AMD-Grafik

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AMDs Navi kommt wohl in zwei Ausführungen zu Preislagen von 399 und 499 Dollar

Die chinesische Webseite Zhihu hatte kurzzeitig ein Interview mit Sapphire-Mitarbeitern online, in welchem zum Teil auch Details zu AMDs kommenden Navi-Grafikkarten genannt wurden. Die hierzu getätigten Aussagen der Sapphire-Mitarbeiter sind für den Augenblick sicherlich als "inoffiziell" anzusehen, stammen aber nichtsdestotrotz von einer der wenigen Quellen mit soliden Informationen über Navi, sollten also (bis auf kurzfristige Änderungen seitens AMD) somit zutreffend sein. Leider ist das Original nicht mehr online, weder im Google-Cache noch der Wayback-Maschine gelistet, so das in diesem Fall nur Sekundärquellen zur Verfügung stehen: Eine (in Details nicht immer korrekte) Reddit-Zusammenfassung, eine Diskussion im Chiphell-Forum (mit ein paar Brocken des Originals) sowie eine weitgehende Übersetzung ins Koreanische im Quasarzone-Forum, welche besonders nützlich zum Erkennen gewisser Sachverhalte war. In der Summe haben die Sapphire-Mitarbeiter somit (nach bestem Wissen und Gewissen) die folgenden Aussagen zu Navi getroffen (Update: vollumfänglich bestätigt durch eine doch noch aufgetauchte Kopie des chinesischen Originals):

AMD Navi

  • Navi kommt in zwei Versionen zu Preislagen von 399$ bzw. 499$.
  • Die Navi-Performance wird höher liegen als bei der GeForce RTX 2070 (ohne jede Angabe, auf welche Navi-Version sich dies bezieht).
  • An Gerüchten über einen "Navi Big" mit 5120 Shader-Einheiten samt RT-Cores (Formulierung des Interviewers) ist nichts dran.
  • RayTracing wird AMD erst nächstes Jahr mittels einer neuen Architektur bringen.
  • Launchtermin für Navi ist der 7. Juli 2019.
  • Sapphire wird Navi-Grafikkarten definitiv schon auf der Computex zeigen (wurde bei Reddit fälschlicherweise als "AMD-Vorstellung" ausgelegt).
  • Sapphire wird für Navi wieder Varianten mit Vapor-Chamber-Kühlung ("Toxic") bringen (wurde bei Reddit fälschlicherweise als "wassergekühlt" übersetzt).
  • Quelle:  Interview mit Sapphire bei Zhihu  (Kopie)
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AMD bestätigt Ryzen 3000 und Navi für das dritte Quartal 2019

Zu AMDs jährlicher Aktionärsversammlung am 15. Mai hat der Prozessorenentwickler mittels einer Präsentationsfolie zum "AMD Produkt-Portfolio 2019" auch neue, offizielle Termine zu Ryzen 3000, Epyc "Rome" und Navi von sich gegeben – welche allesamt im dritten Quartal in den Markt gebracht werden sollen. Mit diesen Terminen ist dann regelmäßig die Produktverfügbarkeit oder gar (im Sinne von Börsianern) die Umsatzwirksamkeit entsprechender Produkte gemeint, nicht zwingend deren Launchtermin. Allerdings dürfte ein entsprechender Launch kaum zeitlich wirklich abweichend von der Verfügbarkeit abgehalten werden, selbst eventuelle Vorstellungs-Events sollten dem Launch bzw. der Produktverfügbarkeit nicht gerade viele Wochen vorhergehen. Ergo sieht es ganz danach aus, als würde sich speziell Ryzen 3000 um ein paar Wochen nach hinten verschieben, der bisher angenommene Termin einer offiziellen Vorstellung zur Computex sowie nachfolgend eines Launches (samt Verfügbarkeit) dann Anfang/Mitte Juni nicht mehr zu halten sein.

