Die koreanische Quasarzone (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) haben auf einem (lokalen) "2025 nVidia RTX AI Day" mit den nVidia-Mitarbeitern Jeff Yen (nVidia APAC Tech Marketing Director), Sean Cleveland (nVidia GeForce Tech Marketing Director) und Seonwook Kim (Technical Marketing Director of nVidia Korea) über verschiedene Dinge bezogen auf die GeForce RTX 50 Serie sprechen können. Hiermit erteilte man Frame Generierung nach DLSS4 auf früheren nVidia-Grafiklösungen eine klare, auch technisch begründete Absage. Gemäß dem konkreten Wortlaut bezieht sich dies nicht nur auf Multi Frame Generation, sondern auch schon auf einfaches Frame Generation (sprich ein generierter pro "echtem" Frame) – was RTX40-Beschleuniger wohl auch weiterhin nur unter DLSS3 ableisten können sollen.
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VideoCardz präsentieren die ersten unabhängigen Benchmarks zur GeForce RTX 5090. Derzeit gibt es allein 3DMark-Werte in verschiedenen 3DMark13-Disziplinen, stammend von verschiedenen Hardwaretestern und verglichen mit offiziellen 3DMark-Werten von Radeon RX 7900 XTX, GeForce RTX 4080 Super und 4090. Hierbei ergaben sich für die GeForce RTX 5090 (in anzunehmenderweise der FE-Ausführung) im direkten Vergleich mit der GeForce RTX 4090 Performance-Gewinne von +30,9% bis +53,3%, üblicherweise aber eher im Bereich von +33-43% liegend. Dabei zeigten sich die RayTracing-Tests "Port Royal" und "Speed Way" mit am stärksten skalierend, für den klar höchsten Performance-Gewinn sorgte allerdings der non-RayTracing HighEnd-Benchmark "Steel Nomad" mit dem Höchstgewinn von eben +53,3%.
| RTX 4090 | RTX 5090 | Differenz | |
|---|---|---|---|
| 3DMark13 FireStrike (FullHD/1080p) | 72'275 | 101'767 | +40,8% |
| 3DMark13 FireStrike Extreme (WQHD/1440p) | 45'257 | 60'778 | +34,3% |
| 3DMark13 FireStrike Ultra (4K/2160p) | 24'828 | 33'114 | +33,4% |
| 3DMark13 TimeSpy (WQHD/1440p) | 36'328 | 48'732 | +34,1% |
| 3DMark13 TimeSpy Extreme (4K/2160p) | 19'466 | 25'485 | +30,9% |
| 3DMark13 Port Royal (WQHD/1440p) | 26'103 | 36'673 | +40,5% |
| 3DMark13 Speed Way (WQHD/1440p) | 10'065 | 14'383 | +42,9% |
| 3DMark13 Steel Nomad (4K/2160p) | 9216 | 14'133 | +53,4% |
| gemäß den Ausführungen von VideoCardz mit durchgehend GPU-Werten | |||
VideoCardz haben aus eigener Quelle neue Informationen zum Release-Fahrplan bei GeForce RTX 5080 & 5090: Zwar bleibt es beim (von nVidia bereits offiziell genannten) Marktstart am 30. Januar, allerdings teilen sich die Launch-Reviews nun doch auf zwei Termine auf: Die GeForce RTX 5090 zuerst am 24. Januar, die GeForce RTX 5080 hingegen zeitgleich mit dem Marktstart am 30. Januar. Man kann diese Aufteilung zwar als sanften Hinweis darauf betrachten, dass die Karte mit dem (vermutlich) stärksten Performance-Gewinn zuerst gezeigt werden soll, wirklich sicher ist diese Auflegung allerdings nicht. Zum selben Termin wie weltweit die GeForce RTX 5090 wird in China zudem deren Sondervariante "GeForce RTX 5090D" antreten.
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Grafikchip-Entwickler nVidia hat bei seiner CES-Vorstellung der GeForce RTX 50 Serie leider mit exakten Performance-Werten eher gegeizt, die wenigen Benchmark-Folien (zu sehen u.a. bei der ComputerBase) zeigen zudem zumeist nur Vergleiche unter Frame Generation auf, mit einem natürlichen Vorteil auf RTX50-Seite durch das (exklusive) "Multi Frame Generation" Feature. Dass man hiermit deutlich schneller ist, sollte klar sein, hilft aber bei der wirklichen Performance-Bewertung zur GeForce RTX 50 Serie auch nicht weiter – denn diese muß natürlich ohne Frame Generation entstehen, was eher nur ein Hilfsmittel in speziellen Fällen ist, aber keine Allgemeinwirksamkeit entwickeln kann. Gerade die Performance-Werte der kommenden Launch-Reviews dürften wohl deutlich anders aussehen als nVidias Folien, da die unabhängigen Tester standardmäßig ohne Frame Generation testen werden.
