AMD-Grafik

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AMD senkt die Listenpreise der Radeon RX 5700 Serie noch vor dem Launch

Wie AMD am Abend des 6. Juli offiziell bestätigt hat, kommt die Radeon RX 5700 Serie am nachfolgenden 7. Juli zu leicht abgesenkten Listenpreisen in den Markt. Die Radeon RX 5700 geht von ursprünglich 379 Dollar somit "nur" noch mit 349 Dollar in den Handel, bei der Radeon RX 5700 XT geht der Listenpreis von 449 auf 399 Dollar und bei der Radeon RX 5700 XT "50th Anniversary Edition" von 499 auf 449 Dollar herunter. Das man Listenpreise bereits vor dem offiziellen Marktstart und nach einer (sehr) offiziellen Produkt-Vorstellung nochmals verändert, ist ungewöhnlich – wobei die Alternative eines Marktstarts zu einem unpassenden Listenpreis noch schlechter ist, insofern hat AMD hier doch den richtigen Weg gewählt. Denn nVidias Vorab-Konter gegenüber Navi in Form der GeForce RTX 2060 Super & 2070 Super Karten setzt AMD insbesondere beim Performance/Preis-Verhältnis unter Druck, der von AMD ursprünglich zugunsten von Navi angedachte Performance/Preis-Vorteil war damit weitgehend dahin.

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Umfrage-Auswertung: G-Sync vs. FreeSync - was ist bereits im Einsatz, was zieht mehr Interesse an (2019)?

Mittels einer Umfrage vom letzten März-Tag wurde der Stand der Verbreitung zu G-Sync und FreeSync abgefragt, so wie bei ähnlichen Umfragen vom September 2017 bzw. vom Januar 2016. In der Zwischenzeit hat sich mittels "G-Sync Compatible" einiges getan, was sich auch sofort in den Umfrage-Ergebnissen zeigt, wo dieses technisch gesehen "FreeSync mit nVidia-Grafikkarten" umgehend auf eine beachtbare Nutzer-Anzahl kommt. Alle drei Sync-Standards zusammen erreichen im übrigen kumuliert 51,2% Stimmenanteil – womit die Sync-Standards erstmals eine (knappe) absolute Nutzer-Mehrheit (hier im 3DCenter) auf sich vereinigen können. Insbesondere gegenüber dem Stand von Anfang 2016 (12,6% Sync-Nutzer) ist dies eine regelrecht rasante Entwicklung, durchaus gleichzusetzen mit der seinerzeitig schnellen Durchsetzung der SSD gegenüber der HDD.

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Die Grafikchip- und Grafikkarten-Marktanteile im ersten Quartal 2019

Die Marktforscher von Jon Peddie Research haben in zwei Meldungen – No. 1 & No. 2 – neue Zahlen zum Geschehen auf dem Grafikkarten-Markt veröffentlicht, beiderseits bezogen auf die Stückzahlen-Absätze im ersten Quartal 2019. Im Markt der Grafikchips für Desktop-Grafikkarten (Add-in-Boards = AIBs) ergab sich hierbei auf gegenüber dem Vorquartal leicht verbesserter Auslieferungsmenge (+0,3%) ein durchaus positiver Verlauf zugunsten von AMD, welche somit auch den Negativ-Trend der letzten zwei Quartale stoppen konnten. Derzeit liegt das AMD:nVidia-Verhältnis im AIB-Segment somit wieder bei grob 23:77% – sicherlich noch weit weg von den zum Ende des letzten Cryptomining-Booms erzielten 36:64%, aber wenigstens nicht mehr unterhalb der 20-Prozent-Marke bei AMD.

