Intel-Prozessoren

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AMDs Radeon-Chef Raja Koduri geht zu Intel

Aufreger des Tages ist sicherlich der durch Raja Koduri ausgelöste doppelte Schock: Der frühere Chef von AMDs Radeon Technologies Group (RTG) hatte bekanntlich nach dem Vega-Release eine mehrwöchige "Besinnungs-Pause" angekündigt. Aus dieser wird er nun nicht zu AMD zurückkehren, wie ein von Hexus veröffentlichtes AMD-internes Abschieds-Memo belegt – sondern geht vielmehr direkt zu Intel, wie selbige (freudestrahlend) per Pressemitteilung in dieser Nacht verkündet haben. Bei Intel wird Raja Koduri ab diesen Dezember als "Chief Architect" für Grafik-Angelegenheiten sowie Vize-Präsident der neu formierten "Core and Visual Computing Group" tätig sein. In selbiger werden augenscheinlich alle Grafik-Aktivitäten von Intel zusammengefasst – von der einfachen integrierten Prozessoren-Grafik bis hin zu GPGPU-Beschleunigern für professionelle Zwecke. Wie weit Intel da gehen will, ist noch unklar, der Drang nach vorn aber in jedem Fall erkennbar – nachdem "Grafik" bei Intel bislang eher mehr so nebenbei mitlief. Die Intel-Pressemitteilung nennt hierzu zwar explizit "high-end discrete graphics solutions", beschreibt aber nicht deren Einsatzzweck – sprich, ob es sich um Gaming- oder Profi-Lösungen handeln soll.

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Intel bestätigt Intel-CPU mit AMD-Grafik für das erste Quartal 2018

Spekuliert wurde schon des längerem darüber, nun hat es Intel endlich zugegeben: Man wird zukünftig im Mobile-Bereich Intel-CPUs mit Grafikchips von AMD anbieten – wenngleich nicht derart eng integriert, wie einige der vorherigen Gerüchte noch angenommen hatten. So wird AMD weder seine Grafiktechnologie zur direkten Integration in einen Intel-Prozessor lizenzieren, noch wird man Intel-CPU und AMD-iGPU auf einen Interposer direkt nebeneinander pappen – vielmehr sind Intel-CPU und AMD-iGPU nur mehr oder weniger nah auf einem ungewöhnlich großen Trägermaterial angebracht. Eine echte Integration ist dies auf keinen Fall, die Chips werden auch weiterhin getrennt gefertigt – wobei die AMD-Grafik vermutlich weiterhin bei GlobalFoundries gefertigt und seitens Intel nur zugekauft wird. Im eigentlichen könnten die Notebook-Hersteller selbiges auch schon jetzt (in ähnlicher Form) bauen – Intel macht es nur offiziell und wird dann sicherlich auch darauf achten, das die Performance der AMD-Grafik bestmöglich ausgeschöpft wird bzw. nicht mit der iGPU des Intel-Prozessors ins Gehege kommt (selbige wird womöglich hierfür komplett deaktiviert).

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Neuer Artikel: Launch-Analyse Intel Coffee Lake

Mittels "Coffee Lake" bringt Intel seine 8. Core-Generation nunmehr auch ins Desktop-Segment, nachdem man entsprechende Mobile-Beschleuniger (allerdings Kaby-Lake-basierend) bereits vorher schon angekündigt hatte. Im Desktop-Segment steht Coffee Lake primär für erstmals bei Intel Sechskern-Prozessoren im normalen Consumer-Segment, sprich dem Mainstream- oder besser Midrange-Bereich. Dies ist sicherlich primär eine Reaktion auf AMDs Ryzen-Prozessoren, andererseits dürfte Intel diesen Schritt sicherlich schon des längerem in der Schublade gehabt haben. Eigentlich erst für den Jahresstart 2018 geplant, starten nunmehr im Oktober 2017 bereits die ersten 6 Coffee-Lake-Modelle für den Desktop samt des ersten passenden Mainboard-Chipsatzes Z370, welcher aufgrund der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit und der Termin-Vorverlegung allerdings nur ein umgelabelter Z270-Chipsatz ist. Wie weit Intel mit seinen ersten Midrange-Sechskernern kommt bzw. was die (vielen) Launchreviews hierzu an Daten und Benchmarks produziert haben, soll mit dieser Launch-Analyse nachfolgend zusammengefasst und verdichtet werden ... zum Artikel.

