Neue Gerüchte aus dem Chiphell-Forum zur Radeon RX 9070 XT (via HXL @ X) zeigen interessanterweise eine komplett abweichende Performance-Prognose gegenüber den vorherigen Benchmarks-Leaks. Danach soll das neue AMD-Spitzenmodell mit einem Basetakt von 2.8 GHz und Boost-Taktraten von 3.0-3.1 GHz auf einer TDP von 26x Watt operieren, Werksübertaktungen sollen sich bis zu 330W TDP genehmigen. Dies wären gegenüber der Radeon RX 7900 GRE grob 800 MHz mehr Boost-Takt, gegenüber Radeon RX 7800 XT & 7900 XT wäre das Plus immer noch hoch, aber nicht ganz so kräftig. Aber vielleicht ist auch die Radeon RX 7900 GRE der unpassende Vergleichs-Gegenstand, da jene Karte durch ihre TDP zu stark ausgebremst wird und daher keine gänzlich RDNA3-typische Performance zeigen kann.
9070XT Rumor
base 2.8 boost 3.0-3.1
Power: Reference 26xW, custom variant up to 330W
Gaming performance: Reference ~4080(-5%)
Quelle: HXL @ X am 26. Dezember 2024, in Wiedergabe von Gerüchten aus dem Chiphell-Forum
Seitens der Twitterer 'All The Watts!!' (Tweet #1 & Tweet #2) und 'Tomasz Gawronski' (Tweet #1 & Tweet #2) kommen erste 3DMark-Werte zur Radeon RX 9070 XT, einmal den "TimeSpy" und einmal den "Port Royale" RayTracing-Benchmark betreffend. Beide Twitterer zeigen exakt dieselben Benchmark-Werte für die Radeon RX 9070 XT, die Screenshots sind allerdings immer leicht unterschiedlich. Dies deutet darauf hin, dass die Werte aus derselben Quelle kommen, wahrscheinlich dürfte schlicht AMD den Grafikkarten-Herstellern in internen Präsentationen einen gewissen Performance-Vorgeschmack geliefert haben. Natürlich ist es wirklich nur ein Vorgeschmack, denn mittels des 3DMark kann man halbwegs vernünftig den Hersteller-internen Abstand einschätzen, während der direkte Vergleich zwischen AMD und nVidia hingegen üblicherweise schiefgeht.
| Hardware | TimeSpy | Port Royale | 3DC 4K Perf-Index | |
|---|---|---|---|---|
| Radeon RX 7900 XTX | RDNA3, 96 CU @ 384-bit | 30'727 | 15'362 | 540% |
| Radeon RX 7900 XT | RDNA3, 84 CU @ 320-bit | 27'044 | 13'639 | 454% |
| Radeon RX 9070 XT | RDNA4, 64 CU @ 256-bit | 22'894 | 14'723 | grob ~360-400% |
| Radeon RX 7900 GRE | RDNA3, 80 CU @ 256-bit | 22'386 | ~11'550 | 372% |
| Radeon RX 6950 XT | RDNA2, 80 CU @ 256-bit | 21'420 | ~10'600 | 382% |
| Radeon RX 7800 XT | RDNA3, 60 CU @ 256-bit | 20'048 | 10'330 | 344% |
| Benchmark-Quellen: 9070XT von All The Watts!! @ X, andere TimeSpy-Werte sind offizielle Angaben von UL.com, andere Port-Royale-Werte sind der Durchschnitt der Angaben von Hot Hardware, LanOC und TweakTown | ||||
Die Marktforscher von Jon Peddie Research zeigen die neuen Zahlen zum Markt der Grafikchips für Desktop-Grafikkarten (Add-in Boards) für das dritte Quartal 2024. In selbigem ging der weltweite Grafikkarten-Absatz der Grafikchip-Entwickler AMD, nVidia und Intel bemerkbar zurück, obwohl saisonal eigentlich ein Aufschwung anstehen sollte. Allerdings ist derzeit das alles dominierende Thema natürlich die kommenden NextGen-Grafikkarten der drei Grafikchip-Entwickler, womit sich die Grafikkarten-Käufer logischerweise bereits mit verschiebbaren Anschaffungen zurückhalten. Das gleiche Verhalten zeigten im übrigen die Grafikkarten-Absätze bei der Mindfactory, welche im dritten Quartal in ähnlicher Form gegenüber dem zweiten Quartal zurückgingen (weltweit –14,5%, bei der Mindfactory –18,4%).
