VideoCardz haben die offiziellen Spezifikationen der GeForce GTX 780 Ti in der Hand – wonach die neue HighEnd-Karte mit den vollen 2880 Shader-Einheiten des GK110-Chips antreten wird. Die Taktraten sind mit 875/928/3500 MHz beim Chiptakt moderat, beim Speichertakt ergibt sich durch den recht hohen Speichertakt eine Speicherbandbreite sogar leicht oberhalb der Radeon R9 290X. Gegenüber der GeForce GTX Titan würde diese GeForce GTX 780 Ti dann 13,1% mehr Rechenleistung und 16,7% mehr Speicherbandbreite auf die Waage bringen, was die neue Karte in Richtung bis zu 15% schneller als die GeForce GTX Titan (und damit auch die Radeon R9 290X) herauskommen lassen sollte.
Wie HT4U berichten, hat nVidia kurzentschlossen auf die neue Situation am Grafikkarten-Markt nach dem Erscheinen von AMDs Radeon R200 Serie der Volcanic-Islands-Generation reagiert und die Listenpreise zur GeForce GTX 770 und 780 deutlich abgesenkt. So geht der Listenpreis der GeForce GTX 770 von bisher 399 auf nunmehr 329 Dollar nach unter, derjenige der GeForce GTX 780 von bisher 649 auf nunmehr sogar nur noch 499 Dollar.
Aus dem chinesischen Chiphell-Forum kommt ein angeblicher CPU-Z-Screenshot zur GeForce GTX 780 Ti, welcher deren vollständige Spezifikationen aufzeigt. So wird die Karte mit nur 2496 Shader-Einheiten etwas weniger als die GeForce GTX Titan (2688 Shader-Einheiten) aufweisen. Durch den höheren Chip-Takt von 902/954 MHz wird dies allerdings wieder ausgeglichen, so daß die GeForce GTX 780 Ti am Ende sogar 1,1% mehr theoretische Rechenleistung aufweist. Bei identischem Speicherinterface von 384 Bit DDR und einem Speichertakt von 3000 MHz sollte die GeForce GTX 780 Ti damit mindestens auf der Performance der GeForce GTX Titan herauskommen, vermutlich allerdings sogar um 1-2 Prozentpunkte schneller.
nVidia hat auf seinen US-Seiten zwei neue OEM-Grafikkarten gelistet: GeForce GTX 760 OEM und GeForce GTX 760 Ti OEM. Beide neuen OEM-Grafikkarten basieren auf dem GK104-Chip, weisen allerdings gegenüber der GeForce GTX 760 für das Retail-Segment abweichende Spezifikationen und damit Performance-Punkte auf.
Auf seinem Montreal-Event hat nVidia die "G-Sync" Technologie vorgestellt, mittels welcher nVidia sich aller Vsync-Problematiken in grundsätzlicher Art und Weise annehmen will. Wie bekannt, verhindert Vsync Tearing-Effekte, dafür kann man sich allerdings (bei üblichen 60-Hz-Monitoren) Framedrops einhandeln, unter TripleBuffering dann eine erhöhte Latenz.
Im Rahmen einer freitäglichen nVidia-Veranstaltung in Montreal hat nVidia mit der GeForce GTX 780 Ti den eigentlichen Kontrahenten zur Radeon R9 290X für eine Veröffentlichung Mitte November angekündigt. Die bisher bekanntgegebenen Daten zu dieser Karte sind allerdings nur höchst spärlich: 3 GB GDDR5 werden als Speicher Verwendung finden, zudem deuten ein 6poliger samt einem 8poligen Stromstecker auf eine TDP kleiner 300 Watt an – was natürlich viel Spielraum läßt. Am ehesten kann man wohl daran, für welchen Zweck die Karte gedacht ist, deren Hardware-Daten und damit deren Performance abschätzen.
Nachdem AMD lange Zeit über das Jahr mit zum Teil sehr attraktiven Spiele-Bundles (aktuell ist das "Never Settle Forever" Bundle, welches allerdings noch nicht auf die Radeon R200 Serie erweitert wurde) punkten konnte und nVidia nur mit sehr lauwarm entgegengenommenen F2P-Item-Bundles konterte, hat man sich in Kalifornien dann doch dazu entschlossen, eigene Spiele-Bundles für seine Grafikkarten des Performance- und HighEnd-Segments aufzulegen.
Insbesondere in den letzten Tagen ist AMDs Volcanic-Islands-Serie ein bestimmendes Thema – ganz besonders nachdem klar wird, daß speziell die drei Top-Modelle Radeon R9 280X, 290 & 290X mit richtig attraktiven Preis/Leistungs-Verhältnissen antreten werden. Aber dies wird nVidia natürlich auch zu einer Reaktion zwingen, wenn sich die GeForce GTX Titan zu einem Preis von mehr als 800 Euro gegen eine wohl leicht schnellere Radeon R9 290X zu einem Preis von scheinbar unter 600 Euro versuchen muß.
Im Zuge der Diskussion über die Meldung zu den verschiedenen Tier-Levels von DirectX 11.2 fiel noch ein besserer Vorschlag zur Kennzeichnung von "Tier 1" und "Tier 2" bei DirectX 11.2: Man kann dies auch (inoffiziell) "DirectX 11.2a" und "DirectX 11.2b" benennen – damit wäre eine klare Unterscheidung getroffen, ohne den eher umständlichen Weg über die verschiedenen Tier-Level gehen zu müssen. Gleichzweitig wäre aber das "DirectX 11.2" wieder da, was ja rein offiziell den Southern-Islands-basierten Grafikkarten durchaus zusteht.
Die PC Games Hardware hat dankenswerterweise eine Vielzahl an Grafikkarten durch die Beta von Battlefield 4 unter jeweils aktuellen, BF4-optimierten Treibern von AMD und nVidia gescheucht und kann damit einen ersten Performance-Eindruck zum kommenden Action-Spektakel liefern. Die Beta-Version setzt ein 64-Bit-Windows samt DirectX 11 voraus – und ist auch ansonsten durchaus etwas für HighEnd- und zukünftige Hardware, da die allerhöchsten Settings (inklusive spieleigenem Downsampling Anti-Aliasing) noch nicht einmal von einer GeForce GTX Titan zu bewältigen sind.