Ryzen 7 1700X Core i7-8700K Ryzen 7 1800X
Technik 8C +SMT, 3.4/3.8 GHz +XFR, 95W TDP, 399$ 6C +HT, 3.7/4.7 GHz, 95W TDP, 359$ 8C +SMT, 3.6/4.0 GHz +XFR, 95W TDP, 499$
Anwend.-Perf. 90,8% 100% 95,6%
Spiele-Perf. 84,4% 100% 87,0%
Übertaktbarkeit Richtung 3.9 GHz Richtung 5.0+ GHz Richtung 4.0 GHz
Straßenpreis ab 328€ prognost. 339€ (aktuell ab 389€) ab 426€
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Zum Problem der Übertaktung ab Werk bei aktuellen Intel-Mainboards

Im Zuge der Launchreviews zu Intels Coffee-Lake-Generation haben Hardware.fr dankenswerterweise auf die Problematik der automatischen Übertaktung einiger aktueller Mainboards für Intel-Prozessoren hingewiesen, im speziellen wurde hierbei Mainboard-Hersteller Asus explizit negativ erwähnt. Auf dessen Platinen (nicht nur beschränkt auf die neuen Coffee-Lake-Prozessoren) ergibt sich oftmals der Effekt, das die CPUs schon in den Standardeinstellungen mit maximierten Turbo-Taktstufen betrieben werden, sprich beispielsweise beim Core i7-8700K ein AllCore-Turbo von 4.7 GHz anliegt. Zur Unterstützung dessen wird auch noch Intels TDP-Limit umgangen bzw. jenes vom Mainboard selbsttätig hochgesetzt. Als Besonderheit kam zuletzt auch noch eine automatische Übertaktung des Level3-Caches hinzu, welcher beim Core i7-8700K eigentlich auf dem Basetakt von 3.7 GHz laufen sollte, auf Asus-Mainboards nun aber mit gleich 4.4 GHz angesprochen wird. Speziell für das letztgenannte Overclocking-Feature konnten Hardware.fr einen Performanceeffekt von immerhin +3,8% unter Anwendungs-Benchmarks sowie +5,7% unter Spiele-Benchmarks ermitteln.

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Coffee Lake Launchreviews: Die Testresultate zur Anwendungs-Performance im Überblick

Als kleinen Teaser auf die kommende Launch-Analyse zu Intels Coffee Lake seien hiermit bereits die inzwischen ausgewerteten Benchmarks zur Anwendungs-Performance dargereicht. Jene beziehen sich nur auf die Sechskern-Modelle Core i5-8400, Core i5-8600K und Core i7-8700K, da zu den Vierkern-Modellen derzeit noch zu wenige Testresultate vorliegen. Die Sechskerner wurden hingegen breitflächtig und gegen eine ausreichende Zahl an früheren Intel- und aktuellen AMD-Prozessoren getestet, hierbei ergeben sich (durch die Masse der Benchmarks) einwandfrei belastbare Ergebnisse. Wie üblich wurden die hier und da fehlenden Resultate einzelner CPUs anhand der vorhandenen Resultate interpoliert und nachfolgend der finale Performance-Gesamtschnitt zugunsten jener Testberichte mit besonders vielen Einzeltests (maßvoll) gewichtet. Hierbei kamen die folgenden Performance-Differenzen bezogen auf die drei neuen Intel-Sechskerner heraus:

7600K 7700K 7800X 1500X 1600X 1700X 1800X
Core i5-8400  (6C) +25,3% -5,7% -20,1% +24,5% -7,2% -19,2% -23,3%
Core i5-8600K  (6C) +38,6% +4,3% -11,6% +37,7% +2,7% -10,6% -15,2%
Core i7-8700K  (6C+HT) +73,1% +30,3% +10,5% +72,0% +28,3% +11,6% +5,9%
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Erste Reviews zu Core i5-8600K & Core i7-8700K bestätigen den hohen Performancesprung von Coffee Lake

