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Hardware- und Nachrichten-Links des 10. Juli 2014

Golem haben sich mit dem Turbo-Feature bei CPUs & GPUs im allgemeinen Sinne beschäftigt. Als Problem wurde dabei identifiziert, daß speziell Grafikchips sich unlimitiert nach unten takten können, im Gegensatz zu CPUs also kein Basis-Takt bedingungslos gehalten wird. Wobei letzteres auch nur praktisch und nicht theoretisch stimmt – denn auch alle heutigen Prozessoren könnten sich über ihre Throtteling-Funktion unterhalb des Basis-Takts takten, sofern die Prozessoren zu warm werden. Allerdings war dies zuletzt bei den Pentium 4 Prozessoren zu beobachten, bei allen moderneren Modellen kommt dies praktisch nicht mehr vor. Bei modernen Grafikkarten – insbesondere des HighEnd-Bereichs – ist die Temperatur- oder Stromverbrauchs-bedingte Heruntertaktung jedoch eher die Regel als die Ausnahme. Gewonnen für den Spieler ist damit in den seltendsten Fällen etwas, meist dient der Turbo nur dazu, um in Benchmarks gut dazustehen. Leider haben sich beide Grafikchip-Entwickler mit ihren Turbo-Features in eine Situation manövriert, wo man kaum noch zurückstecken und eine "ehrliche" Technik anbieten kann.

Die DigiTimes berichtet über die aktuellen Chipfertigungs-Fortschritte der Auftragsfertiger TSMC & Samsung. Beide sind derzeit dabei, ihre ersten FinFET-Transistoren (3D-Transistoren) auf die Massenfertigung vorzubereiten – bei TSMC nennt sich das 16nm, bei Samsung 14nm, wobei in der Realität jeweils nur Bruchteile dieser Transistoren-Designs dann wirklich auf diese nominellen Strukturgrößen kommen. Angeblich will TSMC die Massenproduktion von 16nm bereits Anfang 2015 erreichen – was dies für kaufbare 16nm-Produkte bedeutet, kann man ungefähr daran ermessen, daß die Massenproduktion von 20nm offiziell seit Anfang 2014 läuft und erste kaufbare 20nm-Produkte kaum vor dem Herbst 2014 zu erwarten sind, die große Masse an 20nm-Produkten dann erst im Jahr 2015 antreten wird. Trotzdem wird 20nm ein ziemlicher "Übergangs-Prozeß" sein, welcher nur rund ein Jahr "State-of-the-Art" ist, um nachfolgend recht schnell von 16nm/14nm abgelöst zu werden.

Demzufolge überspringen auch einige Chipfertiger die 20nm-Fertigung gleich ganz – wie beispielsweise GlobalFoundries. Für jene kommt positiverweise hinzu, daß die zusammen mit Samsung entwickelte 14nm-Fertigung nunmehr auf einem guten Wege ist – laut der DigiTimes wird TSMC hier schneller als erwartet Konkurrenz bekommen. Ob Samsung davon ausgehend dann als großer Auftragsfertiger auftreten wird, bliebe abzuwarten – Samsung fertigt zwar auch jetzt schon große Kontingente im Auftrag von Fabrik-losen Chipdesigner, hat sich aber nie in den Bereich richtig großer Chips – echte CPUs und GPUs – gewagt. Zumindest AMD dürfte aber sowieso (das mit Samsung-Knowhow arbeitende) GlobalFoundries in der 16nm/14nm-Ära beauftragen, dafür sorgen ganz automatisch die zwischen AMD und GlobalFoundries existierenden Verträge mit einer garantierten Wafer-Abnahmemenge. Ob AMD damit TSMC gänzlich verläßt, ist nicht gesagt – normalerweise wäre es im Sinne einer gesunden Konkurrenz mit entsprechendem Preiskampf besser, mit beiden Auftragsfertigern zu arbeiten, genauso wie dies Apple derzeit mit TSMC und Samsung handhabt.

