IT-Business

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Intel stellt Sofia & Broxton ein, zieht sich aus dem Markt für Smartphone-SoCs zurück

Ein ziemlicher Schocker versteckt sich in einer Analyse zur neuen Intel-Strategie seitens Forbes: Intel hat alle Arbeiten an x86 Smartphone-SoCs eingestellt – im genauen dem LowCost-SoC "Sofia" sowie dem noch nicht erschienenen HighEnd-SoC "Broxton", letzterer ein Abkömmling aus der Apollo-Lake-Entwicklung von Intels LowPower-Prozessoren. Golem bestätigten mittels Rückfrage bei Intel die Einstellung dieser beiden SoCs, nach denen Intel nur noch mit CherryTrail-basierten Produkten als potentielle Smartphone-SoCs dasteht. In beiden Fällen sind die dort herauskommenden SoCs aber nicht wirklich gut für das Smartphone-Segment geeignet – was dann letztlich dazu führt, das Intel jenes Smartphone-Segment faktisch komplett aufgibt. Angesichts der Milliarden-Investitionen (samt Milliarden-Verlusten) in diese Sparte ist dies ein erstaunlicher Schritt, welcher sicherlich dem geringen Markterfolg der x86 Smartphone-SoCs von Intel Rechnung trägt, trotzdem aber für einen Chipriesen wie Intel eine schwere Niederlage darstellt.

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Umfrage-Auswertung: Zu welchem System geht die langfristige Tendenz der Windows-Gamer?

Eine Umfrage von Mitte April stellte die provokative Frage in den Raum, auf welcher Plattform sich der Windows-Gamer in mittel- bis langfristiger Zukunft sieht. Als Auswahlmöglichkeiten für den Wechsel weg von Windows als Gaming-Plattform standen hierfür die Spielekonsolen, Linux sowie eine dritte, noch unbekannte Alternative zur Verfügung – und natürlich die Option, nicht zu wechseln, sondern bei Windows zu bleiben. Hierfür stimmten gleich 42,8% der Umfrage-Teilnehmer, welche auch keinen Wechselgrund sehen – weitere 11,7% werden wahrscheinlich bei Windows bleiben, trotz das teilweise Wechselbedarf gesehen wird. Dies sind mit 54,5% erst einmal die knappe Mehrheit der Umfrage-Teilnehmer, welche also weiterhin Windows als Gaming-Plattform die Treue halten wollen.

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AMD Geschäftsergebnisse Q1/2016: Nochmals schlechter als in den vorhergehenden Quartalen

Nachdem AMD im letzten Jahr Quartal für Quartal mit jeweils nochmals schlechteren Geschäftszahlen schockte, haben es die nunmehr vorgelegten Geschäftszahlen für das erste Quartal 2016 erneut in sich: AMD fällt in diesem auf einen Umsatz von nur noch 832 Millionen Dollar zurück – selbst für ein erstes Jahresquartal ist dies sagenhaft schlecht. Gegenüber dem Vorjahresquartal ging es um 19,2% beim Umsatz zurück, wenigstens fielen nomineller wie operativer Gewinn nunmehr deutlich weniger negativ aus als in diesem ersten Geschäftsquartal 2015 (bleiben aber weiterhin klar negativ). Die Talfahrt von AMD geht also entschieden weiter – was besonders schmerzlich ist, da sich zuletzt eher der Trend abgezeichnet hatte, das sich jene Talfahrt wenigstens erheblich abbremsen würde.

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Intel Geschäftsergebnisse Q1/2016: Guter Jahresstart, trotzdem werden 11% der Belegschaft entlassen

Prozessorenentwickler Intel hat seine Geschäftszahlen für das erste Jahresquartal 2016 vorgelegt, welche einen guten Jahresstart unter den nach wie vor rauen Bedingungen eines allgemein zurückgehenden PC-Marktes zeigen: So konnte man zum Vergleichszeitraum des Vorjahres (sprich dem ersten Quartal 2015) den Umsatz um 7,2% steigern, beim nominellen Gewinn ging es um 2,7% nach oben, nur beim operativen Gewinn um 1,8% nach unten. Der Vergleich zum vorhergehenden Quartal lohnt nicht, da das vierte Jahresquartal üblicherweise das stärkste und das erste Jahresquartal das schwächste des Gesamtjahres sind. Dieses erste Jahresquartal 2016 sah bei Intel zwar keine großen Gewinnsprünge, aber dennoch einen Umsatz, der sogar höher ausfiel als letztes Jahr im zweiten Quartal erreicht – eigentlich also ein sehr vernünftiger Jahresstart, welcher auf Geschäfte in mindestens dem gleichen Rahmen sowie etwas besser für dieses Geschäftsjahr hindeutet.

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Die Entwicklung der Grafikkarten-Preise 1999-2015

In unserem Forum läuft gerade eine interessante Diskussion ab, welcher mit der These startet, das die Preise für Gaming-geeignete Hardware über die Zeit eher angezogen haben – insbesondere dann, wenn man etwas richtig ordentliches haben will, spricht "State of the Art". Nicht jeder Diskussionsteilnehmer ist dabei dieser Ansicht – es gibt da viele Meinungen, geäußerte Fakten und Ansatzpunkte. Um die Diskussion besser mit Daten zu unterstützen, haben wir einfach einmal eine Übersicht der historischen Preisentwicklung bei Grafikkarten seit dem Jahr 1999 erstellt. Erfasst wurden hierbei Listenpreisen in Dollar – letzteres natürlich um den Dollar/Euro-Schwankungen über die Zeit zu begegnen.

