The Motley Fool haben ein Linkedin-Profil ausgegraben, welches von der Arbeit an "Intel Cannonlake SoCs integrated 4/6/8 cores" spricht – und damit einen deutlichen Hinweis darauf liefert, daß Intel mit der Mitte 2017 antretenden Cannonlake-Architektur erstmals Achtkern-Prozessoren im "normalen" Consumer-Portfolio anbieten will (die Nenung eines "SoCs" schließt Server-Modelle automatisch aus).
Beim eigentlichen Skylake-Launch am 5. August gab es wie bekannt nur die beiden K-Modelle Core i5-6600K und Core i7-6700K sowie den dafür passenden Übertakter-Chipsatz Z170. Nun hat Intel in der Nacht von Dienstag zum Mittwoch das restliche Skylake-Portfolio offiziell gemacht, darunter auch die weiteren Desktop-Modelle bis hinunter zu den Pentium-Modellen samt der dafür gedachten LowCost- und Mainstream-Chipsätze.
Die Umfrage der vorletzten Woche beschäftigte sich mit den praktischen Übertaktungserfolgen beim Haswell-Refresh "Devils Canyon", sprich den Prozessoren Core i5-4690K und Core i7-4790K. Ausgeschlossen wurden hierbei (eigentlich) Wasserkühlung und andere exotische Kühlmaßnahmen, um eher einen Schnitt der üblichen Haus-Übertaktung zu erhalten als denn das, was Spitzen-Overclocker in der Lage sind, maximal herauszuholen. Als Richtschnur stand dabei der Punkt fest, daß "Devils Canyon" von den seinerzeitigen Launchartikel auf durchschnittlich 4.7 GHz gebracht werden konnte – diese Overclocking-Leistung galt es zu bestätigen oder zu wiederlegen.
Die Umfrage der letzten Woche beschäftigte sich mit dem Launch von Intels Skylake Prozessoren-Architektur und dem Ersteindruck der Anwender zu dieser. Das dabei aufgezeigte Ergebnis steht ein wenig zwischen den Stühlen: Nur 24,9% positiver Ersteindruck sind schwach für eine neue Prozessoren-Architektur – gerade wenn man sich die Historie zu den Launches von früheren Prozessoren-Architekturen ansieht: AMDs verschiedene APUs kamen oftmals hierbei auf 50%-Wertungen, Intels Sandy Bridge brillierte bei 75,9% positivem Ersteindruck, selbst AMDs Vishera Bulldozer-Refresh kam noch auf 28,2%.
Zu Intels Broadwell Prozessoren-Architektur fehlt noch eine genauere Betrachtung der damit erreichbaren Overclocking-Frequenzen – immerhin taktet Broadwell vergleichsweise niedrig (Core i7-5775C startend bei nur 3.3 GHz), kommt aber wie Skylake bereits in der 14nm-Fertigung daher und sollte damit eigentlich über reichlich Overclocking-Spielraum verfügen. In der Praxis haben sich von den sowieso wenigen Broadwell-Tests die meisten das Overclocking-Experiment geschenkt, da Intel schon vorab Broadwell nicht gerade als die Overclocking-CPU benannt hatte.
Nicht unähnlich dem Performance-Vergleich der aktuellen HighEnd/Enthusiasten-Grafikkarten kann man aufgrund der vorliegenen Performance-Resultate nach dem Launch von Intels Skylake-Architektur auch einen entsprechenden Performance-Vergleich auf Prozessoren-Seite aufstellen. Interessant ist hierbei insbesondere ein (viel) größeres Bild, sprich das Blick zurück zu früheren Intel-Architekturen – resultierend aus dem Umstand, daß die Performancegewinne der neueren Intel-Architekturen zu gering sind und daher kaum jemand direkt von Haswell auf Skylake wechseln dürfte.
Mit dem 5. August 2015 stellt Intel endlich wieder einmal eine neue CPU-Architektur vor, welche auch dem Desktop-User zugute kommt: Skylake. Nach dem faktischen Rückzug der Broadwell-Architektur auf Nischen- und Mobile-Bedürfnisse ist dies nach der immerhin schon zwei Jahre alten Haswell-Architektur endlich wieder einmal etwas neues für den geneigten Desktop-User. Neben der neuen CPU-Architektur bietet Intel auch eine neue Generation an integrierter Grafiklösungen an, zudem kommt Skylake mit einem neuen, eigenen Ökosystem aus neuem Sockel, neuen Mainboard-Chipsätzen und neuem Speicher in Form von DDR4 daher.
Nachdem bislang schon der Skylake-Launch am 5. August auf der Gamescom bekannt war, welchen Intel allerdings auch nur mit den zwei K-Modellen samt dem Z170-Chipsatz begehen will, bringen CPU-World nunmehr genauere Informationen zu der Anfang Septembr geplanten zweiten Welle an Skylake-Prozessoren: Hier wurde zuerst einmal der Termin auf den 1.
Nach der aktualisierten AMD-Roadmap wäre natürlich auch noch die Intel-Roadmap zu aktualisieren – auch hier hat es in letzter Zeit einige neue Informationen bzw. sogar regelrechte Neuzugänge gegeben hat. Ausgangspunkt sind logischerweise die Markteintritte von Braswell (im März/April) und Broadwell (im Juni), auch wenn letzterer weitgehend nur für das Mobile-Segment erfolgte und im Desktop weiterhin der bekannte Haswell-Refresh das Maß der Dinge darstellt.
Beim chinesischen TechBang war kurzzeitig der Test eines ECS Z170-Mainboards für Intels Skylake-Prozessoren zu sehen (derzeit noch über den Google-Cache zu erreichen), welcher auch schon einige Benchmarks zum serienmäßigen Core i7-6700K in sich trug.