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Hardware- und Nachrichten-Links des 8./9. November 2014

Bei eTeknix hat man einen ersten Test zur Radeon R9 290X 8GB in Form einer Sapphire Vapor-X Karte zu bieten – und leider die Chance verspielt, etwas substantielles zur Frage beizusteuern, wo denn nun der große Mehrspeicher eine sinnvolle Anwendung finden kann. So fehlt zum einen der direkte Vergleich zur gleichen Karte mit nur 4 GB Speicher (der Vergleich zum Referenzmodell ist angesichts unterschiedlicher Turbo-Taktraten recht zwecklos), zum anderen wurden ausgerechnet bei diesen Spieletiteln, wo man eine Speicherbelegung von mehr als 4 GB unter 4K angab, keine Benchmarks unter 4K ausgeführt. Bei den durchgeführten 4K-Benchmarks lag die Speicherbelegung üblicherweise im Bereich von 1-3 GB, ein einzelner Test erreichte immerhin eine Speicherbelegung von 3547 MB.

Damit ist aber nicht gesagt, daß jene Speicherbelegung selbst eine 4-GB-Grafikkarte erforderlich macht – ein voller Grafikkartenspeicher bedeutet nicht zwingend Performanceverlust, dies ist je nach Spiel und Engine sehr unterschiedlich. Da in jenem Artikel bislang nur Crysis 3, Middle-Earth: Shadow of Mordor und The Elder Scrolls V: Skyrim (mit Texturenmods) als Spieletitel mit einer Speicherbelegung von 6-8 GB unter 4K genannt wurden, dies jedoch weder nachgemessen wurde wie auch vergleichende Benchmarks mit einer gleichwertigen 4-GB-Grafikkarte angestellt wurden, bleibt derzeit die Frage nach einem Einsatzzweck von AMDs neuen 8-GB-Boliden unbeantwortet – und muß somit weitergereicht werden an die nächsten Tester dieser Karten, welche sich hoffentlich zielführender mit diesem Thema beschäftigen werden.

Mehrere Webseiten – vom Spiegel über Gulli und WinFuture zur Netzpolitik – haben sich mit dem Fall Boerse.bz und den möglichen Folgen für deren einfache Nutzer beschäftigt. Regulärerweise sollte man hierzu annehmen, daß den einfachen Nutzern gar nichts passieren kann, da die Webseite keinerlei direkte Download-Links zur Verfügung stellte – sprich, selbst wenn man Zugriff auf die Logfiles von Boerse.bz hat und jedem Nutzer jeden einzelnen Klick nachweisen kann, bedeutet der Klick auf einen auf Boerse.bz verbreiteten Download-Link schließlich noch nicht den direkten Start eines Download, sondern in aller Regel nur die Umleitung auf einen Datei-Hoster. Ob wirklich etwas heruntergeladen wurde, ist damit also nicht belegt – und müsste erst über weitere Ermittlungen herausgefunden werden, was angesichts der Masse an Nutzern eigentlich als unwahrscheinlich erscheint.

Es kann allerdings nicht vollkommen ausgeschlossen werden, daß sich dennoch Ermittlungen gegenüber einzelnen Vielnutzern ergeben – nicht weil dies besonders sinnvoll wäre, sondern allein zur Abschreckung bzw. wegen des zu erwartenden medialen Aufsehens. Grundvoraussetzung hierfür ist aber natürlich der direkte Zugriff auf Boerse.bz zur Laufzeit – welches es aber augenscheinlich gegeben hat, weil nur darüber konnte man offenbar die Uploader identifizieren und zusammen in einer konzentrierten Aktion angehen. Es liegt hier tatsächlich der seltene Fall vor, daß staatliche Ermittler wirklich Zugang zur Plattform hatten, bevor jene geschlossen wurde – was bedeutet, daß rein theoretisch alles möglich ist und die potentiellen Auswirkungen nur über die zeitlichen Reserven der staatlichen Ermittler begrenzt sind.

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Welches Interesse besteht zu Maxwell-basierten Midrange-Grafikkarten?

