10

Hardware- und Nachrichten-Links des 10. Juni 2016

Videocardz zeigen mit koreanischer Quelle (dort leider inzwischen wieder entschwunden) die ersten Bilder eines Herstellerdesigns zur Radeon RX480 in Form der "Sapphire Radeon RX480 Nitro 8GB". Viel interessanter als die (durchaus ansprechenden) Bilder sind allerdings die nebenbei dargereichten Informationen: So sollen die meisten der kommenden Herstellerkarten gleich mit 8 GB Speicher ausgerüstet sein – zu einem leider noch unklaren Preis, AMDs offizielle Preisangabe von 199 Dollar bezog sich laut den Präsentations-Fußnoten klar auf die 4-GB-Version (des Referenzdesigns). Mit Glück reicht es für einen Listenpreis von 229$ für die 8-GB-Version, mit Pech sind es 249$, was dann ein kräftiger Aufpreis angesichts der allgemeinen Preislage dieser Karte wäre. Höher hinaus sollte AMD sowieso nicht gehen, denn dann verliert sich das prognostizierte gute Preis/Leistungs-Verhältnis schnell wieder.

Sofern der Preis in Ordnung geht, sollte es zudem an der Lieferfähigkeit nicht scheitern: Teilweise sollen derzeit sogar schon europäische Distributoren erste Karten-Kontingente erhalten haben. Gleichfalls sollen die ersten Pressekarten an die Hardwaretester gegangen sein – was ja mal sehr positiv im Sinne von genügend Zeit für ausführliche Tests wäre. Alle diese Detailinformationen deuten darauf hin, das AMD zum 29. Juni wirklich spruchreif sein wird – nicht also nur Hardwaretests und vereinzelte Karten im Handel sein werden, sondern es vermutlich genügend Karten mit genügend Auswahl inklusive auch erster Herstellerdesigns geben wird. Die Organisation eines derart soliden Launches würde nur für AMD sprechen – denn nVidia zeigt derzeit anhand von GeForce GTX 1070 & 1080, das ein Knall-auf-Fall-Launch ohne echte Lieferfähigkeit allerhöchstens ein gewisses mediales Strohfeuer bewirkt, dann aber zu nichts anderem als Konsumentenzurückhaltung führt. Wahrscheinlich wird gerade zur GeForce GTX 1070 die Lieferfähigkeit an Herstellerdesigns kaum vor Monatsende erreicht sein – letztlich nicht wirklich früher als AMD seine Radeon RX480 in vollster Lieferfähigkeit an den Start bringt.

Eben jene GeForce GTX 1070 ist mit dem Freitag offiziell in den Handel gegangen – aber wie auch bei der GeForce GTX 1080 zu sehen, nur eher sporadisch und wenn dann nur als Founders Edition bei genau 499 Euro verfügbar. Dazu gibt es einige Listungen erster Herstellerdesigns, welche aber derzeit nur bei 469 Euro (nicht lieferbar) anfangen – da ist noch einiger Platz gegenüber dem offiziellen Listenpreis von 379 Dollar für die Herstellerdesigns, welches direkt umgerechnet derzeit glatt 400 Euro ergibt. Angesichts des langsamen Ablaufs bei der GeForce GTX 1080 dürfte es sicherlich 2-3 Wochen dauern, ehe sich hier erste lieferbare Herstellerdesigns einfinden – und erst danach kann ein Preiskampf stattfinden, welcher die GeForce GTX 1070 dann irgendwann einmal nahe diese 400 Euro heranbringen wird. Der aktuelle Markteinstieg der GeForce GTX 1070 macht vor allem auch deutlich, das es sich hierbei mitnichten um den preislichen Nachfolger der GeForce GTX 970 handelt, denn diese Karte kam für einen Listenpreis von 329$ in den Handel und war sehr konstant bei 320 Euro erhältlich. Die GeForce GTX 1070 ist wohl viel eher mit der GeForce GTX 980 vergleichbar, deren Launchpreis zwar bei 549$ lag, welche dann aber lange Zeit für knapp unter 500 Euro angeboten wurde.

Passend hierzu gibt es bei ComputerBase und PC Games Hardware Übersichtslisten mit den Herstellerkarten-Spezifikationen der GeForce GTX 1070 – genauso wie in unserem Forum eine solche Liste im Aufbau ist, welche allerdings wie die vorverlinkten Listen noch einige Lücken aufweist. Die Hersteller sind erstaunlich maulfaul beim Thema des Power-Limits – aber in dieser Frage kann man jenen natürlich die klare Kante entgegenschleudern, das wer hierzu nichts zu sagen hat, demzufolge etwas zu verbergen hat. Jene Hersteller, die diesbezüglich bereits Aussagen gemacht haben, bieten dagegen durchaus interessante Power-Limits an, welche von 190 Watt bis 230 Watt im default-Zustand reichen – maximal dürfen es bei einer MSI-Karte sogar 291 Watt werden. Dies dürfte dann nicht wirklich notwendig sein, relevant ist eher ein Wert von 200 Watt und etwas mehr, damit wird man (voraussichtlich) die GeForce GTX 1070 vernünftig und ohne Power-Limit-Sorgen ausreizen können. Genaueres hierzu können natürlich nur die kommenden Hardwaretests zu den Herstellerkarten aussagen, welche aber auch erst nach Verfügbarkeit dieser Karten und damit nicht vor Monatsende zu erwarten sind.