Bei Heise wird – mit einem Nachtrag – ein neuerlicher Störfall im angeblich so sorgenfreien PayPal-Universum ausgebreitet. Wieder einmal wurde PayPal als Kaufabwickler ausgewählt, weil es schnell gehen sollte – was sich im Nachhinein als großer Irrtum herausstellte, welcher nichts als Zeitverlust und Streß verursachte. Wenn es nicht so ärgerlich für die Beteiligten ist, wäre es ein solcher Fall schon wieder fast lustig – vielleicht bis auf den Umstand, daß sich PayPal offiziell "Bank" nennt, sich jedoch, wenn es um Gelder der PayPal-Nutzer geht, oftmals eher wie ein Bankräuber gebärdet. Schade, daß angesichts dieser klaren Einzelfälle – der von uns letztes Jahr an dieser Stelle ausgebreitete ist noch viel drastischer – die zuständigen Aufsichtsbehörden nicht einschreiten und PayPal entsprechend maßregeln. Das Lied, daß es "besser" werden soll bei PayPal, wurde nun inzwischen schon oft genug gesungen.

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nVidias GM200-Chip erstmals gesichtet

In den Zauba-Frachtlisten ist erstmals der Versand eines GM200-Chips aufgetaucht – im genauen von gleich fünf GM200-Chip im A1-Stepping, welche von Taiwan aus nach Indien gingen. Damit scheint sich die frühere Meldung zu bestätigen, wonach nVidia derzeit am (erfolgreichen) Tape-Out des GM200-Chips arbeitet. Damit werden allerdings trotzdem noch viele Monate Arbeit vor nVidia und Chipfertiger TSMC liegen, um den GM200-Chip marktreif zu bekommen – angesichts der Größe des Chips von sicherlich in der Richtung 600mm² Chipfläche dürften sechs Monate die niedrigstmögliche Größe darstellen. Ganz allgemein wird mit dem Release des GM200-Chip zum Ende des ersten Quartals 2015 oder erst im zweiten Quartal 2015 gerechnet. Selbst dann könnte der GM200-Chip allerdings vorerst nur im Profi-Bereich antreten, beim GK110-Chip gab es seinerzeit dasselbe Prozedere. Mit Gamer-Grafikkarten auf GM200-Basis – spekulativ "GeForce GTX Titan II" genannt – braucht man daher kaum vor dem Sommer 2015 rechnen.

Sehr hoch geht derzeit in unserem Forum die Diskussion darüber her, in welchem Fertigungsverfahren der GM200-Chip nun wirklich daherkommt: 28nm, 20nm oder 16nm stehen hierbei zur Auswahl. Die 28nm-Fertigung ist die konservative Auslegung, welche natürlich einen sehr großen Grafikchip bedingt, um noch irgendeinen Performance-Gewinn gegenüber dem GK110-Chip zu erzielen. Die 20nm-Fertigung erscheint wegen ihrer SoC-Auslegung als nicht besonders geeignet, aber natürlich könnte nVidia wegen der Größe des GM200-Chips letztlich zu dieser gezwungen sein. Die 16nm-Fertigung existiert dagegen derzeit erst als sogenannte "Risk-Fertigung", womit man also kaum bereits einen der Spitzen-Chips herstellen kann. Wir für unseren Teil tendieren nach wie vor zur konservativen Variante und gehen von der Weiterbenutzung der 28nm-Fertigung beim GM200-Chip aus.

    nVidia GM200

  • bestätigt:  Maxwell-Architektur
  • sicher:  geplant für das Enthusiast/Profi-Segment (Nachfolger des GK110-Chips)
  • ziemlich sicher:  28nm-Fertigung von TSMC
  • ziemlich sicher:  Tape-Out Juni/Juli 2014
  • spekulativ:  bis zu ~600mm² Chipfläche
  • spekulativ:  DirectX 12 in Hardware
  • spekulativ:  ~4000 Shader-Einheiten
  • spekulativ:  512 Bit DDR Speicherinterface
  • angenommen:  Performance-Index auf ~4000 Shader-Einheiten grob ~750% bis ~800% (Niveau GeForce GTX 780 Ti +40% bis +50%)
  • angenommen:  Verkaufsname "GeForce GTX Titan II"
  • vermutlich:  Release im Ende Q1/2015 bis Q2/2015, Einsatz im Gaming-Sektor eventuell erst später
  • Quellen: 3DCenter Forum, PC Games Hardware, Zauba, eigene Hochrechnungen & Annahmen

