AMD-Grafik

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Neuer Artikel: Launch-Analyse AMD Radeon RX 6x50 Refresh

Nachdem sich die Grafikkarten-Preise so weit einem "normalen" Niveau angenähert haben, dass man nicht mehr befürchten muß, dass jeder Grafikkarten-Launch in einer großen Enttäuschung ob Nichtverfügbarkeit und abgehobenen Händlerpreisen endet, bringt AMD sehr spät in der aktuellen Ampere/RDNA2-Generation noch einen Mini-Refresh seiner Radeon RX 6000 Grafikkarten-Serie heraus. Dabei gibt es alleinig neue Top-Modelle zu den drei größten RDNA2-Chips, mittels der "50" im Grafikkarten-Namen kenntlich gemacht: Radeon RX 6650 XT, Radeon RX 6750 XT und Radeon RX 6950 XT. In allen Fällen kommt AMD mit nur einem vergleichsweise geringen Performance-Aufschlag daher, womit die neuen Karten nirgendwo in ein anderes Performance-Feld gehen und insgesamt wenig Begeisterung auslösen können. Trotzdem ist es die Aufgabe des Berichterstatters, den "Radeon RX 6x50" Refresh anhand der zahlreichen Launchreviews bezüglich Performance, Stromverbrauch und Marktpreis gegenüber den bereits vorhandenen Grafikkarten einzuordnen ... zum Artikel.

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Erste Tests geben AMDs temporalem Upscaler "FSR 2.0" gute Wertungen

Von ComputerBase, Hardwareluxx, PC Games Hardware, Digital Trends, Hardware Unboxed, TechPowerUp und Tom's Hardware kommen erste unabhängige Tests und Benchmarks zu AMDs kommenden "FSR 2.0" – der Verbesserung des ursprünglichen AMD-Upscalers "FSR 1.0", welcher nunmehr basierend auf dem Wechsel vom spatialen zum temporalen Ansatz in Konkurrenz mit nVidias DLSS geht. Dabei waren die Testberichte weitaus angetan von AMDs FSR 2.0, die Wertungen reichten von "nahezu DLSS-Niveau" bis hin zu einem faktischen Gleichstand. Ganz genau läßt sich dies sowieso nicht ermitteln, denn beide Upscaler zeigen bei verschiedenen Bildteilen jeweils (leichte) Vor- und Nachteile. Bei AMDs Ansatz entfallen beispielsweise auch echte Grafikfehler durch eine falsche KI-Interpretation, welches bei nVidias Ansatz naturgemäß nicht gänzlich zu verhindern ist.

AMD RSR AMD FSR 1.0 AMD FSR 2.0 nVidia NIS nVidia DLSS
offiziell unterstützte Grafikkarten Radeon RX 5000 & 6000 Serien + Ryzen 6000 APUs Radeon RX 400, 500, Vega, 5000 & 6000 Serien + alle Ryzen APUs + GeForce 10, 16, 20 & 30 Serien Radeon RX 590, Radeon RX Vega, 5000 & 6000 Serien + nVidia-Karten ab der GeForce GTX 1070 GeForce 900, 10, 16, 20 & 30 Serien GeForce 20 & 30 Serien (nicht GeForce 16)
inoffiziell unterstützte Grafikkarten keine jede DirectX-11-Hardware derzeit unbekannt derzeit nicht genau bekannt, aber sehr wahrscheinlich einige keine
Spiel- oder Treiber-Feature wird rein im AMD-Treiber aktiviert muß von den Spielen als Option angeboten werden muß von den Spielen als Option angeboten werden kann per nVidia-Treiber erzwungen oder von den Spielen als Option angeboten werden muß von den Spielen als Option angeboten werden
technische Ausgestaltung spatialer Upscaler spatialer Upscaler temporaler Upscaler spatialer Upscaler ab v1.9: temporaler Upscaler, zusätzlich auf Basis von Deeplearning-Informationen
Nachschärfung regelbar, aber stur für das komplette Bild (inkl. UI) regelbar, Ausnahmen für UI etc. sind vom Spieleentwickler definierbar regelbar, Ausnahmen für UI etc. sind vom Spieleentwickler definierbar regelbar, aber stur für das komplette Bild (inkl. UI) regelbar, Ausnahmen für UI etc. sind vom Spieleentwickler definierbar
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Launch von AMDs Radeon RX 6650 XT, 6750 XT & 6950 XT: Die Launchreviews gehen online