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Gerüchteküche: Angebliche Navi-Platine zeigt 256 Bit GDDR6-Speicherinterface und dicke Stromversorgung

Für reichlich Diskussionsstoff sorgen derzeit in Fernost aufgetauchte Bilder einer angeblichen Platinen von AMDs Navi-Grafikkarten, welche zuerst bei Baidu gepostet wurden und sich dann maßgeblich per Twitter weiterverbreiteten. Angeblich sollen die Bilder bei einem fernöstlichen Platinenfertiger nach draußen getragen worden sein, welcher seinerseits derzeit einen Großauftrag für selbige Platinen ausführt. In jedem Fall handelt es sich hierbei um Grafikplatinen für AMD, dies läßt sich anhand der Bilder schon klar bestimmen. Zudem dürfte der allgemein angenommene Navi-Bezug sicherlich zutreffen, denn die zu sehenden Plätze für die acht Speicherchips sind für GDDR6-Speicher gedacht – was jeden älteren AMD-Grafikchip ausschließt und damit klar auf die Navi-Generation hindeutet. Jener Navi-Grafikchip scheint mit einem 256 Bit GDDR6-Speicherinterface befeuert zu werden, da sich die anderen möglichen Auflösungen 128 oder 512 Bit aufgrund der Navi-Zielsetzung faktisch ausschließen. Die wahrscheinliche Speichermenge liegt bei 8 GB GDDR6 – so, wie es bei einer Midrange- bis HighEnd-Lösung heutzutage (immer noch) Standard ist.

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Gerüchteküche: AMDs Navi 10 tritt am 7. Juli mit einer höheren Performance als bei der Radeon RX Vega 64 an

Laut TweakTown will AMD (angeblich) die kommenden Grafikkarten basierend auf AMDs "Navi 10" Grafikchip zur E3 2019 (11. bis 13. Juni in Los Angeles) vorstellen und dann am 7. Juli offiziell launchen. Dies erscheint erst einmal sinnvoller als eine gleichzeitige Vorstellung mit Zen 2 noch auf der Computex (28. Mai bis 1. Juni in Taipei), weil das Thema "Navi" zu diesem Event (sprich gegenüber Zen 2) wohl eher untergehen würde. Gleichzeitig beachtet dieses Gerücht auch den Punkt, das Messen gewöhnlich nicht gleichzeitig Launchtermine sind, sondern das man auf Messen normalerweise nur eine offizielle Vorstellung zugunsten eines ein paar Tage später angesetzten Launches abhält. Gegenüber früheren Gerüchten stimmen hierbei also zumindest erst einmal die "Basics" – jene Eckpunkte, an welche sich die Hersteller üblicherweise halten. Der Launchtermin von exakt dem 7.7. entsprich zudem der bekannten AMD-Strategie, auf der ersten Benutzung der 7nm-Chipfertigung im PC-Bereich gebührend herumzureiten.

AMD might touch on its next-gen Navi GPU at Computex 2019 but will instead do a full announcement at E3 2019. The full launch for Navi will be on 7/7. We are looking at it easily beating the Radeon RX Vega 64 and coming close to the RTX 2080.
Quelle:  TweakTown vom 15. April 2019

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Umfrage-Auswertung: Wann dürften die aktuellen Grafikkartenspeicher-Mengen von 6-8 GB zu knapp werden?

Mittels einer Umfrage von Anfang März wurde nach diesem Zeitpunkt gefragt, wann der Grafikkartenspeicher der derzeit zumeist verkauften Grafikkarten-Modelle mit 6 & 8 GB Grafikkartenspeicher zu knapp werden dürften. Die derzeitige Einschätzung der 3DCenter-Leser zu dieser Frage verteilt sich genauso wie hierzu die Meinungslage üblicherweise breit auseinanderliegend ist: Zumindest die ersten drei Antwortoptionen erhielten jeweils sehr hohe Stimmanteile, allein die (am weitesten in der Zukunft liegende) Antwortoption "Jahr 2023" fiel demgegenüber bemerkbar ab. Die größten Stimmanteile konnte die Antwortoption "Jahr 2021" auf sich vereinigen, auch der Median der gesammten Umfrage liegt in diesem Bereich.