Golem berichten in Berufung auf ein Interview mit dem Sony-CEO die faktisch offizielle Bestätigung einer verbesserten Playstation 4. Jene unter dem Codenamen "Neo" entwickelte neue Konsole soll über höhere Taktraten etwas mehr CPU-Power sowie über eine viel größere Grafikeinheit deutlich mehr Grafik-Power mitbringen – ganz wie es schon vor einiger Zeit geleakt war. Sowohl die reguläre PS4 als auch die neue "PS4K" (es ist unklar, ob Sony diesen Namen für das finale Produkt wählt) sollen zusammen über den kompletten Lebenszyklus dieser Konsole verkauft werden, Spiele und Zubehör sollen identisch sein, Exklusivprojekte sind ausdrücklich nicht gestattet. Der Nutzen der PS4K soll primär in höheren Spieleauflösungen liegen, Sony setzt hierfür sogar eine untere Schranke von FullHD an – womit die PS4K eigentlich nur das Versprechen der aktuellen Konsolengeneration von der FullHD-Auflösung erfüllt. Als kleine Spaßbremse soll die PS4K allerdings auch zu einem höheren Preispunkt als die reguläre PS4 kommen – Sony spricht von einer Wirtschaftlichkeit vom ersten Tag an, so das es sicherlich mindestens 450 Dollar sind, vielleicht auch gleich 500 Dollar (reguläre PS4: derzeit 350 Dollar).

Dies ist so ziemlich der einzig Punkt, welcher wirklich abweichend von den früheren Gerüchten ist, welche sich nunmehr als ziemlich zielsicher herausgestellt haben. Allerdings ergibt der höhere Preis auch Sinn angesichts des Gedankens, beide Konsolen mit dem identischen Spielestamm noch längere Zeit weiterführen zu wollen – ansonsten müsste man die reguläre PS4 preissenken, was jene schnell in die Unwirtschaftlichkeit führen würde. Sony versucht einfach mit der PS4K nach dem langfristigen Erfolg der PS3 und dem großen Erfolg der PS4, wieder etwas höhere Konsolenpreise zu nehmen – was in Ordnung geht, sofern dafür (wie bei der PS4K) auch etwas sinnvolles wie eben zeitgemäße Auflösungen geboten werden. Offen bleibt leider noch, wann die PS4K letztlich erscheint: Eine Vorstellung schon auf der (nächste Woche kommenden) E3 dementierte Sony, demzufolge ist diesbezüglich noch alles möglich vom Herbst 2016 bis Frühjahr 2017. Frühere Berichtet deuteten allerdings schon an, das es dieses Jahr kaum noch etwas werden wird mit wirklich lieferbaren neuen Konsolen, egal ob Nintendos NX, Sonys PS4K oder einer eventuellen neuen Microsoft-Konsole.

10

Eine aktualisierte Performance-Prognose zu AMDs Radeon RX470 & RX480

WCCF Tech (und andere Nachrichten-Magazine) thematisieren 3DMark11-Benches zur Radeon RX480 – und haben dabei allerdings nur "neu" entdeckt, was Videocardz schon Ende Mai berichtet hatten und was auch schon seinerzeit ausgewertet worden war. Inzwischen läßt sich allerdings bestätigen, das jene Device ID "67DF:C7" sicher zur Radeon RX480 gehört, so das die dort genannten Taktraten von ≤1266/4000 MHz wohl die offiziellen Taktraten dieser Karte darstellen werden. Aber dennoch ist der Rückgriff auf diese Werte ganz interessant nach den eher schlecht ausgefallenen AotS-Benchmarks: Hierbei kam die Radeon RX480 zwar (naturgemäß) besser gegenüber den nVidia-Karten weg, aber (deutlich) nicht an die Werte der AMD-eigenen Konkurrenz der Radeon R9 290/390 Serien heran. Beide Werte zusammengerechnet ergeben wohl erst einen höheren Sinn: Die Radeon RX480 hat augenscheinlich eine ganz eigene Performance-Charakteristik und ist in dieser Frage wohl nicht mehr so einfach mit früherer AMD-Hardware zu vergleichen.

Sprich: In dem einen Benchmark kann es deutlich mehr sein als bei Radeon R9 390/390X – das dürften eher Rechenleistungs- oder Texturierungsleistung-limitierte Benchmarks wie der 3DMark sein. In anderen Benchmarks wie eben unter Ashes of the Singularity, wo auch die Speicherbandbreite eine gewichtige Rolle spielt, kann es im Extremfall auch einmal unterhalb der Ergebnisse einer Radeon R9 290X heruntergehen. Irgendwo muß das gegenüber dem Hawaii-Chip glatt halbierte Speicherinterface schließlich auch seine Auswirkung zeigen – womöglich hat AMD im Zuge dessen auch die Anzahl der Raster Operation Units (ROPs) von 64 auf 32 halbiert, dies wäre für die Performance-Klasse des Polaris-10-Chips durchaus logisch. In jedem Fall wird damit klarer, wieso AMD der zweiten Polaris-10-Lösung in Form der Radeon RX470 auch gleich 3850 MHz Speichertakt mitgibt, nahezu am Maximum dessen, was GDDR5-Speicher derzeit hergibt: Die Polaris-10-Karten operieren augenscheinlich hart am Bandbandbreiten-Limit, daher lohnt selbst für die um ca. 15% Rechenleistung abgespeckte Radeon RX470 die Verwendung des (nahezu) maximalen Speichertakts.