AMD bringt mittels Radeon RX 6650 XT, 6750 XT und 6950 XT einen Mini-Refresh zur Radeon RX 6000 Serie an den Start – wobei es heute die Launchreviews gibt, der Marktstart erfolgt dann am 12. Mai. Passenderweise kommen die neuen Karten mit leichten Performance-Aufschlägen daher, unpassenderweise nimmt AMD dafür beachtbar höhere Listenpreise. Zeitgleich mit den neuen Karten gibt es auch einen neuen Treiber-Branch von AMDs Grafikkarten-Treiber, welcher für alte wie neue Karten einiges an Mehrperformance auf Lager hat. Demzufolge ist es wichtig zu schauen, welche der Launchreviews diesen Treiber bereits durchgehend eingesetzt haben – denn ein Test "alte Karten mit alten Treiber" gegen "neue Karten mit neuen Treiber" würde ein verfälschtes Ergebnis zur Mehrperformance dieses Mini-Refreshs ergeben. Dies auseinander zu sortieren wird (eine) Aufgabe der Launch-Analyse zu AMDs "Radeon RX 6x50 XT" Karten sein, welche später an dieser Stelle erscheinen wird.

Radeon RX 6650 XT Radeon RX 6750 XT Radeon RX 6950 XT
Chip-Basis Navi 23 KXT Navi 22 KXT Navi 21 KXTX
Hardware 32 CU @ 128 Bit GDDR6, 32 MB IF$ 40 CU @ 192 Bit GDDR6, 96 MB IF$ 80 CU @ 256 Bit GDDR6, 128 MB IF$
technische Änderungen +2% Chiptakt, +9% Speichertakt, +13% TDP +1-3% Chiptakt, +13% Speichertakt, +9% TDP +3-4% Chiptakt, +13% Speichertakt, +6% IF$-Takt, +12% TDP
AMDs Perf-Prognose +2,1% @ FullHD/1080p +7,2% @ WQHD/1440p +3,9% @ 4K/2160p
Listenpreis $399  (+5%) $549  (+15%) $1099  (+10%)
Vergleiche jeweils gegenüber den 6x00XT-Vorgängern: Radeon RX 6600 XT, 6700 XT & 6900 XT
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Gerüchteküche: AMDs Navi 31 mit angeblich nur noch einem GCD – samt 6 MCDs

Nach YouTuber RedGamingTech denkt nun auch Twitterer Kopite7kimi in die Richtung, dass AMD bei seinem Design-Umsturz von Navi 31/32 hin zu weniger Ausführungseinheiten (auf höherer Taktrate) wahrscheinlich auch die Idee der Verteilung der Hardware-Einheiten auf zwei GCDs aufgegeben hat. Nach Meinung des Twitterers (sprich, dies ist kein Leak, sondern eine wohlfeile Annahme) ist die mit der kleineren Hardware-Ausrüstung erreichte Die-Fläche noch nicht so groß, dass man unbedingt zwei GCDs bräuchte – und somit wahrscheinlich wieder zurück zu einem GCD gegangen ist. Demzufolge würde auch die eigentliche MCM-Konstruktion von Navi 31/32 entfallen – zumindest sinngemäß, denn weiterhin stellen die MCDs mit dem Infinity Cache extra Chips dar. Aber die eigentlichen Ausführungseinheiten würden allesamt in einem einzigen Chip (GCD) zusammengefasst, womit der Kern des ursprünglichen MCM-Ansatzes fehlt.

I doubt that RDNA3 will use 2 GCDs with 3d stacking.
Because there is no need to use MCM for only 6 SEs.

Quelle:  Kopite7kimi @ Twitter am 7. Mai 2022
 
1GCD+6MCD, not 2GCDs.
Quelle:  Kopite7kimi @ Twitter am 9. Mai 2022
 
That would mean: 384 MB Infinity Cache for Navi 31 (6 x 64 MB).
Quelle:  3DCenter @ Twitter am 9. Mai 2022
 
That's my opinion.
Quelle:  Kopite7kimi @ Twitter am 9. Mai 2022

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Gerüchteküche: Spezifikationen und Listenpreise zu AMDs Radeon RX 6650 XT, 6750 XT & 6950 XT

WCCF Tech wollen die vollständige Spezifikationen zu AMDs "50er Refresh" der Radeon RX 6000 Serie in Erfahrung gebracht haben, inklusive auch zwei von drei Listenpreisen. Mittels der genannten Taktraten und TDPs sind dann auch erste Abschätzungen zur Mehrperformance dieser Refresh-Lösungen möglich. Die nachträglich seitens WCCF Tech vorgezeigten 3DMark13-Werte alter und neuer AMD-Karten sind dafür leider nicht verwendbar, da jene zwischen Radeon RX 6900 & 6950 XT gleich (vermeintliche) 20% Mehrperformance sehen – extrem unwahrscheinlich angesichts des deutlich geringeren Hardware-Sprungs. Jener beläuft sich für die Radeon RX 6950 XT auf 3-4% mehr Chiptakt, 13% mehr Speichertakt und 12% mehr TDP, allein der Listenpreis der kommenden neuen Karte wird noch etwas ungenau mit "mehr als 1000 Dollar" angegeben.