Nach dem Launch von GeForce GTX 970 & 980 hat nVidia nunmehr Maxwell-Grafikkarten unterhalb von 130 Euro und oberhalb von 300 Euro im Angebotsportfolio – und vernachläßigt damit die Käufer des Midrange-Bereichs von 150 bis 250 Euro etwas, wo es üblicherweise sogar die zahlenmäßig größten Absatzmöglichkeiten für Gamer-Grafikkarten gibt. Die daraus resultierende Frage lautet schlicht, wie stark man persönlich das Fehlen der Maxwell-basierten Midrange-Modelle von nVidia im Grafikkarten-Markt einschätzt. Primär kann man dies als eine Frage rein an die Käufer in diesem Marktsegment verstehen – aber am Ende können auch die Käufer anderer Marktsegmente antworten, dafür sind ebenfalls Antwortoptionen vorgesehen.

Werden dringend benötigt, weil ich speziell auf diese derzeit schon warte.
17% (229 Stimmen)
Werden benötigt, um die Auswahl an Midrange-Karten zu erweitern und bessere Preise zu ermöglichen.
17% (238 Stimmen)
Besitze schon ein Midrange-Modell und habe daher derzeit keinen weiteren Bedarf.
14% (191 Stimmen)
Kaufe außerhalb des Midrange-Bereichs, würde aber dennoch die Auffüllung des Maxwell-Portfolios begrüßen.
18% (246 Stimmen)
Kaufe außerhalb des Midrange-Bereichs, daher kein interessanter Punkt für mich.
34% (467 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 1371
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Neuer 3DTester-Artikel: Kingston DataTraveler Mini 3.0 16GB

Zu den neuesten USB3.0-Speichersticks im Kingston-Angebot zählen die Kingston DataTraveler Mini 3.0, die wir uns im folgenden Artikel näher ansehen wollen. Erhältlich sind sie in Kapazitäten von 16, 32, 64 und 128 GByte und dass zu Preisen von 9, 14, 24, 53 Euro ... zum Artikel.

Kingston DataTraveler Mini 3.0 16GB
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Hardware- und Nachrichten-Links des 7. November 2014

Inzwischen schon einige Foren-Diskussionen beschäftigen sich mit der Frage, was der nVidia-Jünger denn kaufen soll, wenn im konkreten Fall die Preislage der GeForce GTX 970 zu hoch angesetzt ist, also etwas unterhalb von 300 Euro gesucht wird. Im Mainstream-Bereich gibt es zwar GeForce GTX 750 & 750 Ti für Einsteiger-Bedürfnisse, dazwischen fehlt es jedoch an Maxwell-Lösungen für das Performance-Segment – und die dort derzeit angebotenen Kepler-Grafikkarten sind für viele Käufer nach dem Erscheinen von Maxwell nicht mehr gangbar. nVidia fehlt hier in den Augen vieler Käufer eine gute Maxwell-basierte Mittelklasse-Lösung, das derzeitige nVidia-Portfolio ist so gesehen seltsam unvollständig. Es bleibt abzuwarten, wie schnell sich daran etwas ändert, nachdem der GM206-Chip sich offensichtlich verspätet und nVidia derzeit wohl nicht genügend GM204-Chips zusammenbekommt, um eine weitere, nochmals weiter abgespeckte GM204-Lösung ("GeForce GTX 960 Ti") herauszubringen.

Die PC Games Hardware hat sich mit der Verfügbarkeit der offiziell auf "Auslauf" stehenden Radeon R9 280 & GeForce GTX 770 beschäftigt – erstere wird direkt durch die Radeon R9 285 ersetzt, letztere durch die neuen Maxwell-Grafikkarten obsolet. Dabei ist die Verfügbarkeit der GeForce GTX 770 inzwischen schon stark zurückgegangen (besonders wenn man nach den guten Preisen schaut), während die Radeon R9 280 nach wie vor sehr breit verfügbar ist – so als wolle jene gar nicht aus dem Markt gehen. Der Hintergrund hierfür dürfte wohl sein, daß der Auslaufstatus der Radeon R9 280 eine rein offizielle PR-Aussage ist, um der Radeon R9 285 irgendeine halbwegs sinnvolle Position im Markt zu sichern (welche jene aber mangels einer passenden Preislage bislang noch nicht erreicht hat), während nVidia hingegen die "alten" GK104- und GK110-basierten Karten wirklich abverkaufen will, um Platz für neues zu machen. Ironischerweise wird dabei gerade die GeForce GTX 770 eigentlich noch benötigt, so lange nVidia nicht die schon vorgenannte Lücke im Mittelklasse-Bereich durch neue Maxwell-Beschleuniger schließt.