Im übrigen setzt nVidia den GM200-Chip wie gewohnt hochpreisig an: Die ersten Testsamples des GM200-Chips wurden gegenüber dem Zoll mit einem Warenwert von jeweils 271 Euro angegeben, beim GM204-Chip wurden dagegen seinerzeit jeweils "nur" 130 Euro genannt (beides Preise rein für den Chip, nicht für die komplette Grafikkarte). Diese Preise für Samplechips dürften allerdings recht wenig über die endgültigen Chippreise in der Massenfertigung aussagen, letztere sollten maßgeblich niedriger ausfallen. Allerdings weist der relative Unterschied zwischen GM204 und GM200 (+108%) darauf hin, daß GM200-basierte Grafikkarten wieder eine recht teure Angelegenheit werden dürften. Die in obiger Liste zu sehenden extrem hohen Preise für GM200-Zubehör sind derzeit jedoch nicht zu erklären.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 9. Juli 2014

TweakPC berichten über eine erste rein passiv gekühlte GeForce GTX 750 Ti seitens Palit, welche der Hersteller derzeit für 140 Euro in den Markt bringt. Damit liegt man ca. 25 Euro über den besten Preisen zu "normalen" GeForce GTX 750 Ti Karten, was gerade noch so in Ordnung erscheint – vielleicht kann die Palit-Karte im Handel dann aber auch ihren Listenpreis noch etwas unterbieten. Eine passiv gekühlte GeForce GTX 750 Ti war aufgrund der Genügsamkeit dieser Karte (Spiele-Stromverbrauch: 62 Watt) nur eine Frage der Zeit, teilweise haben sich die Grafikkarten-Hersteller schon an passiven Ausführungen von deutlich stromschluckenderen Grafikkarten versucht. Der Vorteil der passiv gekühlten GeForce GTX 750 Ti dürfte sicherlich sein, daß diese Karte ihre passive Kühlung kaum mit deutlich höheren Temperaturen und damit einem eingeschränkten Boost-Verhalten bezahlen dürfte – was aber natürlich besser noch (mittels eines entsprechenden Hardwaretests) nachzuweisen wäre.

Eine inoffizielle Mantle-Supportliste bei Videocardz nennt unter anderem auch GTA V unter jenen Spieletiteln mit möglichem Mantle-Support. Dabei kann man sicherlich zustimmen, daß ein Mantle-Support des Rockstar-Titels ein sehr bedeutsamer Meilenstein pro Mantle wäre, gerade wo die RAGE-Engine der Rockstar-Spiele als ziemlich CPU-fressend bekannt ist und der Hauptpunkt von Mantle eben bei der CPU-Optimierung liegt. Andererseits gibt es außerhalb jener inoffiziellen Liste derzeit keinerlei Hinweise auf einen Mantle-Support von GTA V (allerdings dafür eine bekannte Unwilligkeit seitens Rockstar, all zu viel Arbeit in einen PC-Port zu investieren) und man darf durchaus die Frage in den Raum hineinstellen, ob GTA V nur deswegen in dieser Liste steht, um (wegen der damit garantierten Aufmerksamkeit) diese Meldung durchs Internet zu puschen. Ein echter Hinweis auf einen Mantle-Support von GTA V existiert wie gesagt aktuell nicht.

