Intel-Prozessoren

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Neuer Artikel: Launch-Analyse Intel Broadwell-E

Mit dem Start der Computex hat Intel seine nächste Enthusiasten-Plattform vorgestellt und auch in den Handel entlassen: Broadwell-E beerbt das schon vor zwei Jahren vorgestellte Haswell-E. Im selben Sockel 2011v3 antretend und dieselbe Mainbard-Plattform benutzend, ist Broadwell-E ein faktischer Refresh – welcher aber dennoch durch die erstmalige Verwendung der 14nm-Fertigung bei diesen Enthusiasten-Prozessoren und damit den ersten Zehnkerner im Consumer-Segment etwas besonderes zu bieten hat. Wir fassen nachfolgend die Spezifikationen, Performance-Messungen und Overclocking-Ergebnisse des Launches zusammen, wobei wie üblich besonderes Augenmerk auf der Performance-Einstufung der neuen Prozessoren gegenüber den bisherigen Enthusiasten-Prozessoren liegt ... zum Artikel.

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Neue Intel-Roadmap zeigen die Broadwell-E-Nachfolger Skylake-X und Kaby-Lake-X im zweiten Quartal 2017

Bei chinesischen BenchLife (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) ist eine neue Intel Prozessoren-Roadmap aufgetaucht, welche größtenteils älteres Wissen bestätigt, in einem Punkt auch auch neues bis hin zu einer kleinen Überraschung bietet. Bei den "normalen" Prozessoren wird wie bekannt der Skylake-Refresh "Kaby Lake" vom dritten Quartal 2016 bis zum zweiten Quartal 2017 seinen (mehrfach) abgestuften Marktstart haben, die eigentliche neue Intel-Architektur in Form der in der 10nm-Fertigung antretenden Cannonlake-Generation gibt es erst ab dem dritten Quartal 2017. Wie üblich wird Intel im zweiten Quartal des Jahres 2017 auch wieder eine neue Enthusiasten-Lösung bringen, welche dann den aktuell gerade vorgestellten Broadwell-E ablösen wird. Regulär wäre hier erst einmal Skylake-E dran – aber Intel stößt diesbezüglich frühere Planungen um und will an dieser Stelle nunmehr gleichzeitig Skylake-X und Kaby-Lake-X bringen.

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Was bringen höhere Speichertaktungen bis DDR4/4000 an Mehrperformance?

Beim TechSpot hat man sich mit dem Effekt verschiedener DDR4-Speichertaktungen beschäftigt – ein Thema, welches seit den Anfangszeiten der modernen PCs interessant war, zuletzt aber mangels entsprechender Leistungszuwächse bei höheren Speichertaktungen eher in den Hintergrund geriet. Doch wider Erwarten bewegt sich nun doch wieder etwas nach mit höheren Speichertaktungen: Unter Anwendungs-Benchmarks ging es von DDR4/2133 auf DDR4/3000 um 17,5% nach oben, auf DDR4/4000 sogar um 33,9%. Doch selbst unter Spiele-Benchmarks auf höchster Bilqualität und einer Auflösung von 2560x1440 gab es mit +11,4% für DDR4/3000 und +20,0% für DDR4/4000 (jeweils gegenüber DDR4/2133) noch interessante Ausschläge. Selbige wurde allerdings begünstigt durch die benutzte Grafikpower mit 2x GeForce GTX 980 Ti im SLI-Verbund, wo dann also die anliegende CPU-Power zur bestmöglichen Ausnutzung der beiden Grafikkarten eine regelrecht erhebliche Rolle spielt.