Videocardz weisen auf die ersten drei (vollständigen) Hardwaretests zu Intels Core i5-8600K und Core i7-8700K aus der Coffee-Lake-Generation hin, welche einige Tage vor deren Launch bereits erschienen sind. Augenscheinlich sind Distributoren und Einzelhändler teilweise schon mit diesen Prozessoren versorgt, anders sind jene Testberichte seitens Expreview, PCOnline und Lab501 kaum zu erklären. Diese ersten Reviews bringen eine größere Benchmark-Auswahl und damit belastbarere Ergebnisse als bei den Vorab-Tests mit sich, wenngleich bei diesen drei Reviews immer noch die nahezu theoretischen Benchmarks zu stark im Vordergrund standen – und deswegen die Ergebnisse unserer Meinung nach immer noch etwas zu hoch ausfallen. Im Schnitt der drei Testberichte soll der Core i7-8700K gegenüber seinem Kaby-Lake-Vorgänger Core i7-7700K um +40,1% schneller sein, der Core i5-8600K gegenüber seinem Kaby-Lake-Vorgänger Core i5-7600K gemäß eines einzelnen Testberichts sogar um +48,1%.

Anwendungen i5-7600K i5-8600K R5-1600X i7-7700K i7-8700K i7-7800X R7-1800X
Technik Kaby Lake, 4C, 3.8/4.2 GHz, 91W TDP, 242$ Coffee Lake, 6C, 3.6/4.3 GHz, 95W TDP, 257$ Zen, 6C +SMT, 3.6/4.0 GHz +XFR, 95W TDP, 249$ Kaby Lake, 4C +HT, 4.2/4.5 GHz, 91W TDP, 339$ Coffee Lake, 6C +SMT, 3.7/4.7 GHz, 95W TDP, 359$ Skylake-X, 6C +HT, 3.5/4.0 GHz, 140W TDP, 383$ Zen, 8C +SMT, 3.6/4.0 GHz +XFR, 95W TDP, 499$
Expreview  (16 Tests) - - - 100% 129,2% 120,5% -
PCOnline  (10 Tests) - 91,3% 110,2% 100% 149,2% - 137,2%
Lab501  (10 Tests) 69,2% 102,6% 106,6% 100% 141,8% 124,1% 132,0%
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Umfrage-Auswertung: Wie hoch läßt sich Kaby Lake in der Praxis übertakten?

Mit einer Umfrage von Anfang September wurde die Frage gestellt, wie hoch sich Intels Kaby Lake in der Praxis übertakten läßt. Die Hardwaretester hatten hierzu zum Kaby-Lake-Launch eine eindeutige Meinung – Kaby Lake wäre beachtbar besser zum Übertakten geeignet als Skylake, könnte im Schnitt der seinerzeitigen Ergebnisse immerhin 4.9 bis 5.0 GHz Takt erreichen. In der Anwenderpraxis kommen meistens immer noch leicht andere Ergebnisse heraus – wie am Umfrageergebnis zu sehen, wo sich die Masse der Übertaktungsergebnisse zu Kaby Lake eher denn bei 4.7 bis 5.0 GHz tummelt. Der nominelle Schnitt über alle Übertaktungsergebnisse zu Kaby Lake liegt dann bei 4.77 GHz – und ist damit sicherlich beachtbar besser als bei Skylake (4.54 GHz), aber eben doch noch ein ganzes Stück von der 5-GHz-Marke entfernt.

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Neuer Artikel: Zur Performance von Core i7-7960X & -7980XE

Vergleichsweise ohne größeres Echo hat Intel am Montag den zweiten Teil des Core-X-Portfolios in den Markt sowie zu den Hardwaretestern gebracht. Es gab zwar gerade im englischsprachigen Bereich trotzdem eine stattliche Anzahl entsprechender Hardwaretests, allerdings wurde hierbei primär nur der 18-Kerner Core i9-7980XE getestet, einige Tester hatten auch noch den 16-Kerner Core i9-7960X zur Verfügung. Der 14-Kerner Core i9-7940X fehlt hingegen ganz – und auch die Benchmarks zum eigentlich schon vor einem Monat avisierten 12-Kerner Core i9-7920X wurden auch bei dieser Gelegenheit nicht nachgereicht. Intels Augenmerk lag wohl gänzlich darauf, AMDs Ryzen Threadripper 1950X den Performance-Thron zu entreißen – dafür gab es jede Menge Benchmarks mit der 2000-Dollar-CPU Core i9-7980XE, die interessanteren Teile des höheren Core-X-Portfolios wurden hierbei allerdings oftmals nicht beachtet ... zum Artikel.