Microsoft versucht derzeit mit Hinweis auf den mit dem 13. Januar 2015 auslaufenden Mainstream-Support von Windows 7 die Nutzer ein wenig zu verunsichern bzw. in die wartende Arme von Windows 8 zu treiben. Wie es allerdings WinFuture (als einer der wenigen) richtig ausdrücken, endet zu diesem Zeitpunkt nur der reine Mainstream-Support, während der Extended-Support (bis zum 14. Januar 2020) weiterläuft und sich damit für Normalnutzer nichts ändert. Denn das Ende des Mainstream-Support bedeutet faktisch nur, daß es keine Feature-Änderungen mehr geben wird sowie der Hotfix-Support für Unternehmen kostenpflichtig wird. Den regulären Patchday mit allen benötigten Sicherheits-Updates wird es aber auch für Windows 7 noch bis zum Januar 2020 geben – insofern kann man die gesamte Meldung getrost negieren. Und bis zu diesem Datum Anfang 2020 dürfte es Microsoft dann sicherlich auch schaffen, wenigstens einen würdigen Nachfolger zu Windows 7 veröffentlicht zu haben.

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Überblick der Overclocking-Ergebnisse zum Core i7-4790K

Die letzten Tage haben noch einmal einen neuen Schwung an Testartikeln zum Core i7-4790K gebracht, womit sich auch dessen Übertaktungspotential nochmals etwas genauer bestimmen läßt. Nach den ersten diesbezüglichen Tests konnte man den Core i7-4790K auf eine durchschnittliche Übertaktung von 4.7 GHz einschätzen – die neuen Ergebnisse ändern daran nichts, sondern bestätigen dies nur ausdrücklich. Dabei erreichte nur ein Test nicht diese Marke von 4.7 GHz, während wenigstens ein paar Tests 4.8 GHz und mehr erzielen konnten. Allerdings zeigt die ungewöhnlich enge Bandbreite der Ergebnisse auch an, daß kaum noch Luft in diesem Prozessor steckt – sprich die Chance, ein außergewöhnlich gut übertaktbares Exemplar zu erwischen, sehr klein ist. Auch fällt auf, daß der Einsatz von Wasserkühlungen nichts an diesem Urteil ändern – eine gutklassige Luftkühlung holt dasselbe aus dem Core i7-4790K heraus wie eine Wasserkühlung.

Luftkühlung Wasserkühlung
4.7 GHz @ 1.45V  (The Tech Report) 4.6 GHz @ 1.3525V  (SweClockers)
4.7 GHz @ 1.36V  (TechSpot) 4.7 GHz @ 1.402V  (TweakTown)
4.7 GHz @ 1.349V  (Hardware Canucks) 4.7 GHz @ 1.365V  (PC Perspective)
4.7 GHz @ 1.288V  (LanOC) 4.7 GHz @ 1.351V  (Legit Reviews)
4.8 GHz @ 1.474V  (Hardwareluxx) 4.7 GHz @ 1.348V  (eTeknix)
4.85 GHz @ 1.53V  (ComputerBase) 4.8 GHz @ 1.51V  (ComputerBase)
  4.8 GHz @ 1.399V  (Guru3D)
  4.8 GHz @ 1.38V  (Vortez Hardware)
  4.9 GHz @ 1.5125V  (Overclockers)
Ø 4.74 GHz Ø 4.74 GHz

Leider liegen dato immer noch keinerlei Hardwaretests zum gleichzeitig veröffentlichten Core i5-4690K vor, welcher über die gleichen Overclocking-Features wie der Core i7-4790K verfügt. Zum Core i7-4790K gab es ja die Kritik, daß dessen relatives Übertaktungsergebnis mit 17,5% vom Nominaltakt ausgehend gar nicht so gut ist – womit Übertaktungsergebnisse zum Core i5-4690K besonders interessant sind, kommt dieser Prozessor doch mit einem deutlich niedrigeren Nominaltakt (3.5 GHz anstatt 4.0 GHz) daher. Sollte der Core i5-4690K ebenfalls ein durchschnittliches Übertaktungspotential von 4.7 GHz hinlegen können, wären dies bei diesem Prozessor dann immerhin schon eine relative Taktsteigerung von 34,3%. Etwas verwunderlich ist daher, daß dieser Prozessor trotz Marktverfügbarkeit bislang noch nirgendwo einem Hardware-Test unterzogen wurde.

