der unterschiedlichen bedienten Spielegenres.

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AMDs 2016er Grafikchips sind "Polaris 10" und "Polaris 11"

In einem Interview mit VentureBeat nennt der Chef von AMDs Radeon-Gruppe, Raja Koduri, die exakten Namen der beiden für das Jahr 2016 angekündigten neuen AMD-Grafikchips der Polaris-Architektur: Jene werden die Codenamen "Polaris 10" und "Polaris 11" tragen. Welcher hier welcher ist, kann derzeit noch nicht sicher gesagt werden – aber aller Vermutung nach ist Polaris 10 der LowCost-Chip und Polaris 11 der HighEnd-Chip. Daneben dürfte sich mit dieser Namenswahl vermutlich auch klären lassen, was der früher schon einmal genannte Codename "Vega 10" bedeutet: Da AMD für das Mobile-Segment regelmäßig extra Codenamen vergibt, dürfte es sich bei Vega 10 schlicht um die Mobile-Ausführung von Polaris 10 handeln.

Zu eben diesen beiden Polaris-Grafikchips ist beim Photodienst Imgur eine darauf bezogene Präsentationsfolie im Stil der Polaris-Ankündigung zu sehen, welche die ungefähren Chipgrößen von Polaris 10 und Polaris 11 zeigen will. Allerdings ergeben sich schon bei der Verarbeitung dieser Informationen diverse Zweifel an deren Echtheit: So hat gemäß dieser Folie der größere Polaris 11 die exakt 4,0fache Chipfläche vom kleineren Polaris 10 – was angesichts dessen, das Polaris 10 schon in Echt gesehen und auf ~120mm² bzw. ~150mm² geschätzt wurde, einen regelrecht supergroßen Polaris-11-Chip ergeben würde. Wäre diese Präsentationsfolie echt, dürfte sich AMD auch bei bewußten Schemabildern keine maßlos "optimierten" Größenangaben leisten, da alles offiziell gesagte oder gezeigte von Börsenanalysten auf die Goldwaage gelegt werden kann.

Ein ausführliches Posting im 3DCenter-Forum zu diesem Thema macht die Sache dann jedoch klarer: Jene angebliche AMD-Präsentationsfolie ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Fälschung, bei welcher (nicht einmal besonders ordentlich) die Versatzstücke von bekannten AMD-Präsentationsfolien neu kombiniert worden sind. Insbesondere die verschieden scharfen Bildteile sind hierbei ein ziemlich klarer Hinweis auf eine Fälschung. Insofern läßt sich weiterhin überhaupt nicht sagen, um wieviel größer der Polaris-11-Chip gegenüber dem wie gesagt auf zwischen 120-150mm² geschätzten Polaris-10-Chip wirklich herauskommt.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 16./17. Januar 2016

Die PC Games Hardware hat in ihrem Benchmark-Artikel zu Just Cause 3 auch einige der (vielfältigen) Schwierigkeiten heutiger Hardwaretester benannt – vernünftige Benchmark-Szenen zu kreieren, wenn die Spieleentwickler in dieser Frage (gar) nicht mitgedacht haben. Dabei erstaunt der Umstand, daß die Spieleentwickler immer noch nicht diesen doch eigentlich bekannten Punkt, das ein AAA-Titel natürlich auch Ziel von Hardwaretests werden wird, nicht entsprechend berücksichtigen bzw. unterstützen. Einige Spieleentwickler tun dies zwar, aber jene sind leider in der Minderheit – und so schlägt sich der Hardwaretester heutzutage mit einer Masse an Limitationen, Problemen und vor allem maßlos umständlicher Arbeitsvorgängen herum, nur um aus einem Multimillionen-Dollar-Projekt mal ein paar solide Benchmark-Ergebnisse herauskitzeln zu können. Dabei sollte der Spieleentwickler normalerweise sogar über eine eigene, interne Benchmark-Funktion verfügen, schon allein um solide System-Anforderungen herausgeben zu können. An dieser Stelle könnten sich die Spieleentwickler wirklich mal einen Ruck geben und eine bessere Unterstützung der Hardwaretester bereits in die Releaseversionen ihrer Spiele einbauen.

