Recht viele Webseiten haben sich zum Launch von The Witcher 3: Wild Hunt mit dessen Performance beschäftigt – meistens allerdings etwas zu früh, denn das Spiel hat mit weiteren Patch-Versionen und angepassten Treibern doch einiges an Reife gewonnen, was gerade in den allerersten Artikeln zum Thema dann etwas fehlt. Andererseits sind die Performance-Verbesserungen auch nicht so großartig, daß die älteren Artikel direkt falsch wären – bis auf die Frage von nVidias Hairworks: Hier haben die letzten Spiel- und Treiberversionen deutliche Verbesserungen zugunsten der AMD-Grafikkarten gebracht.
Eine Umfrage von Anfang Juni ging der Frage nach der Verbreitung von MultiMonitoring im Spiele-Einsatz nach. Logischerweise ist dabei die Gruppe der Nichtnutzer mit 89,2% riesengroß – wäre es nicht so, würde MultiMonitoring schließlich kein "Sonderfeature" sein, sondern Standard. So gesehen ist die Gruppe der aktuellen MultiMonitoring-Nutzer im Gaming-Einsatz mit 10,8% Nutzeranteil gar nicht einmal so klein – für den Massenmarkt bleibt dies zwar Nische, aber innerhalb des 3DCenters gibt es damit schon eine beachtbare Nutzergruppe.
Die letzte AMD & nVidia Grafikkarten-Roadmap stammt noch vom Februar, war somit (weit) vor dem Release von AMDs neuen Grafikkarten angelegt und beeinhaltet demzufolge auch noch nicht die Entwicklungen & Erkenntnisse rund um die inzwischen releasten neuen AMD- und nVidia-Grafikkarten. Jene wurden nun selbstverständlich in die neue Roadmap hinzugetragen – zuzüglich der wenigen noch zu erwartenden weiteren Grafikkarten aus der aktuellen 28nm-Ära. Faktisch kommen nun nur noch diverse Programmergänzungen – und danach der klare Schnitt mit den Beschleunigern der 14/16nm-Ära, was aber ein Thema des Jahres 2016 sein wird und wofür derzeit einfach noch zu wenige Informationen vorliegen.
Eine Umfrage von Ende Mai fragte – in Wiederholung einer 2012er Umfrage – nach den derzeit üblicherweise verwendeten Spiel-Auflösung und Anti-Aliasing-Settings. In der Zwischenzeit hat sich einiges getan, sind 4K- und 5K-Auflösungen neu hinzugekommen und hat ganz allgemein ein Trend weg von kleineren Auflösungen eingesetzt. Weiterhin die klar häufigste benutzte Auflösung bleibt aber FullHD aka 1920x1080 oder 1920x1200 – mit heuer 61,2% zum Stand von 2012 (60,9%) nahezu unveränderten Wert im übrigen.
Nachfolgend ist in Diagramm-Form eine Zusammenfassung der Benchmark-Ergebnisse zur Radeon R9 Fury im Vergleich zu Radeon R9 290X & 390, GeForce GTX 980 & 980 Ti sowie der GeForce GTX Titan X unter allen drei Auflösungen zu sehen. Hierbei handelt es sich um die in unserer Launch-Analyse verrechneten Werte von 10 Hardware-Tests mit ca. 1765 Einzel-Benchmarks – in diesem Fall justiziert auf die Performance der GeForce GTX 980 Ti. Die angegebenen Werte sind natürlich allesamt relative Prozentwerte, keine einzelnen fps-Zahlen, dies wäre bei der Zusammenrechnung so vieler Werte auch gar nicht mehr möglich darzustellen.
Verschiedene Artikel haben sich in der letzten Zeit mit der Frage beschäftigt, was einzelne Grafik-Effekte an Frameraten unter GTA V kosten: HT4U (mit GeForce GTX 970) hat hierzu etwas geschrieben, nVidia (mit GeForce GTX Titan X SLI) eine umfangreiche Ausarbeitung zur Verfügung gestellt und HardOCP (mit Radeon R9 290X und GeForce GTX 980) haben sogar drei Artikel innerhalb ihrer GTA-V-Artikelserie zum Thema der Bildqualität und deren Performance verfasst:
Bislang bieten beide Grafikchip-Entwickler in Sachen Downsampling Anti-Aliasing maximal die 4fache Monitor-Auflösung an (sprich 2fache Breite mal 2fache Höhe) – was für eigentlich jede Hardware schon schlauchend genug ist. Aber es gibt wohl immer den prinzipiellen Wunsch nach "Mehr" – und deswegen kommt vom Schöpfer des nVidia-Tweaktools "NVIDIA Inspector" ein kleines Tool namens "Custom DSR Tool", welches dieses Problem für nVidia-Grafikkarten löst.
Aufmerksamen Lesern wird bei der Lektüre der Launch-Analyse zur GeForce GTX 980 Ti eventuell aufgefallen sein, daß dort plötzlich neue Performance-Index-Werte für die GeForce GTX 980 und Titan X verwendet wurden: Bei der GeForce GTX 980 nicht 570%, wie zum Launch dieser Grafikkarte im letzten September, sondern nunmehr 600% – und bei der GeForce GTX Titan X nicht 720%, wie nach deren Launch in einer extra Betrachtung festgesetzt, sondern nunmehr 760%.
Die Umfrage in der Woche nach dem Launch der GeForce GTX 980 Ti fragte natürlich direkt nach dem Ersteindruck zur neuen Enthusiasten-Lösung von nVidia, welche von der Performance her nahe an die GeForce GTX Titan X herankommt, dafür aber einen deutlich besseren Preispunkt – auf einem trotzdem sehr hohen Preisniveau – bietet.
Bezüglich des konkreten Hardware-Supports ihrer Grafikkarten & Prozessoren sind die Hersteller nach wie vor einigermaßen maulfaul, so daß sich bislang keine Änderungen an unserer früheren Ausarbeitung zum Thema immerhin schon vom März ergeben hatten.