AMD-Prozessoren

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Gerüchteküche: Hardware-Daten und Listenpreise zu 7 neuen Ryzen-Prozessoren

VideoCardz bringen genauere Daten & Preise zu den kürzlich notierten weiteren Ryzen-5000-Prozessoren sowie anderen von AMD geplanten Programmergänzungen im Ryzen-Portfolio. Die dabei genannten 7 neuen Ryzen-Prozessoren sollen allesamt entweder am 20. oder 21. April antreten – was verdächtig nahe am Termin für den RDNA2-Refresh steht (welcher für den 20. April vermeldet wurde). Gut denkbar, dass AMD dies alles am selben Tag versucht abzuhandeln, damit die vielfältigen Refresh-Produkte weniger im Blickfeld stehen bzw. vom Glanz des "Ryzen 7 5800X3D" überstrahlt werden können. Für jenen soll der Listenpreis nunmehr bei 449 Dollar liegen – sprich, derselbe Listenpreis wie beim Ryzen 7 5800X zu dessem Launch im November 2020. In der Praxis ist der gewöhnliche Ryzen 7 5800X natürlich beiderseits des Atlantiks inzwischen deutlich günstiger als zum Listenpreis zu bekommen – womit der Ryzen 7 5800X3D zwar nicht beim Listenpreis, so aber beim Straßenpreis einen guten Preisaufschlag mit sich bringt.

Abst. Kerne Takt L2+L3 TDP/PPT iGPU Liste Straße Release
Ryzen 9 5950X Vermeer 16C/32T 3.4/4.9 GHz 8+64 MB 105/142W ohne $799 ab 589€ 5. Nov. 2020
Ryzen 9 5900X Vermeer 12C/24T 3.7/4.8 GHz 6+64 MB 105/142W ohne $549 ab 439€ 5. Nov. 2020
Ryzen 9 5900 Vermeer 12C/24T 3.0/4.7 GHz 6+64 MB 65/88W ohne rein OEM 12. Jan. 2021
Ryzen 7 5800X3D Vermeer-X 8C/16T 3.4/4.5 GHz 4+32+64 MB 105/142W ohne $449 ? 20./21. Apr. 2022
Ryzen 7 5800X Vermeer 8C/16T 3.8/4.7 GHz 4+32 MB 105/142W ohne $449 ab 329€ 5. Nov. 2020
Ryzen 7 5800 Vermeer 8C/16T 3.4/4.6 GHz 4+32 MB 65/88W ohne rein OEM 12. Jan. 2021
Ryzen 7 5700X Vermeer 8C/16T 3.4/4.6 GHz 4+32 MB 65/88W ohne $299 ? 20./21. Apr. 2022
Ryzen 7 5700G Cezanne 8C/16T 3.8/4.6 GHz 4+16 MB 65/88W Vega 8 $359 ab 299€ 13.4.21 / 5.8.21
Ryzen 5 5600X Vermeer 6C/12T 3.7/4.6 GHz 3+32 MB 65/88W ohne $299 ab 228€ 5. Nov.2020
Ryzen 5 5600G Cezanne 6C/12T 3.9/4.4 GHz 3+16 MB 65/88W Vega 7 $259 ab 214€ 13.4.21 / 5.8.21
Ryzen 5 5600 Vermeer 6C/12T 3.5/4.4 GHz 3+32 MB 65/88W ohne $199 ? 20./21. Apr. 2022
Ryzen 5 5500 Cezanne 6C/12T 3.6/4.2 GHz 3+16 MB 65/88W deaktiviert $159 ? 20./21. Apr. 2022
Ryzen 3 5300G Cezanne 4C/8T 4.0/4.2 GHz 2+8 MB 65/88W Vega 6 rein OEM 13. April 2021
Anmerkung: Angaben zu noch nicht vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen
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Die Marktanteile für x86-Prozessoren im vierten Quartal 2021

Venture Beat breiten die neuesten Zahlen zum (weltweiten) x86 Prozessoren-Markt im vierten Quartal 2021 aus, welche von den Marktforschern von Mercury Research stammen und somit mit den früheren Marktanteils-Zahlen vergleichbar sind. Aufhänger der meisten Meldungen hierzu sind die 25,4% Marktanteil, welche AMD im insgesamten x86-Markt (inkl. Spielekonsolen-SoCs sowie IoT-Prozessoren) erzielen konnte, noch dazu wo dies einen neuen Allzeit-Rekord für AMD darstellt (der bisherige Rekord datierte auf das Q4/2006 mit 25,3%). Allerdings zeigt die Detail-Betrachtung, dass keineswegs alles pro "Team Rot" läuft, das "Team Blue" hingegen durchaus erfolgreich bei seinem (geschäftlichen) Gegenschlag war:

Q4/2021 AMD vs Vorquartal vs Vorjahr Intel
x86 Desktop 16,2% pro Intel 0,85 PP ▶ pro Intel 3,1 PP ▶ 83,8%
x86 Mobile 21,6% pro Intel 0,4 PP ▶ ◀ 2,6 PP pro AMD 78,4%
x86 Server 10,7% ◀ 0,5 PP pro AMD ◀ 3,6 PP pro AMD 89,3%
x86 Overall 25,6% ◀ 1,0 PP pro AMD ◀ 3,9 PP pro AMD 74,4%
Stückzahlen-Marktanteile!     ◀ = AMD gewinnt (und Intel verliert)     ▶ = Intel gewinnt (und AMD verliert)     PP = Prozentpunkt
Quelle aller Zahlen: Mercury Research, für das Q4/2021 vermeldet seitens Venture Beat
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Umfrage-Auswertung: Welche neue Hardware wird im Jahr 2022 am meisten erwartet?

Die Umfrage der vergangenen Woche erging zur Frage, welche PC-Hardware im Jahr 2022 am meisten erwartet wird, folgend dem entsprechenden Artikel mit der Hardware-Vorschau für das Jahr 2022. Dabei haben sich vier klare Favoriten der Umfrageteilnehmer herausgeschält, auf welche sich ca. drei Viertel aller abgegebenen Stimmen konzentrierten. Nicht unerwarteterweise befinden sich darunter die drei 5nm-Projekte des Jahres 2022 – zuzüglich Intels Arc-Grafikkarten, sprich allesamt wirklich "neue" Ansätze. Etwas vor den anderen plaziert, gingen dabei AMDs Radeon RX 7000 Serie (RDNA3) sowie AMDs Ryzen 7000 Serie (Zen 4) auf nur geringer Differenz als erste durchs Ziel. AMD hat natürlich bei dieserart umfassenden Umfrage den Standort-Vorteil, derzeit das klar breiteste Produkt-Programm aufzuweisen. Nichtsdestotrotz benötigt es starke Vorgänger-Produkte und einen guten Vertrauens-Vorschuß, um gleich beide Spitzenplätze zu belegen.

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Finale Spezifikation 1.0 für PCI Express 6.0 fertiggestellt

Die "PCI Special Interest Group" (PCI-SIG) vermeldet die Finalisierung der Spezifikation 1.0 für PCI Express 6.0. Mittels PAM4-Signalisierung (4 anstatt 2 Zustände pro Datenübertragung, wie bei GDDR6X-Speicher) verdoppelt sich die Bandbreite gegenüber PCI Express 5.0 erneut. Somit erreicht PCI Express 6.0 mit 16 Lanes eine offizielle Bandbreite von 128 GB/sec pro Richtung – real sind es 120,5 Milliarden Bytes/sec, sprich eigentlich "nur" 112 GB/sec. Wie üblich bei PCI Express bedeutet "Spezifizierung" nicht gleich Markteinsatz: Die finale Spezifikation zu PCI Express 4.0 wurde im Juni 2017 erstellt, die erste breite Anwendung im Consumer-Segment erfolgte allerdings erst im Juli 2019 mittels Zen 2 und RDNA1 (der Vega-20-Chip der Radeon VII konnte schon vorher PCI Express 4.0, dies blieb jedoch professionellen Lösungen vorbehalten).

x1 x4 x8 x16 Spezifizierung Consumer-Produkte
PCI Express 1.x ¼ GB/sec 1 GB/sec 2 GB/sec 4 GB/sec 2003 ?
PCI Express 2.x ½ GB/sec 2 GB/sec 4 GB/sec 8 GB/sec Januar 2007 Oktober 2007 (X38)
PCI Express 3.x 1 GB/sec 4 GB/sec 8 GB/sec 16 GB/sec November 2010 April 2012 (Ivy Bridge)
PCI Express 4.0 2 GB/sec 8 GB/sec 16 GB/sec 32 GB/sec Juni 2017 Juli 2019 (Zen 2 & RDNA1)
PCI Express 5.0 4 GB/sec 16 GB/sec 32 GB/sec 64 GB/sec Mai 2019 November 2021 (Alder Lake)
PCI Express 6.0 8 GB/sec 32 GB/sec 64 GB/sec 128 GB/sec Januar 2022 kaum vor 2024
Bandbreiten angegeben als offizielle, nominelle Bandbreite (pro Richtung)
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Neuer Artikel: Das Hardware-Jahr 2022 in der Vorschau