| Rohdaten | nominelle Rechenleistung | Speicherbandbreite | TDP |
|---|---|---|---|
| GeForce RTX 4090 → 5090 | 82,6 → 104,9 TFlops (+27%) | 1008 → 1792 GB/sec (+78%) | 450 → 575W (+28%) |
| GeForce RTX 4080 Super → 5080 | 52,2 → 56,3 TFlops (+8%) | 736 → 960 GB/sec (+30%) | 320 → 360W (+13%) |
| GeForce RTX 4080 → 5080 | 48,7 → 56,3 TFlops (+16%) | 717 → 960 GB/sec (+34%) | 320 → 360W (+13%) |
| GeForce RTX 4070 Ti Super → 5070 Ti | 44,1 → 43,9 TFlops (–1%) | 672 → 896 GB/sec (+33%) | 285 → 300W (+5%) |
| GeForce RTX 4070 Ti → 5070 Ti | 40,1 → 43,9 TFlops (+9%) | 504 → 896 GB/sec (+78%) | 285 → 300W (+5%) |
| GeForce RTX 4070 Super → 5070 | 35,5 → 30,8 TFlops (–13%) | 504 → 672 GB/sec (+33%) | 220 → 250W (+14%) |
| GeForce RTX 4070 → 5070 | 29,1 → 30,8 TFlops (+6%) | 504 → 672 GB/sec (+33%) | 200 → 250W (+25%) |
Die CES-Präsentation von nVidia (bebildertes Liveblog bei TechPowerUp, Video bei YouTube) brachte dann endlich die Vorstellung von etwas wirklich kernigem – in Form der Grafikkarten von "Gaming-Blackwell" aka der GeForce RTX 50 Serien für Desktop- und Mobile-Bedürfnisse. Wie bei den CES-Präsentationen von AMD & Intel hatte nVidia zur CES-Show selber allerdings vergleichsweise wenige konkrete Informationen parat, sondern tat allein ein paar Grunddaten zum größten Gaming-Grafikchip "GB202" sowie die Preise und Auslieferungstermine zu GeForce RTX 5070, 5070 Ti, 5080 und 5090 kund. Die beiden größeren Grafikkarten treten somit gemeinsam am 30. Januar an, die beiden mittleren Grafikkarten irgendwann im Februar, zu den kleineren Modellen der GeForce RTX 5060 Serie wurde hingegen nichts gesagt. Preislich bewegen sich die neuen Grafikkarten grob auf dem Level des RTX40-Refreshs – mit Ausnahme der GeForce RTX 5090, deren Listenpreis gegenüber der GeForce RTX 4090 von 1599 auf 1999 Dollar anzieht.
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Wie die (üblicherweise korrekt liegenden) Twitterer Hongxing2020 und Kopite7kimi schreiben, gibt es nunmehr offenbar TDP-Werte für GeForce RTX 5080 & 5090, welche sich auf 360 bzw. 575 Watt belaufen sollen. Die vorherigen Angaben von 400 bzw. 600 Watt stellen hingegen die maximale Boardpower dar, sprich die TDP plus die (offizielle) Übertaktungsreserve. Im genauen dürfte damit die GeForce RTX 5080 mit einem Powerlimit von 360W antreten, was bei der FE und sich an deren Daten haltende Hersteller-Modelle bis auf 400W erhöht werden kann. Die GeForce RTX 5090 würde hingegen mit einem Powerlimit von 575 Watt antreten, was bei der FE und sich an deren Daten haltende Hersteller-Modelle bis auf 600W erhöht werden kann.
2025.1.3 update
next gen 90 ->575W
Quelle: Hongxing2020 @ X am 3. Januar 2025
And RTX 5080 360W.
Quelle: Kopite7kimi @ X am 3. Januar 2025
Das Hardware-Jahr 2024 ist vorbei – und lieferte ziemlich exakt das, was vorab prognostiziert wurde. Einzig AMDs RDNA4-Generation verschob sich vom Jahresende 2024 ins Jahr 2025 hinein – und reichert somit das Hardware-Jahr 2025 an, welches mit diesem Artikel vorgezeichnet werden soll. Markant für das Jahr 2025 sind sicherlich die drei neuen Grafikchip-Architekturen von AMD, Intel & nVidia, wobei Intel mit der Arc B580 bereits einen Frühstart zum Jahresende 2024 hingelegt hatte, weitere Teile der neuen Intel-Generation im Jahr 2025 folgen werden. Daneben sieht das Jahr 2025 im CPU-Bereich mittels Intels "Panther Lake" nur eine einzelne neue CPU-Architektur, allerdings werden AMD & Intel die zum Jahresende 2024 angefangenen neuen CPU-Generationen rund um "Zen 5" und "Core (Ultra) 200" ab dem Jahresstart 2025 mittels neuen Modellen und teilweise neuen Chips nochmals wesentlich erweitern ... zum Artikel.