(Technik) 3DMark11 AotS Perf.Index Preis
Radeon RX480 2304 Shader-Einheiten @ 256 Bit GDDR5-Interface, ≤1266/4000 MHz, 150W TBP +6,4% zur Radeon R9 390X
-> ergäbe einen Perf.Index von ~610%
Niveau zwischen Radeon R9 290 & 290X
-> ergäbe einen Perf.Index von ~500%
~540-570% 8GB: ~229-249$
4GB: 199$
Radeon RX470 mglw. 1920 oder 2048 Shader-Einheiten @ 256 Bit GDDR5-Interface, ≤1266/3850 MHz -10,5% zur Radeon RX480
-> ergäbe einen Perf.Index von ~540%
kein exakter Benchmark-Wert vorhanben, aber interpoliert vom RX480-Wert -> ergäbe einen Perf.Index von ~450% ~480-510% 8GB: ~179-199$
4GB: ~149-169$
Vergleichswerte gemäß 3DCenter FullHD Performance-Index:
Radeon R9 290 @ 480%, Radeon R9 290X @ 520%, Radeon R9 390 @ 530%, Radeon R9 390X @ 570%, GeForce GTX 970 @ 520%, GeForce GTX 980 @ 600%

Verrechnet man die sich aus beiden Vorab-Benchmarks ergebenden Perforance-Prognosen miteinander (ist inperfekt, aber wir robben uns langsam heran), kommt die Radeon RX480 auf einen Performance-Index von 540-570% – dies ist knapp überhalb von Radeon R9 390 (530%) bzw. GeForce GTX 970 (520%) und aber nur im besten Fall auf der Höhe der Radeon R9 390X (570%), jedoch noch nicht auf der Höhe der GeForce GTX 980 (600%). Dies deckt sich allerdings auch mit allen AMD-Aussagen, welche nie von einer Performance auf Höhe der GeForce GTX 980 gesprochen haben, sondern immer nur von einer Performance irgendwo zwischen GeForce GTX 970 und 980. Die Radeon RX470 sollte – AMD-typisch – mit einem eher geringen Performanceabstand folgen, die derzeitige Prognose führt die Karte auf eine Performance zwischen Radeon R9 290 (480%) und Radeon R9 390 (530%) bzw. GeForce GTX 970 (520%) liegend. Grob kann man bei Radeon RX470 & RX480 also von einer Ablösung von Radeon R9 390 & 390X sprechen – zu allerdings nicht einer höheren Performance, sondern bestenfalls der gleichen Performance.

Der Clou von Radeon RX470 & 480 und damit dem Polaris-10-Chip liegt nach wie vor beim Preis – und nicht bei der erreichten Performance. Hier merken Kritiker (zu Recht) an, das es dieselbe Performance schon in der letzten Grafikkarten-Generation bei Radeon R9 390 & 390X sowie GeForce GTX 970 & 980 gegeben hat, bei letzterer sogar zu ähnlich niedrigen Verbrauchswerten. Aber alle diese 28nm-Grafikkarten sind faktische Hochpreis-Modelle im Preisbereich von 300 bis 550 Euro – während der Preisbereich von Polaris-10-basierten Grafikkarten voraussichtlich bei 150 bis 250 Euro liegen wird, ergo eine ganze Klasse niedriger. Hiermit wird also eine ganz andere Schicht an Grafikkarten-Käufer angesprochen – jene, die aufgrund ihrer persönlichen Preislimitierung bisher nur Zugriff auf die (sehr viel langsameren) GeForce GTX 960 sowie Radeon R9 380 & 380X hatten. Da die Schicht dieser Midrange-Käufer üblicherweise weit zahlreicher ist als die Schicht der HighEnd- und Enthusiasten-Käufer, kann AMD mit Polaris 10 durchaus auf gute Umsätze und sogar eine Steigerung der eigenen Marktanteile hoffen.

9

Hardware- und Nachrichten-Links des 9. Juni 2016

PC Perspective (ganz am Ende der Meldung) bringen ein nVidia-Statement mit einer Änderung der nVidia-Position zu 3/4fach-SLI auf GeForce GTX 1070 & 1080: Demzufolge wird es kein Registry-Key mehr benötigt, mittels welchem man dieses Mehrfach-SLI freischalten kann – nVidia gibt dieses augenscheinlich im Treiber wieder frei. Allerdings wird nVidia nur für ausgewählte Benchmark-Anwendungen (3DMark, Unigine & Catzilla) SLI-Profile für 3fach- und 4fach-SLI auf GeForce GTX 1070 & 1080 beilegen, so das die Sache rein praktisch unter Games nicht nutzbar ist. Eine kleine Chance besteht noch darin, das der Spieleentwickler diesen Support bei seinem Spiel selber geleistet hat – was ja unter DirectX 12 sowieso Standard werden soll. Da hier allerdings in der Praxis keine Arbeit der Spieleentwickler stattfindet bzw. der wenige vorhandene SLI/CrossFire-Support derzeit klar zurückgeschraubt wird, kann man 3fach- und 4fach-SLI auf GeForce GTX 1070 & 1080 wohl generell vergessen. Dies dürfte nVidia wenn dann allein für die später kommenden GP102-basierten Grafikkarten wieder aufleben lassen.