i9-7900X TR-1950X i9-7960X i9-7980XE
Technik Skylake-X, 10C +HT, 3.3/4.3 GHz +TB3.0, 140W TDP Zen, 16C +SMT, 3.4/4.0 GHz +XFR, 180W TDP Skylake-X, 16C +HT, 2.8/4.2 GHz +TB3.0, 165W TDP Skylake-X, 18C +HT, 2.6/4.2 GHz +TB3.0, 165W TDP
Anwendungs-Performance 92,5% 100% 113,7% 116,8%
übliche Übertaktung 4.5-4.6 GHz 4.0 GHz 4.5-4.6 GHz 4.5-4.6 GHz
Listenpreis 989$ 999$ 1699$ 1999$
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Nochmals Vorab-Benchmarks zum Core i7-8700K aufgetaucht

WCCF Tech breiten einige weitere fernöstliche Benchmarks zum Core i7-8700K aus, leider wird deren Quelle (wiederum) nicht genannt. Die neuen Benchmarks ergänzen das schon bestehende Performance-Bild auf Basis anderer Vorab-Benchmarks zum Core i7-8700K: Meldung #1, Meldung #2, Meldung #3 & Meldung #4. Vergleichende Zahlen desselben Testers gibt es leider nicht, diese müssen aus anderen Hardware-Tests zusammengeklaubt werden – was immer einen gewissen Unsicherheitsfaktor ergibt, trotz das es sich hierbei um eigentlich sehr gut vergleichbare Standard-Benchmarks handelt. Bezüglich der insgesamt herauskommenden Performance gibt es trotzdem natürlich keinerlei Überraschungen: Der Core i7-8700K von Coffee Lake rennt dem Core i7-7700K von Kaby Lake in diesen nahezu ideal skalierenden Tests um +42% davon, gegenüber dem Core i7-7800X von Skylake-X liegt der kommende Intel-Prozessor noch um +9% vorn.

Core i7-7700K Core i7-8700K Core i7-7800X
Technik Kaby Lake, 4C +HT, 4.2/4.5 GHz, 91W TDP, 339$ Coffee Lake, 6C +SMT, 3.7/4.7 GHz, 95W TDP, 359$ Skylake-X, 6C +HT, 3.5/4.0 GHz, 140W TDP, 383$
3DMark13 TimeSpy (CPU) 5329 7686 7098
3DMark13 FireStrike (Physics) ~14500 19256 ?
Cinebench R15 (MultiThread) 972 1402 1281
CPU-Z (SingleThread) 538 525,4 472
CPU-Z (MultiThread) 2739 3832,6 3641
FritzChess (SingleThread) 3518 3513 3167
FritzChess (MultiThread) 17468 24537 21352
gemittelte MT-Performance Basis=100% +42% +30%
Werte-Quellen 7700K & 8700X: ComputerBase, Bit-Tech & WCCF Tech; 8700K: WCCF Tech
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Intel kündigt die Coffee-Lake-Generation für den 5. Oktober 2017 an

Prozessorenentwickler Intel hat die Coffee-Lake-Generation offiziell für einen Marktstart am 5. Oktober 2017 angekündigt. Die Coffee-Lake-Prozessoren werden wie erwartet unter dem Verkaufslabel der "Core iX-8000" Serie im Desktop-Markt erscheinen – für Mobile-Bedürfnisse enthält diese Prozessoren-Serie wie bekannt keine Coffee-Lake-basierten Prozessoren, sondern einen Kaby-Lake-Refresh. Die Daten der angekündigten Prozessoren-Modelle entsprechen (bis auf minimale Abweichungen) den Vorab-Informationen, die bislang noch unbekannten Taktraten der integrierten Grafik sowie der einzelnen Turbo-Stufen hat Intel noch nicht offiziell bekanntgegeben. Großartige Hinweise auf die konkreten Architektur-Verbesserungen von Coffee Lake sind derzeit auch noch nicht bekannt – es wird dann Aufgabe der Launchreviews zum 5. Oktober sein, dies auszubreiten bzw. deren Effekt herauszuarbeiten.

Intel "Coffee Lake" offizielle Spezifikationen
Intel "Coffee Lake" offizielle Spezifikationen
Intel "Coffee Lake" Plattform Overview
Intel "Coffee Lake" Plattform Overview
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