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Die offiziellen Spezifikationen und (nochmals höheren) Listenpreise zu Intels Broadwell-E

Videocardz zeigen Intels Launchpräsentation zu Broadwell-E, welche sowohl die offiziellen Spezifikationen dieser Prozessoren offenlegt, den finalen Listenpreis bekanntgibt, also auch die von Intel neu in den Hut geworfenen Features aufzeigt. Bezüglich der Spezifikationen ändert sich nicht zu dem schon seit einiger Zeit bekannten Bild, bestätigt werden nun allerdings die (erwarteten) PCI-Express-Abspeckungen beim kleinsten Modell Core i7-6800K, welches wie der Core i7-5820K aus dem Haswell-E-Portfolio nur auf 28 PCI Express 3.0 Lanes zurückgreifen kann (alle anderen Modelle: 40 PCI Express 3.0 Lanes). Der Rest stimmt 1:1 mit den Daten vom November 2015 überein – inklusive auch der sehr geringfügigen Taktratengewinne durch Broadwell-E:

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Weitere Benchmarks zum Core i7-6950K zeigen einiges Potential bei Broadwell-E auf

Das chinesische XFastest (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) bietet den ersten (nominell) ernstzunehmenden Test des Core i7-6950K aus Intels kommender Broadwell-E-Riege an – ernstzunehmen, weil hierbei ein Core i7-5960X aus dem Haswell-E-Portfolio auf (hoffentlich) demselben System mitlief und sich somit die Performancedifferenzen zwischen beiden Prozessoren genauer als bei den bisherigen Vorabmessungen zum Core i7-6950X bestimmen lassen sollten. Natürlich handelt es sich hierbei in erster Linie um einen Vergleich von Achtkerner gegen Zehnkerner – bei den Architekturen dürfte kein so großer Unterschied vorhanden sein, auch die nominellen Taktraten sind gleich. Broadwell-E könnte natürlich wegen der besseren 14nm-Fertigung den Turbo-Spielraum womöglich besser ausnutzen als Haswell-E, dies ist trotz der gleichen nominellen Taktraten einzukalkulieren.

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Benchmarks zum Core i7-6950K zeigen das Potential von Intels erstem Zehnkern-Prozessor

Nach den Benchmarks zum Core i7-6850K kommen nun von mehreren Quellen weitere Broadwell-E-Benchmarks zum ersten Zehnkern-Prozessor im Consumer-Segment, dem Core i7-6950X. Zu nennen sind hierbei Messungen seitens BenchLife und aus dem Overclock.net-Forum auf default-Taktraten, zuzüglich eines kompletten Vergleichs von Core i7-6950X gegen Xeon E3-1680 v3 auf einheitlichen Taktraten von 4.0 GHz. An unterschiedlichen Taktraten scheitern allerdings auch die Benchmarks auf regulärem Takt nicht wirklich – da Core i7-6950X und Core i7-5960X beiderseits regulär auf 3.0/3.5 GHz antreten. Hier ergibt sich ein nahezu perfekter Vergleich dessen, was Broadwell-E mehr an IPC gegenüber Haswell-E mitbringt – inklusive (und vor allem) natürlich auch, was die zehn CPU-Rechenkerne (samt größerem Level3-Cache) des Core i7-6950X gegenüber den acht CPU-Rechenkernen des Core i7-5960X an Mehrleistung erbringen:

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Weitere Benchmarks zum Core i7-6850K klaren das Bild zu Broadwell-E auf

In Ergänzung der bisherigen Benchmarks zum Core i7-6850K aus Intels Broadwell-E-Portfolio kommen aus dem Overclock.net-Forum noch zwei weitere Benchmarks derselben Quelle. Hierbei wurden im Cinebench R11.5 sowie im HWBot-Prime-Benchmarks jeweils knapp oberhalb 7% Performancegewinn vermessen – was einen guten Mittelwert gegenüber den bisherigen Benchmarks (+2%, +10% und +15%) darstellt. In der Summe der bisherigen Benchmarks ergibt sich somit ein Performancegewinn von gemittelt +8,3% zugunsten von Broadwell-E – unter Übertaktung wohlgemerkt. Denn nach wie vor gilt als hauptsächliche Erklärung für diesen (unerwartet hohen) Performancegewinn seitens Broadwell-E unter gleichen nominellen Taktraten, das Broadwell-E diese hohen Taktraten in der Praxis besser halten kann, sprich seltener (oder gar nicht) auf seinen Basistakt zurückgehen muß. Das jener Basistakt in diesem Vergleich zudem um 300 MHz höher liegt (verglichen wurde das kleinere Sechskern-Modell von Haswell-E mit dem größeren Sechskern-Modell von Broadwell-E), lenkt zudem diesen Vergleich ganz automatisch zugunsten von Broadwell-E – seriöser wäre der Vergleich Core i7-6850K (3.6/3.8 GHz) gegen Core i7-5930K (3.5/3.7 GHz) gewesen, nicht gegen den Core i7-5820K (3.3/3.6 GHz).

