Eine Umfrage von Ende März fragte nach dem Ersteindruck zur zuvor erschienenen Radeon RX 6700 XT. Die Midrange-Lösung von AMD mit einem Performance-Bild zwischen GeForce RTX 3060 Ti und 3070 wurde (AMD-typisch) gut von den Umfrageteilnehmern aufgenommen, selbst wenn die erzielten 57,3% positiver Ersteindruck nicht ganz so gut wie bei Radeon RX 6800 (67,2%) und Radeon RX 6800 XT (77,6%) ausgefallen sind. Gegenüber den genannten nVidia-Angeboten ist dies dennoch ein starkes Resultat, die GeForce RTX 3060 Ti kam seinerzeit auf 40,8% positiver Ersteindruck, die GeForce RTX 3070 sogar nur auf 16,4%.
Mit dem 18. Mai ging das vorher für zwei Jahre PlayStation-exklusive OpenWorld-Actionadventure "Days Gone" auch für den PC an den Start. Spieleentwickler "Bend Studio" hat hierfür die Unreal Engine 4 in einer reinen DirectX-11-Fassung bemüht, womit es logischerweise derzeit keinerlei Support für RayTracing und/oder DLSS gibt. Letzteres erscheint aber auch nicht unbedingt als notwendig, denn die in einem Blog-Eintrag zugunsten von PC-Fragen notierten offiziellen PC-Systemanforderungen fallen mit einer Grafikkarten-Empfehlung von "GeForce GTX 1060 6GB" oder "Radeon RX 580 8GB" vergleichsweise moderat aus – dies sind eher die typischen Anforderungen der Jahre 2018/19. Dabei ist ein wenig unklar, inwiefern diese Angaben zugleich eine Aussage zum benötigten Grafikkartenspeicher darstellen soll: Denn bei der GeForce GTX 1060 gibt es schließlich auch eine erhebliche Performance-Differenz zwischen den Versionen mit 3 und 6 GB, während bei der Radeon RX 580 diesbezüglich nur ein geringer Unterschied zwischen den Versionen mit 4 und 8 GB existiert.
| offizielle PC-Systemanforderungen zu "Days Gone" | ||
|---|---|---|
| Minimum | Empfohlen | |
| allgemein | Windows 10 64-Bit, DirectX 11, 70 GB Festplatten-Platzbedarf (SSD empfohlen) | |
| Prozessor | Core i5-2500K oder FX-6300 | Core i7-4770K oder Ryzen 5 1500X |
| Speicher | 8 GB RAM | 16 GB RAM |
| Grafikkarte | GeForce GTX 780 oder Radeon R9 290 | GeForce GTX 1060 6GB oder Radeon RX 580 8GB |
Als indirekte Fortsetzung zur vorhergehenden Cryptomining-Umfrage folgte Anfang Mai eine Umfrage nach, welche – im Sinne des aktuellen Cryptomining-Hypes und der damit einhergehenden übertriebenen Grafikkarten-Straßenpreise – nach den noch erträglichen Mehrpreisen beim Grafikkarten-Kauf fragte. Ähnlich zur Cryptomining-Umfrage ergab sich dabei eine sehr klare Front, wenn immerhin 72,6% der Umfrageteilnehmer angeben, nur zum Listenpreis zu kaufen. Gemäß der Foren-Diskussion zum Thema gaben dabei einige Umfrageteilnehmer sogar an, eher denn unterhalb des Listenpreises zu kaufen – selbigen also vielmehr als oberen Maßstab anzusehen.
Mit einer Umfrage von Mitte April wurde die Frage nach der Verbreitung von Cryptomining unter den Grafikkarten-Enthusiasten gestellt – gleichlautend zu einer Umfrage von anno 2017 aus dem letzten Cryptomining-Hype. Die Umfrage-Ergebnisse unterscheiden sich nicht gravierend, das herausstechendste Merkmal ist die breitflächige Ablehnung von Cryptomining – welche sogar noch weiter zugenommen, da derzeit gleich 75,0% der Umfrageteilnehmer dies für jetzt sowie für die Zukunft ablehnen. Im Jahr 2017 waren es für diese Antwortoption "nur" 64,3%, dafür bildeten insbesondere die an Cryptomining interessierten Umfrageteilnehmer eine deutlich größere Gruppe.