Teilweise will man aus einer gestern schon verlinkten Fudzilla-Meldung schließen, AMDs Polaris 11 Grafikchip hätte nur 640 Shader-Einheiten (bisher angenommen mit 1024 bis 1280 Shader-Einheiten). Allerdings deutet die besonders niedrige TDP von unter 40 Watt schon an, was hier stattgefunden hat: Zugunsten einer geringeren Netzteil- und Batteriebelastung hat man hier eine stark abgespeckte Chipversion verbaut – mit ziemlicher Sicherheit also nicht den vollen Polaris-11-Chip. Die ganze Meldung ist sowieso unter starkem Vorbehalt zu sehen, denn desweiteren schreiben Fudzilla dieser Mobile-Lösung in einem AiO-Mac auch noch auf 4000 MHz taktendem GDDR5-Speicher zu. Für eine solch kleine Grafiklösung wäre das ein ziemlich hoher Ansatz und sicherlich im Sinne der (bei nur 640 Shader-Einheiten) limitierten Rechenleistung kaum notwendig. Gut möglich also, das Details dieser Meldung nicht stimmen – womit man sich am Ende dann auch auf die anderen Angaben nicht mehr verlassen kann.

Bei Hardware.info hat man sich mit der "MSI GeForce GTX 1080 Gaming X" ein weiteres Herstellerdesign zur GeForce GTX 1080 angesehen. Jenes taktet nominell mit 1683/1823/2500 MHz einigermaßen über dem Referenzdesign (1607/1733/2500 MHz), soll aber in der Praxis Chiptaktraten von 1911 MHz stabil über die Zeit zeigen können. Die Founders Edition lief dagegen bei Hardware.info auf eher schwankenden Taktraten zwischen 1700 und 1800 MHz – allerdings war dies schon zum Launch der Karte bekannt, da gab es teilweise noch niedrigere Ergebnisse zu verzeichnen. Erstaunlicherweise holte die MSI-Karte aus dieser eigentlich exzellenten Ansetzung nur 3,4% Mehrperformance unter FullHD sowie 4,4% Mehrperformance unter 4K heraus (selbst nachgerechnet, trotz Core i7-5960X @ 4.0 GHz). Leider fehlt dem Artikel eine Betrachtung des Power-Limits der Karte, welche eventuell einige dieser Merkwürdigkeiten erklären könnte. So aber bleibt der Verdacht, das hier nur des Showeffekts wegen besonders hohe Taktraten erzeugt werden, die Performance der Karten dies aber nicht wiederspiegelt – wobei es eigentlich Aufgabe der Presse & Hardwaretester wäre, genau diesem Problempunkt dann eben nachzugehen.

Die Marktforscher von IDC reduzieren ihren Ausblick auf den PC-Markt des Jahres 2016 nochmals auf nunmehr einen Rückgang von immerhin -7,3% zum Vorjahr. Für ein PC-Jahr, welches gemäß früheren Prognosen ein deutliches Wachstum oder wenigstens noch eine Trendwende bringen sollte, ist dies ein deutlicher Umschwung weg von einem Aufschwung-Jahr hin zu einem weiteren Krisen-Jahr. Bei der mittelfristigen Prognose sind IDC zudem inzwischen arg vorsichtig geworden: Selbst das PC-Jahr 2017 soll nochmal ein (geringeres) Minus sehen, erst das PC-Jahr 2018 dann stabile Zahlen (auf dem dann erreichten niedrigen Niveau). Ein kommender Aufschwung wird nun nirgendwo mehr verkündet – was nach den fehlgeschlagenen Prognosen der letzten Jahre auch durchaus angebracht ist, in dieser Frage kann man sich durchaus von der reinen Praxis überraschen lassen. Trotz zurückgehender Stückzahlenabsätze (auf nichts anderes bezieht sich die IDC-Statistik) können breit aufgestellte IT-Konzerne aber dennoch gute Geschäfte machen: Zum einen über steigenden Durchschnittspreise, zum anderen über neue IT-Gerätschaften wie Tablets, Smartphones, Wearables & IoT-Geräte.

9

Weitere Abverkaufsangebote zu den Grafikkarten der 28nm-Generation

Da jetzt nach dem Launch der GeForce GTX 1070 sowie der Ankündigung der Radeon RX480 ziemlich klar ist, wohin die Reise bei den 14/16nm-Grafikkarten bezüglich Performance & Preis geht, stellt sich natürlich die Frage, ob die Preise der bisherigen 28nm-Grafikkarten darauf reagieren und es zu interessanten Abverkaufsangeboten kommt. Dies ist jedoch nach wie vor nicht der Fall zu sein – zwar fallen die Grafikkarten-Preise auf breiter Front, aber kaum eine 28nm-Grafikkarte geht dabei auf einen Preis herunter, welche jene als besonders attraktiv angesichts der kommenden 14/16nm-Grafikkarten erscheinen läßt. Bei den nVidia-Modellen gab es beispielsweise mal wieder einen Preissturz der GeForce GTX 980 zu sehen, welche jene inzwischen auf eine Preislage von ab 400 Euro herunterführt – dies ist aber gegenüber der kommenden GeForce GTX 1070 weiterhin nicht ausreichend, welche deutlich mehr Performance zu einem nur knapp höheren Preis bieten wird:

Anf. Juli 15 Mitte Sep. 15 Anf. Feb. 16 Ende Mai 16 aktuell
GeForce GTX Titan X 990-1060€ 1000-1060€ 1050-1100€ 1030-1100€ 980-1060€
GeForce GTX 980 Ti 670-710€ 660-700€ 640-680€ 600-640€ 550-600€
GeForce GTX 980 480-510€ 470-510€ 480-520€ 450-490€ 400-470€
GeForce GTX 970 315-340€ 310-340€ 320-340€ 270-310€ 280-310€
GeForce GTX 960 4GB 230-250€ 200-230€ 205-230€ 185-210€ 185-210€
GeForce GTX 960 2GB 190-210€ 185-210€ 190-210€ 160-200€ 170-200€
GeForce GTX 950 - 155-170€ 155-170€ 140-160€ 145-160€
GeForce GTX 750 Ti 130-145€ 115-130€ 120-135€ 110-130€ 105-120€
GeForce GTX 750 2GB 110-120€ 110-120€ 105-120€ 100-115€ 100-115€
durchschnittliche Preisdifferenz - -4,0% +1,1% -8,3% -2,0%

Insgesamt betrachtet sind die Preisnachlässe auf nVidia-Seite innerhalb der letzten zwei Wochen auch eher geringfügig – bei AMD ging es in diesem Zeitraum deutlich stärker nach unten. Bemerkbar sind hierbei insbesondere die Preisnachlässe zu Radeon R9 380X (erstmals unter 200 Euro), Radeon R9 390 (erstmals unter 250 Euro) und Radeon R9 390X (erstmals unter 350 Euro). Gegenüber der kommenden Radeon RX480 sind diese Preislagen aber ebenfalls noch nicht ausreichend, jene Karte wird in ihrer 8-GB-Ausführung für um die 250 Euro erwartet – da können Radeon R9 390 & 390X selbst zu diesen Preislagen noch nicht mithalten. Die kleineren Karten des AMD-Angebots wie Radeon R9 380 & 380X sowie auch deren nVidia-Pendants in Form von GeForce GTX 950 & 960 dürften zudem hart an der ebenfalls Polaris-10-basierten Radeon RX470 zu knabbern haben, welche für klar unter 200 Euro erheblich mehr Performance als diese "alten" 28nm-Karten mitbringen sollte.

Anf. Juli 15 Mitte Sep. 15 Anf. Feb. 16 Ende Mai 16 aktuell
Radeon R9 Fury X 700-750€ 700-770€ 640-680€ 600-670€ 600-650€
Radeon R9 Fury - 550-600€ 540-600€ 420-500€ 420-470€
Radeon R9 Nano - 640-700€ 500-540€ 460-530€ 480-520€
Radeon R9 390X 430-460€ 420-450€ 390-420€ 370-410€ 330-370€
Radeon R9 390 330-360€ 310-340€ 320-340€ 300-340€ 240-280€
Radeon R9 380X - - 230-250€ 210-230€ 190-210€
Radeon R9 380 4GB 220-240€ 215-240€ 205-230€ 190-210€ 180-200€
Radeon R9 380 2GB 190-210€ 185-210€ 190-210€ 170-200€ 165-185€
Radeon R7 370 145-165€ 145-160€ 130-145€ 110-140€ 115-135€
Radeon R7 360 110-120€ 110-120€ 105-120€ 100-115€ 95-115€
durchschnittliche Preisdifferenz - -1,0% -7,0% -8,9% -5,2%

Es bleibt damit bei der vorherigen Einschätzung: Der Kauf von 28nm-Grafikkarten lohnt zum derzeitigen Zeitpunkt nicht, man sollte die paar Wochen warten, ehe sich das 14/16nm-Portfolio dann im Markt etabliert hat. nVidia wird hierbei die Leistungsspitze besetzen, AMD den Midrange-Bereich – so das es mit nur wenigen neuen Grafikkarten schon ab Mitte Juli ein vernünftiges Angebot an 14/16nm-Beschleunigern für (fast) alle Preisbereiche geben sollte. Die hier gegenüber angesetzten Abverkaufspreise der 28nm-Grafikkarten sind bisher in keinem Fall (auch nur im Ansatz) attraktiv genug, um jetzt noch über die Anschaffung einer 28nm-Grafikkarte nachzudenken.

8

Hardware- und Nachrichten-Links des 8. Juni 2016

Zur Preissituation bei der GeForce GTX 1080 läßt sich sagen, das sich hierzu erstaunlich wenig bewegt hat – gerade wenn man anmerkt, das der offizielle Launch der Karte immerhin schon am 17. Mai stattgefunden hat. Derzeit sind aber weiterhin ausschließlich Referenzdesigns lieferbar gelistet – wenigstens hat sich hier preislich minimal etwas getan und die ersten lieferbaren Angebote zum Referenzdesign fangen inzwischen bei 764 Euro an. Dies deutet darauf hin, das entweder nVidias Listenpreis für das Referenzdesign mit einigem Spielraum versehen war – oder aber die Euro-Umrechnung sehr großzügig war und sich daher automatisch ein gewisser Spielraum ergibt. Darauf deuten die US-Preise der Karte hin, welche weiterhin mit ab 699 Dollar konsequent am Listenpreis liegen. Zu den Herstellerdesigns gibt es wie gesagt weiterhin nur Listungen, aber keinerlei Lieferfähigkeit. Auffallend hierbei ist, das sich weiterhin nur zwei einzelne KFA²-Designs unterhalb von 698 Euro bewegen, alle anderen Herstellerdesigns also die Preise nach wie vor hoch halten. Ändern kann sich dies natürlich erst mit der Lieferfähigkeit – gut möglich, das sich dann umgehend ein echter Wettbewerb der Hersteller & Händler herausbildet, in welchem die Preise zur GeForce GTX 1080 näher an den Listenpreis für die Herstellerdesigns (599$, direkt umgerechnet ~625€) heranrücken.