Radeon RX 6900 XT Radeon RX 6950 XT Differenz
Hardware Navi 21, 4 Raster-Engines, 80 Shader-Cluster, 5120 FP32-Einheiten, 320 TMUs, 80 RA-Einheiten, 128 ROPs, 4 MB Level2-Cache, 128 MB "Infinity Cache", 256 Bit GDDR6-Interface keine
Chiptakt 1825/2015/2250 MHz ?/2100/2310 MHz +4% / +3%
Speichertakt 16 Gbps 18 Gbps +13%
TBP 300 Watt 335 Watt +12%
ASIC-Power 255 Watt ? ?
4K Perf.Index 348% geschätzt ~360-370% +3-6%
Listenpreis $999 >$1000 unsicher
Anmerkung: Angaben zu noch nicht vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen
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Gerüchteküche: Aktualisierte (niedrigere) Hardware-Spezifikationen zu AMDs Navi 31 & 32

Nochmals Twitterer Greymon55 hat im Laufe des Tages zuerst kryptische Hinweise und dann klare Worte bezüglich einer Spezifikations-Änderung bei den kommenden AMD-Grafikchips "Navi 31" und "Navi 32" abgegeben. Jene sollten laut schon seit letztem Sommer bekannten Daten ursprünglich mit 60 bzw. 40 WGPs sowie daraus resultierend 15'360 bzw. 10'240 FP32-Einheiten antreten. Zum Tape-Out sind beide Grafikchips dann jedoch mit 48 bzw. 32 WGPs respektive 12'288 bzw. 8192 FP32-Einheiten gegangen – sprich, jeweils um 20% kleiner als ursprünglich erwartet. An den Spezifikationen von "Navi 33" mit 16 WGPs sowie 4096 FP32-Einheiten ändert sich hingegen nichts – wobei jener Chip ursprünglich auch mal mit 20 WGPs gehandelt wurde, die hierbei augenscheinlich genauso vorgenommene 20%ige Abspeckung schlicht nur viel länger bereits bekannt war.

12288
8192
4096

Quelle:  Greymon55 @ Twitter am 2. Mai 2022
 
This is a change to 31 and 32.
33 maintain original specifications.

Quelle:  Greymon55 @ Twitter am 2. Mai 2022
 
My idea is that maybe 15360 was indeed planned at the beginning, but due to scale effect, 12228 was finally chosen as the optimal point to tape out.
Quelle:  Greymon55 @ Twitter am 2. Mai 2022
 
The original target was 75T FP32, although the scale has been reduced, it can still be around 75T at 3GHz now.
Quelle:  Greymon55 @ Twitter am 2. Mai 2022

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Gerüchteküche: AMDs Navi 31 auf 3 GHz Chiptakt und nVidias AD102 nahe 3 GHz Chiptakt

Mit dem Erreichen von Tape-Out und Test-Phase bei allen wichtigen Grafikchips der kommenden Ada/RDNA3-Generation wird in den folgenden Wochen die Anzahl der Gerüchtemeldungen hierzu zunehmen – da nun schlicht mehr an Informationen zur Verfügung steht bzw. an Personen außerhalb der beiden Grafikchip-Entwickler gelangen. Den Anfang hierzu macht Twitterer 'Greymon55', welcher über das Wochenende neue, nochmals hochgesetzte Taktraten-Angaben zu den kommenden Top-Chips verlauten lassen hat. So soll Navi 31 in der Spitze – einer möglicherweise "Radeon RX 7900 XT" genannten Grafikkarte – mit mehr als 3 GHz takten. Glatt auf jene 3 GHz gerechnet, wären dies im Vollausbau des Navi-31-Chips dann schon 74 TFlops nominelle FP32-Power (die vom Twitterer urspünglich genannten 92 TFlops beziehen sich hingegen auf die inzwischen unaktuelle Hardware-Konfiguration von Navi 31).