Golem haben sich bezogen besonders auf Apples A8 und A8X sowie nVidias Tegra K1 64-Bit mit den derzeit schnellsten Tablet-Prozessoren beschäftigt. Jene hochoptimierten Abkömlinge von ARMs v8 64-Bit-Architektur haben keinerlei Probleme, trotz geringerer Anzahl an Rechenkernen alle Leistungswerte von schnellen Vierkern-Modellen aus ARMs v7 32-Bit-Architektur zu pulverisieren – da wäre es regelrecht interessant, wie schnell dann Vierkerner mit ARMs v8 64-Bit-Architektur sein könnten. Andererseits stoßen diese derzeit schnellsten Tablet-Prozessoren auch schon merkbar an das Problem, daß jene für ihren Einsatzzweck schon schnell genug sind, es keinerlei Performance-Sorgen auf damit laufenden Tablets gibt. Da derzeit immer noch das subjektive Flüssigkeitsgefühl der wichtigste Benchmark auf Tablets ist respektive irgendwelche die Masse der Nutzer interessierenden Performance-fressenden Applikationen fehlen, muß es (auf Tablets) eigentlich nicht schneller werden als das bisher gezeigte bereits hergibt.

Die PC Games Hardware zeigt eine Intel Prozessoren-Roadmap, welche anläßlich einer kürzlichen Intel-Veranstaltung abfotographiert wurde und damit absolut authentisch sein sollte. Jene Roadmap bestätigt dabei das zuletzt schon dargelegte Bild zu Intels Zukunftsplänen: Im Sommer 2015 sollen im Desktop-Bereich Broadwell und Skylake nahezu zeitgleich in den Markt zu kommen, wobei von Broadwell nur K-Modelle und von Skylake (vorläufig) nur "normale" Modelle antreten werden. Es mag im höchsten Maße unsinnig erscheinen, zwei differiende CPU-Architekturen für denselben Einsatzzweck zur selben Zeit in den Markt zu bringen, aber alle Intel-Roadmaps der letzten Zeit zeigen diesbezüglich dasselbe Bild. Allerhöchstens die kürzlich gemeldete (angebliche) Verschiebung der Mobile-Ausführungen von Skylake könnte daran noch etwas ändern: Sofern deren Verschiebung technisch und nicht marktpolitisch begründet ist, sollten sich eigentlich auch die Desktop-Modelle von Skylake auf mindestens den Herbst 2015 verschieben.

Golem vermelden eine gegenüber der US-Kongreßbibliothek eingereichten Petition seitens der EFF, mittels welcher erreicht werden soll, daß die Urheberrechtsgesetzgebung DMCA für vom Hersteller nicht mehr unterstützten Spielen so weit aufgehoben werden soll, daß Spieler-eigene Modifikationen zum Aufsetzen von Multiplayer-Servern ermöglicht und nicht mehr automatisch durch den DMCA geblockt werden. Hierbei geht es schlicht darum, daß nach dem Ende des Hersteller-Supports und damit dem Abschalten der Hersteller-Server auch weiterhin die Multiplayer-Parts diverser Spiele genutzt werden können. Ähnliche Kulanzregeln wurden im Rahmen der "Fair Use" Klausel des DMCA schon für andere Dinge gewährt, dies wurde aber noch nie auf Videospiele angewandt. In diesem Sinne hat diese EFF-Petition sogar eine gewisse Chance, gerade weil der Fall von eingestellten Multiplayer-Parts für ältere Spiele nun inzwischen regelmäßig vorkommt und die Nutzer dieser Spiele verärgert.