Seitens Igor's Lab kommen umfangreiche Detail-Informationen zu AMDs Radeon RX 6600 & 6600 XT daher, welche das Bild zu diesen Navi-23-basierten Grafikkarten zusammen mit den in den letzten Tagen aufgetauchten Infos weiter aufhellen können. Fest bestätigt wird u.a. die Chipfläche von 236mm², glatt –100mm² weniger als beim größeren Navi-22-Chip der Radeon RX 6700 XT. Da die Anzahl der Shader-Cluster zwischen beiden Grafikchips nur von 40 auf 32 sinkt sowie es augenscheinlich dieselben 2 Raster-Engines gibt, müssen an anderer Stelle größere Abspeckungen (gegenüber Navi 22) erfolgen: So geht das Speicherinterface deutlich von 192-bit auf 128-bit zurück, fällt äquivalent dazu der Level2-Cache von 3 auf 2 MB kleiner aus und werden anstatt 64 ROPs nur deren 32 angesetzt.
| Radeon RX 6600 | Radeon RX 6600 XT | Radeon RX 6700 XT | |
|---|---|---|---|
| Chip-Basis | AMD Navi 23 (236mm²) | AMD Navi 22 (336mm²) | |
| Technik | angeblich 2 Raster-Engines, 28 Shader-Cluster, 1792 FP32-Einheiten, 112 TMUs, 28 RA-Einheiten, 32 ROPs, 32 MB "Infinity Cache", 128 Bit GDDR6-Interface | angeblich 2 Raster-Engines, 32 Shader-Cluster, 2048 FP32-Einheiten, 128 TMUs, 32 RA-Einheiten, 32 ROPs, 32 MB "Infinity Cache", 128 Bit GDDR6-Interface | 2 Raster-Engines, 40 Shader-Cluster, 2560 FP32-Einheiten, 160 TMUs, 40 RA-Einheiten, 64 ROPs, 3 MB Level2-Cache, 96 MB "Infinity Cache", 192 Bit GDDR6-Interface |
| Chip-Takt | angeblich Boost >2.6 GHz | angeblich Boost >2.7 GHz | 2321/2424/2581 MHz |
| Speicher | 8 GB GDDR6 @ 16 Gbps | 8 GB GDDR6 @ 16 Gbps | 12 GB GDDR6 @ 16 Gbps |
| PCI Express | PCIe 4.0 x8 | PCIe 4.0 x8 | PCIe 4.0 x16 |
| FullHD Perf-Index | geschätzt ~900-950% | geschätzt ~1100-1150% | 1490% |
| ASIC-Powerlimit | angeblich <100W | angeblich <130W | 186W |
| TDP | vermutlich ~130W | vermutlich ~160W | 230W |
| Listenpreis | vermutlich $200-250 | vermutlich $300 | $479 |
| Release | vermutlich Sommer 2021 | vermutlich Sommer 2021 | 18. März 2021 |
Am 7. Mai 2021 geht mit "Resident Evil Village" der achte Teil der Resident-Evil-Serie an Survival-Horror-Spielen in den Handel. Spieleentwickler Capcom setzte hierbei wiederum die Haus-eigene und für den direkten Vorgänger entwickelte RE-Engine ein, erweiterte jene allerdings um DirectX 12 (Pflicht) sowie RayTracing (optional). Insbesondere letzterer Effekt hat es den vielen zum Spiel erschienenen Benchmark-Artikeln angetan, da hierbei optischer Fortschritt mit maßvollen Performance-Anforderungen verbunden werden. Dies ergibt sich auch schon aus den offiziellen Systemanforderungen, welche eigentlich eher Mittelmaß darstellen – nicht einmal unter RayTracing wird absolute Spitzen-Hardware gefordert, abgesehen von den dort Prinzip-bedingt benachteiligten AMD-Grafikkarten. Allenfalls gilt für Einsteiger eine seitens Capcom explizit notierte Grafikkartenspeicher-Menge von 4 GB bei der Minimum-Anforderungen zu beachten. Dabei gab es in der Vergangenheit durchaus Grafikkarten mit weniger Speicher, aber dennoch höherer Performance als GeForce GTX 1050 Ti oder Radeon RX 560 4GB – welche seitens Resident Evil Village nunmehr allerdings allein wegen der zu geringen Speichermenge ausgeschlossen werden.