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Neuer Artikel: Grafikkarten-Marktüberblick April 2019

Der letzte Grafikkarten-Marktüberblick liegt leider (erneut) zu lange zurück, teilweise resultierend aus der schnellen Abfolge an Grafikkarten-Launches ab letzten Herbst – und trotzdem ein Unding, welchem hiermit abgeholfen werden soll. Mittels des neuen Grafikkarten-Marktüberblicks werden alle neu erschienenen Grafikkarten von AMD (Radeon RX 590 & Radeon VII) sowie nVidia (GeForce 16/20) Serie eingearbeitet, hinzu kommen noch die ohne großen Launch gestarteten Programmergänzungen GeForce GTX 1050 3GB und die GeForce GTX 1060 GDDR5X. Als Abgänge sind dagegen derzeit nur GeForce GTX 1080 & 1080 Ti zu vermelden, womit das Angebotsportfolio derzeit ziemlich voll ist: Im Markt der Gaming-Grafikkarten ringen derzeit exakt 15 AMD-Angebots sowie 15 nVidia-Angebote um die Gunst der Käufer ... zum Artikel.

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Umfrage-Auswertung: Aus welcher Generation stammt die zum Spielen benutzte Grafiklösung (2019)?

Mittels einer Umfrage von Ende Januar wurde mal wieder nach dem Stand der Grafikkarten-Ausstattung bezüglich deren Herkunfts-Generation gefragt – gleichlautend zu früheren Umfragen von August 2017, September 2016, November 2015, August 2014, Mai 2013, Juni 2012 und April 2011. Gegenüber der letzten Umfrage ist zum einen AMDs Vega-Generation sowie nun auch schon nVidias Turing-Generation hinzugekommen, letztere allerdings mit dem Stand der Umfrage von Ende Januar 2019 noch ohne die neuen Midrange-Modelle der GeForce 16 Serie. Nichtsdestotrotz machen sich nVidias Turing-Grafikkarten der GeForce 20 Serie schon ganz gut, dafür das zum Umfrage-Zeitpunkt noch kein vollständiges Portfolio im Markt stand sowie diese Grafikkarten-Serie noch nicht einmal ein halbes Jahr alt war. AMDs Radeon RX Vega Serie ist allerdings auch ein gutklassiger Erfolg beschieden, gerade wenn man einrechnet, das jene ausschließlich nur im HighEnd-Segment antritt und dort auch lange Zeit (während des Cryptomining-Booms) nur zu Mondpreisen erhältlich war.

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Umfrage-Auswertung: Wie ist der Ersteindruck zu AMDs Radeon VII?

Mittels einer Umfrage von Mitte Februar wurde der Ersteindruck zu AMDs Radeon VII nach deren Launch abgefragt. AMDs neue Enthusiasten-Grafikkarte kommt mit gesalzenem Preispunkt daher und ist daher automatisch nichts für den größeren Teil der Umfrageteilnehmer – und rechnet man diesen Umstand ein, dann erreicht die Radeon VII sogar ein ziemlich gutes Umfrageergebnis. Denn 31,7% positiver Ersteindruck sind im Enthusiasten-Segment zuletzt nicht zu sehen gewesen: Die Radeon RX Vega 64 erreichte gerade einmal 9,6% positiven Ersteindruck, die GeForce RTX 2080 wenigstens noch 16,4% sowie die GeForce RTX 2080 Ti dann sogar 17,5% – aber man muß schon in die letzte Grafikkarten-Generation zurückgehen, um mit der GeForce GTX 1080 Ti auf seinerzeit satten 61,9% positiven Ersteindruck etwas besseres zu finden. Dafür, das die Radeon VII erst recht spät daherkommt, keinerlei Performance-Rekorde aufstellt und letztlich auch "nur" einen halben Refresh darstellt, ist jenes Ergebnis um so erstaunlicher.