Andererseits werden sich viele Publisher gegen etwaige DMCA-Kulanzregeln wehren, da das Geschäftsmodell vieler Spieleserien schließlich darauf basiert, daß die Spieler (kostenpflichtig) jährlich oder wenigstens zweijährlich auf die jeweils neueste Spiel-Version wechseln müssen, das "Ableben" der alten Spiel-Versionen also den Umsatz mit den neuen Versionen ankurbeln soll. Da die benötigten Spiel-Modifikationen für einen Hersteller-unabhängigen Multiplayer-Support zudem wichtigen Programmcode der Spieleentwickler betreffen, dürften die Publisher zudem die "Wahrung von Geschäftsgeheimnissen" und ähnliche Argumente ins Feld führen. Sinnvoller und das Problem umfassender lösender wäre natürlich eine gesetzliche Regelung, welche die Spiele-Publisher dazu zwingen würde, den entsprechenden Programmcode (für Spieler-betriebene Server) schon vor dem Spiellaunch in der Hinderhand zu haben und mit der Einstellung des Multiplayer-Supports automatisch herausgeben zu müssen.

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AMD erweitert das "Never Settle: Space Edition" Spielebundle um ein Bonus-Spiel

Möglicherweise in Reaktion auf nVidias neues Spielebundle erweitert AMD das aktuelle "Never Settle: Space Edition" Spielebundle um einen Bonus für diejenigen Grafikkarten-Käufer, welche unter die Gold-Stufe von AMDs Spielebundle fallen und eine Radeon R9 290, 290X oder 295X2 erworben haben: Hierbei haben die teilnehmenden Händler die Option, zusätzlich auch noch als viertes Spiel "Civilization: Beyond Earth" fest beizulegen. Letzteres existiert also nicht als Wahlmöglichkeit wie die anderen Titel im Spielebundle, sondern als feststehender Bonus – allerdings nur, sofern der Händler dies auch wirklich beilegen will, was laut AMD wie gesagt eine reine Option darstellt. Allerdings handelt es sich um eine durchaus passende Option angesichts der klaren Performance-Vorteile, welche Civilization: Beyond Earth unter AMDs Mantle-API erzielen kann.

Wie üblich bei Spielebundle-Aktionen gilt auch hier, daß den AMD-Grafikkarten – gekauft bei einem an der Aktion teilnehmenden Händler – entsprechende Coupons beiliegen, welche auf einer speziellen AMD-Webseite dann in Download-Codes eingelöst werden können. Die neue "Never Settle: Space Edition" Aktion läuft nach bisherigem Kenntnisstand bis mindestens zum 31. Januar 2015. Bei der Bestellung ist auf das Vorhandensein eines entsprechenden AMD-Coupons in der Angebotsbeschreibung zu kontrollieren, da nicht jeder Händler an dieser Aktion teilnimmt und selbst bei den teilnehmenden Händler nicht jedes Produktangebot Teil dieser Aktion sein muß. Auch das Vorhandensein des Extra-Coupons für "Civilization: Beyond Earth" wäre zu kontrollieren, da jener nicht jedem Gold-Spielebundle beiliegt.