Die PC Games Hardware vermeldet "vage Gerüchte" zu einer Titan-Lösung auf Pascal-Basis mit einer Performance-Erwartung von 50% mehr als bei der GeForce GTX 1080 trotz weiterhin Verwendung von GDDR5X-Speicher. Jenes "Gerücht" kam allerdings über den Umweg einer chinesischen Quelle letztlich nur von TweakTown, wo es deren Annahme zur ereichbaren Performance des GP102-Chips darstellt – basierend im übrigen auf der Meldung über die bestätigten Existenz des GP102-400 Chips an dieser Stelle. Dabei ist jene TweakTown-Annahme nicht einmal besonders weit hergeholt, auch wenn +50% einigermaßen hoch gegriffen ist: Die GeForce GTX Titan X erreichte +36% Performance gegenüber der GeForce GTX 980 auf Basis von 50% mehr Recheneinheiten und einem 50% breiteren Speicherinterface – wobei die Vorbedingungen wie der Verzicht auf FP64-Power in der Pascal-Generation (GP102 zu GP104) sogar gleich sind zur Maxwell-Generation (GM200 zu GM204).

Kommt der GP102-Chip tatsächlich nur mit 3840 Shader-Einheiten (wie der GP100-Chip) sowie einem 384 Bit GDDR5X-Speicherinterface, dann ergibt sich hier dasselbe Verhältnis: Jeweils 50% mehr Recheneinheiten und Interface-Bandbreite. Ein Performancegewinn von 50% wäre hiermit schwerlich zu erreichen, da es zum einen das übliche Effizienzproblem bei ganz großen Chips gibt, zum anderen die großen Chips eher niedrigere Taktraten erreichen als kleine und mittelgroße Chips. Um 50% Mehrperformance gegenüber der GeForce GTX 1080 auf die Waage zu legen, müsste eine Pascal-basierte Titan-Grafikkarte wohl mindestens 65% mehr Recheneinheiten mitbringen (~4200 Shader-Einheiten) sowie die Speicherbandbreite in ähnlichem Maße steigern – lösbar über höhere GDDR5X-Taktraten oder eben doch die Verwendung eines HBM2-Interfaces (obwohl derzeit vieles dagegen spricht). Machbar ist das ganze durchaus, da der Ansatzpunkt beim GP104-Chip (314mm²) um immerhin 26% kleiner ist als beim GM204-Chip (398mm²): Für 50% Mehrperformance sind grob 65% mehr Chipfläche vonnöten – dies ist beim GP102-Chip noch darstellbar, jener käme somit auf ~520mm² Chipfläche – ein hypothetischer GM200 mit 65% mehr Chipfläche würde hingegen alle Limits sprengen (hypothetisch ~655mm², real hergestellt mit 601mm²).

Genau aus diesem Grund heraus ist auch überhaupt noch nicht sicher, ob nVidia bei der Pascal-Generation die Performance-Abstände der Maxwell-Generation übernimmt: Bei der Maxwell-Generation konnte nVidia einfach nicht höher mit dem GM200-Chip – um jenen überhaupt realisieren zu können, mussten schließlich schon die FP64-Fähigkeiten gekappt werden. Bei der Pascal-Generation ist das Fertigungsgrößen-Limit (bei grob 650-700mm²) relativ gesehen deutlich weiter entfernt und nVidia wäre somit in der Lage, den GP102-Chip mit einer höheren Mehrperformance auszurüsten als in der Pascal-Generation gesehen. Ob nVidia diesen Schritt zu einem höheren Performanceabstand geht, dürfte primär daran hängen, wie nVidia den Wettbewerb einschätzt: Aber da AMD mit den Fiji-basierten Grafikkarten letztes Jahr erstmals selber wieder einen Enthusiasten-Chip aufgelegt hatte, könnte sich nVidia eventuell dazu veranlaßt fühlen, eher zu klotzen als zu kleckern – ganz nach dem Motto, bloß keine Konkurrenz um die allerschnellste Grafikkarte aufkommen zu lassen. Die 50% Mehrperformance zur GeForce GTX 1080 sind für die kommende Titan-Lösung auf Pascal-Basis damit durchaus noch im Rahmen der Erwartungen, allerdings auch klar am oberen Ende dieser Erwartungshaltung angesiedelt.