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AMD bringt in China eine Polaris-20-basierte "Radeon RX 560 XT" heraus

Auf AMDs Produkt-Webseiten ist mit der "Radeon RX 560 XT" eine neue Sonderausführung für den chinesischen Markt aufgetaucht – wie es jene bei AMD inzwischen ab und zu einmal gibt. Trotz der Namenswahl basiert diese neue Grafikkarte nicht auf dem Polaris-21-Chip der regulären Radeon RX 560, sondern stellt einen weiteren Polaris-20-Abkömmling dar, ist also mit Radeon RX 570 & 580 verwandt. Allerdings setzt AMD für die neue Karte eine deutlich kleinere Hardware an: Anstatt den 2048 Shader-Einheiten auf Taktraten von 1168/1244/3500 MHz bei der Radeon RX 570 gibt es bei der Radeon RX 560 XT nur 1792 Shader-Einheiten auf Taktraten von 973/1073/3300 MHz. Die neue Karte erinnert somit ein wenig an die frühere Radeon RX 470D, welche seinerzeit (als genauso eine solcherart China-exklusive AMD-Grafikkarte) die gleiche Anzahl an Shader-Einheiten aufwies. Gegenüber dieser tritt die Radeon RX 560 XT mit 973/1073/3300 MHz jedoch mit klar niedrigerem Chiptakt an, selbiger lag bei der Radeon RX 470D immerhin schon 926/1206/3300 MHz.

Radeon RX 470D Radeon RX 560 XT Radeon RX 570 Radeon RX 580 2048SP
Chipbasis AMD Polaris 10 Pro AMD Polaris 20 Pro
korrigiert: AMD Polaris 10
AMD Polaris 20 XL AMD Polaris 20 XL
Technik 4 Raster-Engines, 1792 Shader-Einheiten, 112 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR GDDR5-Interface (Salvage) 4 Raster-Engines, 1792 Shader-Einheiten, 112 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR GDDR5-Interface (Salvage) 4 Raster-Engines, 2048 Shader-Einheiten, 128 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR GDDR5-Interface (Salvage) 4 Raster-Engines, 2048 Shader-Einheiten, 128 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR GDDR5-Interface (Salvage)
Taktraten 926/1206/3300 MHz 973/1073/3300 MHz 1168/1244/3500 MHz offiziell: 1168/1284/3500 MHz
Hersteller: 1168/~1310/3500 MHz
Rohleistungen 4,3 TFlops + 211 GB/sec 3,8 TFlops + 211 GB/sec 5,1 TFlops + 224 GB/sec 5,4 TFlops + 224 GB/sec
Speicherausbau 4 GB GDDR5 4 GB GDDR5 4/8 GB GDDR5 4 GB GDDR5
off. Verbrauch 110W (TBP) 150W (TBP) 150W (TBP) 150W (TBP)
FullHD Perf.Index 460% ~430% 520% ~540%
Straßenpreis nur in China erhältlich nur in China erhältlich 4GB: 130-140 Euro nur in China erhältlich
Release Oktober 2016 März 2019 18. April 2017 Oktober 2018
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DirectX 12 wird teilweise für Windows 7 nutzbar

Im MSDN-Blog berichtet Microsoft höchstselbst über die Übernahme von DirectX 12 auf Windows 7 – zumindest im Fall von World of WarCraft. Dies ist schon mit dem aktuellen Patch 8.15 nutzbar, womit Windows-7-Nutzer primär von der Prozessoren-Optimierung durch DirectX 12 profitieren können. Hardware-Features von DirectX 12 wurden augenscheinlich nicht implementiert, werden aber allem Anschein nach seitens World of WarCraft sowieso nicht genutzt. Dies hat nun aber natürlich nichts mit einem vollständigen DirectX-12-Support für Windows 7 zu tun – so wurde hierbei nur der User-Mode-Teil von Direct3D 12 implementiert, nicht aber der Kernel-Mode-Teil. Damit sind ein paar Features übernehmbar, aber nicht das komplette DirectX 12 – und es erfordert wohl trotzdem immer noch Spiel-spezifische Anpassungen, um das ganze lauffähig zu bekommen. Damit ist diese Lösung also weit davon entfernt, einfach DirectX 12 unter Windows 7 zu installieren und nachfolgend alle entsprechenden Spiele unter dieser Grafik-API laufen zu lassen.

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