Die Systemanforderungen für die Spiele-Generation 2020/21

Sonntag, 24. Januar 2021
 / von Leonidas
 

Die Spiele-Saison 2020/21 hat nicht nur das langjährig erwartete Cyberpunk 2077 gebracht, sondern gerade zum Jahresschluß 2020 auch einige andere die Hardware fordernde Spiele-Titel – womit sich die allgemeinen Systemanforderungen für PC-Spiele maßgeblich verschoben haben und somit nachfolgend für die derzeit laufende Spiele-Saison neu aufgestellt werden sollen. Ausgangspunkt für die Minimum-Anforderungen sind wie üblich die offiziellen Angaben der Spiele-Entwickler, da hierzu nur höchst selten entsprechende Benchmarks vorliegen. Für die Hardware-Empfehlungen standen (insbesondere auf Grafikkarten-Seite) jedoch ausreichend Benchmarks aus der Praxis zur Verfügung, wurden die aufgestellten Empfehlungen somit an diesen realen Performance-Werten ausgerichtet. Wie üblich gilt, dass die nachfolgenden "allgemeinen Systemanforderungen" sich üblicherweise am höchsten gefundenen Niveau orientieren – mit der Ausnahme singulärer Fälle, welche klar außerhalb des ansonsten üblichen Anforderungsprofils liegen.

Mindestanforderungen Empfehlungen für flüssige fps auf bester Bildqualität
Betriebssystem Windows 10 64-Bit Windows 10 64-Bit
Grafik-API DirectX 12 Feature-Level 12_x DirectX 12 Feature-Level 12_x
Hauptspeicher 8 GB 16 GB
Prozessor AMD Zen/Zen+ 4C auf ~4.0 GHz
AMD Zen2 4C auf ~3.5 GHz
AMD Zen3 4C auf ~3.0 GHz
Intel Sandy Bridge bis Haswell 4C auf ~4.0 GHz
Intel Broadwell bis Comet Lake 4C auf ~3.5 GHz
AMD Zen/Zen+ 6C auf ~4.5 GHz
AMD Zen2 6C auf ~4.0 GHz
AMD Zen3 6C auf ~3.5 GHz
Intel Sandy Bridge bis Haswell 6C auf ~4.5 GHz
Intel Broadwell bis Comet Lake 6C auf ~4.0 GHz
SSD nicht zwingend, aber nützlich unbedingt empfohlen
Grafikkarte DirectX-12-Modell (FL 12_x) mit 3-4 GB Speicher
Radeon R200 Serie: ab Radeon R9 290
Radeon R300 Serie: ab Radeon R9 390
Radeon RX 400 Serie: ab Radeon RX 470
Radeon RX 500/Vega Serie: ab Radeon RX 570
Radeon RX 5000 Serie: ab Radeon RX 5300
Radeon RX 6000 Serie: ab kleinster RDNA2-Lösung

GeForce 900 Serie: ab GeForce GTX 970
GeForce 10 Serie: ab GeForce GTX 1060 3GB
GeForce 16/20 Serie: ab GeForce GTX 1650 GDDR6
GeForce 30 Serie: ab kleinster Ampere-Lösung
für FullHD: DirectX-12-Modell (FL 12_x) mit 6-8 GB Speicher
Radeon RX 500/Vega Serie: ab Radeon RX Vega 64
Radeon RX 5000 Serie: ab Radeon RX 5600 XT 14 Gbps

GeForce 10 Serie: ab GeForce GTX 1070 Ti
GeForce 16/20 Serie: ab GeForce RTX 2060

für WQHD: DirectX-12-Modell (FL 12_x) mit 8 GB Speicher
Radeon RX 500/Vega Serie: ab Radeon VII
Radeon RX 5000 Serie: ab Radeon RX 5700 XT

GeForce 10 Serie: ab GeForce GTX 1080 Ti
GeForce 16/20 Serie: ab GeForce RTX 2070 Super

für UltraHD/4K: DirectX-12-Modell (FL 12_x) mit 10 GB Speicher
Radeon RX 6000 Serie: ab Radeon RX 6800 XT
GeForce 30 Serie: ab GeForce RTX 3080