Nachtrag vom 13. Juli 2014

Die ComputerBase liefert freundlicherweise den ersten Test zum Core i5-4690K, dem zweiten der neuen ungelockten Haswell-Prozessoren. Spannender Punkt an diesem Prozessor ist, ob jener ebenfalls die vernünftigen bis guten Übertaktungsergebnisse des Core i7-4790K erreichen kann, trotz daß der Nominaltakt beim Core i5-4690K deutlich niedriger liegt. Und dies scheint sich zu bestätigen: Im Übertaktungstest der ComputerBase erreichte der Core i5-4690K immerhin gleich 4.8 GHz unter Luftkühlung. Ein Test ist (gerade bei Übertaktung) zwar kein Test, aber es deutet sich damit an, daß der Core i5-4690K letztlich dieselbe absolute Übertaktungscharakteristik besitzt wie der Core i7-4790K. Damit erscheint der Core i5-4690K für diejenigen, welche auf einen möglichst hohen relativen Übertaktungsgewinn schauen, eine hochinteressante CPU zu sein: Von nominal 3.5 GHz geht es hinauf auf Richtung 4.7 GHz – ein Taktgewinn von immerhin 1200 MHz bzw. gleich 34%.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 7./8. Juli 2014

Die PC Games Hardware vermeldet eine offizielle Preissenkung des Grafikkarten-Herstellers HIS bei seinen Radeon-Modellen R7 260X & 265 sowie R9 270, 270X, 280 & 280X. Nach der PCGH sind diese Preissenkungen allerdings schon gegen Ende Juni im Markt angekommen, die Pressemitteilung zur Preissenkung kam somit nur nachträglich. Interessant ist, daß hierbei nicht nur die beiden Hawaii-Ausführungen Radeon R9 280 & 280X, welche vor der Ablösung durch den Tonga-Chip stehen, preisgesenkt wurden – sondern auch die darunterliegenden Grafikkarten auf Pitcairn-Basis und mit der Radeon R7 260X sogar eine Bonaire-basierte Grafikkarte. Zum einen dürfte hierbei mit hineinspielen, daß die Preise der kleineren Grafikkarten natürlich auch gesenkt werden müssen, wenn die Preise der großen Grafikkarten fallen – zum anderen ergibt sich jedoch der Verdacht, daß der Tonga-Chip eben nicht nur zur Ablösung des Hawaii-Chips der Radeon R9 280 Serie, sondern auch zur Ablösung des Pitcairn-Chips der Radeon R9 270 Serie gedacht ist.

Ausgehend von SemiAccurate (vollständiges Posting) frisst sich derzeit die Meldung über vier GM204-Versionen den Weg durchs Web: GeForce GTX 860, 870, 880 & 880 Ti. Dabei dürften SemiAccurate diesbezüglich wahrscheinlich keinerlei echte Informationen vorliegen haben, daß ganze ist nur (gut) spekuliert – denn natürlich werden sich die kommenden GM204-Karte so oder ähnlich nennen. Wenn der früher teilweise erwähnte GM206-Chip noch aktuell ist, gehen wir allerdings davon aus, daß jener die GeForce GTX 860 Serie bilden wird – aber GeForce GTX 870 & 880 sollten wohl GM204-basiert sein. Allerdings dürfte es derzeit noch zu früh für endgültige Festlegungen sein, da GM204-basierte Grafikkarten frühestens im Oktober erwartet werden – es kann aber auch erst November werden. Zu diesem Zeitpunkt dürften erst einmal nur eine oder maximal zwei GM204-Grafikkarten erscheinen, alle weiteren Modelle (wie auch die GM206-Grafikkarten) folgen dann später über die Winter-Saison 2014/15 verteilt.