Das vergangene Hardware-Jahr 2021 war sicherlich wenig erbaulich: Abgesehen von anfangs hochziehenden und nachfolgend dauerhaft übertriebenen Grafikkarten-Preisen gab es bis auf Intels Alder-Lake-Generation keine wirklich herausragende Technologie-Neuvorstellung. Zudem ließ die allgemeine Chip-Krise die Liefer- und Launch-Pläne der großen drei Chip-Entwickler für das PC-Segment erkalten, womit immerhin 5 der 17 für letztes Jahr angedachten Hardware-Launches nicht realisiert wurden und damit dieses Jahr nachgeholt werden müssen. Nach der kürzlichen CES, welche noch die eine oder andere Termin-Klarstellung für die kurzfristigen Projekte gebracht hat, ist es damit Zeit für einen kurzen Überblick über die Neuvorstellungs-Pläne von AMD, Intel & nVidia für das neue Jahr 2022 ... zum Artikel.

AMD Intel nVidia
Q3/2022 Ryzen 6000G
Desktop-Prozessoren bis 8C (6nm)
Sapphire Rapids-X
HEDT-Prozessoren bis 56-64C (7nm)
Raptor Lake
Desktop/Mobile-Prozessoren bis 24C (7nm)
Q4/2022 RDNA3
NextGen Desktop-Grafikkarten (5/6nm)
Zen 4 "Raphael"
NextGen Desktop-Prozessoren bis 16-24C (5nm)
Lovelace
NextGen Desktop-Grafikkarten (5nm)
Anmerkung: Angaben zu noch nicht vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen
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AMD auf der CES 2022: Ryzen 6000 U/H, Radeon RX 6000 M/S, Radeon RX 6500 XT, RSR, Zen 3D & Zen 4

AMD hat mit seinem CES-Event selbige IT-Messe mit einer wahren Ankündigungs-Show eingeläutet. Hauptsächliches Thema war dabei die Vorstellung neuer Mobile-Prozessoren in Form der "Ryzen 6000 U/H" Serien auf Basis der neuen "Rembrandt"-APU. Jene bietet (wie bekannt) einen nur minimal veränderten CPU-Unterbau, welcher offiziell unter "Zen 3+" läuft – wobei dies eigentlich nur wegen der Differenzen im I/O-Part so ist, der nunmehr den Speicher-Support bis zu DDR5/4800 und LPDDR5/6400 bietet. Die eigentliche Änderung liegt außerdem des CPU-Parts im Grafik-Part, wo AMD nunmehr die RDNA2-Architektur mit bis zu 12 Shader-Clustern (max. 768 FP32-Einheiten) nutzt – welche laut AMD-Angabe grob doppelt so schnell wie die Vorgänger-Generation laufen und dabei auch eine GeForce MX450 (problemlos) schlagen können soll. Gegenüber dem APU-Vorgänger "Cezanne" gibt es zudem PCI Express 4.0, USB 4.0 sowie die 6nm-Fertigung, welche für etwas höhere Boost-Taktraten steht.

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TimeSpy-Wert zeigt massiven Sprung der iGPU-Performance bei AMDs Rembrandt-APU

Laut Twitterer HXL soll die Rembrandt-iGPU auf grob 2700 Punkte im 3DMark13-TimeSpy-Test kommen. Ausgehend davon, dass hier (anzunehmenderweise) der GPU-Score genannt ist, ergibt ein Vergleich mit anderen aktuellen iGPUs (mittels der Werte vom Guru3D) einen regelrecht massiven Leistungssprung durch dieser kommenden AMD-APU auf dem Gebiet der Performance der integrierten Grafiklösung: Es sind immerhin +84% auf einen Ryzen 7 5700G oben drauf – und, sofern hingegen der Overall-Score genannt wurde, immerhin auch noch +61%. Davon werden +50% über die höhere Anzahl an Shader-Clustern getragen, der Rest kommt dann über den Sprung von der Vega- zur RDNA2-Architektur, eventuell höhere iGPU-Taktraten sowie den Zuwachs an Speicherbandbreite, welchen die Rembrandt-APU über ihren DDR5-Support bieten.

3DMark13 TimeSpy CPU-Hardware iGPU-Hardware TS (overall) TS (GPU)
GeForce GTX 1650 - Turing TU117, 14 SM (896 FP32) - 3329
AMD Rembrandt Rembrandt (Zen 3) ≤8C/16T RDNA2, ≤12 CU (≤768 FP32) ~2700
GeForce GTX 1050 Ti - Pascal GP107, 6 SM (768 FP32) - 2459
Ryzen 7 5700G Cezanne (Zen 3), 8C/16T Vega, 8 CU (512 FP32) 1679 1468
Core i7-1165G7 Tiger Lake, 4C/8T Xe, 96 EU (768 FP32) 1625 1467
Core i9-12900K Alder Lake, 8C+8c/24T Xe, 32 EU (256 FP32) 955 820
Core i9-10900K Comet Lake, 10C/20T Gen 9, 24 EU (192 FP32) 528 463
Quellen: Rembrandt von HXL @ Twitter, andere iGPUs von Guru3D, Core i7-1165G7 von Notebookcheck, Grafikkarten von Guru3D
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Die weltweiten Prozessoren-Marktanteile im dritten Quartal 2021