AiB-Grafikchips Q1/2018 Q2/2018 Q3/2018 Q4/2018 Q1/2019
AMD 34,9% 36,1% 25,7% 18,8% 22,7%
nVidia 65,1% 63,9% 74,3% 81,2% 77,3%
Quelle: Jon Peddie Research
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AMD gibt Ausblick auf die RDNA2-Architektur und RayTracing mit AMD-Grafikchips

Zur Vorstellung der Navi-basierten Radeon RX 5700 & 5700 XT Grafikkarten hat AMD leider gar nichts zum Thema von RayTracing sowie der weiteren Entwicklung der RDNA-Architektur gesagt, diese Informationen ergaben sich dann allerdings im Nachgang. So wird eine neue offizielle Grafikarchitektur-Roadmap offeriert, welche die "RDNA2"-Architektur in der 7nm+ Fertigung für den Zeitrahmen 2020/21 verspricht. Diese zeitliche Einordnung ist nicht wirklich präzise, da die Roadmap-Beschriftung in dieser Frage ziemlich ungenau ist – technisch gesehen deutet zwar alles auf das Jahr 2020 hin, aber nominell könnte es eben doch auch noch das Jahr 2021 werden. Ob damit der größere Navi-Chip "Navi 20" oder aber die nachfolgende "Arcturus"-Generation gemeint ist, bleibt offen – beide Varianten sind denkbar. Sofern es Navi 20 wird, gäbe es somit innerhalb derselben Grafikkarten-Generation erhebliche Architektur-Differenzen (was bei AMD allerdings nicht ungewöhnliches wäre) – wenn es dagegen "Arcturus" wird, könnte AMD eine komplett neue Grafikkarten-Generation gemäß dieser RDNA2-Architektur aufbauen.

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AMD stellt die Navi-Grafikkarten Radeon RX 5700 & Radeon RX 5700 XT vor

Auf seinem E3-Event (Replay bei YouTube) hat AMD alle vorherigen Erwartungen an erschöpfende Informationen zu Navi erfüllt und die ersten drei Navi-basierten Grafikkarten vorgestellt. Jene werden zeitgleich mit den Ryzen 3000 Prozessoren am 7. Juli 2019 in den Handel gehen – ergo wird dieser Termin dann einen ziemlichen "Großkampftag" für die Hardwaretester und interessierte Hardware-Enthusiasten bringen. Zu diesem Tag wird AMD neben den Ryzen-Prozessoren die drei Navi-Grafikkarten "Radeon RX 5700", "Radeon RX 5700 XT" und "Radeon RX 5700 XT 50th Anniversary Edition" in den Markt schicken, letztere eine (wahrscheinlich limitierte) Sonderauflage der regulären Radeon RX 5700 XT anläßlich des 50. Geburtstags von AMD mit dann goldgefärbter Lüfterblende und zudem etwas höheren Taktraten (samt etwas höherem Preispunkt). In gewissem Sinne ist letztgenannte Sonderauflage somit auch ein gewisser Vorgriff auf die nachfolgenden Eigendesigns der Grafikkarten-Hersteller zu Navi, welche dann ab dem August zu erwarten sind.

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Spezifikations-Leak zeigt "Radeon RX 5700 XT" als mit 2560 Shader-Einheiten ausgerüstet an

Videocardz zeigen mit dem Leak einer AMD-Präsentationsfolie (von wahrscheinlich AMDs kommenden E3-Event) die ersten Spezifikationen zur "Radeon RX 5700 XT": Jene Navi-basierte Grafikkarte tritt mit 40 Shader-Clustern aka 2560 Shader-Einheiten (ergibt sich aus der angegebenen TFlops-Zahl) samt 8 GB GDDR6-Speicher an. Beim Chiptakt gibt es mit dem "Game Clock" eine neue Taktratenangabe neben dem Base- und dem Boost-Takt – wobei dies eher nach kreativer Umbenennung aussieht, denn der Boost-Takt wird als "bis zu" angegeben und dürfte daher eher dem Maximal-Takt entsprechen. Aller Vermutung nach stellt der "Game Clock" von 1755 MHz jene Taktrate dar, welche man unter Spielen erwarten darf – wobei es selbst da natürlich noch Variations-Spielraum gibt ("durchschnittlich" oder "mindestens" zu erwarten). Vom erwartbaren Chiptakt her wäre dies somit das Taktratenniveau der Radeon VII, welche ihren nominellen Boosttakt von 1750 MHz in der Praxis durchaus erreicht. Nur beim Maximaltakt läge die Radeon RX 5700 XT mit bis zu 1905 MHz (klar) vorn, diesbezüglich ist bei der Radeon VII schon bei 1800 MHz Schluß.