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Intel verabschiedet sich offiziell vom "Tick-Tock"-Schema

In einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht (PDF) hat Intel das offiziell gemacht, was inoffiziell bereits praktiziert wurde: Die Verabschiedung vom früheren "Tick-Tock"-Schema bei Intels Prozessoren-Generationen, hin zu einem "Process-Architecture-Optimization"-Schema. Während früher also ein Fertigungsprozeß für zwei Prozessoren-Generationen herhalten musste, sind es nun auch ganz offiziell drei Prozessoren-Generationen. Die dritte, eingeschobene Generation dient dann der Optimierung der vorhergehend eingeführten neuen Architektur-Stufe. Eine inoffizielle Bezeichung "Tick-Tock-Tock" wäre also falsch, da "Tock" eine neue Architektur bedeutet – sinngemäß müsste es eher "Tick-Tock-Tack" heissen, was Intel wohlweislich mit "Process-Architecture-Optimization" anders benannt hat:

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Umfrage-Auswertung: In welcher Preislage wird ein Tablet heutzutage erworben (2016)?

Eine Umfrage von Anfang März ging (erneut) der Frage nach, in welchem Preisrahmen Tablets heutzutage üblicherweise erworben werden. Im Gegensatz zur ersten Hälfte der Dekade sind Tablets inzwischen deutlich außerhalb des öffentlichen Blickpunkts geraten und haben damit auch mit leicht abnehmenden Stückzahlen-Verkäufen zu kämpfen – keine guten Voraussetzungen also dafür, die Preispunkte hochzuhalten. Trotzdem ergibt sich im Vergleich zu einer gleichlautenden Umfrage von August 2014 kaum eine große Differenz, beide Diagramme sehen sich doch relativ ähnlich:

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Grafikkarten-Verkäufe im Jahr 2015 deutlich rückläufig - bei gleichzeitig enormer Absatzsteigerung im HighEnd-Segment

Jon Peddie Research haben mit den Zahlen zu den Grafikchip-Marktanteilen (an dieser Stelle schon ausgewertet) auch etwas zum insgesamten Stand des Markts an Desktop-Grafikkarten zu sagen: Im Jahr 2015 wurden mit 44 Millionen Stück erneut weniger Grafikkarten ausgeliefert – in 2014 waren es 50 Mill. Stück, in 2013 sogar 65 Millionen Stück (bei JPR sind im Text die Zahlen zwischen 2014 und 2015 vertauscht, die Grafik ist dagegen richtig). Ihren volumentechnischen Höhepunkt hatte die Desktop-Grafikkarte im übrigen schon im Jahr 1999, seinerzeit wurden immerhin 114 Millionen Grafikkarten ausgeliefert.

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Die Grafikchip- und Grafikkarten-Marktanteile im vierten Quartal 2015

Die Marktbeobachter von Jon Peddie Research bringen in zwei Meldungen die bislang noch fehlenden Zahlen zu den Marktanteilen im Grafikchip-Markt des vierten Quartals 2015 daher. Die erste Meldung behandelt alle verkauften Grafikchips, inklusive der von der Anzahl her klar dominierenden in heutigen PC-Prozessoren integrierten Grafiklösungen. Hierbei liegt gewöhnlich Intel um ganze Dimensionssprünge vorn – wobei die letzten beiden Quartale einen leichten Rückschritt für Intel ergeben haben, man fiel innerhalb eines halben Jahres von 75,2% auf "nur" noch 71,6% zurück. nVidia und AMD haben hiervon jeweils ganz gut profitieren können: nVidia legte in diesem halben Jahr von 14,1% auf 16,6% zu und damit um 1,5 Prozentpunkte – bei AMD ging es hingegen von 10,7% auf 11,8% und damit um 1,1 Prozentpunkte hinauf.

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nVidia-Geschäftsergebnisse Q4/2015: Erneut Rekorde für Quartal und Gesamtjahr

Grafikchip-Entwickler nVidia hat seine Geschäftsergebnisse für das (grobe) Kalenderquartal Q4/2015 sowie das (grobe) Kalenderjahr 2015 verkündet. Der genaue Quartalszeitraum liegt etwas abweichend vom Kalender auf November 2015 bis Januar 2016 – was zudem bei nVidia auch als das vierte Finanzquartal des Finanzjahres 2016 (nicht 2015!) gilt. Davon abweichend ist zum Vergleich natürlich die kalendermäßige Einordnung besser – auch wenn zu beachten gilt, daß hiermit im eigentlichen Parade-Quartal IV bei nVidia der allgemein eher schlechte Monat Januar eben mit enthalten ist. Dafür hat nVidia geradezu großartig gewirtschaftet: Nachdem im dritten Quartal erstmals die Grenze von 1,3 Milliarden Dollar Umsatz durchbrochen werden konnte, fiel im vierten Quartal nunmehr (knapp) die Grenze von 1,4 Milliarden Dollar Quartalsumsatz. Für ein Unternehmen, welches ansonsten in den Jahren zuvor recht konstant zwischen 800 bis 1200 Millionen Dollar Quartalsumsatz pendelte, ist dies doch ein nicht zu verachtender Sprung.

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