Eine erste Änderung gegenüber dem Stand der 2019/20er Spiele-Saison ergibt sich schon beim DirectX-Level – welches nunmehr erstmals das Feature-Level 12_x voraussetzt. Zwar gibt es mittels Assassin's Creed: Valhalla derzeit nur einen einzigen markanten Spieletitel, welcher diese Anforderung aufweist – aber da diese allgemeinen Systemanforderungen schließlich das Spielen aller Spiele zumindest grundsätzlich ermöglichen sollen, können jene in diesem Punkt nur mitziehen. Damit fallen gewisse Grafikkarten unabhängig ihres Performance-Levels komplett heraus: Dies sind AMDs GCN1-Generation (maßgeblich die Radeon HD 7900 Serie, welche aber auch schon rein von deren Performance her inzwischen zu langsam ist) sowie nVdidias Kepler-Generation. In jeder finden sich mit GeForce GTX Titan sowie GeForce GTX Titan Black sogar zwei Grafikkarten, welche das heutige Minimum-Performancelevel noch halten könnten (die GeForce GTX 780 Ti hat hierfür zu wenig Speicher), und somit ausschließlich wegen des Fehlens des DirectX Feature-Level 12_x nicht mehr mit gelistet werden können.

Im Nebenpunkt des PC-Hauptspeichers gibt es keine Veränderung gegenüber dem letzten Jahr, allenfalls wird inzwischen eine SSD als Massenspeicher oftmals sogar schon von den Spiele-Entwicklern selber empfohlen. Das Minimum auf Prozessoren-Seite sieht genauso wenig eine Veränderung. Hier wird in der Spitze derzeit gern ein Core i5-4460 genannt, bisher nur in einem Fall der Core i5-6600 sowie in einem weiteren Fall der Core i5-6600K. Dies ergibt somit noch keinerlei Grundlage, die letztjährig bereits geltende Minimum-Anforderung eines Vierkerners der Intel-Generationen Broadwell bis Comet Lake auf grob 3.5 GHz Taktrate weiter anzuheben. Für ein Minimum-Gameplay wird dies auch in der Praxis noch vernünftig ausreichend sein, wo zu allermeist sogar noch Zweikerner mit HyperThreading passabel mitkommen (natürlich nicht zu Spitzen-Frameraten oder besonders guten Frametimes, was bei Minimum-Anforderungen aber auch nicht die Zielsetzung darstellt).

Die Prozessoren-Empfehlungen wurden hingegen komplett neu gestaltet, hierbei standen sowohl die offiziellen Anforderungen der Spiele-Entwickler als auch Erfahrungswerte aus der Praxis Pate. Das ganze ist natürlich nicht in Stein gemeißelt und stellt auch in diesem Fall wiederum eine Sorgenfrei-Empfehlung für 90% aller Spieletitel dar – denn nur 10% der Spieletitel werden dieses Performance-Potential überhaupt ausnutzen. Nichtsdestotrotz: Um in diesen 10% Hardware-fordernden Titeln gut dabei zu sein, sollte es heutzutage schon ein Sechskerner sein, welcher je nach Alter entsprechend zahmer takten darf oder höher takten muß. Die Zeit der Vierkerner mit HyperThreading – obwohl jene durchaus sogar mehr CPU-Threads als ein Sechskerner ohne HT/SMT bieten können – ist damit im Empfehlungs-Bereich vorbei. Interessanterweise gilt dies aber auch in umgekehrter Richtung: Mittels mehr CPU-Kernen ist heutzutage kaum ein Rückstand an Taktrate oder IPC auszugleichen, die meisten Spiele skalieren oberhalb von 6 CPU-Kernen nicht mehr wirklich gut mit der Anzahl der CPU-Kerne.