Nochmals die PC Games Hardware berichtet auf Basis fernöstlicher Meldungen über einen Xeon E5-2602 v4 auf Basis von Broadwell-EP, welchen Intel mit bis zu 5.1 GHz Turbomode-Takt ins Rennen schicken will. Hierbei handelt es sich "nur" um ein Vierkern-Modell mit HyperThreading zu allerdings einer TDP von satten 165 Watt – doch bei mehr Rechenkernen wäre wohl auch diese TDP-Grenze nicht mehr zu halten gewesen. Jener Prozessor ist allerdings nicht Teil des offiziellen Broadwell-EP Portfolios für DualProzessoren-Systeme, sondern soll nur an bestimmte OEMs auf Nachfrage ausgeliefert werden. Dies ist etwas schade, denn Intel macht bei seinen Xeon-Prozessoren mit niedriger Anzahl an Rechenkernen teilweise ganz passable Preise – bei freiem Verkauf und nicht gerade abgehobenem Preispunkt würde sich hier vielleicht eine die Hardware-Enthusiasten interessierte CPU ergeben können. So aber bleibt es wohl bei einem Spaß für einige wenige OEMs – und daneben der über diese Taktrate (in einem Serienprodukt) staunenden Zuschauermenge.

Der Videospieler-Verband VDVC bietet einen Videospiele-bezogenen Zensur-Jahresrückblick 2015 an, welcher trotz einiger Unsicherheiten bei der Erfassung wirklich aller Videospiele nur eine Tendenz kennt: Die Zahl der Indizierungen und Beschlagnahmen von Videospielen in Deutschland ist seit einigen Jahren stark rückläufig – so auch im Jahr 2015, wo es nur eine einzelne Indizierung eines neu erschienenen Spiels zu vermelden gab. Selbst die Anzahl der durch den Spieleentwickler verstümmelten "deutschen Versionen" ging über die Jahre bemerkbar zurück. Die Grundlagen für diese Entwicklung sind primär in zwei Punkten zu suchen: Zum einen versuchen die Spieleentwickler inzwischen bemerkbar weniger anzuecken und daher ihre Spiele von Anfang an so zu gestalten, daß keine nationalen Änderungen notwendig sind – welche es nicht einmal nur für Deutschland gibt, auch andere Länder haben für einige Dinge ihre kleinen Tabuthemen.

Und zum anderen hat sich die Bewertung der deutschen Jugendschützer über die Jahre doch sehr verschoben – sicherlich begünstigt dadurch, daß "Killerspiele" nun seit über 20 Jahren ein Massenphänomen sind und sich mehrere Generationen Jugendlicher trotzdem nicht zu gewalttätigen Massenmördern entwickelt haben (wie man sich einstmals sehr sicher war voraussagen zu können). Insofern geht heutzutage größtenteils ein Gewaltlevel durch, welches früher noch problemlos zu Indizierungen geführt hätte – und dies auf viel höherwertiger Grafik, was früher einmal genauso als "strafverschärfend" galt (diverse Titel aus der Klötzchengrafik-Ära wurden auch wegen "besonders realistischer Grafikqualität" indiziert). Ein heutiges Call of Duty wäre in den 90er noch von glatter Indizierung samt eventueller Beschlagnahme bedroht – heutzutage regt sich darüber noch nicht einmal mehr die BILD-Zeitung auf. Manchmal bringt der Lauf der Zeit auch eine gewisse Entspannung bei Themen herein, welche einstmals für große Schlagzeilen und Aufregung sorgten – was im übrigen auch ein guter Anlaß ist zum Innehalten über die Aufreger der heutigen Tage.

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Sind externe Grafiklösungen interessant?

Eine ähnliche Umfrage lief schon einmal im Jahr 2011 – wenngleich mit leicht abweichenden Antwortoptionen, denn die Zeit ist natürlich nicht stillgestanden und einige technische Problem von externer Grafik wurden inzwischen gelöst. Was es derzeit hierzu an Möglichkeiten gibt, ist einer kürzlichen entsprechenden Meldung zu entnehmen.

Ja - uneingeschränkt interessant.
6% (143 Stimmen)
Ja - aber nur bei einer Befeuerung des Notebook-Displays.
5% (105 Stimmen)
Ja - aber nur zu akzeptablem Preispunkt.
10% (231 Stimmen)
Ja - aber nur bei einer Befeuerung des Notebook-Displays und zu akzeptablem Preispunkt.
13% (309 Stimmen)
Jein - allenfalls bei einer sehr attraktiven Lösung vielleicht interessant.
10% (224 Stimmen)
Jein - allein vom technologischen Standpunkt aus interessant.
15% (340 Stimmen)
Nein - generell nicht interessant.
41% (943 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 2295
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