| neue Architekturen | Herbst/Winter 2024 | Januar 2025 | Sommer 2025 | Herbst 2025 | irgendwann 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| AMD Prozessoren | Zen 5 | Zen 6 | |||
| AMD Grafikchips | RDNA4 | RDNA5 | |||
| nVidia Grafikchips | Blackwell | ||||
| nVidia Prozessoren | BlackHawk | ||||
| Intel Grafikchips | Battlemage | Celestial | |||
| Intel Prozessoren | Lunar Lake & Arrow Lake | Panther Lake | Nova Lake | ||
| Qualcomm Prozessoren | Snapdragon X2 | ||||
| Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen | |||||
Ebenfalls noch auszuwerten aus dem alten Jahr ist eine Umfrage vom Oktober 2024, mittels welcher nach der Generation der benutzten Grafiklösung gefragte wurde. Jene Umfrage hat natürlich genauso eine gewisse Historie, wobei leider die vorherige Ausgabe schon vom Jahresanfang 2019 stammt, in der Zwischenzeit – denkbarerweise wegen der Irrungen & Verwirrungen von Chip-Krise und Cryptomining-Hype – keine derartige Umfrage durchgeführt wurde. Nach fünf Jahren Zwischenzeit hat sich natürlich einiges geändert, die anno 2019 an der Spitze genannten Grafikkarten sind nunmehr zumeist Alteisen, die seinerzeitigen Vorgänger-Generationen inwischen unter "sonstiges" einzubuchen.
Von Leaker 'Kopite7kimi' kommen in Tweet #1 und Tweet #2 die Spezifikationen zu GeForce RTX 5070 und 5070 Ti. Der Twitterer meldet sich üblicherweise nur zu Wort, wenn es etwas griffiges zu berichten gibt – ist aber dennoch (natürlicherweise) nicht davor gefeit, wenn ein Hersteller noch einmal kurzentschlossen etwas ändern würde. Prinzipiell passen aber 48 Shader-Cluster an einem 192-Bit-Speicherinterface für die GeForce RTX 5070 sowie 70 Shader-Cluster an einem 256-Bit-Speicherinterface für die GeForce RTX 5070 Ti in das, was man bisher schon wusste und erahnte. Speziell zur GeForce RTX 5070 Ti lagen jene Grund-Spezifikationen bereits vor, in diesem Fall handelt es sich "nur" um eine Bestätigung des vorherigen "Wissens" der Gerüchteküche.
GeForce RTX 5070 |
GeForce RTX 5070 Ti |
Die Marktforscher von Jon Peddie Research zeigen die neuen Zahlen zum Markt der Grafikchips für Desktop-Grafikkarten (Add-in Boards) für das dritte Quartal 2024. In selbigem ging der weltweite Grafikkarten-Absatz der Grafikchip-Entwickler AMD, nVidia und Intel bemerkbar zurück, obwohl saisonal eigentlich ein Aufschwung anstehen sollte. Allerdings ist derzeit das alles dominierende Thema natürlich die kommenden NextGen-Grafikkarten der drei Grafikchip-Entwickler, womit sich die Grafikkarten-Käufer logischerweise bereits mit verschiebbaren Anschaffungen zurückhalten. Das gleiche Verhalten zeigten im übrigen die Grafikkarten-Absätze bei der Mindfactory, welche im dritten Quartal in ähnlicher Form gegenüber dem zweiten Quartal zurückgingen (weltweit –14,5%, bei der Mindfactory –18,4%).
| Desktop dGPU | Q3/2023 | Q4/2023 | Q1/2024 | Q2/2024 | Q3/2024 |
|---|---|---|---|---|---|
| Auslieferungsmenge | 8,9 Mio. Stück | 9,5 Mio. Stück | 8,7 Mio. Stück | 9,5 Mio. Stück | 8,1 Mio. Stück |
| AMD | 17% (~1,5M) | 19% (~1,8M) | 12% (~1,0M) | 12% (~1,1M) | 10% (~0,8M) |
| nVidia | 81,5% (~7,3M) | 80% (~7,6M) | 88% (~7,7M) | 88% (~8,4M) | 90% (~7,3M) |
| Intel | 1% (~0,1M) | 1% (~0,1M) | 0% (<0,05M) | 0% (<0,05M) | 0% (<0,05M) |
| Marktanteile basierend auf ausgelieferten Stückzahlen, Quelle: Jon Peddie Research | |||||