Spiele-Systemanforderungen 2019/20 Spiele-Systemanforderungen 2020/21
Betriebssystem Windows 10 64-Bit Windows 10 64-Bit  (unverändert)
Grafik-API DirectX 12 Feature-Level 11_x DirectX 12 Feature-Level 12_x
CPU-Minimum AMD Zen/Zen+ 4C auf ~4.0 GHz oder Intel Sandy Bridge bis Haswell 4C auf ~4.0 GHz AMD Zen/Zen+ 4C auf ~4.0 GHz oder Intel Sandy Bridge bis Haswell 4C auf ~4.0 GHz  (unverändert)
CPU-Empfehlung AMD Zen/Zen+ 6C+SMT auf ~4.0 GHz oder Intel Skylake & Kaby Lake 4C+HT auf ~4.0 GHz AMD Zen2 6C auf ~4.0 GHz oder Intel Broadwell bis Comet Lake 6C auf ~4.0 GHz
RAM-Minimum 8 GB 8 GB  (unverändert)
RAM-Empfehlung 16 GB + SSD 16 GB + SSD  (unverändert)
GPU-Minimum DirectX-12-Modell (FL 11_x) mit 3 GB á Radeon HD 7970 oder GeForce GTX 680 4GB DirectX-12-Modell (FL 12_x) mit 3-4 GB á Radeon RX 470 oder GeForce GTX 1060 3GB
GPU-Empf.: FullHD DirectX-12-Modell (FL 11_x) mit 6 GB á Radeon RX 5600 oder GeForce GTX 1660 Super DirectX-12-Modell (FL 12_x) mit 6-8 GB á Radeon RX 5600 XT 14Gbps oder GeForce RTX 2060
GPU-Empf.: WQHD DirectX-12-Modell (FL 11_x) mit 8 GB á Radeon RX 5700 XT oder GeForce RTX 2060 Super DirectX-12-Modell (FL 12_x) mit 8 GB á Radeon RX 5700 XT oder GeForce RTX 2070 Super
GPU-Empf.: UltraHD DirectX-12-Modell (FL 11_x) mit 8 GB á GeForce GTX 2080 Ti DirectX-12-Modell (FL 12_x) mit 10 GB á Radeon RX 6800 XT oder GeForce RTX 3080

Das Minimum auf Grafikkarten-Seite richtet sich nunmehr am schon genannten Feature-Level 12_x aus, ein anderer markanter Punkt befindet sich dagegen derzeit knapp an der Grenze zum Sprung auf das nächste Level: Zwar werden seitens Crysis Remastered, The Medium und Watch Dogs: Legion bereits ganz offiziell 4 GB Grafikkartenspeicher als "Minimum" abgefordert, die reine Praxis hat bisher jedoch noch keine Fälle hervorgebracht, wo diese Grafikkartenspeicher-Menge auf "Low"-Bildqualität wirklich vonnöten wäre. Mit den Spiel-eigenen Texturensettings kann man in dieser Frage immer noch ziemlich viel erreichen und somit dürften die Spiele-Entwickler an dieser Stelle entweder einfach nur übervorsichtig gewesen sein – oder die in der Tat nur geringe Anzahl an 3-GB-Grafikkarten glatt übersehen haben. Natürlich sind mehr Grafikkartenspeicher dennoch nicht verkehrt, aber gerade für das Hochsetzen eines Minimum-Settings bräuchte es durchaus bessere Anhaltspunkte. Die aktuell hierzu angesetzte Formulierung eines "DirectX-12-Modells mit 3-4 GB" zeigt den zukünftigen Weg schon an, zwingt allerdings noch nicht zur größeren Speichermenge.

Dabei profitieren mit GeForce RTX 1060 3GB sowie Radeon RX 5300 letztlich nur zwei Grafikkarten von dieser Kulanz-Regelung – weil andere 3-GB-Modelle inzwischen allesamt zu langsam selbst für die Minimum-Grafikkartenanforderungen der Spiele-Saison 2020/21 geworden sind. Schließlich fordern DiRT 5, Serious Sam 4 und Watch Dogs: Legion inzwischen schon eine GeForce GTX 970 als offizielles "Minimum" ab (alternativ eine Radeon RX 570 beim Flight Simulator 2020) und geht es teilweise mit einer GeForce GTX 1060 6GB bei The Medium sogar noch etwas darüber hinaus. Die unter der "Low"-Bildqualität aufgestellten Benchmark-Resultate zu Cyberpunk 2077 bestätigen dann jene neuen Minimum-Anforderungen im groben Maßstab, so dass als neues Grafikkarten-Minimum die Performance-Klasse von GeForce GTX 970, Radeon RX 470, GeForce GTX 1060 3GB, Radeon RX 5300 und GeForce GTX 1650 GDDR6 anzusetzen ist.