| offizielle PC-Systemanforderungen zu "Resident Evil Village" | ||
|---|---|---|
| Minimum | Empfohlen | |
| allgemein | Windows 10 64-Bit, DirectX 12, 50 GB Festplatten-Platzbedarf | |
| Prozessor | Core i5-7500 oder Ryzen 3 1200 | Core i7-8700 oder Ryzen 5 3600 |
| Speicher | 8 GB RAM & 4 GB VRAM | 16 GB RAM |
| Grafikkarte | GeForce GTX 1050 Ti oder Radeon RX 560 4GB | 60 fps @ FHD: GeForce GTX 1070 oder Radeon RX 5700 |
| Gfx RayTracing | GeForce RTX 2060 oder Radeon RX 6700 XT | 45 fps @ 4K: GeForce RTX 2070 oder Radeon RX 6700 XT 60 fps @ 4K: GeForce RTX 3070 oder Radeon RX 6900 XT |
Per Twitter kommen Gerüchte & Aussagen, welche sich mit AMDs RDNA3-Generation bzw. deren (erwartbarer) Performance beschäftigen. Paul Ecclestone @ Twitter (vom YouTube-Kanal "Red Gaming Tech") sieht dabei den Navi-31-Chip aufgebaut aus zwei Compute-Dies und einem I/O-Die mit insgesamt 160 Shader-Clustern und einer Performance bei dem 2,5fachen von Navi 21. Navi 33 soll hingegen einen eigenständigen monolithischen Chip mit 80 Shader-Clustern darstellen. Letzteres wurde zeitlich gesehen sogar zuerst von Yuko Yoshida @ Twitter berichtet, Navi 33 ist danach schlicht ein Wiedergänger der Hardware-Daten von Navi 21 – nur eben mit den Architektur-Verbesserungen von RDNA3. Bei der Performance-Vorhersage geht Yuko Yoshida @ Twitter allerdings einen Schritt weiter und bezeichnet das 2,5fache als "zu wenig". Beide Twitterer bzw. der YouTube-Kanal von Red Gaming Tech sind bekannt für derartige Gerüchte- und Wasserstandsmeldung – mit vorhandener, aber durchaus auch schwankender Erfolgsquote.
Navi 33 (?) = Navi 21 + Next Gen IP Core
Quelle: Yuko Yoshida @ Twitter am 3. Mai 2021
Trotz anhaltender Grafikkarten-Lieferschwierigkeiten und damit verbunden absurder Preislagen im Einzelhandel soll hiermit mal wieder ein neuer Grafikkarten-Marktüblick aufgelegt werden – und sei es nur aus dem Grund einer "Dokumentation des Elends". Der letzte Marktüberblick stammt noch vom März 2020, danach wurde es im Spätsommer 2020 leider verpasst, ein aktualisiertes Bild noch vor dem Launch der neuen AMD- und nVidia-Grafikkarten einzufangen – und mit deren Launch ging der Grafikkarten-Markt dann wie bekannt nur noch südwärts. Dabei haben sich im Laufe der Zeit neben den enormen Erhöhungen der Straßenpreise auch bedeutsame Veränderungen in den Produkt-Portfolios ergeben: Sehr viele Beschleuniger auf Basis älterer Architekturen haben den Markt verlassen, teilweise mangels Nachlieferungen bzw. im Zuge der Konzentration auf neuere Grafikkarten-Modelle vielleicht sogar früher als eigentlich geplant. Damit sieht der Grafikkarten-Markt im April 2021 vergleichsweise "aufgeräumt" aus, 12 Angeboten von nVidia stehen sogar nur 7 von AMD gegenüber. Wie sich selbige bei Preispunkt, Performance/Preis sowie Performance/Stromverbrauch einordnen lassen, ergibt sich aus dem nachfolgenden Artikel.