Das japanische PC Watch zeigt die neuesten Marktdaten zu den weltweiten Verkäufen an x86-Prozessoren im dritten Quartal 2021 – wie üblich basierend auf Erhebungen seitens Mercury Research, welche auch die Quelle aller historischen Vergleichdaten darstellen. Gegenüber den Marktdaten zum zweiten Quartal 2021 konnte AMD dabei in zwei Teilsparten sowie der Gesamtwertung erneut gut zulegen, legt jedoch in einer weiteren Teilsparte (erneut) eine Denkpause mit nahezu unveränderten Marktanteilen gegenüber Intel ein. Damit ergibt sich die etwas seltsam aussehende Situation, dass AMD derzeit im Mobile-Segment den klar höheren Marktanteil gegenüber dem Desktop-Segment erzielt – obwohl doch der ganze Ansturm der Ryzen-Prozessoren klar im Desktop-Segment seinen Anfang genommen hat und AMD hier im DIY-Markt nach wie vor dominierend ist. Doch dies zeigt halt nur (erneut) an, wie klein und für die Gesamtwertung unbedeutsam der DIY-Markt ist – die übergroße Menge der PC-Prozessoren geht auch im Desktop-Segment an die verschiedenen PC-Hersteller und andere Großabnehmer.

AMD vs Vorquartal vs Vorjahr Intel
x86 Desktop 17,0% nahezu identisch pro Intel 3,1PP ▶ 82,9%
x86 Mobile 22,0% ◀ 2,0PP pro AMD ◀ 1,8PP pro AMD 78,0%
x86 Server 10,2% ◀ 0,7PP pro AMD ◀ 3,6PP pro AMD 89,8%
x86 Overall 24,6% ◀ 2,1PP pro AMD ◀ 2,2PP pro AMD 75,4%
Stückzahlen-Marktanteile!     ◀ = AMD gewinnt (und Intel verliert)     ▶ = Intel gewinnt (und AMD verliert)     PP = Prozentpunkt
Quelle aller Zahlen: Mercury Research, für das Q3/2021 vermeldet seitens PC Watch
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Gerüchteküche: AMDs abgespeckte CPU-Kerne "Zen 4D" für Server-Variante "Bergamo" - und für Zen 5?

Von YouTuber Moore's Law Is Dead kommen erneut Informationen zu AMDs "Zen 4D" CPU-Kernen, welche bereits in diesem Mai als Ansatz zu einer Hybrid-Architektur bei AMDs Zen-5-Architektur erwähnt wurden. Danach soll "Zen 4D" die CPU-Kerne der Zen-4-Architektur "verdichten" (english "dense"). Im genauen gibt es ein verändertes Cache-System (wahrscheinlich verkleinert), ein paar weniger Features (möglicherweise weniger AVX512-Features) und niedrigere Taktraten. Die Zielsetzung ist damit faktisch dieselbe, welche Intel bei den Effizienz-Kernen seiner Hybrid-Architekturen hat: Auf vergleichsweiser kleiner Chipfläche forciert über eine hohe Kern-Anzahl wirklich viel Multithreading-Performance aufzubieten – unter Verzicht auf die höchstmögliche Singlethread-Performance.

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Umfrage-Auswertung: Wie ist der Ersteindruck zu AMDs Ryzen 5000G?

Mittels einer Umfrage von Mitte August wurde nach dem Ersteindruck zu den neuen AMD-APUs der Ryzen 5000G-Serie auf Basis von "Cezanne" gefragt. Hierbei ergab sich ein nominell sehr gutes Ergebnis, die Umfrageteilnehmer votierten zu 66,2% mit positivem Ersteindruck und nur zu 27,8% mit durchschnittlichem sowie zu 6,0% mit negativem Ersteindruck. Für einen Zen-basierten AMD-Prozessor ist das Ergebnis allerdings nicht wirklich herausragend, die letzten diesbezüglichen Umfragen lagen allesamt in Richtung 90%-Positivquote für AMD-Prozessoren – selbst bei der AMD-APU "Raven Ridge" war dies der Fall. Dies irritiert um so mehr, als dass Cezanne sicherlich die technologisch rundeste APU ist, welche AMD jemals herausgebracht hat: Eine Spitzen-iGPU verbunden mit einer modernen CPU auf selber Kern-Anzahl wie im Desktop derzeit üblich.

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