Gegenüber der bisher als Minimum notierten Performance-Klasse von Radeon HD 7970, GeForce GTX 680, Radeon R9 380 & GeForce GTX 960 ist dies ein sehr bedeutsamer Sprung, mit +41% auf das Performance-Niveau des Vorjahres (gemäß des FullHD Performance-Index) sogar der größte Sprung, welcher innerhalb der letzten 7 Jahre bei diesen allgemeinen Systemanforderungen auf Grafikkarten-Seite erzielt wurde. Auch sinngemäß ist dies ein großer Schritt, denn damit wird das Midrange-Segment der 2016er Grafikkarten-Generation um Radeon RX 470 & GeForce GTX 1060 3GB – welches lange Zeit ausreichend für gutklassige Performance & Bildqualität unter der FullHD-Auflösung war – nunmehr zum neuen Einsteiger-Level. Da selbiges Level aber natürlich noch nicht einmal für einen wirklichen Spielgenuß steht, sondern nur für reine Lauffähigkeit aktueller Spiele garantiert, wird hiermit die Außerdienststellung von reihenweise Alt-Beschleunigern aus den Anfangstagen der letzten Konsolen-Generation forciert, welche bis zur letzten Spiele-Saison teilweise tatsächlich noch mithalten konnten.

Die Grafikkarten-Empfehlung halten sich dann wie gesagt näher an den vorliegenden Benchmarks zu den aktuellen Spiele-Titeln und werden zudem nach Auflösungen getrennt vergeben. Auch hier gab es jeweils eine bemerkbare Entwicklung nach vorn, jene fällt allerdings deutlich geringer als als bei den Minimum-Anforderungen. Gemessen am Performance-Index gibt es gegenüber den letztjährigen Anforderungen einen Sprung von +19% unter FullHD, nur ca. +15% unter WQHD und dafür jedoch +24% unter UltraHD/4K. Dieser Anforderungssprung von gemittelt grob +20% über alle Auflösungen hinweg dürfte im Einzelfall wohl weniger merkbar sein, dennoch geht es überall eine Performance-Stufe nach oben und fallen damit letztjährig noch als "tauglich" gelistete Beschleuniger nunmehr heraus. Für die FullHD-Auflösung sollte man derzeit mit einer Grafikkarte auf 6 GB Speicher (besser 8 GB) ab GeForce GTX 1070 Ti, Radeon RX Vega 64, GeForce RTX 2060 oder Radeon RX 5600 XT 14 Gbps antreten – welchen Ampere/RDNA2-Beschleunigern dies entspricht, läßt sich derzeit noch nicht zielgenau genug ermessen (es dürfte aber wohl in die Ampere/RDNA2-Einsteigerklasse gehen).

Für die WQHD-Auflösung sind hingegen Grafikkarten auf 8 GB Speicher ab GeForce GTX 1080 Ti, Radeon VII, GeForce RTX 2070 Super oder Radeon RX 5700 XT zu empfehlen. Unter den Ampere/RDNA2-Beschleunigern dürfte dies wahrscheinlich auf GeForce RTX 3060 sowie Radeon RX 6700 (non-XT) hinauslaufen – was aber natürlich deren genaue Chip-Daten bzw. Performance-Ergebnisse zum Launch abzuwarten bleibt. Bezogen auf die älteren Modelle entspricht dies teilweise exakt den letztjährigen Empfehlungen – was aber letztlich nur daran hängt, dass hierbei im Angebots-Portfolio teilweise schlicht passendere Zwischenvarianten fehlen. Der trotzdem stattgefundene Anforderungssprung läßt sich in diesem Fall nur an einem einzigen Vergleichsmodell ermessen: Letztes Jahr reichte unter der WQHD-Auflösung noch eine GeForce RTX 2060 Super aus, dieses Jahr muß es eine GeForce RTX 2070 Super sein. Und letztlich bedingt die UltraHD/4K-Auflösung Grafikkarten auf 10 GB Speicher ab GeForce RTX 3080 oder Radeon RX 6800 XT – womit natürlich keine Gleichwertigkeit dieser beiden Grafikkarten angedeutet werden soll, sondern allein das Performance-Niveau der Radeon RX 6800 XT als "ausreichend" für diesen Anwendungszweck angesehen wird. nVidia fehlt derzeit schlicht eine Karte mit dem exakten Performance-Profil der Radeon RX 6800 XT, daher war an dieser Stelle nVidia-seitig eben nur die GeForce RTX 3080 zu notieren.