Navi3 is way crazier than I thought.
Quelle:  Greymon55 @ Twitter am 30. April 2022  (Tweet inzwischen gelöscht)
 
Perf and frequency
Quelle:  Greymon55 @ Twitter am 30. April 2022
 
3GHz+ 7900xt
Quelle:  Greymon55 @ Twitter am 30. April 2022

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Umfangreicher Test zur Radeon RX 6400 zeigt Performance-Level der GeForce GTX 1650 an

Von TechPowerUp kommt ein ausführlicher Test (mit 25 Spiele-Benchmarks) zur Radeon RX 6400, welche am 20. April zusammen mit dem Ryzen 7 5800X3D in den Einzelhandel gegangen ist (nachdem diese Karte allerdings schon seit Jahresanfang den OEMs zur Verfügung stand). Gegenüber der Radeon RX 6500 XT ist die Radeon RX 6400 vergleichsweise harsch abgespeckt: Von 16 physikalischen Shader-Clustern sind nur 12 aktiv, samt Taktraten-Differenzen kommt die kleinere Karte auf nur 59% der nominellen FP32-Rechenleistung der größeren Karte. Zudem sinkt die TDP von 107 auf 53 Watt glatt um die Hälfte – was der Test von TechPowerUp auch einwandfrei bestätigt, die Radeon RX 6400 lief dort mit einem Real-Verbrauch unter Spielen von 51 Watt (selbst FurMark war nicht zu mehr als 56W zu bewegen).

Hardware FullHD/1080p WQHD/1440p 4K/1440p Real-Verbr.
GeForce RTX 3050 Ampere, GA106, 20 SM @ 128 Bit, $249 192% 215% 247% 133W
Radeon RX 6500 XT RDNA2, Navi 24, 16 CU @ 64 Bit, $199 128% 128% 118% 89W
GeForce GTX 1650 Turing, TU117, 14 SM @ 128 Bit, $149 103% 101% 107% 74W
Radeon RX 6400 RDNA2, Navi 24, 12 CU @ 64 Bit, $159 100% 100% 100% 51W
gemäß der Benchmarks von TechPowerup unter 25 Spielen
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Gerüchteküche: AMD Navi 33 und nVidia AD102 nach (erfolgreichem) Tape-Out nunmehr in Test-Phase

Twitterer Kopite7kimi notiert den Beginn der Test-Phase für nVidias AD102-Chip – was eigentlich bedeuten sollte, dass dessen Tape-Out schon vor einigen Wochen durchgegangen ist und nunmehr schon das erste Silizium von Chipfertiger TSMC zu nVidia zurückgesandt wurde. Damit muß der Tape-Out des AD102-Chips irgendwann im Februar/März über die Bühne gegangen sein. Dies ist ein guter Zeitpunkt, um den Chip bis zu diesem September verkaufsfertig zu bekommen – wenigstens sechs Monate zwischen Tape-Out und Marktstart, was nVidia in der Vergangenheit bei Gaming-Chips durchaus schon erreicht hat (im Gegensatz zu HPC-Chips und PC-Prozessoren, welche deutlich längere Anlaufzeiten benötigen). Mit der beginnenden Testphase dürfte nVidia nunmehr auch die Konzeptions-Arbeit an einzelnen Grafikkarten basierend auf dem GA102-Chip intensivieren – sprich, es werden Simulationen und RealLife-Tests auf verschiedenen Hardware-Konfigurationen und Taktraten gefahren, um gute Performance-Punkte zu ermitteln.

AD102 has started testing.
Quelle:  Kopite7kimi @ Twitter am 19. April 2022
 
At least now we can call it RTX 4090, and it will use 24Gbps mem chips.
Quelle:  Kopite7kimi @ Twitter am 19. April 2022

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Umfrage-Auswertung: Welcher der 5/6nm-Grafikchips weckt derzeit das meiste Interesse?

Mit einer Umfrage von Ende März wurde nach jenem Grafikchip der kommenden Ada/RDNA3-Generation gefragt, welcher derzeit (persönlich) das meiste Interesse weckt. Hierbei handelt es sich natürlich um eine reine Beliebheits-Umfrage und dies nur auf Basis von groben Daten zu den einzelnen Grafikchips, jedoch noch nicht belastbaren Informationen zu daraus resultierenden Grafikkarten. Nichtsdestotrotz lassen sich gewisse Tendenzen erkennen: So liegen bei AMD wie bei nVidia die größeren Chips durchgehend vor den kleineren Chips – obwohl sich im Grafikkarten-Markt nachfolgend üblicherweise exakt die umgekehrte Verteilung bei den reinen Absatzzahlen ergeben dürfte. Aber natürlich ziehen die größeren Chips des Portfolios immer erst einmal das meiste Augenmerk auf sich – gerade wenn derzeit noch keinerlei Preisschild dranhängt.

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