Stufe Anzahl Spiele Wahlmöglichkeiten Spiele Wahlmöglichkeiten Indie-Packs
Radeon R7 240
Radeon R7 250
Radeon R7 250X
"Bronze" 1 von 12 * Alan Wake, Aliens vs. Predator, Darksiders, Darksiders 2, DiRT 3, Dungeon Siege III, Company of Heroes 2, Just Cause 2, Napoleon: Total War, Supreme Commander, Titan Quest, Total War: Shogun 2 The Banner Saga + Tales From Space: Mutant Blobs Attack, Guacamelee! + DYAD, Tales From Space: Mutant Blobs Attack + DYAD, The Banner Saga + DYAD, Tales From Space: Mutant Blobs Attack + Guacamelee!, Space Run + Habitat
Radeon R7 260
Radeon R7 260X
Radeon R7 265
"Silver" 2 von 22 * Alan Wake, Aliens vs. Predator, Darksiders, Darksiders 2, DiRT 3, Deus Ex: Human Revolution, Dungeon Siege III, Company of Heroes 2, Hitman: Absolution, Just Cause 2, Murdered: Soul Suspect, Napoleon: Total War, PayDay 2, Saints Row IV, Sleeping Dogs, Sniper Elite III, Star Citizen, Supreme Commander, Thief, Titan Quest, Tomb Raider, Total War: Shogun 2
Radeon R9 270
Radeon R9 270X
Radeon R9 280
Radeon R9 285
Radeon R9 280X
"Gold" 3 von 23 * Alan Wake, Alien: Isolation, Aliens vs. Predator, Darksiders, Darksiders 2, DiRT 3, Deus Ex: Human Revolution, Dungeon Siege III, Company of Heroes 2, Hitman: Absolution, Just Cause 2, Murdered: Soul Suspect, Napoleon: Total War, PayDay 2, Saints Row IV, Sleeping Dogs, Sniper Elite III, Star Citizen, Supreme Commander, Thief, Titan Quest, Tomb Raider, Total War: Shogun 2
Radeon R9 290
Radeon R9 290X
Radeon R9 295X2
"Gold" 3 von 23 * Alan Wake, Alien: Isolation, Aliens vs. Predator, Darksiders, Darksiders 2, DiRT 3, Deus Ex: Human Revolution, Dungeon Siege III, Company of Heroes 2, Hitman: Absolution, Just Cause 2, Murdered: Soul Suspect, Napoleon: Total War, PayDay 2, Saints Row IV, Sleeping Dogs, Sniper Elite III, Star Citizen, Supreme Commander, Thief, Titan Quest, Tomb Raider, Total War: Shogun 2
Als zusätzlichen Bonus können die Händler auch noch Civilization: Beyond Earth beilegen. Dieser Bonus ist vollkommen unabhängig (sowie zuzüglich) der drei wählbaren Spiele in der Gold-Stufe – faktisch handelt es sich um ein viertes Spiel für diese Grafikkarten.
* Bei den Wahlmöglichkeiten kommen überall noch die Packs von Indie-Games hinzu, wobei jeder Pack mit zwei Indie-Games als "ein" Spiel zählt.
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AMD bringt die Radeon R9 290X mit 8 GB Speicher in den Handel

Wie erwartet worden war, kommen nun die erste "offiziellen" 8-GB-Ausführungen der Radeon R9 290X in den Handel. Bekannt sind nach derzeitigem Stand Modelle von Club3D, MSI, PowerColor, Sapphire und XFX, andere Hersteller werden womöglich folgen. Wirklich großartig ab Werk übertaktete Modelle gibt es dabei nicht zu, die maximalen Taktraten liegen bei ≤1030/2750 MHz – und damit nicht wesentlich als der Referenztakt von ≤1000/2500 MHz. Preislich wird es leider nicht so günstig wie gemäß der Vorabberichterstattung vermutet – nicht 50 Euro, sondern grob um die 100 Euro beträgt der Mehrpreis gegenüber der regulären Radeon R9 290X mit 4 GB Speicher. Einzig allein die XFX-Variante unterbietet dies derzeit mit einem Mehrpreis von nur 60 Euro – aber dies auch basierend auf einem etwas zu hohen Preis für die 4-GB-Variante und nur einer einzigen, sehr niedrigen Listung zur 8-GB-Variante (bei Caseking). Diese Listung stellt mit 400 Euro den derzeit günstigsten Preis zur Radeon R9 290X dar.