Zur Frage der weltweiten Betriebssystem-Verbreitung gibt es die monatlich neuen Fassungen der Statistiken von NetMarketShare und StatsCounter: Nicht gänzlich unerwartet sieht man bei NetMarketShare einen kleinen Aufschwung zugunsten von Windows 7 – welcher aber nur den großen letztmonatlichen Einbruch korrigiert, hier dürfte wohl wieder mal ein gewisser Meß- oder Auswertungsfehler zugrunde liegen. Über einen Zweimonats-Zeitraum betrachtet, ergibt sich auch bei NetMarketShare wieder eine sinnvolle Kurve, bei welcher Windows 7 verliert, andere Betriebssysteme ebenfalls verlieren – und Windows 10 dementsprechend gewinnt. Interessanterweise steigen allerdings bei NetMarketShare die Zugewinne von Windows 10 in den letzten Monaten sogar an – womöglich ein Effekt des baldigen Auslaufens des Kostenlosumstiegs-Angebots, oder auch ein "Erfolg" von Microsofts faktischen Zwangsmaßnahmen zum Umstieg. Die Zahlen von StatsCounter sehen dann tendentiell ähnlich aus, wobei StatsCounter wie üblich Windows 10 immer etwas höher ansetzt als andere Statistik-Dienste – inzwischen bei 19,98% (NetMarketShare: 17,43%).

Die Tendenzen sind allesamt dieselben, wobei bei beiden Statistik-Diensten Windows 7 nach wie vor nicht so schnell verliert wie Windows 10 hinzugewinnt – relativ gesehen verlieren vor allem die anderen Betriebssysteme viel stärker als Windows 7. Auch das lange Zeit sehr stabile Windows XP ist seit einiger Zeit davon betroffen und geht nun (endlich) den Weg des Dodo – bei NetMarketShare sind es noch 10,09%, bei StatsCounter gar nur noch 6,69%. Kleine Ironie am Rande: Da Windows 8/8.1 trotzdem noch schneller verlieren als Windows XP, könnte sich in absehbarer Zeit die Situation ergeben, das Windows XP wieder mehr Nutzer als jenes (derzeit noch vorn liegendes) Windows 8/8.1 hat. Der eigentliche Kampf findet natürlich zwischen Windows 7 und Windows 10 statt – welcher allerdings noch viel Zeit benötigt, ehe Windows 10 erst einmal nur in die Nähe von Windows 7 kommt. Bei den derzeitigen Zugewinnen und Verlusten dürften sich beide Betriebssysteme in ungefähr ein bis anderthalb Jahren bei ca. 34% begegnen – wobei natürlich nicht sicher ist, ob Windows 10 seine aktuellen Zugewinne nach dem Auslaufens des Kostenlosumstiegs-Angebots weiterhin halten kann.

8

Weitere externe Grafik-Gehäuse von Gigabyte und PowerColor vorgestellt

Im Rahmen der Computex haben verschiedene Hersteller neue Ansätze zu externen Grafik-Gehäusen vorgestellt, das Teilnehmerfeld in diesem immer noch im Aufbau befindlichen Markt erhöht sich damit um Gigabyte und PowerColor. Zuerst aber zeigte Asus eine "verbesserte" Version seiner schon zum Jahresstart demonstrierten "ROG XG Station 2": Jene erhält nun gleich ein 680-Watt-Netzteil (bislang Spitze in diesem Segment) – und geht idiotischerweise auf die propietärer Schiene durch den Verbau einer speziellen Asus-Verbindung (neben der Thunderbolt-3-Verbindung). Damit dürfte dieses externe Grafik-Gehäuse wahrscheinlich nur noch an ausgewählten Asus-Notebooks lauffähig sein – es sei denn, für die pure Funktionalität würde auch die normale Thunderbolt-Verbindung ausreichen. Dies bleibt weitere Informationen abzuwarten – und natürlich könnte sich Asus dann endlich einmal bemüßigt fühlen, sein lange genug in Vorbereitung befindliches Produkt auch in den Handel zu bringen.

Gigabyte externes Grafik-Gehäuse "GP-T3GFx"
Gigabyte externes Grafik-Gehäuse "GP-T3GFx"
PowerColor externes Grafik-Gehäuse "Devil Box"
PowerColor externes Grafik-Gehäuse "Devil Box"

Von Gigabyte kommt dagegen etwas wirklich neues in Form des externen Grafik-Gehäuses GP-T3GFx. Leider gibt es derzeit kaum genauere Informationen zu diesem Projekt – nur, das es eine standardmäßige Thunderbolt-3-Verbindung nutzen soll, wahrscheinlich mit einfacher Bandbreite (5 GB/sec). Das integrierte Netzteil soll (angeblich) 420 Watt haben und das Gigabyte-Gehäuse ist offensichlich für standardmäßige DualSlot-Grafikkarten in (mindestens) voller Baulänge geeignet. Die Tower-Bauform könnte sich allerdings auch dazu eignen, sogar wesentlich längere Grafikkarten verbauen zu können – laut Foto scheint da noch einiges an Platz zu sein. Preis und Liefertermin zum Gigabye GP-T3GFx stehen leider noch aus – und da das Gehäuse derzeit erst einmal nur auf der Computex gezeigt wurde, könnte dies möglicherweise noch etwas dauern.