Mittels "Valheim" vom schwedischen Spieleentwickler "Iron Gate" hat sich in diesem Frühling ein erster Spiele-Hit ergeben, welcher vorab auf keinem Plan stand – und dies trotz noch laufendem EarlyAccess-Status, welcher auch nicht demnächst beendet werden wird. Aber da das Survival-Spiel im Wikinger-Stil schon jetzt reichlich Inhalte samt Spielspaß bietet, lohnt sich auch diese Performance-Betrachtung zum jetzigen frühen Stand. Dabei geben die offiziellen Systemanforderungen noch nicht die sich aus den Benchmarks ergebenden gehaltvollen Hardware-Anforderungen wieder, jene sehen erst einmal ziemlich "normal" aus. Das Spiel bietet mit DirectX 11 und Vulkan dabei sogar zwei Grafik-APIs an, wobei Vulkan zugunsten einer besseren CPU-Performance generell vorzuziehen wäre. Beachtenswert ist der geringe Festplatten-Platzbedarf von nur 1 GB, welcher sich aus der rein prozeduralen Generierung der im Spiel verwendeten Texturen ergibt.
| offizielle PC-Systemanforderungen zu "Valheim" (EarlyAccess) | ||
|---|---|---|
| Minimum | Empfohlen | |
| allgemein | Windows 7 64-Bit, DirectX 11 oder Vulkan, 1 GB Festplatten-Platzbedarf | |
| Prozessor | QuadCore-CPU mit 2.6 GHz | Core i5 @ 3 GHz oder Ryzen 5 @ 3 GHz |
| Speicher | 8 GB RAM | 16 GB RAM |
| Grafikkarte | GeForce GTX 950 oder Radeon HD 7970 | GeForce GTX 1060 oder Radeon RX 580 |
Mit dem Release der Radeon RX 6700 XT stellt AMD seine vierte Desktop-Grafikkarte der RDNA2-Architektur und die erste nicht auf dem bisher alleinig verwendeten "Navi 21" Grafikchip basierende Lösung vor. Der für die Radeon RX 6700 XT zum Einsatz kommende "Navi 22" Grafikchip ist deutlich kleiner und bietet nominell auch deutlich weniger Hardware-Einheiten, soll durch höhere Taktraten sowie unter Mithilfe des "Infinity Caches" aber dennoch einen schlagkräftigen Midrange-Grafikchip auf dem Performance-Level von immerhin der GeForce RTX 3070 abgeben. Ob AMD diese selbst herausgegebene Performance-Zielsetzung im Schnitt der Launchreviews tatsächlich erreichen konnte bzw. was jene sonst noch zu Performance, Stromverbrauch, Lüfter-Lautstärke und Übertaktungseignung von Referenzdesign sowie ersten Custom-Designs zur Radeon RX 6700 XT sagen können, wird diese Launch-Analyse nachfolgend zusammenfassen ... zum Artikel.
| GeForce RTX 3060 Ti | Radeon RX 6700 XT | GeForce RTX 3070 | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| FullHD-Performance | 3060Ti ist –4,6% langsamer bzw. 6700XT ist +4,8% schneller | 6700XT ist –6,4% langsamer bzw. 3070 ist +6,8% schneller | ||||||||||
| WQHD-Performance | 3060Ti ist –4,7% langsamer bzw. 6700XT ist +4,9% schneller | 6700XT ist –7,8% langsamer bzw. 3070 ist +8,5% schneller | ||||||||||
| 4K-Performance | 3060Ti ist –1,9% langsamer bzw. 6700XT ist +1,9% schneller | 6700XT ist –11,2% langsamer bzw. 3070 ist +12,6% schneller | ||||||||||