Taktraten Preislage Differenz 4/8 GB
Club3D Radeon Radeon R9 290X royalAce 8GB ≤1030/2750 MHz noch keine Preislistung
MSI Radeon R9 290X Gaming 8GB ≤1030/2500 MHz ~415 Euro +100 Euro
PowerColor Radeon R9 290X PCS+ 8GB ≤1030/2750 MHz ~550 Euro +240 Euro
Sapphire Vapor-X Radeon R9 290X Tri-X 8GB ≤1000/2500 MHz ~505 Euro +140 Euro
XFX Radeon R9 290X Double Dissipation Edition 8GB ≤1000/2500 MHz ~400 Euro +60 Euro

Ausgehend davon, daß jene 400 Euro das momentane Minimum für die Radeon R9 290X 8GB darstellen, sind es immer noch ein Mehrpreis von 110 Euro zur günstigsten 4-GB-Variante. Ein wirklich herausforderndes Angebot sieht sicherlich anders aus – gerade, weil der Mehrpreis von 2 auf 4 GB bei vielen Grafikkarten derzeit nur noch 30 Euro beträgt und AMD bei der Radeon R9 290X sowieso nicht den allerschnellsten GDDR5-Speicher benutzt, wäre eine etwas günstigere Preissituation für die 8-GB-Variante der Radeon R9 290X eigentlich zu erwarten gewesen.

Hier schließt sich die Überlegung an, daß die reguläre Radeon R9 290X mit ihren 4 GB Speicher für derzeitige Anforderungen eigentlich als ziemlich ideal ausgerüstet beschrieben werden kann. Der große Zwang zu mehr Speicher fehlt jedenfalls bei einer 4-GB-Grafikkarte – und existiert letztlich nur in Spezialfällen. Wer mit Texturmods, Downsampling bzw. 4K oder/und CrossFire operiert, der kann durchaus hier und da an die Grenzen von 4 GB Speicher stoßen – doch selbst eine volle Speicherausnutzung sagt noch nichts darüber aus, ob eine Grafikkarte mit mehr Speicher in der gleichen Situation wirklich schneller wäre. Es ist daher zu bezweifeln, daß jenen 100 Euro Mehrkosten derzeit ein wirklicher Zugewinn an Performance oder aber die Möglichkeit zu besonders fordernden Settings entgegensteht.

Einzig allein aus Sicht einer mittel- und langfristigen Zukunft macht der Mehrspeicher Sinn: So ergeben sich derzeit einige Fälle, wo (beispielsweise) reguläre GeForce GTX 480, 570 und 580 Karten in heutigen Spielen nur noch schlecht mitkommen, die beim Speicher verdoppelten Varianten dieser Karten (2,5- bzw. 3-GB-Varianten) dagegen eine viel bessere Performance aufweisen. Wenn man auf einen wirklich langen Einsatzzeitraum einer Radeon R9 290X spekuliert, kann man eventuell über eine 8-GB-Variante nachdenken, selbst wenn aus heutiger Sicht eine solche Speicheranforderung ziemlich utopisch aussieht. Der hohe Mehrpreis macht diese Überlegung jedoch keineswegs zum Selbstläufer – bei dieser Preislage macht es eher Sinn, jetzt (kostensparend) bei 4 GB zu bleiben und dann, wenn wirklich 8 GB erforderlich werden, entsprechend umzurüsten.

Nachtrag vom 12. November 2014

Die PC Games Hardware vermeldet nun doch noch die anfänglich erwartenden guten Preispunkte zur Radeon R9 290X mit 8 GB Speicher: Eine MSI-Karte wird nunmehr von mehreren Händler bei 360 Euro angeboten, was nur 50 Euro oberhalb der gleichen Karte mit 4 GB Speicher liegt – und damit einen durchaus gangbaren Mehrpreis darstellt. Für diesen Preis kann man durchaus überlegen, allein wegen des besseren Wiederverkaufswerts die 8-GB-Variante zu wählen – denn ein, zwei Jahre später wird man mit diesen 8 GB Grafikkartenspeicher wesentlich mehr anfangen können und dann dürfte eine 8-GB-Variante im Gebrauchthandel wesentlich begehrter als eine 4-GB-Variante sein. Wenn jetzt noch die anderen Hersteller nachziehen, dann könnte die Radeon R9 290X 8GB sogar noch zum Erfolg werden – trotz, daß der Mehrspeicher derzeitig nur unter 4K wirklich etwas zu bringen scheint (und selbst darüber wird noch intensiv diskutiert).

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