Baulich gänzlich anders aussehend ist die "Devil Box" von PowerColor: In jene können DualSlot-Grafikkarten bis 31,0cm Baulänge unter einer TDP von 375 Watt verbaut werden, das integrierte Netzteil bringt 500 Watt mit – damit läßt PowerColor den Enthusiasten genau diesen Spielraum, welchen man sich gewünscht hat. Die Anbindung erfolgt dann allerdings nur über eine einzelne Thunderbolt-3-Verbindung mit 5 GB/sec – in dieser Frage bieten andere Gehäuse schon mehr an. Preis und Liefertermin zur PowerColor Devil Box stehen leider ebenfalls noch aus – da das Gehäuse aber schon regelrecht angekündigt wurde, dürfte sich dies in Kürze ergeben. PowerColor gab im übrigen auch schon einen XConnect-Support an – jener bedingt natürlich auch ein entsprechendes Notebook (benötigt wird hierbei eine BIOS-Erweiterung für externe Grafik über Thunderbolt), bietet dann aber auch die Beschleunigung sowohl eines externen als auch des internen Displays.

einsetzbar für Technik verfügbar Tests
Alienware Graphics Amplifier nur für einzelne Alienware-Notebooks: Alienware 13, 15 & 17 für Grafikkarten bis 375 Watt TDP (Netzteil 460W) und 26,7cm Baulänge (DualSlot), propietärer Anschluß auf PCI Express 3.0 x4 (4 GB/sec), Beschleunigung für internes wie externes Display bei Dell für 281 Euro
bei Amazon für 170 Dollar
Hardwareluxx
TechSpot
Asus ROG XG Station 2 anzunehmenderweise nur für spezielle Asus-Notebooks für Grafikkarten bis ~600 Watt TDP (Netzteil 680W) und 26,7cm Baulänge (DualSlot), propietärer Anschluß per 2x Thunderbolt 3 über USB Typ C Stecker (10 GB/sec) sowie eine extra Asus-Verbindung irgendwann im zweiten Halbjahr 2016 -
Gigabyte GP-T3GFx für alle Notebooks mit Thunderbolt 3 für Grafikkarten bis ~375 Watt TDP (Netzteil 420W) und 26,7cm Baulänge (DualSlot), standardmäßiger Anschluß auf Thunderbolt 3 über USB Typ C Stecker (5 GB/sec) irgendwann im zweiten Halbjahr 2016 -
Magma ExpressBox 3T für alle Notebooks mit Thunderbolt 2 für Grafikkarten bis zusammen ~220 Watt TDP (Netzteil 250W) und 26,7cm Baulänge (TripleSlot), standardmäßiger Anschluß per Thunderbolt 2 (2,5 GB/sec), Beschleunigung nur für externes Display bei Amazon für 999 Dollar -
MSI GamingDock nur für das MSI-Notebook "GS30 Shadow" für Grafikkarten bis ~375 Watt TDP (Netzteil 450W) und 26,7cm Baulänge (DualSlot), propietärer Anschluß auf PCI Express 3.0 x16 (16 GB/sec), Beschleunigung für internes wie externes Display nur zusammen mit entsprechenden MSI-Notebooks Golem
Notebookcheck
MSI GamingDock Mini nur für das MSI-Notebook "GS30 Shadow" (weitere MSI-Notebooks sollen nachfolgen) für Grafikkarten bis ~275 Watt TDP (Netzteil 330W) und 26,7cm Baulänge (DualSlot), propietärer Anschluß auf PCI Express 3.0 x16 (16 GB/sec), Beschleunigung für internes wie externes Display nur zusammen mit entsprechenden MSI-Notebooks -
PowerColor Devil Box für alle Notebooks mit Thunderbolt 3 für Grafikkarten bis 375 Watt TDP (Netzteil 500W) und 31,0cm Baulänge (DualSlot), standardmäßiger Anschluß auf Thunderbolt 3 über USB Typ C Stecker (5 GB/sec) voraussichtlich Sommer 2016 -
Razer Core für alle Notebooks per Thunderbolt 3 für Grafikkarten bis 375 Watt TDP (Netzteil 500W) und 26,7cm Baulänge (DualSlot), standardmäßiger Anschluß auf Thunderbolt 3 über USB Typ C Stecker (5 GB/sec), Beschleunigung nur für externes Display bei Razer für 500 Dollar -
Sonnet Echo Express III-D für alle Notebooks mit Thunderbolt 2 für Grafikkarten bis zusammen 150 Watt TDP (Netzteil 300W, aber nur 1x 6pin-Anschluß) und 26,7cm Baulänge (TripleSlot), standardmäßiger Anschluß per 2x Thunderbolt 2 (5 GB/sec, nur ein Stecker wahrscheinlich ebenfalls möglich), Beschleunigung nur für externes Display bei Amazon für 1095 Euro Notebookcheck

Das Problem von fast allen Projekten bezüglich externer Grafik-Gehäuse liegt damit in der Lieferbarkeit – und nachfolgend hohen Preisen mangels echten Wettbewerbs. Derzeit ist von den modernen Thunderbolt-3-Gehäusen allein das Razer Core lieferbar – in den USA zu Preisen von 500 Dollar, was für einen echten Erfolg einfach viel zu hoch ist (Razer notiert für das "Core" im übrigen auch schon einen XConnect-Support mit den passenden Notebooks). Eventuell sollte AMD ja darüber nachdenken, insbesondere die eigene XConnect-Technologie durch die Auflage eines "Referenz-Gehäuses" voranzutreiben, welches dann auch den Preispunkt solcher Gehäuse neu definieren kann. Für eine preisliche Maßgabe darf man sich gern an eine frühere Umfrage von dieser Stelle halten: Bei dieser hielten 34,7% der Umfrage-Teilnehmer einen Preispunkt von 100-150 Euro für angemessen, und sogar 42,1% wollten den Preispunkt eines XConnect-Gehäuses gar unterhalb von 100 Euro sehen.

Inhalt abgleichen