Die seitens SemiAccurate daneben verbreitete Idee, daß schon im Frühjahr 2015 erste 16nm-Grafikkarten von nVidia erscheinen sollen, erscheint jedoch immer mehr unwahrscheinlicher, je öfter man sich jene zu Gemüte führt: Die kommenden weiteren Maxwell-Grafikkarten in 28nm sind eben keine Sache des dritten Quartals 2014, sondern eher des vierten Quartals 2014 bis ersten Quartals 2015. Schon zur Mitte des ersten Quartals 2015 dann mit 16nm-Grafikkarten nachrücken zu wollen, erscheint völlig unsinnig, diese Zeitpläne liegen viel zu dicht beieinander. Zudem kann man den Punkt anbringen, daß wenn nVidia im ersten Quartal einen 16nm-Chip launchen wollte, dann jetzt schon dessen Tape-Out über die Bühne gehen sollte – angesichts einer völlig neuen Fertigungstechnologie erscheinen zwischen sieben und neuen Monaten Zeitspanne zwischen Tape-Out und Marktrelease nicht als zu viel. Aber womöglich hat man sich hier bei der Informations-Übertragungen auch einfach nur in einer Zahl geirrt und sollen die ersten 16nm-Grafikkarten nicht im ersten Quartal 2015, sondern im ersten Quartal 2016 antreten.

WinFuture berichten von erneuten Gerüchten, wonach Microsoft sich nach dem kommenden Update 2 für Windows 8.1 dann nur noch auf "Windows Threshold" konzentrieren werde und ein früher einmal geplantes Update 3 für Windows 8.1 damit vom Tisch sei bzw. dessen Änderungen eben in "Windows Threshold" einfließen werden. Abermals wurde hierbei ein Releasetermin von "Windows Threshold" im Frühjahr 2015 genannt – frühere Meldungen, welche allerdings noch von einem Release von Windows 8.1 Update 3 ausgingen, sprachen dagegen eher von Herbst/Winter 2015. Gut möglich, daß Microsoft durch die Streichung jenes Windows 8.1 Update 3 somit die Reserven hat, "Windows Threshold" entsprechend vorzuziehen – möglich aber auch, daß man den Frühlings-Termin bewußt so früh anpeilt, damit man selbst bei etwaigen Verschiebungen immer noch im Jahr 2015 fertig wird. Bislang galt auch immer, daß Microsoft seine Desktop-Betriebssysteme im Zeitraum September bis November eines jeweiligen Jahres herausbrachte.

Nochmals WinFuture werfen zu "Windows Threshold" ein neues Aktivierungssystem unter Verwendung des Windows Stores in die Runde. Hierbei kommt auch ein neues DRM-System zum Einsatz, welches die mit einer jeweiligen Windows-Lizenz aktivierten PCs lizenz-technisch selbstätig überwacht – sprich, wenn mehrere PCs unter derselben Windows-Lizenz laufen, erkennt Microsoft dies und leitet automatisch Gegenmaßnahmen ein, sprich fordert alle betreffenden PCs dazu auf, die Echtheit ihrer Lizenz zu beweisen. Ob Hacker nicht doch Lösungen dagegen finden werden, bliebe abzuwarten – der Bedarf gerade in den Schwellen- und Entwicklungsländern ist nun einmal da und für Windows 7 & 8 existieren diesbezüglich schon problem- und sogar virenfreie Lösungen. Ein nicht zu unterschätzender positiver Nebeneffekt für Microsoft dürfte sein, daß allen ehrlichen Käufer mittels dieses neuen Aktivierungssystems dann gleich einmal eine Windows-Store-Anmeldung aufs Auge gedrückt werden kann.