| Desktop dGPU | Q3/2023 | Q4/2023 | Q1/2024 | Q2/2024 | Q3/2024 |
|---|---|---|---|---|---|
| Auslieferungsmenge | 8,9 Mio. Stück | 9,5 Mio. Stück | 8,7 Mio. Stück | 9,5 Mio. Stück | 8,1 Mio. Stück |
| AMD | 17% (~1,5M) | 19% (~1,8M) | 12% (~1,0M) | 12% (~1,1M) | 10% (~0,8M) |
| nVidia | 81,5% (~7,3M) | 80% (~7,6M) | 88% (~7,7M) | 88% (~8,4M) | 90% (~7,3M) |
| Intel | 1% (~0,1M) | 1% (~0,1M) | 0% (<0,05M) | 0% (<0,05M) | 0% (<0,05M) |
| Marktanteile basierend auf ausgelieferten Stückzahlen, Quelle: Jon Peddie Research | |||||
Gemäß von VideoCardz ausgegrabenen Aussagen aus dem chinesischen Chiphell-Forum soll AMD seine UDNA-Architektur bereits nach CDNA4 und RDNA4 ansetzen – sprich, alle Arbeit an RDNA5 wird überführt zu UDNA1, RDNA4 soll somit die letzte RDNA-Architektur sein. Für UDNA1 hat AMD einen aggressiven Zeitplan, welcher die Massenfertigung von UDNA1-basierten Gaming-Grafikchips für das zweite Quartal 2026 vorsieht. Da sich dieses Datum aber eben nur auf die Chipfertigung bezieht, wäre für einen Marktstart von Endverbraucher-Produkten sicherlich noch ein Quartal dazuzurechnen. Ergo scheint AMD mal wieder den Herbst des Jahres anzupeilen – was eigentlich immer so bei AMDs Plänen war und in der Praxis eher selten (termingemäß) funktioniert hat. Ehrlicherweise muß man bei einem solch technisch großen Sprung – Ausbesserung der Fehler von RDNA 3/4, möglicheres MultiChip-Design und großer Architektur-Wechsel – eher von einer längeren als einer kürzeren Entwicklungszeit ausgehen.
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Mit dem abgelaufenen dritten Quartal läßt sich wieder eine Statistik der Grafikkarten-Verkäufe beim deutschen Einzelhändler 'Mindfactory' aufstellen, wie immer basierend auf den wöchentlichen Erhebungen seitens Twitterer TechEpiphany. Wie schon im Vorquartal gab es faktisch keine Grafikkarten-Neuvorstellungen und somit ein vergleichsweise gleichförmiges Marktverhalten – was sich jedoch immer am besten eignet, um Verschiebungen innerhalb der bekannten Positionen festzustellen. Wie die Grafikkarten-Absätze und -Umsätze von AMD, nVidia und Intel im dritten Quartal 2024 bei der Mindfactory aussehen, wie der Vergleich zu den Vorquartalen ausfällt und welche Grafikkarten-Modelle bzw. Grafikkarten-Serien sich besonders weit vorn in der Absatz-Statistik positionieren konnten, wird dieser Artikel aufzeigen ... zum Artikel.
Seit dem letzten Grafikkarten-Marktüberblick vom April 2024 ist einige Zeit vergangen, womit dieser Marktüberblick hiermit aktualisiert werden soll. Wahnwitzig viel ist seitdem bezüglich Neuzugängen und Abgängen allerdings nicht passiert: Es ist allein die GeForce RTX 4070 GDDR6 hinzugekommen, allein die GeForce RTX 4080 aus dem Markt gegangen (wird nur noch zu Mondpreisen angeboten) und selbst die Liste der augenscheinlichen EOL-Kandidaten wurde nur um die GeForce RTX 4090 erweitert. Allerdings zeigt dieser Fall schon darauf hin, dass ein aktualisierter Grafikkarten-Marktüberblick vonnöten war: Denn natürlich stehen die neuen Generationen von AMD, Intel & nVidia an, geht somit das aktuelle Grafikkarten-Angebot in seine letzte Runde vor dem Ansturm der neuen Beschleuniger ... zum Artikel.
Gern und häufig sieht sich AMD mit der Kritik an zu hohen Launchpreisen bzw. einer generell zu zaghaften Preisstrategie gegenüber nVidia konfrontiert. Und in der Tat sind nur maßvolle Preisabschläge gegenüber den technologisch führenden nVidia-Angeboten oftmals zu wenig, um jene auszustechen. Hinzu kommt, dass die Straßenpreise der meisten AMD-Beschleuniger im Laufe der Zeit erheblich nachgeben, nachträglich also dann doch jene von Anfang an geforderte Preislage herauskommt – nur meistens zu spät, um dann noch erheblichen Eindruck zu machen. Nachfolgender Artikel geht auf die häufig geäußerte Forderung ein, AMD sollte doch lieber gleich mit besseren Launch-Preisen antreten – und begründet, wieso dies im speziellen Markt zwischen AMD und nVidia nicht so einfach zu realisieren ist ... zum Artikel.