Jene Empfehlungen bedeuten natürlich nicht, dass man hiermit jederzeit eine vollkommen sorgenfreie Performance garantieren könnte, denn einzelne Spieletitel könnten und können jederzeit noch einmal etwas andere, noch höhere Performanceansprüche stellen. Ein Beispiel hierfür ist Cyberpunk 2077, wo speziell unter der UltraHD/4K-Auflösung letztlich gerade einmal eine GeForce RTX 3090 die Ziel-Framerate unter der besten (Rasterizer-)Bildqualität erreicht. Ebenfalls wird derzeit das Thema "RayTracing" mit diesem Grafikkarten-Empfehlungen noch nicht erfaßt. Jenes Thema schwankt derzeit ein wenig zwischen exorbitanten Performance-Ansprüchen, sofern kein DLSS zur Performance-Entspannung vorhanden ist – und eben der gleichzeitigen Nutzung von DLSS (wo möglich), womit oftmals der Performance-Verlust von RayTracing vollumfänglich ausgeglichen wird. Dies sind aber sicherlich die letzten allgemeinen Grafikkarten-Empfehlungen, wo RayTracing nicht mit in die Rechnung einfließt – was gerade für AMD bedeutet, dass man sich mit seiner angekündigten DLSS-Alternative nunmehr wirklich sputen muß.

In der Summe der Dinge hat das Jahr des Launches der NextGen-Konsolen die letztjährig gehegten Erwartungen an den damit einhergehenden Anforderungssprung komplett erfüllt – und stellt diesbezüglich zugleich eine Wiederholung des Launches der vorherigen Konsolen-Generation dar. Denn im Jahr 2013 gab jener bemerkbare Sprung in den Hardwareanforderungen für PC-Spiele, welchen der Launch von PS4 & XBO ausgelöst hatte, den Anlaß für den ersten Artikel zu diesem Thema bzw. der nachfolgenden systematischen Betrachtung der steigenden Hardware-Anforderungen über die Zeit hinweg. Wie an vorstehender Grafik gut zu erkennen, hat sich innerhalb einer kompletten Konsolen-Generation ein PC-Anforderungssprung von grob dem Vierfachen an Grafikkarten-Power ergeben. Diesem hat das Grafikkarten-Angebot über die Zeit sehr gut standgehalten, denn faktisch ist die Performance sogar leicht stärker gewachsen (ca. Faktor 5,4 zwischen GeForce RTX 3090 und der 2013er Spitzen-Lösung GeForce RTX 780 Ti).

Allerdings haben sich dafür in der Zwischenzeit höhere Auflösungen (als FullHD) im Enthusiasten-Segment etabliert, deren Performance-Anforderungen zumeist nur mit Mühe und Not zu erfüllen sind. So ist seit einigen Spiele-Saisons und Grafikkarten-Generationen zu beobachten, dass regelmäßig nur 1-3 Grafikkarten unter der UltraHD-Empfehlung genannt werden können. Hier existiert im Gegensatz zu den FullHD- und WQHD-Auflösungen ergo keinerlei Reserve mehr, größer als zu den aktuellen Empfehlungen zu kaufen – und jene bedeuten schließlich auch, dass sie nächstes Jahr schon wieder überholt sein werden, man ergo normalerweise immer bedeutsam höher kaufen sollte. Dies ist unter der UltraHD/4K-Auflösung aber auch dieses Jahr wiederum nicht möglich, die Mehrperformance der GeForce RTX 3090 gegenüber den vorgenannten Radeon RX 6800 XT oder GeForce RTX 3080 ist dafür zu gering. Der ideale Enthusiasten-Beschleuniger, welcher Performance sowie Grafikkartenspeicher auch für die Spiele der Zukunft unter der UltraHD/4K-Auflösung mitbringt – wie es jenen singulär mit der originalen GeForce GTX Titan einstmals gab – fehlt im aktuellen Grafikkarten-Angebot, wie auch schon über die letzten Jahre hinweg.