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Was wir derzeit über AMDs Navi wissen (oder zu wissen glauben)

Nach dem Ablauf der Computex 2019 und noch vor der nahenden E3 2019 läßt sich durchaus ein gewisses Fazit ziehen, was den derzeitigen Wissensstand zu AMDs Navi-Generation angeht. Jenes basiert primär auf den bei AMDs Computex-Keynote genannten Angaben, schließt aber auch die letzten Navi-Gerüchte mit ein – wobei nachfolgend jeweils extra kenntlich gemacht wurde, was offizielle Information und was Annahme bzw. Gerücht darstellt. Ziemlich klar ist erst einmal die grundsätzliche Ausrichtung von Navi im Preisbereich von grob um die 500 Dollar/Euro herum, wenn AMD seine bisher gezeigten Navi-Benchmarks gegen eine GeForce RTX 2070 antritt (Listenpreis 499$, Straßenpreis ab 470 Euro). Jene 500 Dollar/Euro sind derzeit natürlich nur der Ankerpunkt zur Betrachtung – AMD könnte seine kommenden Navi-Grafikkarten auch günstiger ansetzen, dies hängt ganz von der tatsächlich erreichten Performance ab. Die einzige konkrete AMD-Demonstration unter "Strange Brigade" ist dabei sicherlich kein guter Maßstab, da jenes Spiel AMD schon mit den bisherigen Vega-Grafikkarten bekanntlich ziemlich gut liegt. AMD muß jene GeForce RTX 2070 also erst einmal in einem wirklich breiten Benchmark-Feld schlagen – wobei auch diesbezüglich noch alle Möglichkeiten offen sind, denn es gibt keinerlei genauere Aussage dazu, welche Navi-Grafikkarte AMD auf der Computex gegen jene GeForce RTX 2070 antreten ließ.

AMD Navi – bestätigte Informationen

  • offiziell: vermarktet als Radeon RX 5000 Serie, erste Lösungen kommen als "Radeon RX 5700 Serie"
  • offiziell: erhältlich ab Juli 2019 (Custom Designs laut Hersteller-Aussagen im August)
  • offiziell: 7nm-Fertigung von TSMC (7FF-Prozess)
  • offiziell: PCI Express 4.0
  • offiziell: GDDR6-Speicher
  • offiziell: basierend auf AMDs neuer Grafik-Architektur "RDNA" (aka "Radeon DNA")
  • offiziell: "New Compute Design" = verbesserte Effizienz und höhere IPC
  • offiziell: "Multi-Level Cache Hierarchy" = geringere Latenzen, höhere Bandbreite und niedrigerer Stromverbrauch
  • offiziell: "Streamlined Graphics Pipeline" = optimiert zugunsten von Performance/Takt und hohen Taktraten
  • offiziell: 1,25x Performance/Takt gegenüber AMDs "Vega Gaming Series"
  • offiziell: 1,5x Performance/Watt gegenüber AMDs "Vega Gaming Series"
  • offiziell: eine nicht genauer spezifizierte "Radeon RX 5000" Karte soll sich mit der Performance von nVidias GeForce RTX 2070 anlegen können
  • offiziell: genauere Daten gibt es auf AMDs "Next Horizon Gaming" Event auf der E3 2019 (10. Juni um 24:00 Uhr deutscher Zeit)
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Umfrage-Auswertung: Werden die Systemanforderungen für die Spiele-Generation 2018/19 erfüllt?