Jon Peddie Research berichten über Absatzgeschehen und Marktanteile im Markt für Chip von Desktop-Grafikkarten für das zweite Quartal 2024. In diesem Zeitraum ging der weitweite Absatz auf 9,5 Mio. Stück hinauf, dies sind +9% zum Vorquartal sowie ganze +47% zum Vorjahreszeitraum – welcher noch die Ausläufer des Katers nach dem Crytomining-Hype zu verkraften hatte. Die Absatzzahlen der letzten vier Quartale liegen allerdings mit durchgehend rund 9 Mio. Stück schon wieder auf einem langfristig "normalen" Niveau, vor dem Cryptomining-Hype wurden pro Quartal ähnlich viele Grafikkarten verkauft. An der Markverteilung änderte sich im übrigen nichts, das Ergebnis von 12% AMD zu 88% nVidia zu 0% Intel gab es genauso schon letztes Quartal.
| Desktop dGPU | Q2/2023 | Q3/2023 | Q4/2023 | Q1/2024 | Q2/2024 |
|---|---|---|---|---|---|
| Auslieferungsmenge | 6,44 Mio. Stück | 8,9 Mio. Stück | 9,5 Mio. Stück | 8,7 Mio. Stück | 9,5 Mio. Stück |
| AMD | 17,5% (1,13M) | 17% (~1,5M) | 19% (~1,8M) | 12% (~1,0M) | 12% (~1,1M) |
| nVidia | 80,3% (5,17M) | 81,5% (~7,3M) | 80% (~7,6M) | 88% (~7,7M) | 88% (~8,4M) |
| Intel | 2,3% (0,15M) | 1% (~0,1M) | 1% (~0,1M) | 0% (<0,05M) | 0% (<0,05M) |
| Marktanteile basierend auf ausgelieferten Stückzahlen, Quelle: Jon Peddie Research | |||||
Mit dem abgelaufenen zweiten Jahresquartal läßt sich eine neue Grafikkarten-Verkaufsstatistik der diesbezüglichen Absätze & Umsätze des deutschen Einzelhändlers 'Mindfactory' aufstellen, in Fortsetzung der Grafikkarten-Verkaufsstatistik für das Jahr 2023 sowie der entsprechenden Statistik für das erste Quartal 2024. Im Gegensatz zu selbigen Jahresanfangs-Quartal sah das zweite Quartal 2024 keinerlei weitere Grafikkarten-Neuvorstellungen, dafür allerdings die Marktdurchsetzung von nVidia "SUPER"-Serie und in Folge dessen einen deutlich ausgeglicheren Markt als noch im Jahr 2023. Wie die Grafikkarten-Absätze und -Umsätze von AMD, nVidia und Intel im zweiten Quartal 2024 bei der Mindfactory aussehen, wie der Vergleich zu den Vorquartalen ausfällt und welche Grafikkarten-Modelle bzw. Grafikkarten-Serien sich besonders weit vorn in der Absatz-Statistik positionieren konnten, wird dieser Artikel aufzeigen ... zum Artikel.
Der Twitter-Bot BenchLeaks weist auf Geekbench-Ergebnisse von "gfx1201" hin, welche früher schon der RDNA4-Architektur zugeordnet wurden. Als weitere technische Daten konnten aus diesen Geekbench-Ergebnissen wohl 28 WGP (entspricht 56 Shader-Clustern), 16 GB Grafikkartenspeicher und eine maximale Taktrate von 2.1 GHz entnommen werden. Die reinen Geekbench-Resultate sind drastisch niedriger als von bisherigen AMD-Grafikkarten gewohnt, ergo lief dieses Testmuster augenscheinlich noch mit erheblichen Einschränkungen (unbekannter Art). Demzufolge ist auch die Taktraten-Angabe nicht ernst zu nehmen, diesbezüglich ist noch alles möglich von gleichbleibenden Taktraten wie bei RDNA3 bis hin zu um die 3 GHz, wie zuletzt prognostiziert. In jedem Fall dürfte es sich hierbei um Validierungs-Tests handeln, wegen der schwachen Geekbench-Ergebnisse wohl noch in einem frühen Stadium. Mit 56 Shader-Clustern dürfte hierbei nicht das kommende XT-Modell ausgetestet worden sein (da der volle Navi-48-Chip über 64 Shader-Cluster verfügt), sondern die erste Salvage-Version von Navi 48.
gfx1201
browser.geekbench.com/v6/compute/2661748
browser.geekbench.com/v6/compute/2661764
browser.geekbench.com/v6/compute/2661771
browser.geekbench.com/v6/compute/2661774
browser.geekbench.com/v6/compute/2661917
Quelle: BenchLeaks @ X am 26. August 2024