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Erste Benchmarks zum Core i7-6850K aus Intels Broadwell-E-Portfolio sehen vielversprechend aus

Aus dem Forum von Overclocker.net kommen erste Benchmarks eines Broadwell-E-Prozessors in Form des Core i7-6850K, dem höheren der beiden Sechskern-Modelle im Broadwell-E-Portfolio. Jener Prozessor wurde gleich mit einem Core i7-5820K aus der Haswell-E-Riege verglichen – technisch haben beide Prozessoren dieselben Eckdaten (6 CPU-Rechenkerne plus HyperThreading mit 15 MB Level3-Cache), die Taktrate wurde zudem einheitlich auf 4.2 GHz gebracht. Damit ergibt sich ein feiner taktnormierter Vergleich, welcher trotz der angetretenen nur drei Benchmarks gewisse Aussagen mitbringt: Die nur 2,2% Zugewinn unter SuperPI deuten den recht geringen Pro/MHz-Leistungsgewinn auf nur einem Rechenkern an, welchen die Broadwell-Generation gegenüber der Haswell-Generation bekannterweise aufweist – der interessanteste Teil von Broadwell in Form des eDRAM fehlt bei den Broadwell-E-Modellen, womit nur noch wenige Architektur-bezogene Verbesserungen übrig bleiben.

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Umfrage-Auswertung: Wieviele CPU-Kerne sind verbaut (2016)?

Eine Umfrage von Mitte April ging der Frage nach, wieviel (physikalische) CPU-Kerne in Desktop-Systemen sowie DTRs verbaut sind – sowie, ob hierbei jeweils Bedarf nach mehr CPU-Kernen gesehen wird. Dieser Umfrage gingen ähnliche Umfragen vom Januar 2012 sowie Mai 2014 voraus, deren Ergebnisse sich zumindest teilweise vergleichen lassen. Mit der aktuellen Umfrage wird erneut die herausragende Stellung der Vierkern-Prozessoren belegt, welche gleich 68,1% der Umfrage-Teilnehmer in ihren Desktop- und DTR-Systemen einsetzen. Dabei liegen inzwischen nur noch 7,5% der Umfrage-Teilnehmer unterhalb der Marke von vier CPU-Rechenkernen, dafür aber gleich 24,4% oberhalb dieser Marke – setzen also mehr als vier CPU-Rechenkerne ein.

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Intel stellt Sofia & Broxton ein, zieht sich aus dem Markt für Smartphone-SoCs zurück

Ein ziemlicher Schocker versteckt sich in einer Analyse zur neuen Intel-Strategie seitens Forbes: Intel hat alle Arbeiten an x86 Smartphone-SoCs eingestellt – im genauen dem LowCost-SoC "Sofia" sowie dem noch nicht erschienenen HighEnd-SoC "Broxton", letzterer ein Abkömmling aus der Apollo-Lake-Entwicklung von Intels LowPower-Prozessoren. Golem bestätigten mittels Rückfrage bei Intel die Einstellung dieser beiden SoCs, nach denen Intel nur noch mit CherryTrail-basierten Produkten als potentielle Smartphone-SoCs dasteht. In beiden Fällen sind die dort herauskommenden SoCs aber nicht wirklich gut für das Smartphone-Segment geeignet – was dann letztlich dazu führt, das Intel jenes Smartphone-Segment faktisch komplett aufgibt. Angesichts der Milliarden-Investitionen (samt Milliarden-Verlusten) in diese Sparte ist dies ein erstaunlicher Schritt, welcher sicherlich dem geringen Markterfolg der x86 Smartphone-SoCs von Intel Rechnung trägt, trotzdem aber für einen Chipriesen wie Intel eine schwere Niederlage darstellt.

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