Laut den Analysten von Gartner soll der PC-Markt im kommenden Jahr erstmals wieder um immerhin 2,7% wachsen – bislang gingen alle Zukunftsprognosen verschiedener Marktbeobachter allerhöchstens von einem immer kleiner werdenden Geschäftsrückgang aus, nicht aber von einer regelrechten Trendwende. Augenscheinlicher Hauptgrund für diese Trendwende soll der Durchmarsch der Ultrabooks sein – Intel würde es sicherlich freuen, wenn die jahrelangen Anstrengungen in diese Richtung hin endlich einmal Früchte tragen. Zudem dürfte speziell im Jahr 2015 aber auch der Ersatz vieler im dienstlichen Betrieb immer noch genutzter Windows-XP-Maschinen als auch der eventuelle Release von Windows 9 für entsprechende Impulse sorgen. Der traditionelle Desktop-PC wird es aber vermutlich weiterhin schwer haben, die Konkurrenz durch neue Bauformen (wie Ultrabooks) oder neue Geräteklassen (Tablets) ist weiterhin einfach zu stark.

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Aktualisierte Intel Prozessoren-Roadmap: "Skylake" im Jahr 2015, "Airmont" verschoben

Im Zuge der jüngsten Intel Desktop-Prozessoren Roadmap muß auch unsere mittel- und langfristige Intel-Roadmap neu gefasst werden. Die Prozessoren-Architektur "Skylake" kommt nun doch schon im Jahr 2015, sogar faktisch zeitgleich mit einigen Teilen der vorgehenden "Broadwell"-Architektur. An den langfristigen Plänen für den Skylake-Nachfolger "Cannonlake" im Jahr 2017 ändert dies erst einmal nichts. Allerdings konnte der Lauchtermin der Enthusiasten-Architektur "Haswell-E" nunmehr genauer auf den September 2014 eingegrenzt werden. Dagegen musste die LowPower-Architektur "Airmont" in Nachfolge der aktuellen Silvermont-Architektur auf Q4/2014 bis Q1/2015 verschoben werden, da neuere Roadmaps den vorher genannten Termin im Q3/2014 als nicht mehr haltbar erscheinen lassen.

LowPower Mainstream/Performance Enthusiast
Iststand Silvermont
22nm, 2-4 Rechenkerne
integrierte Grafik mit 4 Recheneinheiten, DirectX 11.0 (Intel Gen. 7)
DualChannel DDR3/1333
(Modell-Liste)
Haswell-Refresh
22nm, 2-4 Rechenkerne
integrierte Grafik mit 10, 20 oder 40 Recheneinheiten sowie optionalem eDRAM, DirectX 11.1 (Intel Gen. 7.5)
Sockel 1150, DualChannel DDR3/1600
(Modell-Liste)
Ivy Bridge E
22nm, 4-6 Rechenkerne
keine integrierte Grafik
Sockel 2011, QuadChannel DDR3/1866
(Modell-Liste)
September 2014 Haswell-E
22nm, 6-8 Rechenkerne
keine integrierte Grafik
Sockel 2011-3, QuadChannel DDR4/2133

(Modell-Liste)
Q4/14-Q1/15 Airmont
14nm (Refresh zu Valleyview)
integrierte Grafik, DirectX 11.1 (Intel Gen. 8)
Q1-Q2/2015 Broadwell
14nm (Refresh zu Haswell), 2-4 Rechenkerne
integrierte Grafik mit 24 oder 48 Recheneinheiten sowie optionalem eDRAM, DirectX 11.1 (Intel Gen. 8)
Sockel 1150, DualChannel DDR3
Mobile-Modelle erscheinen bereits im Q1/2015, die Desktop-Modelle erst im Sommer 2015
Sommer 2015 Skylake
14nm (neue Architektur), 2-4 Rechenkerne
integrierte Grafik, DirectX 11.1+ (Intel Gen. 9), Thunderbolt III
Sockel 1151, DualChannel DDR4/2400
Q3-Q4/2015 Goldmont
14nm (neue Architektur)
integrierte Grafik, DirectX 11.1+ (Intel Gen. 9)
Broadwell-E
14nm, 6-8 Rechenkerne
keine integrierte Grafik
DDR4
2017 Cannonlake
10nm (Refresh zu Skylake)
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