Mittels einer Umfrage von Mitte März wurde zur Frage gestellt, ob die 3DCenter-Leser die Systemanforderungen für die Spiele-Generation 2018/19 erfüllen. Jene Systemanforderungen waren im Gegensatz zum Vorjahr durchaus mal wieder gutklassig angestiegen, womit eigentlich eine schlechtere Erfüllungsquote zu erwarten gewesen wäre. Dem war allerdings nicht so, das Umfrageergebnis sieht die Anzahl der die aufgestellten Hardware-Empfehlungen vollständig erfüllenden Anwender (inklusive allen besseren Systemkonfigurationen) sogar erstmals bei über der Hälfte der Umfrage-Teilnehmer. Die hierbei erzielten 50,8% Stimmenanteil zeigen zudem einen langjährigen Trend zugunsten einer stetig steigenden Erfüllungsquote auf: 2017/18 mit 46,0%, 2016/17 mit 43,2% und 2015/16 mit 38,4% lauten die früheren Werte – nur 2014/15 mit 48,2% ist diesem Trend gegenüber abweichend.

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AMD kündigt Navi-basierte Radeon RX 5000 Serie mit "RDNA"-Architektur für den Juli an

Mittels seiner Computex-Keynote (Replay auf YouTube) hat AMD gewisse Details zur nächsten Grafikchip-Generation "Navi" offengelegt. Jene basiert auf einer neuen Grafikchip-Architektur namens "RDNA" ("Radeon DNA"), AMD geht hiermit also den Bruch mit der bisherigen GCN-Architektur an. Darauf basierend soll ab dem Juli die "Radeon RX 5000" Serie im Markt erscheinen. Den Anfang dürfte hierbei die "Radeon RX 5700" Serie machen, zu selbiger will AMD auf der E3 2019 am 10. Juni 2019 genaueres sagen. Da hierbei auch wieder der Begriff "Serie" benutzt wurde, dürfte die Radeon RX 5700 Serie vermutlich aus mindestens zwei Grafikkarten bestehen – spekulativ könnte man jene "Radeon RX 5750" und "Radeon RX 5770" nennen. Performance-technisch will man sich augenscheinlich mit der GeForce RTX 2070 anlegen, in einem gezeigten Benchmark unter "Strange Brigade" kam eine Radeon RX 5000 Karte (keine genauere Kennung genannt) durchschnittlich um ca. 10% besser als jene GeForce RTX 2070 heraus.

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Gerüchteküche: AMDs Navi-Chip mit veränderten Shader-Clustern und insgesamt 2560 Shader-Einheiten

Vom japanischen Twitterer Komachi kommen neue Angaben zur Navi-Architektur – welche augenscheinlich wichtige Änderungen beim grundsätzlichen Aufbau enthält. Natürlich handelt es sich hierbei um unbelegte Angaben, welche also nur "Gerüchte-Status" haben, keinesfalls auf die Goldwaage zu legen sind. Zudem wurde die erste Aussage zu der insgesamten Anzahl an Shader-Clustern beim Navi-Chip inzwischen schon wieder gelöscht – womit man darüber spekulieren kann, das jene falsch gewesen sein könnte, ober aber ob diese Information noch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war. Läßt man sich auf diese Information ein, dann kommt der Navi-Chip mit 40 Shader-Clustern daher, was bei augenscheinlich weiterhin 64 Shader-Einheiten pro Shader-Cluster letztlich auf 2560 Shader-Einheiten herauskommt (bezogen wohl auf den zuerst erscheinenden "Navi 10"). Und dies könnte man durchaus positiv aufnehmen, denn sofern der Navi-Chip mit dieser Hardware-Ausstattung sein Performance-Ziel (besser als die GeForce RTX 2070) erreicht, würde AMD endlich einmal eine grob gleiche Anzahl an Shader-Einheiten benötigen, um mit der Performance der nVidia-Grafikkarten mithalten zu können.

AMD Navi-Architektur

  • 8 Raster-Engines mit jeweils 5 Shader-Clustern (ergibt insgesamt 40 Shader-Cluster aka 2560 Shader-Einheiten)
  • Shader-Cluster bestehen aus 2x SIMD-32 Einheiten (anstatt wie bisher 4x SIMD-16 Einheiten)
  • Quelle:   Komachi @ Twitter (wobei einige Teile dieser Aussagen nur im originalen Tweet standen, welcher derzeit nur noch in übersetzter Kopie zu lesen ist)
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